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Archiv für die Kategorie „Content Marketing“

Hashtags, die bei Fans und Followern ankommen

Mittwoch, 8. Juni 2016

Auf Twitter und Instagram geht nichts ohne #Hashtags. Auch Google+ setzt auf die Raute. Vor allem Trends und aktuelle Themen werden damit gekennzeichnet und auffindbar gemacht. Was aber machen richtig gute #Hashtags aus? Wie finden Sie den #Hashtag, der Ihre Zielgruppe anspricht?

wie Esprit #Hashtags im Marketing nutzt

#ImPerfect Kampagne von Esprit setzt auf einen auffallenden Hashtag, den das Modeunternehmen auf Plakaten, Werbeflyern, im Internet und in Videos bewirbt und Fans auffordert, Teil der Kampagne zu werden – Foto Esprit

#Hashtags dienen auf den einzelnen Social Media Netzwerken zur Verschlagwortung. Vor allem auf Twitter, Instagram und Google+ lassen sich über die #Hashtags feststellen, welche Themen besonders beliebt sind. Facebook unterstützt zwar auch die Suche über #Hashtags, dort wird die Raute aber wenig eingesetzt.

Gehen User nun auf einen #Hashtag, erhalten sie in chronologischer Reihenfolge die Beiträge, die mit diesem #Hashtag versehen sind und können so für sich interessante Themen besser finden.

Dieses grundlegende Wissen hilft Ihnen, #Hashtags zu kreieren, die funktionieren. Ihre #Hashtags sollten daher wie folgt sein:

  • korrekt in der SchreibweiseBei mehreren Worten müssen Sie diese Zusammenschreiben oder mit einem Unterstrich verbinden.
  • treffend gewähltDie Hashtags sollten Ihr Bild, Ihr Thema beschreiben, einen Ort, eine VeranstaltungSchauen Sie sich vor der #-Vergabe an, welche derzeit genutzten #Hashtags zu Ihnen und ihrem Post passen könnten: wollen Sie Zubehör zum iPhone vermarkten, sollten Sie #iphone6 als einen Ihrer Begriffe nutzen
  • häufig genutzt/ bereits bekannt Schauen Sie beispielweise bei Twitter unter den Reiter „Trends“ und Sie sehen, welche Themen derzeit beliebt sind und welche #Hashtags dazu genutzt werden. Können Sie auf den Trend aufspringen? Dann nutzen Sie #Hashtags, die bereits gängig sind, z.B. #gmnt für Germany’s next Top Model und nicht #germanys_next_topmodel
  • auf Ihre Marke/ Ihr Unternehmen verweisenWenn Sie möchten, dass Ihre Fans, Follower Sie mit einem bestimmten Thema verbinden, ist es ratsam, dass Sie einen eigenen #Hashtag mit #IhrNutzername_thema (Thema=Schlagwort) gestalten. So können auch Sie Ihre eigenen Beiträge durchstöbern und archivieren.

Bei den Sozialen Netzwerken geht es aber nicht darum, nur einen allumfassendes #Hashtag für Ihren Beitrag zu finden, sondern mehrere beschreibende #Hashtags. Bei Instagram beispielsweise ist es sinnvoll, viele Begriffe zu Ihrem Bild zu veröffentlichen – das kann nehmen dem Thema, der Ort sein, die Jahreszeit, ein Gefühl. Wichtig ist, dass Sie Ihren Beitrag/ Ihr Bild mit mehreren #Hashtags beschreiben und auch #Hashtags einfließen lassen, die auf Instagram besonders beliebt sind wie #love #style #instamood

So finden Sie #Hashtags, die ankommen

  • Schauen Sie sich für beliebte und aktuell genutzte #Hashtags auf Instagram unbedingt die Seite tagsforlikes.com an.
  • Gehen Sie in Nutzerprofilen auf die Suche nach #Hashtags, die auch zu Ihnen passen.
  • Geben Sie in die Suchleiste Begriffe ein, die zu Ihnen und Ihrem Thema passen. Und schauen Sie welche #Hashtags in Zusammenhang mit Ihrem Begriff genutzt werden und auch, welche Zusammensetzungen Ihres Begriffs mit anderen noch in der Suchleiste erscheinen (Beispiel: #bildung ergibt noch #bildungselite #bildungviernull)

Die ausführlichen Tipps und Praxisbeispiele lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 12/2016.

Themen aus PRPraxis 12/2016, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Interne Kommunikation – Seien Sie als Führungskraft Vorbild – auch in der Kommunikation
  • – Pressearbeit – Materndienste: Wie effektiv sind diese Reichweitendienstleister?
  • – Firmenwissen – Investieren Sie in Ihr Know-how: So orientieren Sie sich im Weiterbildungsdschungel
  • – PR-Beratung – Achtung: Scharlatane! Wie Sie schwarze PR-Schafe entlarven und eine seriöse PR-Agentur finden
  • – Veranstaltungsplanung – Event-Catering: Gute Geschäfte gehen durch den Magen

Zusätzlich zur Ausgabe 12/2016 erschien das Sonderheft Krisenkommunikation mit Themen zu Shitstorm, Social Media Guidelines, effektivem Krisenmanagement und Beschwerde-Management.

Bilder in der PR

Mittwoch, 23. März 2016

In drei Schritten zu überzeugenden Pressefotos

Jedes Jahr kürt news aktuell die PR-Bilder des Jahres. Was ist deren Gewinner-Gen? Gibt es gewisse Kriterien, die ein Pressefoto braucht, um wahrgenommen zu werden? Im Beitrag erfahren Sie, worauf Sie zukünftig bei Ihrer Bildauswahl achten sollten, um mit Ihren Unternehmensfotos zu glänzen.

Mood-Fotos nutzt Lenz & Leif für die PR

In the mood for Decken & Kissen – die deutsche Textilmarke Lenz & Leif weiß, wie sie mit guten PR-Bildern Kunden überzeugt

PR-Fotos sind nicht gleich PR-Fotos. Die Vielzahl an neuen Kommunikationskanälen und Zielgruppenansprachen haben auch die Sicht auf die Bilderwelt verändert. Je emotionaler, skurriler, witziger Ihre Fotos sind, umso mehr werden sie von der Internetcommunity geliked, geteilt und verbreitet. Aber überzeugt die Bildwahl auch die Medien? Oft sind Pressefotos und Social Media Fotos nicht kompatibel – das heißt, Ihr Bilderfundus für Ihre Öffentlichkeitsarbeit hat sich erweitert.

Der gemeinsame Nenner aller PR-Fotos

Egal ob für Ihre Medienarbeit oder für Social Media, das sollten Ihre PR-Fotos immer sein und können:

  • – authentisch und aussagekräftig
  • – Ihr PR-Thema unterstreichen
  • – Ihrer Unternehmenswelt und -philosophie entsprechen
  • – Ihre Botschaften widerspiegeln
  • – Qualität besitzen
  • – für Print und fürs Web geeignet sein

Erfahren Sie in 3 Schritten, was Sie tun müssen, damit Ihre Fotos diese Voraussetzungen erfüllen.

Schritt 1: Analysieren Sie Ihre Ziele, Zielgruppen und bisherige Erfolge

Stellen Sie sich vor den Planungen des Shootings folgende Fragen:

  • – Was funktioniert gut für Medien, Ihre Webseiten, Facebook, Instagram oder Twitter? Beobachten Sie eine Zeitlang Ihre verschiedenen Kommunikationskanäle und erfassen Sie: Welche Fotos wurden von den Medien aufgegriffen, welche in Social Media geliked, können Sie Verbindungen zwischen einer steigenden Nachfrage und der Veröffentlichung eines Fotos auf der Website feststellen?
  • – Gibt es Motive, die Sie aus mehreren Blickwinkeln fotografieren können, um ihre unterschiedlichen Zielgruppen anzusprechen? Sprechen Sie beispielsweise eine technikaffine Zielgruppe an, die an den technischen Details interessiert ist?
  • – Welche Bildmotive benötigen Sie für Ihre PR-Themen überhaupt? Sie es beispielsweise Bilder von Personen in Aktion, Produkte in der Nutzung, die Produktion oder Mood-Fotos?

Schritt 2: Passen Sie Ihre Bilder Ihren Kommunikationskanälen an

Wenn Sie PR-Fotos für die Medien planen: Richten Sie Ihre Bilderwelt an den Wünschen Ihrer Key-Medien aus. Schauen Sie sich die Fotos in den Magazinen an, in denen Sie sich Veröffentlichungen wünschen. Analysieren Sie die Bilder zu vergleichbaren Themen oder Unternehmen aus vergleichbaren Branche. Fragen Sie ruhig auch gezielt nach, welche Anforderungen an die Bilder gestellt werden und kreieren Sie entsprechede Produkt-, Porträt- und Firmenfotos.

Die Fotos Ihrer Website müssen mit der Unternehmensphilosophie und Ihrem Image korrespondieren: Wenn Sie die Traditionen Ihres Unternehmens transportieren möchten, sollten die Fotos eher klassisch sei. Wollen Sie ein modernes, junges Image, sollten auch die Fotos frisch, modern und dynamisch wirken.

