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Archiv für Dezember 2009

Schöne Weihnachtstage!

Dienstag, 22. Dezember 2009

Ein frommer Zauber hält mich wieder.
Anbetend, staunend muss ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlieder
ein goldner Kindertraum hernieder.
Ich fühl’s: Ein Wunder ist geschehen.
Theodor Storm

Weihnachtsgrüße
Morgen ist Weihnachten! Das Fest der Familien. Auch ich werde mich mit meiner kleinen Familie zu meinen Eltern begeben, um dort gemeinsam mit ihnen Weihnachten zu feiern. Darauf freuen wir uns schon sehr. Gemeinsam schmücke ich noch am 23.12. abends mit meiner Mutter den Weihnachtsbaum; eine Tradition seit ich erwachsen bin. Die Geschenke werden erst am 24.12. unter den Baum gelegt. Dann heißt es, warten. Warten aufs Christkind.Als meine Schwester und ich noch klein waren, haben meine Eltern die Geschenk heimlich unter den Baum gelegt und dann alle Kerzen – ja, damals gab es noch brennende Kerzen am Baum – angezündet. Wir mussten währendessen vor der Tür mit unseren Omas warten, bis ein klares Glöckchen ertönte. Das Signal für uns, die Tür zu öffnen und in den weihachtlich geschmückten Raum zu stürmen. In der Hoffnung, noch einen letzten Blick aufs Christkind zu erhaschen. Mama und Papa sagten dann immer, es ist gerade zur Tür hinaus, ihr habt es knapp verpasst. Selbst der Blick raus aus dem Fenster hat leider nichts mehr gebracht. Das Christkind war schon zu den nächsten Kindern aufgebrochen.Der Zauber unserer früheren Weihnacht erfüllt mich nun wieder – durch die Freude und den ungetrübten Glauben unseres kleinen Sohnes. Weihnachten mit seinen Augen wie früher zu erleben, ist schöner als alle Geschenke, die unter dem Baum auf mich warten.

Ich wünsche Ihnen, allen meinen Kunden und Lesern, ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer eigenen Familien. Auf dass Weihnacht für Sie genauso schön und sinnerfüllt wird wie meines!

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Süchtig nach gutem Design

Sonntag, 13. Dezember 2009

Auf der Suche nach möglichen redaktionellen Platzierungen für meinen Kunden artgerecht wohnen bin ich auf Stilsucht gestoßen. Kai Petermann, der Kopf hinter dem süchtig machenden Blog sieht sich selbst als Design-Victim mit dem Hang zu klassischen Autos. Lange Jahre hat er sein Geld als Art Director in der Werbung verdient. Zudem war er stellvertretender Chefredakteur des Online Automagazins Chromjuwelen. Schon früh kam er mit Designthemen in Berührung, die ihn irgendwann nicht mehr losließen. Zurzeit baut Kai Petermann als Creative Director green your life mit auf. Was alle seine Projekte verbindet: Er ist immer mit ganzem Herzen dabei.

Interview mit Kai Petermann, Chefredakteur von stilsucht.de und bekennender Stilsüchtiger

stilsucht_wohnaccesoires
Wörterladen: Seit wann gibt es Stilsucht?
K. Petermann: Stilsucht ist noch ein recht junges Projekt, ich habe den ersten Blogartikel am 25. März 2009 um 11:13 Uhr veröffentlicht. Mittlerweile sind weit über 500 Artikel bei Stilsucht online und jeden Tag kommt mindestens ein weiterer dazu.Wörterladen: Als was definieren Sie selbst Stilsucht? Lifestyle-Blog, Magazin?
K. Petermann: Hm, darüber habe ich mir bisher nur bedingt Gedanken gemacht. Im Normalfall bezeichne ich Stilsucht selbst als Designblog, der eine oder andere Gedankengang führte mich aber auch schon in Richtung Online-Magazin für Design und Lifestyle, wobei diese Bezeichnung irgendwie auch noch nicht überzeugend klingt. In erster Linie ist Stilsucht mein kleines Onlinespielzeug.

