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Archiv für die Kategorie „Kommunikation“

Das perfekte Intranet für die Kommunikaton mit den Mitarbeitern

Mittwoch, 18. Oktober 2017

So finden Sie das perfekte Intranet, das zu Ihnen und Ihrer Internen Kommunikation passt

Das Intranet ist zum Mittelpunkt der digitalen Kommunikation im Unternehmen geworden. Es bringt die Interne Kommunikation zeitnah an die Mitarbeiter. Wichtiger als die Technik, die hinter dem Intranet steckt, sind die Inhalte und dadurch die Akzeptanz der Mitarbeiter. Ein Intranet ist nur dann erfolgreich, wenn die Mitarbeiter es nutzen und mit Leben füllen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie das perfekte Intranet finden, das zu Ihnen und Ihrer Unternehmenskultur passt.

das perfekte Intranet - Trends und Anbieter

das perfekte Intranet orientiert sich an den Wünschen der Mitarbeiter

Damit Ihr Intranet genutzt wird, muss es sich an den Abläufen und Kommunikationsmustern Ihres Unternehmens, dem Miteinander orientieren – nur, wenn Sie die unterschiedlichen Ansprüche und Ziele der Abteilungen und Mitarbeiter berücksichtigen, die das perfekte Intranet nutzen sollen, wird Ihr Intranet leben. Welche Leistungsmerkmale Sie heute bei Intranet-Lösungen erwarten können, haben wir Ihnen kurz zusammengestellt bevor wir Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihre Intranet-Lösung finden.

Das perfekte Intranet finden – 8 Intranet-Merkmale, die im Trend liegen

Nichts ist so stetig wie der Wandel – so auch bei den modernen Intranet-Lösungen. Schon längst sind die Zeiten vorbei, in denen die Mitarbeiter im Intranet nur die alte Ausgabe der Mitarbeiterzeitung gefunden haben und den Speiseplan der Kantine. Moderne Intranets orientieren sich an der digitalen Transformation, die die Arbeitsweisen der Mitarbeiter bestimmt und die Unternehmenskultur verändert. Für das perfekte Intranet benötigen Sie:

  • – eine ausgereifte Suchfunktion
  • – Responsive Design / mobile Version
  • – social ready
  • – hohe Sicherheit
  • – Information/ News
  • – Kommunikation/ Interaktion
  • – Kollaboration
  • – Lern- und Wissensaustausch

Das perfekte Intranet – holen Sie sich für die Projektphase Kollegen ins Boot

Bevor Sie sich auf die Suche nach den richtigen Intranet-Lösungen machen, sollten Sie unbedingt die Mitarbeiter in Ihre Analyse einbeziehen. Denn diese nutzen letztendlich die Intranet-Lösung. Der Erfolg Ihres Intranets kommt durch die Akzeptanz des Kommunikationskanals durch die Mitarbeiter.

Beantworten Sie für das perfekte Intranet daher vorab – anhand von Interviews und Eigenansicht – folgende Fragen:

  • – Welche Unternehmenskultur verkörpern wir?
  • – Wie nutzen wir derzeit unser Intranet?
  • – Welche Erwartungen haben die Mitarbeiter an das Intranet (Inhalte, Navigation, Mitmachen, Konsumieren)?
  • – Wie handhaben wir Wissensmanagement und -austausch aktuell?
  • – Wie hoch ist unsere Change-Bereitschaft?
  • – Wie stark ist das Mitmachen bei der Geschäftsleitung verankert, bei den Führungskräften und letztendlich bei den Mitarbeitern?

Beginnen Sie Ihre Analyse-Phase mit einer Befragung unter 15-25 ausgewählten Kollegen – je nach Größe Ihres Unternehmens. Dabei sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Interviewkandidaten alle wesentlichen Abteilungen und Standorten berücksichtigen.

Meine Meinung:

Durch persönlich geführte Interviews erfahren Sie offener und ehrlicher, was Ihre Kollegen von Ihrem derzeitigen Intranet halten und welche Wünsche sie an das Kommunikationstool haben. Zudem beschäftigt sich bereits ein Teil der Belegschaft mit der Kommunikationsform, wodurch sich eine höhere Akzeptanz bereits im Vorfeld der Einführung erzielen lässt. In der Einführungsphase können Sie diese Mitarbeiter auch leichter als Pilot-User und später für Projektaufgaben für das perfekte Intranet gewinnen.

Machen Sie den Check: Leistungen, die das perfekte Intranet benötigt

Ich habe Ihnen eine Checkliste mit Fragen, um das perfekte Intranet zu finden, entwickelt. So erhalten Sie ein vollständiges Abbild der Lösung, die zu Ihrem Unternehmen passt. Die Checkliste ist Ausgangsbasis für Ihre Befragungen und lässt sich auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden.