Bedienen Sie Social Media Kanäle, nutzen Sie Schnappschüsse von Ihren Mitarbeitern, von Events, Messeveranstaltungen, Fotoshootings etc. Diese „Nebenprodukte“ sind genau das, was die Fancommunity sich von Ihnen wünscht und gerne teilt.

Extra-Tipp: Versuchen Sie immer Synergien zwischen Ihren Einsatzbereichen zu schaffen: Webseiten-Fotos lassen sich gut für PR-Zwecke nutzen, Schnappschüsse vielleicht durchaus auch einmal auf die Webseite stellen. Auch die Medien greifen gerne Ihre Social Media Fotos auf für deren Facebook, Instagram oder Twitter-Posts.

Schritt 3: Welche Bildmotive beleben Ihre PR?

Setzen Sie sich am besten mit einer kleinen Gruppe Ihrer Mitarbeiter – möglichst aus allen Unternehmensbereichen – zusammen und überlegen Sie in einem Brainstorming, welche Bildmotive in welcher Abteilung stecken und clustern Sie diese thematisch.

Nutzen Sie dafür die Kreativtechnik des Mindmapping: Auf einem Blatt steht in der Mitte Ihr Firmenname. Von hier aus verzweigen sich Ihre einzelnen Unternehmensbereiche und Produktlinien. Clustern Sie weiter:

  • – Was macht unsere Abteilung aus?
  • – Welche Aufgabenschritte gibt es in unserer Abteilung?
  • – Was macht uns als Team aus?
  • – Gibt es aufmerksamkeitsstarke Mitarbeiter, die sich als Testimonial für PR-Fotos eignen?
  • – Brauchen wir neben reinen Produktfotos (Freistellern) aus allen Blickwinkeln auch Moodfotos, also die Produkte in der Anwendung?
  • – Wer sind unsere Spokespersons und wie können wir diese charakterisieren:
    • – z.B. durch die Umgebung (Architektur, Hintergrundfarbe)
    • – durch die Haltung (Gestik, lässig an Wand gelehnt)
    • – durch die fachliche Einordnung (Produktmanager mit seinem Produkt in der Hand, Geschäftsführer hinter seinem Schreibtisch).

Jeder Strang wird für die einzelnen Kommunikationskanäle aufbereitet. Aus ihm erkennen Sie sowohl Fotomotive als auch mögliche PR-Themen.

Lernen Sie von den Award-Gewinnern des PR-Bilder 2015

Welche Foto-Idee steckt hinter den PR-Bildern 2015? Drei Fotos von Award-Gewinnern habe ich mir näher angeschaut.

Coca Cola gewinnt PR-Foto 2015 in der Kategorie Produktfoto

Coca-Cola: “”Togetherness” – Starfotograf David LaChapelle inszeniert die Coca-Cola Glasflasche ” Eingereicht durch: fischerAppelt, relations GmbH, Fotograf: David LaChapelle / Ogilvy France für Coca-Cola

Coca Cola – Gewinner Kategorie Produktfoto und Deutschland

Die typische Coca-Cola Flasche sucht man auf dem PR-Bild vergebens. Wer genau hinschaut, sieht aber deren Silhouette, die zwei verschieden farbige Hände formen. Besser könnte man den Zeitgeist nicht einfangen: Wir sind alle unterschiedlich, aber Coca-Cola verbindet uns.

Switzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Switzerland Tourismus gewinnt PR-BIlder 2015 in der Kategorie TourismusSwitzerland Tourism, “Grand Tour of Switzerland 2015”, eingereicht durch: Ivo Scholz, Fotograf: Sebastien StauSwitzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Sehnsucht und Emotionen strahlt das Bild des Schweizer Tourismusverbandes aus. Es zeigt einen stillen, klaren See im Abendlicht, dessen Einsamkeit und Ruhe zwei Menschen miteinander genießen. Nicht die typischen Berge und saftigen Wiesen auf denen Kühe grasen, charakterisieren die Schweiz als Urlaubsland, sondern Stille und Weite, um die Seele baumeln zu lassen.

OppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits gewinnt bei PR-Bilder 2015 in der Kategorie Social Media

OppoSuits, “Sehr geehrter Herr Putin, Ihr Geheimnis ist bei uns sicher!” Eingereicht durch: Jonas Rodermund, Fotograf: Jasper CasteleinOppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits kreiert verrückte Herrenanzüge und dementsprechend frech geht das Unternehmen auch mit seiner Bilderwelt um. Für seine Social Media Kanäle setzt die Marke nicht auf Models in Anzügen, sondern zeigt den Blick eines Kunden, wenn er sein Paket öffnet: Zusätzlich zum gekauften Produkt dürfen sich die Kunden noch auf einen persönlichen Brief freuen.

Die Beispiele zeigen: Gehen Sie Ihre eigenen Wege in der Bildsprache – es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie klassische PR-Bilder benötigen. Aber die Zeit ist reif – dank Social Media – in Darstellungsart, Farben und Ausschnitten zu experimentieren. Die PR-Bilder 2015 machen es vor.

3 Tipps für wirkungsstarke PR-Fotos

von Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation news aktuell GmbH

  • Formen Sie mit Ihren PR-Fotos zeitlose Bilder, die möglichst auch Jahre später noch die Philosophie Ihres Unternehmens verkörpern.
  • Produzieren Sie echte Hingucker. Durch ein tolles PR-Bild können Sie einem Thema eine völlig neue Wendung geben und große Aufmerksamkeit erzielen.
  • Inszenieren Sie weniger, sondern schaffen Sie Authentizität. Nicht zu viel Photoshop, nicht zu glatt, nicht zu schreiend. Die eigenen Mitarbeiter eignen sich oft hervorragend als Bildmotiv.

Je besser Ihre Vorbereitung, umso besser lässt sich Ihre Bilderwelt umsetzen und für Ihre PR-Kanäle verwenden. Machen Sie unbedingt ein Brainstorming, wofür Sie welches Motiv benötigen und wie Sie das Thema bildlich umsetzen. Holen Sie sich dazu durchaus auch Inspirationen von Ihren Key-Medien und auf den Social Media Kanälen. Was in den Medien veröffentlicht wird bzw. von Ihren Fans geliked und geteilt, macht auch Ihre PR-Fotos erfolgreich.

Unternehmensblog – Expertise zeigen, aber richtig

Dienstag, 15. März 2016

Erfolgreich einen Unternehmensblog gestalten mit den 7 ungeschriebenen Gesetzen der Blogosphäre

Ein Unternehmensblog ist eine hervorragende Möglichkeit, immer wieder neuen Content zu veröffentlichen. Und sich in der Branche, bei Ihren Kunden Verhör zu schaffen. Mit nutzwertigen Artikeln ziehen Sie letztendlich auch die Aufmerksamkeit von Medien und Bloggern auf sich und Ihr Geschriebenes. Machen Sie sich also nicht angfreibar durch falsche Zitate, derbe Kommentare oder schlechte Verlinkungen. Sondern halten Sie sich an die ungeschriebenen Gesetzte der Blogosphäre!

Pressearbeit sinnvoll gestaltenWas macht einen Unternehmensblog attraktiv und lesenswert? Was bringt Leser dazu, immer wieder zurückzukehren? Natürlich die Themenauswahl, der Schreibstil und die Präsentation der Artikel. Aber es gibt auch Blogging-Zutaten, die Ihre Glaubwürdigkeit stärken oder in Frage stellen. Welche das sind, haben wir Ihnen im Artikel zusammengestellt.

Gesetz 1: Nutzen Sie Ihre eigenen Worte – abschreiben gilt nicht

Wenn Sie einen interessanten Artikel im Netz finden, der perfekt zu Ihrem Unternehmensblog passt, sollten sie ihn nicht eins zu eins auf Ihren Unternehmensblog setzen. Machen Sie etwas Eigenes aus dem Artikel und verlinken Sie geschickt auf den gefundenen. Als Experte auf Ihrem Gebiet haben Sie zu ihrem Fundstück sicher schon eine eigene Meinung. Geben Sie dem Thema einen neuen Blickwinkel.

Gesetz 2: Nennen Sie immer die Quellen und zwar richtig – ob bei Zitaten, Bildern oder Grafiken

Artikel in Ihrem Unternehmensblog leben von der Interaktion mit anderen Meinungen, Autoren, Lesern. Wenn Sie sich also in Ihrem Artikel auf einen anderen Autor beziehen – sei es, um sich an der Diskussion zu beteiligen oder dessen Blogtenor als weiteres Argument in Ihrem Artikel anzuführen, zitieren Sie richtig.

  • – Zitate müssen immer mit Anführungszeichen („…“) gekennzeichnet sein.
  • – Wenn Sie innerhalb des Zitats Wörter weglassen bzw. welche hinzufügen, müssen Sie auch dieses kennzeichnen, am besten mit eckigen Klammern.
  • – Um die Zitate noch besser herauszustellen, können Sie diese kursiv setzen.