Wörterladen: Wie sind Sie auf die Idee von Stilsucht gekommen?
K. Petermann: Ich habe bereits viel Arbeit und Energie in verschiedene Webprojekte gesteckt. Mein liebstes und arbeitsintensivstes war (bis zum Start von Stilsucht) ein Online-Magazin für Motorkultur mit dem Namen Chromjuwelen. Dort habe ich über drei Jahre lang die Rolle des zweiten Redakteurs übernommen und war schon von Anfang an eher in den Design-Themen unterwegs. Bei meinen Recherchen bin ich immer wieder über so wahnsinnig tolle Produkte und Projekte gestolpert, die sofort diesen berühmten “haben wollen” Effekt auslösen. In Deutschland gab es zu diesem Zeitpunkt nur wenig (ansatzweise) vergleichbare Seiten wie Stilsucht und ich wollte unbedingt all diese tollen Sachen mit irgendwem teilen. Also habe ich mich einfach irgendwann an die Arbeit gemacht und das Blog aufgesetzt, als ich ein paar freie Tage hatte.
Die Leidenschaft für Produktdesign – denn in diesem Bereich liegt der Schwerpunkt von Stilsucht – wurde schon in den 90er Jahren geweckt und hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt.

Wörterladen: Was macht den Erfolg von Stilsucht aus?
K. Petermann: Oh, ist Stilsucht schon so erfolgreich? Nein, mal im Ernst, die Seite hat sich in dieser kurzen Zeit schon toll entwickelt und ist bei vielen Leuten längst zur relevanten Größe geworden. Der Grund dafür ist wahrscheinlich recht einfach zusammen zu fassen und doch nicht gerade mal eben nachzumachen. (Zum Glück, haha.)
Zuerst ist da mal der Name, kurz, prägnant und selbsterklärend. Die kleine Wortspielerei geht vermutlich längst unter. Die gesamte Optik ist sehr aufgeräumt, aber nicht zu langweilig. Die Bilder bringen entsprechende Abwechslung auf die Seite. Die Texte sind meistens sehr kompakt gehalten und entsprechen dem Leseverhalten im Internet. Ich schreibe absichtlich auch nur auf Deutsch – ein weiteres englisches Designblog braucht die Welt ganz sicher nicht. Die großen Bilder unterstützen außerdem die Entscheidung, ob jemand einen Artikel lesen möchte oder nicht.
Natürlich habe ich ein grob angepeiltes Ziel für Stilsucht. Weil das Ganze aber lediglich als Freizeit-Aktivität angelegt ist, habe ich keinen echten Zeitdruck, meine Ziele sofort zu erreichen. Von meinem Wunsch-Traffic bin ich noch ein ganzes Stück entfernt, aber ich bin ja auch erst ein dreiviertel Jahr online – dafür sind die Besucherzahlen wirklich bemerkenswert. Sie haben also durchaus Recht, Stilsucht ist doch schon ziemlich erfolgreich!

Wörterladen: Wie kommen Sie auf die Themen für Stilsucht?
K. Petermann: Die Themenwahl beruht eigentlich auf meinem eigenen Interesse. Ich schreibe grundsätzlich nur über Dinge, die ich selbst gut finde. So kann ich immer beruhigt auf den “Publish” Button klicken, wenn ein Artikel fertig ist.

Wörterladen: Aufdecken von stilprägenden Produkten und Lifestyle-Trends verlangen Gespür und Wissen. Woher haben Sie dieses Gespür?
K. Petermann: Ein guter Freund “beschimpft” mich in regelmäßigen Abständen als Trüffelschwein. Die vielen Jahre Recherche-Erfahrung in diesem Themenbereich haben natürlich auch ihre Spuren hinterlassen und so kann ich sehr schnell sortieren, ob ich ein Thema verfolgen möchte oder nicht. Ich denke, die Mischung aus einem guten Stück Intuition und dem Wissen, wo und wie man gute Themen findet, ist das Geheimnis.

Wörterladen: Wie machen Sie Stilsucht bekannt? Oder wie haben Sie es anfangs bekannt gemacht, um Leser zu gewinnen?
K. Petermann: Zum einen habe ich natürlich von den Menschen profitiert, die meine Artikel schon bei Chromjuwelen verfolgt haben, und von meinem beruflichen Umfeld. Meine Netzwerk aus der Zeit in der Werbebranche  hat mir anfänglich schon eine gute Besucherzahl für meinen Blog beschert. Mund-zu-Mund-Propaganda im digitalen Sinne also. Ganz am Anfang hat Google immer Partneranzeigen ausgespuckt, wenn man nach Stilsucht gesucht hat. Das waren dann immer so Phrasen wie “… geschäftstüchtiger Mann mit Stil sucht …” und ich habe befürchtet, das würde immer so bleiben.

