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Archiv für die Kategorie „Gedanken“

Wie kommunikativ ist das iPad?

Montag, 14. Juni 2010

Auf Twitter und in Blogs ist es ein Thema – nicht erst seit dem offiziellen Verkaufstag: das iPad. Von Apple-Anhängern und Technik-Begeisterten herbeigesehnt, ist es jetzt für alle zu haben – 300.000 verkaufte iPads am ersten Tag; die Bestellungen laufen ins Unendliche. Aber warum ist das iPad ein so wichtiges Thema? Was kann es, außer begeistern oder die Technik-Freaks enttäuschen?

Eigentlich interessiert es mich persönlich gar nicht und irgendwie ist es auch nicht mein Thema, aber trotzdem stolpere ich immer wieder darüber – das iPad. Sei es beim Münchner mediacoffee, bei Twitter, im Straßenverkehr als Werbeplakat, ja sogar einer meiner besten Freunde hat eins – überall begegnet mir in den letzten Tagen und Wochen das iPad. Und so wird es eben doch zu meinem Thema. Alle drei Sekunden wird statistisch ein iPad verkauft. Käufer warteten stundenlang vor den Apple-Filialen, um als erster ein iPad in den Händen zu halten. 300.000 verkaufte iPads am ersten Tag und nicht jeder, der bisher eines wollte, hat eines erhalten.

Mir als PR Fachfrau stellt sich da die Frage, hat das iPad auch Auswirkungen auf meine Arbeit? Hat das iPad einen Einfluss auf die Kommunikation allgemein? Ist es wirklich so ein Wunderwerk der Technik, dass man es unbedingt haben muss? Wie einem beim mediacoffee suggeriert wurde. Wobei ins Publikum gefragt nur 3 von 300 Gästen eines hatten oder sich zulegen würden. Unter PR-Fachleuten ist es also noch nicht gefragt.

Erst einmal zur Technik. Wie ich in einigen Blogbeiträgen beispielsweise bei Prof. Dr. Hans Ebert lesen konnte, ist das iPad nur ein Zusatzgerät. Einen Computer – in welcher Form auch immer – brauche ich weiterhin. Das iPad wird oft als großes iPhone beschrieben. Viele für mich wichtige Dinge kann das iPad nicht: Es ist nicht multitasking fähig, der Bildschirm hat nur 10 Zoll, es gibt kein Flash.

Aber viel wichtiger ist für mich, brauche ich es für meine Arbeit? Kann ich einen Nutzen ziehen aus dem iPad? Bringt es mich in meiner Kommunikation mit anderen, mit Kunden, Partnern, Freunden etc. weiter? Bis jetzt komme ich zu einem klaren „Nein“. Das iPad ist für mich ein reines Endgerät, das den Benutzer zum konsumieren anregen soll.

Mein Hauptziel ist es jedoch, meine Kunden bekannter zu machen, mit Interessensgruppen zu kommunizieren. Wie soll ich das mit einem iPad erreichen? Eigenständige Inhalte für das iPad gibt es auch (noch) nicht. Eine direkte Kommunikation nur über das iPad wird es nicht geben. Alle Inhalte, die das iPad verbreitet, gibt es auch in anderer Form. Dafür reicht ein Notebook.

Fazit: Bis jetzt kann ich im iPad nur ein weiteres nettes Gadget von Apple erkennen. Ein Must have für Apple-Anhänger.

Was meinen Sie?

Gewürdigt: Ehrenamtliche Arbeit in Deutschland

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Am Samstag war der Internationale Tag des Ehrenamts. Bereits jeder dritte Deutsche ab 14 Jahren ist in seiner Freizeit unentgeltlich in einem Verein oder einer Initiative tätig. Am 5.12. wurde nun dieses Engagement gewürdigt. Viele gemeinnützige Institutionen könnten ohne das unentgeltliche Engagement vieler Privatleute nicht existieren. Bei Spendengelder sind die Firmen großzügig, besonders, wenn noch nachhaltig PR gemacht werden kann, aber sich auch persönlich einzubringen, dazu fehlt vielen die Motivation und die Zeit.

Logo_ArcheNoah
Viele Menschen streben danach, etwas Sinnvolles im Leben zu tun. Jeden Tag morgens das Haus verlassen, um zu arbeiten und meist erst spät heimzukommen, das ist wenig erfüllend. Also suchen sich einige in ihrer knappen Freizeit ein Amt, das sie emotional berührt. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber habe ich als Chefredakteurin der Mitarbeiterzeitschrift einen Aufruf gestartet, um herauszufinden, welche meiner Kollegen sich sozial engagieren. Der Rücklauf war unglaublich. Besonders die Auszubildenden waren aktiv: Freiwillige Feuerwehr, Betreuung von Jugendgruppen, Vereinsarbeit. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich in die Gesellschaft einzubringen und die Institutionen sind mehr als dankbar und könnten ohne die freiwilligen Helfer nicht existieren.