Gesetz 3: Richtig Verlinken – damit Google Sie mag

Links erhöhen Ihre Glaubwürdigkeit. Wenn andere attraktive Medien auf Ihren Unternehmensblog verlinken, schätzt Google Sie, aber auch die Leser des Blogs. Aber auch Sie haben es in der Hand, Ihren Artikel mit Verlinkungen aufzuwerten. Denn für Google sind auch interne Links attraktiv. Und Ihre Leser können Sie mit geschickten Verlinkungen Zugang zu weiteren Informationen auf Ihrer Webseite ermöglichen.

Gesetz 4: Dampf ablassen – Meinungen sagen ja, verunglimpfen nein

Sie sind der „Hausherr“ in Ihrem Unternehmensblog. Das bedeutet auch, dass Sie die Grundregeln des Miteinanders einhalten müssen. Auch wenn Ihnen die Hutschnur bei einem aktuellen Reizthema platzt. Bleiben Sie sachlich. Bringen Sie Ihre Argumente an, aber verunglimpfen und beschimpfen Sie weder Personen aus Ihrer Branche, noch Firmen oder Einrichtungen.

Gesetz 5: Kommentare lenken – geben Sie nichts ungesehen frei

Dasselbe gilt für unflätige Kommentare. Es ist durchaus sinnvoll, die Kommentar-Funktion beim Unternehmensnlog nicht auszuschalten, um eine Diskussion zu ermöglichen. Ihre Leser können Ihnen weitere Argumente für Ihren Artikel liefern oder gar andere Blickwinkel. Ausfälligkeiten sollten Sie jedoch unterbinden.

Gesetz 6: Machen Sie sich glaubwürdig – durch Offenheit und Transparenz

Ihr Unternehmensblog benötigt Glaubwürdigkeit. Leser, die aufgrund der Suchergebnisse auf Ihre Artikel stoßen, möchten wissen, ob Sie Ihnen vertrauen können. Stimmt das Gesagte in Ihrem Text? Warum scheinen Sie die Fachkompetenz zu besitzen, ein bestimmtes Thema zu erörtern?

  • – Zeigen Sie Transparenz, indem Sie die Autoren des Blogs auf einer gesonderten Seite vorstellen.
  • – Legen Sie auf einer „Über mich“ Seite dar, welche Ziele Sie mit dem Blog verfolgen und welche Fachkompetenz die Leser von Ihnen erwarten können.
  • – Finden Sie die Zeit, mit Ihren Leser/innen in Dialog zu treten.

Gesetz 7: Texte verändern – Korrekturen oder neue Aspekte einfügen?

Wenn Sie viel mit Fakten arbeiten, Ratgeberartikel verfassen oder über Neuerungen schreiben, kann es durchaus vorkommen, dass sich Fehler in Ihre Tipps etc. einschleichen.

  • – Macht Sie ein Leser aufmerksam, sollten Sie Änderungen transparent gestalten, z.B. über das Kommentarfeld.
  • – Lassen Sie einen alten Artikel neu aufleben, indem Sie ihm neue Aspekte geben. Diese Aktualisierung mag Google.

Zum Bloggen gehört viel mehr als eine gute Schreibe. Ein gutes Thema allein macht Leser noch nicht zuWiederkehrern. Erst die Interaktion mit den Lesern und Zitatgebern macht einen Unternehmensblog wirklich lebendig. Glaubwürdig wird er durch Transparenz, richtiges Zitieren und Verlinken.

Den detaillierten Artikel mit allen Tipps lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 6/2016.

Themen aus PRPraxis 6/2016, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Neue Zielgruppe – Flüchtlinge als Kunden und Mitarbeiter: So gelingen Kommunikation und Integration
  • – Redaktion – So formulieren Sie Einladungen, denen man gerne folgt
  • – Leserfrage – Welche Themendatenbanken können wir für unsere Mediaplanung nutzen?
  • – Rechtliches – Ist das Impressum Ihrer Website rechtlich auf dem neuesten Stand? Machen Sie den Schnell-Check
  • – Visualisierung – 4 Wege zu ausdrucksstarken Bildern

Digitale Unternehmenskommunikation 2015

Mittwoch, 27. Januar 2016

Wohin geht die Content-Reise? Studienergebnisse einer Befragung der Adenion GmbH an 336 Kommunikationsexperten

Egal ob Unternehmen ihre Online Pressearbeit gestalten oder sich mit ihrer Zielgruppe über Social Media austauschen, ihr Content ist der zentrale Drehmoment, um das Interesse der Öffentlichkeit auf das Unternehmen zu lenken. Wie aber generiert man die richtigen Themen und welche Formate helfen bei der Content Distribution? Das wollte die Adenion GmbH wissen und interviewte dazu Kommunikationsexperten zu ihrem Medienverhalten.

Online PR, Content PR, StorytellingDie Unternehmenskommunikation verlagert sich mehr und mehr ins Internet. Um ein Grundrauschen zur Marke und dem Unternehmen bei der Internetcommunity zu erhalten, ist der verbreitete Content die Basis für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit. Wie generieren Unternehmen nun relevante Themen für ihre Kommunikation? Welche Methoden, Tricks und Tools helfen bei der Themenfindung? Und welche Formate nutzen die Profis aus PR, Marketing und Unternehmenskommunikation? Diesen Fragen hat sich die Adenion GmbH von 336 Kommunikationsexperten beantworten lassen.

Fazit 1: Pressemitteilung immer noch beliebtestes Kommunikationsinstrument

Auch 2015 stand die Unternehmenskommunikation im Zeichen von Pressemeldungen. 91% der Befragten versenden regelmäßig Meldungen, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Gefolgt von Social Media Posts (87%).

Fazit 2: Themen finden sich immer noch meist im Unternehmen selbst

Für die Themenfindung nutzen die Kommunikatoren neben Suchmaschinen wie Google zunehmend auch die Social Media-Foren und Communities (50%) bei Facebook, Xing und Google+ für die Recherche. Für die Medienproduktion greifen 85 % der Akteure aus PR, Marketing und Unternehmenskommunikation aber immer noch u.a. auf interne Vorgaben der Geschäftsführung zurück.

Wie Sie spannende Themen in Ihrem Unternehmen finden, zeige ich Ihnen in meinem Blogbeitrag Content Marketing – in 4 Schritten zur spannenden Unternehmensgeschichte.

Fazit 3: Content Distribution erfolgt noch von Hand

Überraschend ist, dass nur knapp 37% der Teilnehmer auf Tools zurückgreifen, um ihre Inhalte zu veröffentlichen. Die Studie zeigt, dass vor allem Kommunikatoren aus Agenturen nützliche und zeiteffiziente Anwendungen und Distributionsdienste zu schätzen wissen. Das meist genannte Tool hierbei war Hootsuite (38%), gefolgt von Buffer (22%) und PR-Gateway (20%). Fast die Hälfte der Befragten pflegt die Online Pressemeldung manuell in Presseportale ein.

Interessant ist der Vergleich von 2015 zur Befragung 2012. Der Anstieg digitaler Medien wie Unternehmensblog (2015 nutzten 63% das Instrument, 2012 erst 20%) wird immer wichtiger. Alle Befragten erstellen Content für das Internet und nutzen digitale Medien für dessen Verbreitung – daran führt kein Weg mehr vorbei.

Fazit 4: Social Media Monitoring

Die Social Signals gehören zu den wichtigsten Indikatoren, wenn es um die Überprüfung qualitativer Inhalte geht. Sie geben Auskunft darüber, welcher Content auf welchen Social Media funktioniert. Ein Großteil der Studienteilnehmer (81,97%) beobachtet die Entwicklungen der Social Media-Profile zumindest sporadisch und in 3 von 4 Unternehmen zählt das Monitoring der Social Signals zu den elementaren Methoden der Erfolgskontrolle.

Die ausführlichen Ergebnisse und den Vergleich 2015 und 2012 können Sie auf dem Adenion-Blog nachlesen.

Wie sieht Ihre Content-Reise aus? Können Sie den Ergebnissen zustimmen oder haben Sie einen ganz anderen Ansatz für Ihre digitale Unternehmenskommunikation?

Vertriebs-PR in 3 Schritten

Freitag, 4. September 2015

Schöpfen Sie die vertriebsunterstützenden Potenziale Ihrer PR aus

PR setzt auf Vertrauen und Imageaufbau. Verkaufsfördernd angewendet ist sie ein starkes Mittel, um den Vertrieb bei dessen Aufgaben zu unterstützen. Die Zauberformel der Vertriebs-PR lautet dabei, den Kunden vom Nutzen Ihres Produktes/ Ihrer Dienstleistung zu überzeugen, nicht zu überreden. Wecken Sie mit den richtigen Argumenten Bedürfnisse beim Kunden für das Produkt.

Vertriebs-PR bei Villeroy & Boch

Villeroy & Boch postet auf Facebook eine neue Geschirrserie inklusive direkter Verlinkung zum Shop und Deko-Tipp. Mit einem tollen Bild und einem gekonnten Satz macht der Porzellan-Hersteller Lust auf das Produkt, das für die Käufer nur ein Klick entfernt ist.