Wörterladen: Aber das ist es zum Glück nicht! Herzlichen Dank, Herr Petermann, für das stilsichere Gespräch.

Gewürdigt: Ehrenamtliche Arbeit in Deutschland

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Am Samstag war der Internationale Tag des Ehrenamts. Bereits jeder dritte Deutsche ab 14 Jahren ist in seiner Freizeit unentgeltlich in einem Verein oder einer Initiative tätig. Am 5.12. wurde nun dieses Engagement gewürdigt. Viele gemeinnützige Institutionen könnten ohne das unentgeltliche Engagement vieler Privatleute nicht existieren. Bei Spendengelder sind die Firmen großzügig, besonders, wenn noch nachhaltig PR gemacht werden kann, aber sich auch persönlich einzubringen, dazu fehlt vielen die Motivation und die Zeit.

Logo_ArcheNoah
Viele Menschen streben danach, etwas Sinnvolles im Leben zu tun. Jeden Tag morgens das Haus verlassen, um zu arbeiten und meist erst spät heimzukommen, das ist wenig erfüllend. Also suchen sich einige in ihrer knappen Freizeit ein Amt, das sie emotional berührt. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber habe ich als Chefredakteurin der Mitarbeiterzeitschrift einen Aufruf gestartet, um herauszufinden, welche meiner Kollegen sich sozial engagieren. Der Rücklauf war unglaublich. Besonders die Auszubildenden waren aktiv: Freiwillige Feuerwehr, Betreuung von Jugendgruppen, Vereinsarbeit. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich in die Gesellschaft einzubringen und die Institutionen sind mehr als dankbar und könnten ohne die freiwilligen Helfer nicht existieren.Ich selbst setze mich öffentlichkeitswirksam für Arche Noah e.V. ein. Die gemeinnützige Organisation hilft chronisch kranken Kindern in der Klinik Dritter Orden in München. Sie existiert bereits seit 10 Jahren und ist durch die Initiative zweier Frauen entstanden, einer Sozialpädagogin und ihrer Freundin, die heute das Fundraising und die ganze administrative Arbeit macht. Ohne deren Aufopferung und Antriebskraft hätte Arche Noah keine Zukunft gehabt bzw. wäre niemals gegründet worden. Nachdem ich die beiden Frauen, Noal Imran und Hildegard Schabert über das Social Sponsoring meines ehemaligen Arbeitgebers kennen lernen durfte, hat sich eine freundschaftliche Bindung zwischen uns entwickelt. Ich war und bin beeindruckt ihrer Arbeit, die von der Liebe zu den Kindern und ihren Familien zeugt. Alle Spendengelder, die Arche Noah e.V. erhält, fließen direkt in das Gehalt der zwei Heilpädagoginnen, die die Kinder und deren Eltern im Krankenhaus betreuen. Alle anderen Helfer sind ehrenamtlich für Arche Noah e.V. tätig. Das Engagement der beiden Gründerinnen hat mich angesteckt und als sie mich vor einiger Zeit baten, sie in ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, habe ich nicht überlegen müssen. Seitdem mache ich die PR-Arbeit für Arche Noah e.V., eine Arbeit, die mir sehr viel bedeutet.

Sind Sie ehrenamtlich in einem Verein oder einer Organisation tätig? Es gibt in ihrer näheren Umgebung sicher Einrichtungen, die Ihr fachliches Wissen oder Ihre Fähigkeiten zu schätzen wissen. Über eine Spende würden sich die Institutionen zusätzlich freuen.

Business Coaching via VoIP

Montag, 7. Dezember 2009

Wenn Manager sich in einer inneren Krise befinden, hilft ein Perspektivwechsel – Peter Sprenz von sprenzconsult weiß Wege aus der Krise. Eine schwache Wirtschaft,  stagnierende oder rückläufige Umsätze sowie Unternehmensinsolvenzen bei Geschäftspartnern machen den deutschen Chefs zu schaffen. Viele Geschäftsführer geraten emotional immer stärker unter Druck – eine innere Krise ist vorprogrammiert. Auswege aus der Krise weiß Peter Sprenz von sprenzconsult. Der zertifizierte Online-Coach ist auf das Coaching von Unternehmern und Managern spezialisiert. Via VoIP, Internettelefonie, ist er sofort zur Stelle, wenn es beim Chef brennt. Mit lösungsfokussiertem Kurzzeitcoaching (LFK) begleitet Peter Sprenz seinen Klienten. Er verhilft zum Perspektivwechsel; oft der erste Schritt hin zur Lösung der Probleme.