Ich selbst setze mich öffentlichkeitswirksam für Arche Noah e.V. ein. Die gemeinnützige Organisation hilft chronisch kranken Kindern in der Klinik Dritter Orden in München. Sie existiert bereits seit 10 Jahren und ist durch die Initiative zweier Frauen entstanden, einer Sozialpädagogin und ihrer Freundin, die heute das Fundraising und die ganze administrative Arbeit macht. Ohne deren Aufopferung und Antriebskraft hätte Arche Noah keine Zukunft gehabt bzw. wäre niemals gegründet worden. Nachdem ich die beiden Frauen, Noal Imran und Hildegard Schabert über das Social Sponsoring meines ehemaligen Arbeitgebers kennen lernen durfte, hat sich eine freundschaftliche Bindung zwischen uns entwickelt. Ich war und bin beeindruckt ihrer Arbeit, die von der Liebe zu den Kindern und ihren Familien zeugt. Alle Spendengelder, die Arche Noah e.V. erhält, fließen direkt in das Gehalt der zwei Heilpädagoginnen, die die Kinder und deren Eltern im Krankenhaus betreuen. Alle anderen Helfer sind ehrenamtlich für Arche Noah e.V. tätig. Das Engagement der beiden Gründerinnen hat mich angesteckt und als sie mich vor einiger Zeit baten, sie in ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, habe ich nicht überlegen müssen. Seitdem mache ich die PR-Arbeit für Arche Noah e.V., eine Arbeit, die mir sehr viel bedeutet.

Sind Sie ehrenamtlich in einem Verein oder einer Organisation tätig? Es gibt in ihrer näheren Umgebung sicher Einrichtungen, die Ihr fachliches Wissen oder Ihre Fähigkeiten zu schätzen wissen. Über eine Spende würden sich die Institutionen zusätzlich freuen.

Deutsch-englische Sprachbeziehungen

Donnerstag, 19. November 2009

Wie halten Sie es persönlich mit der deutschen Sprache? In einer globalen Welt, in der die technologischen Trends aus den USA kommen, uns Social Media, Twitter, Follower, Hashtags, Verlinkungen, Webseiten leicht über die Lippen gehen, bleibt die gute deutsche Sprache auf der Strecke. Oder nicht?

Vor ein paar Tagen hatte ich mich erst mit einem PR-Kollegen darüber unterhalten, was uns als PR-Profis prägt. Es sind natürlich neben den Beziehungen und dem richtigen Umgang mit den Medien die Liebe zur Sprache, das Texten, die Worte, unsere Wortwahl, Dinge auszudrücken, auf den Punkt zu bringen. Liebhaber der deutschen Sprache sind wir sicher beide, mein Kollege ist jedoch der Meinung, für alle englischen Fachausdrücke gäbe es ein deutsches Pendant, das wir nutzen müssen. In vielen  Fällen ist das sicher richtig und durchaus sinnvoll. Doch gerade in der Informationstechnologie und in der Sprache des Internets haben sich englische Begriffe eingeschlichen, die wir nicht rückgängig machen können. Sie sind teilweise auch schon vom Duden übernommen. IT-Fachzeitschriften sind in ihren Artikeln voll von englischen Fachbegriffen und die Leser verstehen den Text trotzdem. Gerade auch die Social Media Szene lebt von englischen Ausdrücken. Facebook, Twitter sind Erfindungen aus den USA; wir Deutsche übernehmen einfach die englischen Fachbegriffe ohne uns neue Ausdrücke dafür zu überlegen.  Warum auch? Das Internet ist ein international geprägter und denkender Raum und wer dort mitspielen will, kann sich den englischen Begriffen nicht entziehen.  Jedoch bin ich als deutschstämmiger PR-Profi durchaus der Meinung, dass wir dort, wo es sinnvoll ist, auf unsere schöne Sprache zurückgreifen und das Denglisch Denglisch sein lassen.

Zufällig habe ich gestern noch einen Blogbeitrag gefunden, der sich mit der Sprache im Bereich Social Media beschäftigt. Dabei geht es um ihre eigenen englischen Worte, die die Amerikaner speziell für die sozialen Netzwerke angepasst haben. Kennen wir so etwas auch in Deutschland? Nein, wir benutzen die englische Sprache, um sie einzudeutschen. Was ist nun besser?

Wie geht es Ihnen mit der deutschen Sprache? Welche englischen Begriffe nehmen Sie als normal  hin?