Egal, ob Sie ein innovatives Sehgerät für Sehbehinderte entwickelt haben, einen speziellen Kunststoff für die Automobilbranche oder eine App für Vielreisende. Setzen Sie auch in der Vertriebs-PR auf glaubwürdige Botschaften statt reiner Verkaufsargumente und zeigen Sie sich als Lösungsanbieter, Ratgeber und Partner. Nutzen Sie dabei das Wissen Ihres Vertriebs über die Branche und Ihre Zielgruppe und Ihr Gespür für überzeugenden Content, der bei Redaktionen, Bloggern und Influencern gut ankommt.

Erfolgreiche Vertriebs-PR

  • – betreibt Agenda-Setting und Themen-Management
  • – schafft Bedürfnisse bei Zielgruppen, die das Unternehmen mit seinen Produkten befriedigt
  • – spricht den Kunden in seinen Lebens- und Entscheidungssituationen an
  • – gibt dem Kunden Sicherheit für seine Entscheidungen, indem sie
    • – ihm einen Überblick über die Produktangebote auf dem Markt verschafft
    • – den Nutzen der eigenen Produkte in den Vordergrund stellt
    • – als Ratgeber für den Kunden fungiert

3 Schritte für eine befruchtende Zusammenarbeit

Ihr Unternehmen bringt in den nächsten Monaten ein neues Produkt auf den Markt. Sie möchten den Vertrieb mit PR-Maßnahmen unterstützen, die das Produkt bekannt machen und zum Kauf anminieren.

Schritt 1: Setzen Sie sich mit dem Vertrieb frühzeitig zusammen

Ihre PR ist nicht nur vor, sondern auch während und nach dem Produkt-Launch für den Abverkauf wichtig. Um die Vertriebskampagne für den Launch optimal zu unterstützen, benötigen Sie schon während der Planungsphase, Informationen zur Branche und Zielgruppe, die mit dem Produkt angsprochen werden soll.

  • – Besprechen Sie mit dem Vertrieb die Zielsetzung.
  • – Lassen Sie sich alle wichtigen Informationen (Produkt-Feature, Preis, Kundenaktionen, Distributionswege etc.) für Ihre Themenplanung geben.
  • – Machen Sie dem Vertrieb klar, welche Vorteile eine PR-Unterstützung für den Abverkauf der Produkte hat: Bekanntheit steigern, Kundenaktionen vermarkten, Bedürfnisse der Zielgruppe befriedigen, Glaubwürdigkeit des Produkts steigern durch redaktionelle Veröffentlichungen etc.

Schritt 2: Erstellen Sie einen Content-Plan für Ihren Produkt-Launch

Kalkulieren Sie Ihre Zeitplanung bis zum Launch nicht zu knapp, denn Sie benötigen genügend Vorlaufzeit für Texte, Marketing-Material (multimedial dauert länger), Interviews terminieren und Themensetzung. Vor allem Fachmagazine haben eine lange Vorlaufzeit, die Sie für einen Fachartikel oder eine Anwenderstory einhalten sollten. Nutzen Sie auch Themenschwerpunkte der Hefte, die zu Ihrem Produkt-Launch passen. Die dazugehörige Recherche benötigt Zeit.

All diese Ideen müssen geplant werden – immer in Abstimmung mit dem Vertrieb.

  • – Erarbeiten Sie einen Themen- und Maßnahmenplan für die Launch-Phase.
  • – Erarbeiten Sie mit dem Vertrieb eine Guideline für die Mitarbeiter mit verkaufsfördernden Argumenten für Ihr Produkt.
  • – Überlegen Sie sich, mit welchen PR-Maßnahmen Sie den Vertrieb auch nach der Einführungsphase unterstützen können.

Das sind die Zutaten für Ihre PR-Themen:

Erzeugen Sie fachliche, emotionale und persönliche Betroffenheit bei Ihrer Zielgruppe, indem Sie z.B. Geschichten aus dem Leben Ihrer Anwender/ Kunden erzählen. Content und Dramaturgie in der Aufbereitung der Themen sind auch für die Vertriebs-PR das Salz in der Suppe.

Diese Themen und Aspekte könnte das Produkt als Kommunikationsansatz bieten:

    • – Stellen Sie die Innovationskraft und Qualität vor.
    • – Zeigen Sie, die Einsatzmöglichkeiten.
    • – Zeigen Sie unverwechselbare Eigenschaften (Vorzüge gegenüber Konkurrenz).
    • – Nennen Sie die Zielgruppen, für die Ihr Produkt sinnvoll ist.
    • – Suchen Sie Tester, die Ihr Produkt ausprobieren bevor es in Serie geht.

Diese Themen und Aspekte könnte der Preis als Kommunikationsansatz bieten:

    • – Gibt es einen speziellen Einführungspreis?
    • – Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?
    • – Gibt es Rabatte (in welcher Form, welchem Zeitraum)?
    • – Gibt es eine spezielle Beratung (Hotline) oder Serviceleistungen für das Produkt?
    • – Wie ist die Höhe der Garantie?
    • – Wie gestalten sich die Lieferzeiten?

Diese Themen und Aspekte könnten Sie aufgreifen, wenn Sie den Kunden ins Zentrum der Kommunikation stellen:

    • – Produktnutzen für die Zielgruppe.
    • – Einsatzbereiche für das Produkt.
    • – Kundenbeteiligung an Produktentwicklung; Nebeneffekt: Aufspüren von zusätzlichen Kundenwünschen und die Möglichkeit, das Produkt weiter zu optimieren.
    • – Anwenderberichte: Wie kommt der Käufer mit dem Produkt zurecht?

Achten Sie darauf, dass Sie in Ihre Pressemeldungen Links zu weiterführenden Produkt-Informationen auf Ihrer Webseite (Landingpage etc.) einfügen oder einen Link auf die Produktbroschüre, die weitere Details zum Produkt bereit hält. Zudem sollten Sie für Fachhandelszeitungen in der Pressemeldung einen Kontakt vom Vertrieb (Mailadresse, Telefonnummer) angeben.

Schritt 3: Nutzen Sie Ihre PR-Erfolge für den Vertrieb

Ebnen Sie nun mit Ihren vereinbarten PR-Maßnahmen den Weg für die Vertriebsoffensive.

  • – Lassen Sie sich attraktive Presseveröffentlichungen wie Testempfehlungen, Anwenderberichte oder Fachartikel für Mailings, Messeauftritte oder Kundenbesuche von den Medien als Sonderdruck schicken. Diese können Sie der Produktmappe beilegen.
  • – Veröffentlichen Sie Clippings auch auf Ihren online Presseseiten. Verlinken Sie beim Produkt auf die Veröffentlichung.
  • – Wenn Sie einen Award für das Produkt gewonnen haben oder ein sehr gutes Testergebnisse erzielt haben, lassen Sie sich dazu das offizielle Gütesiegel schicken, den Sie zu Ihrer Produktseite setzen. Und in zukünftigen PR- und Marketingmaterialien nutzen.
  • – Wenn Sie einen Onlineshop besitzen und Redaktionen stellen Ihr Produkt vor, kreieren Sie selbst ein Siegel mit „empfohlen von…“.
  • – Verfassen Sie für Kundenmailings, Newsletter, Blog- und Social Media Beiträge Kurztexte, die Ihre Presseveröffentlichungen untermauern.

Mit integrierter Vertriebs-PR gewinnen beide Seiten: Die PR erhält attraktive Themen, der Vertrieb glaubwürdigen Content, um seine Zielgruppe zu überzeugen. Bleiben Sie vor, während und auch nach dem Produkt-Launch in ständigem Kontakt mit dem Vertrieb, um gemeinsam die maximale Ausbeute für den Absatz zu erzielen. Fruchten die vereinbarten PR-Maßnahmen in Form von Clippings, Auszeichnungen oder Testergebnissen, wirken diese wiederum verkaufsfördernd im Gespräch mit den Kunden. Attraktive Beispiele zu Vertriebs-PR lesen Sie in der PRPraxis 18/2015.

Gute Unternehmensblogs: Authentisch kommunizieren

Mittwoch, 2. September 2015

4 Tipps, wie Sie überzeugende Blog-Texte schreiben

Unternehmensblogs sind perfekte Kanäle, um Ihren Content zu den Kunden zu transportieren. Aber anders als bei Fachartikeln, Pressemeldungen oder Ihrer Webseite möchten Sie nicht nur informieren, sondern Ihre Leser durch gute Unterhaltung an sich binden. Gute Unternehmensblogs folgen also anderen Stilregeln als Ihre PR-Texte. Lesen Sie selbst, wie Sie den stilistischen Spagat zwischen nutzwertig/ lehrreich und anregend/ inspirierend schaffen.

Unternehmensblog des Stern - eigene Meinung ist gefragt

Normalerweise sind Pressemedien neutral; im Blog aber können sich die Redakteure zu aktuellen gesellschaftspolitischen Diskussionen Luft machen. Im Bildungs-Blog des „stern“ kommentierte die Chefin vom Dienst, Catrin Boldebuck, den Lehrer-Streik und bot damit Potenzial für Diskussionen.