Laut statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Unternehmens- insolvenzen von Januar bis August 2009 um 15,5%. Ein Ende ist noch nicht absehbar. Unternehmer und Manager stehen daher immer noch unter großem Druck, ihr Unternehmen heil durch die Wirtschaftskrise zu führen. Mitarbeiter wünschen sich eine klare Führung, Stakeholder und Partner wieder solide Umsätze. Der Geschäftsführer ist derzeit der gefragteste Mann im Unternehmen; er muss Lösungen präsentieren, die alle Parteien befriedigen. Er weiß, wenn er versagt, steht sein Unternehmen auch vor der Insolvenz. Diese Perspektive löst oft auch eine innere Krise aus, die das Unternehmensoberhaupt allein nicht mehr bewältigen kann. Hier setzt das Business Coaching von Peter Sprenz von sprenzconsult an. Der frühere Headhunter, langjährige Business Coach und zertifizierte Onlinecoach bietet professionelle Begleitung via VoIP, Internettelefonie. Die Vertraulichkeit wird durch die VoIP-Software von comfidence gesichert. VoIP ersetzt besonders in Ausnahmesituationen bestens den zeitaufwändig zu organisierenden persönlichen Kontakt. Klienten berichten außerdem, dass sie Coaching am PC im Vergleich zum persönlichen Kontakt effizienter und in bestimmten Situationen auch weniger emotional wahrnehmen. Auf Wunsch bietet Peter Sprenz auch Coaching übers Telefon.

„Jeder ist schon einmal vor der Situation gestanden, sich völlig überfordert zu fühlen, sich in einem Problem zu verrennen und nicht mehr aus eigenem Antrieb herauszukommen. Im Privatleben ist es leichter, sich zu öffnen. Ich spreche mit meiner Frau, rufe meinen Freund an oder meinen Vater – eben eine mir vertraute Person – und erkläre ihnen meine ausweglose Situation. Allein darüber zu sprechen, tut schon gut. Zudem kann der Freund als Außenstehender Horizonte eröffnen, Tipps geben, einen Perspektivwechsel eröffnen“, skizziert Peter Sprenz, Coach von sprenzconsult. „Ein Unternehmer oder Manager kann sich aber intern an niemanden wenden. Er ist auf externe Lösungskompetenz angewiesen. Ich übernehme sozusagen die Rolle eines Freundes, dem er sich anvertraut. Mein Vorteil gegenüber der Rolle des Freundes ist, dass ich mich im situativen Coaching auskenne und ich somit mit den richtigen Fragen dem Problem auf den Leib rücke.“

Via VoIP vom fremden Coach zum Vertrauten

Peter Sprenz‘ Coaching findet am Arbeitsplatz des Klienten statt. Und zwar nicht persönlich, sondern via VoIP. sprenzconsult bietet situatives Onlinecoaching, das dann in Kraft tritt, wenn es ad hoc beim Klienten brennt: Er steht unter Entscheidungs- und Handlungsdruck aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation in seinem Job. Er muss und will externe Kompetenz in seinen aktuellen Prozess einbeziehen, hat aber keine Zeit zu warten, bis ein Coach vor Ort ist. Peter Sprenz hat diese Faktoren in seinem Coaching-Service bedacht und bietet daher seine Begleitung direkt am Computer des Geschäftsführers an.

Das erste Coaching-Gespräch ist bei sprenzconsult kostenlos. In diesem machen sich Klient und Coach miteinander vertraut, denn nur, wer seinem Coach vertraut, wird sich diesem auch öffnen. Peter Sprenz‘ Ansatz beruht auf psychologischen Kriterien. Zuhören, Verstehen, ihm zur Seite zu stehen und gemeinsam auf bisher noch nicht bedachte Lösungsansätze hinarbeiten, sind dabei die Erfolgsstrategien des Online-Coachs. Durch das Zuhören entsteht Vertrauen, durch passende Fragen kommt man gemeinsam zu einer Lösung. „Jeder Mensch verfügt über die Expertise, die er benötigt, um alle seine Probleme selbst zu lösen. Die Tatsache, dass er sich gegenwärtig in einer Krise befindet, besagt nur, dass er in der Situation selbst oder im Verlauf der Entwicklung, die zu der belastenden Situation geführt hat, keinen oder zu geringen Zugang zu seiner Expertise hatte“, weiß Peter Sprenz. „Mit meiner Begleitung ist meinem Klienten der unbedingt erforderliche Perspektivwechsel möglich. Er erkennt neue, andere Wege heraus aus der Krise. Er kann besser unterscheiden, zwischen dem, was nicht zu ändern ist und dem was er beeinflussen kann.“ Diese Erkenntnis ist die Lösung seines Problems. Eine Erkenntnis, die das Unternehmen vor Misswirtschaft und drohender Insolvenz bewahren kann. Denn nun hat der Geschäftsführer wieder den Kopf frei für die anstehenden Managementaufgaben im Unternehmen.

Studien zeigen, der Business Coach wird dringend gebraucht

Aktuell reißt die Wirtschaftskrise immer mehr deutsche Unternehmen in den Abgrund. So stieg die Zahl der Insolvenzen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach meldeten 2619 Unternehmen Insolvenz an. Trotz der leichten Erholung der Wirtschaft erwarten Konjunkturexperten in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der Pleiten. Gerade mittelständische Unternehmen, die keinen finanziell starken Mutterkonzern im Rücken haben, blicken oft der Insolvenz ins Auge. Sie erbringen ihre Dienstleistungen häufig nicht aus einer Hand, sondern zusammen mit Kooperationspartnern. Gerät ein Unternehmen dieses Netzwerks in eine Krise, so müssen alle Firmen gemeinsam diese kritische Situation bewältigen. Je mehr sich eine problematische Konstellation in Unternehmen auswachsen kann, umso länger wird von Verantwortlichen die Entscheidung für den Ausstieg oder eine Kehrtwende hinausgeschoben.

Dass Insolvenzen durch Fehlentscheidungen von oben gefördert werden, ergab auch eine repräsentative Befragung von Insolvenzverwaltern im Auftrag der Euler Hermes Kreditver- sicherungs-AG in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim e.V. aus dem Jahr 2006. 71% der Befragten waren der Meinung, dass „die wichtigste Insolvenzursache immer die Geschäftsführung“ sei. Dabei lag autoritäre und rigide Führung mit 57% und ungenügende Kommunikation sowie Transparenz bei 44% Zustimmung. Autoritäre, rigide Führung beinhaltet Entscheidungsschwäche, starres Festhalten an alten Konzepten, Ein-Mann-Herrschaft. Ungenügende Transparenz und Kommunikation zeigt sich in unklaren Kompetenzen, keiner offenen Kommunikation mit Geschäftspartnern und unzu- reichender Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Peter Sprenz Coaching wird also dringend benötigt, um die Unternehmensführung wieder emotional auf Kurs zu bringen.

Social Media im Journalismus

Donnerstag, 3. Dezember 2009

In der Pressearbeit findet derzeit eine starke Verknüpfung zwischen klassischer Kommunikation und Web 2.0 statt. Dass auch Redakteure der klassischen Printmedien immer stärker auf Social Media setzen, haben wir bereits von Björn Sievers, Focus Online, erfahren. Jochen Mai, Ressortleiter Management & Erfolg bei der WirtschaftsWoche ist seit Jahren im Internet zuhause und nutzt das Web als Experimentierplattform für Themen, die beim Leser ankommen. Zudem betreibt er einen erfolgreichen Blog rund um die Jobwelt, Karrierebibel.de. Wörterladen verrät er, seinen spielerischen, aber immer zielgerichteten Umgang mit Social Media.