Nicht zu flapsig, nicht zu steif, das sollten Ihre Blogtexte sein. Auch trockene Fachthemen können Sie durch einen persönlichen Bezug und eine ansprechende Wortwahl kurzweilig vormulieren. Es ist also nicht damit getan, dass Sie genügend Content entwickelt haben und diesen in einen Redaktionsplan setzen. Der Stil Ihres Blogs muss die Leser überzeugen. In guten Unternehmensblogs sind die Inhalte die Aufhänger, über die sie bei Google gefunden werden. Wenn Sie sich aber eine treue Leserschaft erarbeiten möchten, ist nicht nur Ihre thematische Ausrichtung entscheidend, sondern auch Ihr Textstil und Ihre Leseransprache.

Entscheidend für die Positionierung Ihres Blogs ist es, dass Sie als Autor oder Autorenteam dem Blog eine unverwechselbare Note verleihen. Und das schaffen Sie, indem Sie Ihre Persönlichkeit und die des Unternehmens in den Blog einfließen lassen.

  • – Passt mein Schreibstil zur Corporate Identity des Unternehmens?
    • – Müssen Sie gewisse stilistische Unternehmensregeln / eine gewisse Wortwahl einhalten?
    • – Ist es erwünscht, dass Sie sich mit dem Blog bewusst vom Unternehmensimage abheben, um z.B. eine neue Zielgruppe zu erschließen?
    • – Wie können Sie subtil Ihre Botschaften dem Leser vermitteln?
    • – Dürfen Sie laut Unternehmens-Guidelines Ihre Meinung zu aktuellen Branchenthemen wiedergeben?
  • – Möchte ich meinen Leser direkt ansprechen?
    • – Möchten Sie Ihre Leser siezen (konservative Zielgruppe)?
    • – Sind Sie ein Duz-Unternehmen und möchten das im Blog fortführen?
    • – Richten Sie sich an eine junge Zielgruppe, die nicht gesiezt werden möchte?
  • – Was muss ein Text besitzen (Aufbau, Schreibstil), damit ich ihn selbst gerne lese?
    • – Möchten Sie direkt angesprochen werden?
    • – Lassen Sie sich von Geschichten/ persönlichen Erlebnissen inspirieren?
    • – Möchten Sie die Meinung des Blogautors wissen?
  • – Wie schaffe ich Authentizität?
    • – Möchten Sie den Menschen hinter den Blogartikeln kennenlernen (z.B. indem Sie Ihre Blogautoren mit Name und Bild veröffentlichen)?
    • – Sollen Ihre Leser erkennen, welcher Autor welche Meinung zu welchem Thema hat?
    • – Möchten Sie einen eigenen Textstil für jeden Autor entwickeln?
    • – Transportiert Ihr Blog die Unternehmenspersönlichkeit – z.B. durch eine gewisse Wortwahl (warme/ kühle, blumige/ technisch abstrakte Wörter)?

Diese 4 Tipps helfen Ihnen zusätzlich, Ihren eigenen Blogstil zu entwickeln.

Tipp 1: Sprechen Sie den Leser direkt an

Sie schreiben für Ihre Leser. Damit diese sich mit Ihrem Geschriebenen identifizieren, ist es sinnvoll, bereits im Lead Ihre Kunden direkt anzusprechen.

  • Was halten Sie von…
  • Nutzen Sie bereits…
  • Geht es Ihnen nicht auch so bei…

Wenn sich ein Leser gleich zu Anfang von Ihnen angesprochen fühlt, bleibt er dran und möchte mehr über Sie erfahren: Haben Sie gemeinsame Erfahrungen zu einem spezifischen Thema gemacht? Können Sie ihm einen anderen Blickwinkel eröffnen, konkrete Tipps geben? Auch im Text können Sie immer wieder Ihren Leser direkt ansprechen, ihm Berührungsängste nehmen. Ihm dadurch vermitteln, dass Sie ihn verstehen.

Tipp 2: Nutzen Sie Fragen, um den Leser zu fesseln

Eine andere Möglichkeit, den Leser für sich zu gewinnen, ist gleich zu Anfang Fragen zu stellen, die Ihrem Leser zu Ihrem Thema auf der Seele brennen könnten. Diese beantworten Sie dann nach und nach im Blogbeitrag.

Tipp 3: Geben Sie Ihrer eigenen Meinung Raum

Ein Blog ist ein Spiegelbild Ihres Unternehmens. Aber anders als Ihre Webseite, die inhaltlich ein neutrales Bild von Ihnen zeichnet, können Sie dem Blog Ihren eigenen Stempel verleihen. Halten Sie sich nicht zurück mit Kommentaren zu Branchendiskussionen, nehmen Sie aktuell diskutierte gesellschaftspolitische Veränderungen – wenn Sie auch Ihr Geschäft beeinflussen – zum Anlass, Ihre Meinung dazu frei zu äußern.

Wenn mehrere Mitarbeiter als Blogautoren schreiben, sollten Sie deren unterschiedliche Herangehensweise an Inhalte, Texte nutzen, um unterschiedliche Textgattungen für Ihren Blog zu entwickeln. Einer könnte sich eher für Kommentare/ Glosse stark machen, der andere für Ratgeberartikel, der nächste outet sich als Insider und führt den Leser hinter die Kulissen (z.B. erklärt er den Lesern, warum Ihr Unternehmen ein bestimmtes Produkt eingestellt hat).

Tipp 4: Lassen Sie beim Schreiben Ihre Zielgruppe nie aus den Augen

Grundsätzlich gilt, egal für welches Stilmittel (Wortwahl, Formulierungen) und welchen Textaufbau Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie in Ihren Blogbeirägen eine klare Botschaft vermitteln. Und immer daran denken, aus Sicht Ihrer Zielgruppe zu schreiben (Fachpublikum, Konsument, der unterhalten werden will, Konsument, der nach Antworten sucht etc.). Nehmen Sie Ihre Leser immer ernst und holen Sie sie dort ab, wo sie sich mit ihrem Wissensstand befinden.

Fazit: Damit Ihr Blog gelesen wird, sollten Sie sich nicht nur um spannende Inhalte kümmern, sondern auch um einen unverwechselbaren Stil. Entwickeln Sie auf Basis Ihrer Corporate Identity eine authentische Leseransprache: Geben Sie Antworten auf die Fragen Ihrer Leser, äußern Sie auch ihre eigene Meinung zu Branchenthemen und nutzen Sie z.B. das Profil Ihrer Blogautoren für die Leserbindung. Anders als auf Ihrer Webseite können Sie sich im Blog stilistisch entfalten und auch mal Textgattungen und Leseransprache ausprobieren.

Den Artikel mit anregenden Blog-Beispielen und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 18/2015.

Themen aus PRPraxis 18/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Case Studies – Kommunikation: Nutzen Sie Fallbeispiele, um Ihre Kunden zu begeistern
  • – Business Netzwerke – XING: So kreieren Sie Ihren perfekten Auftritt
  • – Websolutions – Erfolgreiche Website: Sie begeistern Ihre Kunden,weil Sie ihnen dort Lösungen bieten
  • – Interne Kommunikation – Senden Sie Ihre Mitteilungen per Postkarte: So werden sie eher gelesen und umgesetzt

Bloggen fängt beim richtigen Blogformat an

Mittwoch, 10. Juni 2015

Themenblog, Nischenblog, Corporate Blog – mit welchem Blogformat lässt sich erfolgreich bloggen?

Bloggen ist nichts Neues. Seit Jahren haben Unternehmen diese Art der Kommunikation für sich entdeckt. Doch viele Blogs liegen brach und erreichen nicht die gewünschten Ziele. Daher lautet für Sie die grundsätzliche Frage beim Aufbau eines Blogs: Wie finden wir die richtige Ausrichtung für unseren Blog? Es geht mal wieder um den Inhalt, den passenden Content für Ihre Zielgruppe zu finden und wie dieser Ihr Profil schärft. Denn nur dann zahlt der Blog auf Ihre Marke ein.

Segelnews ist ein Nischenblog

Der Nischenblog zeichnet ein leidenschaftliches Bild des Segelsports. Die Rubriken zeigen, was den Leser im Blog erwartet.

Machen Sie sich also klar, was ihre wirklichen Ziele beim Projekt Blog sind und wie die Zukunft Ihres Blogs aussieht. Das gibt Ihnen auch bereits die Tendenz für Ihren Blog vor. Auch bereits bestehende Blogs sollten Sie von Zeit zu Zeit einer kritischen Prüfung unterziehen.

  • – Welche Botschaften sollen über den Blog vermittelt werden?
  • – Welche Themen können wir abdecken
  • – Wer schreibt für den Blog (Verantwortlichkeiten, Ressourcen)?
  • – Wohin soll sich unser Blog entwickeln?
  • – Soll unser Blog vor allem viele Leser anziehen (Kundenakquise) oder der Suchmaschnenoptimierung dienen?
  • – Wie lässt sich der Blog sinnvoll in die Unternehmenskommunikation integrieren?

Wenn Sie sich nun anhand der Branchen- und Keyword-Analyse für eine Blog-Gattung entschieden haben, ist es wichtig, dass Sie genügend Ideen für Ihren Blog finden, um diesen kontinuierlich mit 2-3 Artikeln pro Woche zu bestücken. Blog-Ideen (Themen) können Sie z.B. über die Mindmapping-Methode generieren. Dazu sollten Sie sich Ihr zukünftiges Autorenteam ins Boot holen, um Ihr Thema aus allen Blickwinkeln betrachten zu können.

Haben Sie einige mögliche Blog-Themen zusammengetragen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • – Gibt das Thema genug her? 2-3 Artikel pro Woche über mehrere Jahre?
  • – Ist das Thema in ein paar Jahren noch relevant? Für meine Leser und daher auch für die Suchmaschinen?
  • – Ist das Thema zu eng oder zu breit gefasst?
  • – Können wir damit unsere Ziele erreichen?

Mit welchem Blogformat sollen wir bloggen (Grundausrichtung)?

Corporate Blogs gibt es bereits wie Sand am Meer. Sich hierbei noch inhaltlich abzusetzen, fällt schwer. Machen Sie daher unbedingt eine Kurzanalyse,

  • – wie hoch das Suchvolumen für Ihre wichtigsten Keywords ist (sollten pro Monat einige 1000 Suchanfragen sein, um genügend Leser zu binden)
  • – welche Blogs es in Ihrer Branche gibt (bzw. gleich konkret zu Ihrem Thema),
  • – ob Ihre Wettbewerber bloggen – wenn ja zu welchem Thema,
  • – ob es sinnvoll ist, einen Blog alleine zu betreiben oder mit Partnern (z.B. Themenblog)
  • – ob Sie eine Nische (Fachexpertentum) besetzen,
  • – ob Sie einen typischen Corporate-Blog aufbauen, der Ihre Kunden hinter die Kulissen Ihres Unternehmens blicken lässt?

Das sollte Ihr Blog sein:

  • – unverwechselbar (in Ausrichtung, Stil, Layout)
  • – begeisternd und authentisch
  • – nutzwertig (beantwortet Fragen / löst Probleme der Leser)
  • – suchmaschinenoptimiert
  • – reagiert auf aktuelle Anlässe innerhalb seines Themenspektrums
  • – setzt Themen in der Branche (Agendasetting)

Nischenblog – zeigen Sie Ihr Expertentum

Es muss nicht immer um eine hohe Leserzahl gehen. Gerade in Nischenblogs, die sich um einen engen Themenbereich kümmern, kann es sinnvoll sein sich als Spezialanbieter zu positionieren. Um einer engen Zielgruppe genau die Antworten zu liefern, die sie zur Lösung ihres Problems benötigen.

Vorteil:

  • – Sie positionieren sich als Fachexperte für ein Themengebiet.
  • – Sie können das Wissen aus Ihrem Unternehmen abschöpfen.
  • – Sie haben wenig bis kein Wettbewerb zum Fachthema.
  • – Sie sprechen effektiv (ohne Streuverluste) Ihre Zielgruppe an.

Nachteil:

  • – Ihre Themenvielfalt ist gering, Themen für Blog könnten Ihnen ausgehen.
  • – Sie bedienen eine enge Zielgruppe, daher haben Sie eher eine niedrige Besucherzahl für Ihren Blog
  • – Das Aufbereiten des Wissens durch die eigenen Fachexperten ist schwierig, außer sie sind geschult im Bloggen (Stil, Schreiben fürs Web, haben Lust, sich aktiv am Blog zu beteiligen).

Themenblog – hohe Artikelvielfalt, arbeiten mit Gleichgesinnten

Themenblogs sind eine gute Möglichkeit, sich positiv und nachhaltig zu einem Thema zu äußern und eine treue Leserschaft an sich zu binden. Ähnlich wie die Nischenblogs kümmern sich Themenblogs um ein Thema, das jedoch von mehreren „Parteien“ gespeist wird, z.B. am Blog Tipps für München-Gäste könnten sich das Tourismusamt, ein Hotel und ein Stadtmagazin beteiligen – drei Experten, die aus unterschiedlicher Sicht spannende und nutzwertige Themen einbringen können.

Vorteil:

  • – Ihr Unternehmen wird positiv mit dem Thema des Blogs in Verbindung gebracht.
  • – Trotz Fokusthema bietet der Blog eine große Themenvielfalt: aktuelle Themen sowie immer wiederkehrende Themen, die Sie neu aufbereiten können (Freshness für SEO)
  • – Sie haben eine effektive Zielgruppenansprache (hohes Potential an Stammlesern)-
  • – Die Themen/ Artikel können Sie auf mehrere Schultern verteilen.

Nachteil:

  • – Sie haben einen größeren Wettbewerb, da Ihr Thema schon von vielen Stadt-Blogs abgedeckt wird.
  • – Die Zusammenarbeit muss gut koordiniert werden, es muss trotzdem einen Projektleiter für den Blog geben, der immer wieder die Autoren motiviert.
  • – Die Zielgruppe verwässert sich je nach Thema.

Corporate-Blogs erlauben einen Blick hinter die Kulissen

Ein typischer Corporate-Blog gibt Ihrem Unternehmen ein Gesicht und erlaubt Kunden, Partnern/ Lieferanten, aber auch den Mitarbeitern und ihren Familien einen unverstellten Blick hinter die Kulissen.

Vorteile:

  • – Ihr Blog bietet eine breite Themenvielfalt, die nicht ausgeht.
  • – Viele Autoren aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen liefern Ihnen Input.

Nachteil:

  • – Ihre Themenvielfalt verwässert die Zielgruppe.
  • – Der Aufbau einer treuen Leserschaft fällt schwer.
  • – Sie erhalten hohe Konkurrenz mit anderen Corporate-Blogs aus der Branche.

Unternehmensblogs sind wichtige Kommunikationsinstrumente. Sie binden nicht nur Kunden nachhaltig, sondern zahlen auch auf die Suchmaschinenoptimierung ein. Doch ist es für jedes Unternehmen wichtig, sich im Blog klar zu positionieren und auf ein Thema zu fokussieren. Nur wer seine Leserschaft mit nutzwertigen Artikeln unterhält, hat die Chance, sie an sich zu binden. Daher ist es vor dem Blog-Engagement wichtig zu wissen, wie und mit welchem Hebel Sie Ihre Zielgruppe gewinnen.

Den ausführlichen Artikel mit einer Kurzanalyse – welcher Blog-Typ sind Sie – lesen Sie in den aktuellen PRPraxis Ausgaben 12/2015.

Themen, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Testimonials, Experten & Co.: Lassen Sie andere Ihre Produkte bewerben und Ihre Zielgruppe überzeugen
  • – Werbung: Berücksichtigen Sie diese gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz
  • – Interne Kommunikation 2.0: Kommunizieren Sie auch intern über diese neuen Modelle und Arbeitsweisen
  • – Externe Links auf Websites und Blogs: Gute Strategie oder Mangel an Service?
  • – Stadtmarketing: Landflucht? So binden Sie die Jugend, finden qualifizierte Mitarbeiter und halten den Nachwuchs in der Region

PRPraxis – hautnah an PR-Themen, die Sie interessieren

Möchten Sie sich in PR, Marketing und Social Media weiterbilden? Dann nehmen Sie mit PRPraxis Kontakt auf und bestellen den Ratgeber alle zwei Wochen ins Haus. PRPraxis ist das Ratgeber-Magazin für die PR-Branche. Dort finden Sie Ideen, Anleitungen und Konzepte rund um Ihre Öffentlichkeitsarbeit. News, Trends, Experten-Tipps und aktuelle Rechts-Tipps ergänzen das Informationsangebot online. Das Redaktionsteam der PRPraxis erklärt ihnen ganz konkret, wie Sie Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effizienter, schneller und erfolgreicher gestalten können.

Crossmedialer Redaktionsplan in Zeiten von Social Media

Mittwoch, 20. Mai 2015

Crossemedialer Redaktionsplan am Beispiel einer Hausmesse für Fachhandelskunden

Mitarbeiterzeitschrift, Interner Newsletter, Facebook, Twitter, Xing und Blog – alle Medien wollen gefüttert werden. Da verliert man schnell den Überblick, was man wann, wo veröffentlichen soll. Arbeiten Sie am besten mit einem crossmedialen Redaktionsplan, der Ihre wichtigsten Kommunikationskanäle abdeckt.

Redaktionsplan für Social Media

So könnte Ihr crossemdialer Redaktionsplan für den Content zu einer Messe aussehen

Je mehr Kommunikationskanäle Sie füttern müssen, umso wichtiger ist es zu wissen, welches Medium zu welchem Thema passt. Ein crossmedialer Redaktionsplan zeigt Ihnen auf einen Blick, Ihr Content-Szenario für eine Kampagne, Ihren Messeauftritt oder eine Produktveröffentlichung.