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Wörterladen: Herr Mai, Social Media ist Ihr zweites Zuhause? Man findet Sie auf Twitter, Facebook, Xing und myON-ID. Wie kamen Sie zu Social Media?J. Mai: Durch persönliche und professionelle Neugier. Seit Netscape den ersten Browser auf den Markt gebracht hat, war ich fasziniert vom Internet und seinen Möglichkeiten. Das hält bis heute an. Als dann die ersten Blogplattformen auftauchten, habe ich sehr schnell damit begonnen, selbst ein paar Blogs zu schreiben – erst anonym und experimentell, später auch beruflich wie für die WirtschaftsWoche mit „Jo’s Jobwelt“. Karrierebibel.de  dürfte ungefähr mein zehntes Blog sein. Genau kann ich das aber nicht sagen, weil ich meine bisherigen Webseiten, Foren und Blogs nicht wirklich mitgezählt habe. Die Sozialen Netzwerke kamen dann automatisch dazu. Ich wollte wissen, was dort passiert, was die Menschen dort machen, wie es die Arbeitswelt und das Privatleben verändert. Ich selbst habe zum Beispiel via Social Media einige neue Freunde gefunden, mein Beruf und der vieler anderer haben sich dadurch stark verändert und verändern sich noch. Und selbst dieses Interview führen wir vermutlich nur, weil Sie mich über Social Media gefunden haben.Wörterladen: Ja, das stimmt. Beim Eintritt in die Twitterwelt ist mir karrierebibel.de und der Mensch dahinter, Jochen Mai, oft über den Weg gelaufen. Sie führen seit ein paar Jahren ein journalistisches Doppelleben. Auf der einen Seite sind Sie Ressortleiter „Management + Erfolg“ bei der WirtschaftsWoche und zudem Chefredakteur des Blogs Karrierebibel.de. Wie lässt sich beides unter einen Hut bringen? Tagsüber WiWo, nachts Karrierebibel?
J. Mai: Wieso Doppelleben? Das klingt so, als hätte beides nichts miteinander zu tun. Das Gegenteil ist richtig: Ich bin hier wie da Journalist, die Themen sind verwandt und entsprechen meiner Profession, und in beiden Medien suche ich den Dialog mit meinen Lesern – nur eben auf unterschiedlichen Kanälen. Das passt nicht nur gut zusammen, es ergänzt sich sogar. Meine Reputation als Ressortleiter, hilft etwa meiner Glaubwürdigkeit als Autor und Blogger; der Erfolg des Blogs und meines Buchs zahlt umgekehrt auf die Marke WiWo ein. Ich bin überzeugt, die Tage des Helikopter-Journalismus’ sind ohnehin gezählt. Mal eben eine Story recherchieren, schreiben, abwerfen und ab zur nächsten Story – das funktioniert nicht mehr. Im Netz schon gar nicht. Journalisten werden hier zwangsläufig zur Marke; für sie wird es immer wichtiger, Informationen nicht nur zu sammeln und aufzubereiten, sondern auch die dabei entstehende Diskussion zu moderieren. Aus der Leser-Blatt-Bindung wird allmählich eine Leser-Autoren-Blatt-Bindung. Die meisten meiner Blogbeiträge entstehen übrigens tatsächlich abends oder am Wochenende. WordPress erlaubt einem ja, den Erscheinungstermin von Artikeln vorzudatieren. Mein Arbeitgeber lässt mir aber zudem Freiräume, um auf Kommentare zu reagieren, zu twittern oder Meldungen zu bloggen und beweist damit einen sehr fortschrittlichen Umgang mit dem Medium und dem Berufsbild der Zukunft.

Wörterladen: Seit wann bloggen Sie über Job & Karriere auf karrierebibel.de? War das Buch „Die Karriere-Bibel“ zuerst da und dann das Blog oder ist das Buch aufgrund Ihrer Beiträge entstanden?
J. Mai: Karrierebibel.de habe ich gestartet, nachdem das Manuskript zum gleichnamigen Buch fertig war, rund fünf Monate vor dem Erscheinungstermin. Es gehörte von Anfang an zum Konzept, das Buch mit einem Blog zu verknüpfen, da die Karriere-Bibel ja auch in Tagebuchform aufgebaut ist. Das Ziel war, die Thesen und Themen des Buchs online mit den Lesern fortzuführen, zu diskutieren und mit dem Einwegmedium Buch multimedial zu experimentieren. Die Karrierebibel hat sich inzwischen aber viel weiter entwickelt. Mein zweites Buch – „Die Büro-Alltags-Bibel“ – ist daraus entstanden sowie einige weitere Ideen, über die ich hier aber noch nichts sagen kann. Zudem ist die Seite mit ihren knapp 2000 Artikeln insgesamt und rund 10.000 Lesern am Tag für mich längst so etwas wie ein Wissensspeicher,  Kontakthof und Thementester geworden.