Was Ihre crossmedialer Redaktionsplan enthalten sollte:

  • – Veröffentlichungskanäle in intern und extern farbig unterteilt
  • – Autor
  • – Zeitpunkt der Liveschaltung und
  • – Deadline zur Abgabe
  • – Freigabe (wer bis wann)
  • – Ideen für passende Bilder
  • – Für welche anderen Kommunikationskanäle / Publikationen ist der Artikel geeignet?

Vorteile Ihres crossmedialen Redaktionsplans:

  • – Sie als Chefredakteur haben einen thematischen Ablauf pro Thema.
  • – Jeder Autor hat den Überblick, wann seine Artikel eingeplant sind und bis wann er seine Texte abliefern muss.
  • – Bei der Redaktionssitzung dient der Redaktionsplan als Grundlage. Artikel, auf die sich das Team einigt, werden am besten sofort eingetragen.
  • – Wenn mit anderen Abteilungen (Vertrieb, Marketing etc.) im Unternehmen zusammengearbeitet wird, sind auch diese immer auf dem neusten Stand.

Mein Praxis-Beispiel für Ihren crossemdialen Redaktionsplan:

Im Mai 2016 findet die alljährliche Hausmesse eines mittelständischen B2B-Unternehmen mit Partnern statt. Motto wird sein „Open your mind“. Zielgruppe sind Händler (Kunden), die nicht nur eine einmalige Einladung mit Anmeldeformular erhalten sollten, sondern deren Interesse zu Kommen durch die Social Media Kanäle angeheizt werden soll.

Die Messe wird redaktionell auf allen Kommunikationskanälen begleitet. Intern heißt es, die Mitarbeiter rechtzeitig über die Zielsetzung und Inhalte der Messe zu informieren und im Anschluss einen Nachbericht über die Messe zu verfassen.

Die Social Media Kanäle wie Facebook und Twitter geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kunden auf den Event vorzubereiten und am Tag des Events hautnah von der Messe zu berichten. Bauen Sie dazu bereits vor dem Event auf Facebook eine mehrwöchige Dramaturgie um die Messe auf.

Mein Extra-Tipp:

Sinnvoll ist es, pro Thema ein Excel-Sheet redaktionell planen. Die Redaktionspläne wiederkehrender Themen wie Messen, Veranstaltungen, Jubiläen, Produktvorstellungen sollten Sie aufbewahren und beim nächsten Mal wieder zur Hand nehmen, um zu wissen, wie Sie letztes Mal das Thema redaktionell aufbereitet haben. So können Sie beim aktuellen Event/ Jubiläum / bei der aktuellen Produkteinführung einen anderen Informationsschwerpunkt legen können.

Anwenderbericht verfassen – Kundenprojekte für Ihre PR

Mittwoch, 6. Mai 2015

7 Tipps und Checkliste für die Veröffentlichung von Anwenderberichten

Hand aufs Herz. Wie viele Pressemeldungen zu neuen Produkten und Personalmeldungen, Messeauftritte und Kooperationen schicken Sie regelmäßig an Ihre Redakteure? Und dabei sind Sie nicht allein – auch andere Unternehmen haben etwas Neues zu berichten. Hier aus der Masse herauszustechen, ist schwer. Denn Innovationen sind rar und ein neues Update ist gerade mal bei den Big Playern wie Apple, Samsung oder Microsoft interessant. Ein Anwenderbericht in einem Ihrer Fachmedien birgt viel größere Chancen auf Veröffentlichung. Wenn dieser bestimmten Regeln folgt.

PR- und Text-Agentur WörterladenAnwenderberichte zu verfassen bietet sich vor allem bei erklärungsbedürftigen Produkten an, deren Vorteil am besten durch ein Best Practice Beispiel klar werden. Redaktionen sind immer auf der Suche nach lösungsorientierten Themen und veröffentlichen gerne Ihren Artikel.

Die Vorteile – Imagetransfer und Kundengewinnung

Mit einem Anwenderbericht, den Sie verfassen, können Sie nicht nur Ihr eigenes Unternehmen positiv in die Medien bringen, sondern auch Ihren Kunden. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf das Referenzunternehmen, das dank Ihres Produktes zukünftig z.B. wettbewerbsfähiger ist, schneller am Markt agieren kann und zusätzlich noch Kosten einspart.

Ihr Kunde ist mit der redaktionellen Berichterstattung äußerst zufrieden und empfiehlt sie auch gerne weiter. Und potentielle Kunden, die vor einem ähnlichen Problem stehen, können Sie mit einem Anwenderbericht zu einer Kaufentscheidung motivieren.

Das Fachmedium – der richtige Partner für Ihren Artikel

Anwenderberichte oder auch Case Studies finden sich fast ausschließlich in Fachmagazinen. Diese bieten meist nur ein kleines Spektrum an News-Seiten, dafür umso mehr Lösungsszenarien für ihre Leser.

  • – Schauen Sie sich Ihre wichtigsten Fachmedien an und studieren sie deren Themen. Nutzt das Medium viele Anwenderberichte, können Sie versichert sein, dass es auch an Ihrem Interesse zeigt.
  • – Die bereits veröffentlichten Anwenderberichte geben Ihnen zudem einen Eindruck, wie Sie Ihren eigenen strukturieren und mit Inhalten füllen.
  • – Bieten Sie einem bestimmten Fachmedium ein Anwender-Thema an. Sprechen Sie direkt mit dem zuständigen Redakteur und machen ihm das Thema schmackhaft.
  • – Natürlich können Sie den Anwenderbericht auch an einen größeren Fachverteiler schicken – die Inhalte sollten nur zu deren Schwerpunktthemen passen.

Das Thema – Finden der passenden Referenz

Komplexe Themen lassen sich schlecht in einer Pressemeldung verarbeiten. Der hohe Nutzen Ihres Produkts und sein großes Einsparpotential für Anwender haben sich aber bereits bei einem ihrer Kunden bestätigt. Dann haben Sie bereits die Grundlagen für einen lösungsorientierten Anwenderbericht.

Nutzen Sie Ihren Referenzkunden und bitten ihn, ihre Fallstudie mit harten Fakten wie Investitionskosten, Personaleinsatz, aber eben auch bereits messbaren Einsparungen zu untermauern.

Die Sprache – sachlich und anschaulich

Der Anwenderbericht ist keine Ihrer Imagebroschüren. Marketingsprache ist hier fehl am Platz. Ihr Bericht sollte neutral formuliert sein und journalistischen Schreibkriterien entsprechen. Nutzen Sie Elemente aus Feature und Reportage, um Ihr Thema anschaulich zu formulieren, um das Interesse des Lesers bis zum letzten Satz zu halten.

Die Struktur – von der Herausforderung zur Lösung

Ein Anwenderbericht beschreibt klar das Wirkungsumfeld des Unternehmens. Umso wichtiger ist es, dass der Anwenderbericht, den Sie verfassen, professionellen Anforderungen standhält. Der Leser soll den Produktnutzen verstehen, nachvollziehen und im optimalen Fall auf seinen konkreten Bedarf anwenden können. Je konkreter die Beschreibung einer bereits realisierten Lösung umso überzeugender für potentielle Kunden. Denn was überzeugt einen potenziellen Kunden mehr, als die möglichst konkrete Beschreibung bereits realisierter Lösungen.

Denken Sie beim Anwenderbericht verfassen immer daran: Er wird aus der Perspektive des Anwenders geschrieben. Er gliedert sich in drei Teile:

  • – die Herausforderung beinhaltet die Ausgangslage und Vorüberlegungen,
  • – die Lösung beschreibt die Installation und die dabei aufgetretenen Schwierigkeiten
  • – und der letzte Teil befasst sich mit den Kosten und dem Nutzen des Projekts.

Der Leser – klarer Fokus auf Nutzen

Überlegen Sie beim Schreiben immer, welchen Nutzen der Leser von diesem Anwenderbericht hat. Er soll klar und deutlich erfahren, wie sich das Produkt im Praxiseinsatz bewährt hat und warum es das richtige für die Problemstellung des Referenzkunden war. Und im Idealfall auch für seine eigenen Investitionen.

Die Bilder – immer schön aussagekräftig

Ein Anwenderbericht füllt meist 2-4 Seiten in dem Fachmedium. Und kommt daher nicht ohne Bildmaterial aus. Sammeln Sie beim Kunden Vorher- Nachher-Bilder, Bilder Ihrer Lösung im Einsatz, auch durchaus Detailbilder. Achten Sie darauf, dass die Bilder Ihren Text sinnvoll unterstreichen und schicken Sie lieber eine größere Auswahl an die Redaktion.

Checkliste für das Verfassen Ihres Anwenderberichts

  • – Festlegen des Themas
  • – Referenzkunden auswählen und Einverständnis von diesem schriftlich einholen
  • – Mit Referenzkunden die harten Fakten zu Ihrem Projekt besprechen (Herausforderung, Lösungsansatz, Kosten/Nutzen)
  • – Inhalte und Zitate mit Kunden abklären
  • – Gutes Bildmaterial zu Produkten, Einsatzgebiet, Vorher/ Nachher-Szenarien sammeln
  • – Passende Fachmedien aussuchen
  • – Themenpläne der Fachmagazine recherchieren: passt mein Thema zu einem zukünftigen Special/ Schwerpunkt?
  • – Redakteur kontaktieren und Anwenderbericht anbieten
  • – Hohe Vorlaufzeit von zwei- bis Vierseitern bei den Medien beachten
  • – Anwenderbericht zusätzlich an Fachpresseverteiler schicken
  • – Anwenderbericht nach Veröffentlichung in Fachmedium als Marketingmaterial nutzen: auf Unternehmenswebseite stellen, im Unternehmensnewsletter/ in Kundenmagazinen veröffentlichen, in Pressemappen auf Messen beilegen

Online Teaser, die Lust machen

Donnerstag, 30. April 2015

Tipps & Beispiele wie Sie mit Text-Teasern Leser für Ihre Online Medien generieren

Texte benötigen Anreize, dass sie gelesen werden. Gut gemachte Teaser – so genannte Anrisstexte – locken Ihre Leser und geben ihnen Orientierung. Gerade im Internet begegnet ihren Lesern eine Flut an Informationen, die diese in wenigen Sekunden einordnen möchten, um zu entscheiden, ob das angerissene Thema sie interessiert oder nicht. Wie Sie Ihre Leser zum Weiterklicken bringen, lesen Sie im Wörterladen-Beitrag.

Im Audi-Blog unterstützen Teaser die Dynamik der Markenbotschaft

Audi arbeitet in seinem Blog mit großflächigen Fotos, die die 3 aktuellesten Meldungen bildhaft und mit Headline wiedergeben. Die Teaser sind dynamisch und magazinig formuliert.

Das sollten Sie wissen: Guter Content ist nur so gut wie sein Teaser. Wenn Sie Ihre Leser nicht dazu bringen, Ihre Online-Artikel zu lesen, haben Sie sich die Arbeit umsonst gemacht.

In Ihrem Teaser müssen Sie 2 grundlegende Fragen klären:

  • – Worum geht es in Ihrem Text?
  • – Warum sollte Ihr Leser sich mit diesem beschäftigen?

Schaffen Sie also einen nutzwertigen Leseanreiz, damit der User auf Ihren Artikel klickt. Bringen Sie in wenigen Worten (höchstens 2-3 Sätzen) Ihr Thema auf den Punkt. Der Teaser sollte eine Hauptaussage enthalten ohne Nebensächlichkeiten. Überlegen Sie sich also genau, was die Hauptaussage Ihres Artikels ist, die den Leser dazu bringt, mehr als nur Ihren Teaser zu lesen.

Die optimale Struktur Ihres Teasers

Je nach Platz, Medium und Anlass können sich Aufbau und Länge von Teasern unterscheiden. Eine prägnante Headline ist unerlässlich. Diese muss online so gestaltet sein, dass sie wenig Platz benötigt und die Kernaussage des Textes enthält. Viele automatische Newsfeeds zeigen nur die Headline eines Artikels an.

Auf Ihrem eigenen Medium (Webseite, Blog) sollten Sie natürlich neben der Headline mit anschließendem Einstiegstext (Subheadline + Lead) arbeiten. Wenn es sich um einen Magazin-Teaser handelt, sollte er auch noch ein Bild beinhalten, das Lust macht, den Artikel zu lesen. Und jeder Online-Teaser enthält natürlich einen Link („mehr“) zum kompletten Artikel.

Orientierung für den Leser – so schaffen Sie Anreize auf weiter zu klicken

Machen Sie in 1-3 Sätzen dem Leser deutlich, warum er weiterlesen soll. Das schaffen Sie, indem Sie

  • – die Neugier des Lesers entfachen – er möchte nun unbedingt wissen, wie es weitergeht…Er gehört zu den Top-Verdienern Deutschlands und ist den wenigsten bekannt. Dabei reicht sein Imperium von der Nordsee bis zu den Alpen…weiter
  • – die wichtigsten Aussagen des Textes plakativ zusammenfassen (Nachrichtenwert, Inhalte einer Pressmeldung)
  • – eine These aufstellen, die Sie im Text belegen2015 wird das Jahr der Innovationen…weiter
  • – eine Frage stellen, die Sie im Text beantwortenWas erwartet Sie 2015? (weiter)
  • – Reizwörter / positive Wörter nutzen, die zum Weiterlesen animierengratis, günstig, schnell, jetzt, zertifiziert, einzigartig, neu, bequem, Spaß, Vorteil…
  • – Begehrlichkeiten beim Leser wecken durch ein Produktversprechen, Vorteile für den Leser…„Erleben Sie die Vielfalt der… jetzt“
  • – Ihre Leser zu einer Handlung auffordernSichern Sie sich jetzt Ihren ganz persönlichen Butler… weiter
  • – mit der Empathie des Lesers spielenregionaler, thematischer Bezug, Erinnerungen, Erfahrungen…

Vergessen Sie nicht in Ihren Teaser auch Ihre Keywords einzubauen, um Ihre Suchmaschinenoptimierung zu unterstützen – denn jeder neue Content zahlt auf Ihr SEO ein.

Die richtige Verlinkung für Ihre Teaser-Texte

Meist finden sich bei Teasern Linkwörter wie „mehr“, „weiterlesen“. Diese kurzen Wörter können vor allem mobile Leser auf ihren Geräten schlecht anklicken. Daher ist es sinnvoll, dass Sie entweder

  • – die komplette Headline verlinken,
  • – das Bild verlinken oder gleich
  • – den gesamten Text verlinken.

Schalten Sie bei der Textverlinkung die standardmäßig ausgewählte Formatierung von Links als unterstrichener Text aus. Das macht den Teaser schlecht lesbar und die Optik leidet zusätzlich.

Denken Sie an Ihre Zielgruppe – die Leser

Journalisten erwarten einen anderen Teaser als z.B. Blogleser. Ein Journalist möchte auf den ersten Blick erfassen, ob das Thema für ihn passt und eine Meldung wert ist. Das heißt, die Pressmeldung (ob per Mail verschickt oder auf der Presseseite angeteasert) braucht eine eindeutige und aussagekräftige Headline, Subhead und Lead. Zudem müssen sie die wichtigsten W-Fragen beantworten. Zusätzlich sollte der Teaser eine Datumsangabe enthalten, um die Aktualität der Meldung einordnen zu können.

Blogleser möchten auch unterhalten werden. Sie sind auf der Suche nach nutzwertigen Inhalten, die sie aber durchaus auch zum Schmunzeln, Nachdenken, Ausprobieren bringen können. Hier kann die Headline reizen ohne zu viel zu verraten. Der Teasertext ist plakativ und atmosphärisch gehalten. Er baut Spannung und Neugierde auf, die nur durch den Klick auf „weiter“ abgebaut/ gelöscht wird.

Einsatzorte für Ihre Teaser

Ihre Webseite beinhaltet viele Möglichkeiten, Teaser einzusetzen – je nach Aufbau. Teaser sind neben der Struktur und Navigation wichtige Wegweiser, Ihren Content zu vermitteln.

  • – Im Bereich Aktuelles/ News sollten Sie aus Platzgründen möglichst nur mit der Headline arbeiten und diese komplett verlinken.
  • – Wenn Sie ein Online-Magazine (Blog-System) besitzen, bietet es sich an auf der Startseite die 3-4 aktuellsten Artikel anzureißen; generieren Sie dazu eine einzeilige Headline mit einem Teaser-Text von 2-3 Sätzen + Verlinkung auf den kompletten Artikel.
  • – In Ihrem Pressebereich (Archiv) können Sie mit Headline und Subheadline sowie 2-3 Sätze vom Lead arbeiten. Vergessen Sie nicht das Datum zur Pressemeldung zu setzen.
  • – In Ihrem Newsletter ist die Betreffzeile das wichtigste Element – sie muss den Abonnenten dazu bringen, den Newsletter zu öffnen und zu lesen. Die Artikel-Teaser im Newsletter selbst bringen dann Leads auf Ihre Homepage/ Ihren Blog.
  • – Bei einer Presseaussendung sollten Sie die Headline Ihrer Pressemeldung in die Betreffzeile schreiben. Der Redakteur sollte sofort den News-Charakter erfassen und wissen, von welchem Unternehmen die Rede ist. In der E-Mail selbst sollten Sie Headline, Subheadline und Lead veröffentlichen mit dem Hinweis auf die komplette Pressemeldung zum Download, im Anhang oder am Ende der E-Mail.
  • – Auf Facebook, Google+ sollten Sie immer eine Headline sowie das Thema in 2 Sätzen anreißen bevor Sie einen Link zum vollständigen Beitrag setzen. Hier sprechen Sie Ihre Fans direkt an.

Sie sehen, das Internet macht Teaser immer wichtiger. Sie sprechen Ihre Leser an, geben ihnen Orientierung bieten und ziehen sie in den Text rein.