Wörterladen: Sie nutzen also Themen, die Sie in der Wirtschaftswoche nicht aufgreifen können/ wollen für Ihre Karrierebibel? Oder wie kommen Sie zu Ihren Themen?
J. Mai: Das ist ganz unterschiedlich. Einige Themen entstehen beim Lesen von Büchern, Blogs oder Artikeln, andere bekomme ich angeboten, und wieder andere Artikel entstehen aus Diskussionen, die ich mit Lesern oder Experten per Mail oder Telefon führe. Und dann gibt es noch Themen, die ich im Blog regelrecht teste. Dabei interessiert mich dann etwa, welche Fragen die Leser dazu haben, welche Punkte ihnen wichtig sind, welche Erfahrungen sie dazu haben oder ob meine Ausgangsthese überhaupt stimmt. Das ist dann so eine Art dialogische Vorabrecherche.

Wörterladen: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei der WiWo aus? Wie eng sind Ihre Themen bei Karrierebibel mit denen der WirtschaftsWoche verknüpft?
J. Mai: Beides lässt sich kaum trennen, da ich mich beruflich mit ähnlichen Themen beschäftige wie im Blog. Mein Alltag dürfte sich kaum von dem anderer Ressortleiter unterscheiden: Ich bin täglich in einigen Konferenzen, mache Themenpläne, konzeptioniere, organisiere, delegiere, maile viel, telefoniere viel, diskutiere, recherchiere, redigiere, schreibe, lese, reise, … Ich bin vielleicht nur etwas leidenschaftlicher beim Thema Internet als andere und pflege eine öffentliche Affäre mit meinem Beruf.

Wörterladen: Als PR-Berater interessiert mich natürlich, wie viel Prozent der Artikel in Ihrem Ressort aufgrund von Pressemeldungen oder -anfragen entstanden sind?
J. Mai: Nur sehr wenige. 98 Prozent der Pressemitteilungen, die ich bekomme, sind absolut unbrauchbar. Übrigens aus den immer gleichen Gründen: Die Absender kennen weder unser Magazin noch den richtigen Ansprechpartner. Ich bekomme zum Beispiel seit Jahren Mitteilungen zu irgendwelchen Seminaren. Dabei gibt es bei der Wiwo weder eine Veranstaltungsberichterstattung, noch ein passendes Gefäß für solche Hinweise. Wer mir so etwas schickt, outet sich also als Nicht-Leser und Spammer. Zweitens haben viele Agenturen keinerlei Kenntnis darüber, wie Magazinjournalismus funktioniert. Eine Pressemeldung, die zum Beispiel am Montag an alle Medien geht, ist für uns völlig uninteressant, da sie – bis wir eine Woche danach erscheinen – längst überall gestanden hat. Und drittens haben die Verfasser so gut wie nie den Leser im Blick, sondern lediglich das PR-Interesse des Auftraggebers. Das ist zwar verständlich, aber dumm. Eine Pressemeldung ohne originelle These, ohne wirkliche Nachricht und Nutzen für die Leser landet binnen zwei Sekunden im Papierkorb.

Wörterladen: Wie oft erhalten Sie Pressemeldungen auf Karrierebibel? Und was machen Sie mit diesen? Sehen Sie diese Art von Fremdeinmischung als positiv oder eher lästig an?
J. Mai: Leider erhalte ich auch hier mehr Spam als Nützliches. So schicken mir manche Newsletter, die ich nie bestellt habe; das Gros der Agentur-Schreiben ist völlig unpersönlich verfasst; zudem bekomme ich Anfragen zum Linktausch, obwohl ich schon mehrfach geschrieben habe, dass ich das als unredlich empfinde und penetrante Absender als Spammer oute. Und in fast allen Fällen handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch, lediglich Werbung zu platzieren, Motto: Als regelmäßige Leser ihrer tollen Webseite würden wir uns freuen, wenn Sie über unsere noch tollere Webseite etwas schreiben würden… Was der Leser davon hat? Kein Wort dazu.  Das ist in der Tat sehr lästig. Es gibt aber auch die wenigen Ausnahmen: Profis, die tatsächlich ein Thema anbieten, das ich noch nicht behandelt habe (womit derjenige gleichfalls beweist, tatsächlich regelmäßiger Leser zu sein) und die dazu entsprechende Informationen für die Leser vorbereitet haben und allenfalls indirekt, über ihre Expertise von sich reden machen. Solche Anfragen bekomme ich gerne.

Wörterladen: Herzlichen Dank, Herr Mai, für das informative Gespräch.