Die Ergebnisse der Befragungen können Sie nun clustern und in eine finale Checkliste einfügen, die das Anforderungsprofil für Ihre Intranet-Lösung darstellt.

Fazit für das perfekte Intranet

Anbieter für attraktive Intranet-Lösungen gibt es viele. Für welchen Sie sich entscheiden, hängt vor allem von Ihrer Unternehmenskultur und dem Nutzen für Mitarbeiter ab. Diese müssen/ sollen tagtäglich mit dem Intranet arbeiten. Ihre Aufgabe ist es, ihnen vor allem die Hemmschwelle zu nehmen. Das gelingt bereits in der Analyse-Phase, indem Sie sich Multiplikatoren nehmen, die Sie zu ihrer Wunsch-Intranet-Vorstellung befragen und mit deren Antworten Sie eine Checkliste für Ihr ideales Intranet entwickeln. Danach können Sie die einzelnen Anbieter auf Herz und Niere prüfen und sich letztendlich für das perfekte Intranet entscheiden.

Die ausführlichen Trends mit weitern Tipps und Anbietern finden Sie in der aktuellen PRPraxis 21/2017.

Themen aus PRPraxis 21/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Gestaltung: 11 Portale für Profi-Bilder: So kommen Sie an kostenlose Fotos
  • – Gestaltung: Handlettering – nutzen Sie den neuesten Trend und sichern Sie sich Aufmerksamkeit
  • – Kundenverhalten: Der sicherste Weg zu Kundenfeedback, das Ihren Erfolg steigert
  • – Kundenbindung: 10 Top-Anlässe für die Kontaktpflege mit den Kunden
  • – Datenschutz: Neue Bestimmungen zur Verarbeitung von Daten Minderjähriger
  • – Charity: Wohltätig handeln – Mäzen, Stifter oder Spender?
  • – Recht: Achtung! Aktuelles Urteil: Werbeeinwilligung muss konkret und verständlich sein
  • – Strategie: 4 Tipps, wie Sie gut vorbereitet ins neue Jahr starten

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Kaltakquise bei Redaktionen für Marken – ein No-Go für gute Pressearbeit

Mittwoch, 6. September 2017

Mein Tipp: Contentplanung, aber richtig – dann gelingt gute Pressearbeit

Die Geschäftsleitung wünscht, dass Sie Kaltakquise bei den Medien machen und gemeinsam mit den Redakteuren Themen für das Unternehmen, die Marke entwickeln. Ein absolutes No-Go, das Sie sofort abblocken sollten. Im Wörterladenblog finden Sie die richtigen Argumente für gute Pressearbeit. Und erfahren, wie Sie das Interesse der Medien gewinnen.

PR-Planung-2017-Content-Tools-gute Pressearbeit

Gute Pressearbeit fängt mit der Contentplanung an

Haben Sie das auch schon mal gehört? „Fragen Sie doch einmal an, was die Redaktion für Themen wünscht“ oder: „Erarbeiten Sie mit der Redaktion Themen zu unserer Branche.“ So oder ähnlich

klingt es von einer Geschäfsleitung, die Pressearbeit machen möchte, aber nicht weiß, wie gute Pressearbeit eigentlich funktioniert. Ihr Beratungsgeschick ist also gefragt. Denn eines ist klar: Redaktionen sind nicht Ihre Brainstorming-Partner für die Themenplanung.

Redaktionen haben ihre eigenen Themenspecials, die Sie meist aus den Mediadaten erfahren. Gibt es hierbei Überschneidungen zu Ihren Unternehmensthemen, steht einem Kontakt Ihrerseits mit der Redaktion nichts im Wege. Sie sollten jedoch bereits mit einem konkreten „Angebot“ an die Redaktion herantreten. Erst dann macht es Sinn, sich persönlich – ob telefonisch oder per Mail – bei Ihrem Redaktionskontakt zu melden. Was sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschalieren. Bevorzugte Kontaktmethode bei Journalisten ist – so eine Umfrage von Cision unter deutschen Journalisten – die E-Mail (78% Zustimmung) gefolgt vom Telefon (38%). Abgeschlagen sind die sozialen Medien (12%), Brief (10%) und ein persönliches Trefen (9%).

Gute Pressearbeit: Ihre Argumente für die Zusammenarbeit mit der Presse

Machen Sie Ihrer Geschäftsleitung klar, dass Pressearbeit Beziehungsmanagement ist. Redakteure bekommen täglich große Mengen an E-Mails und Anrufen zu News aus den unterschiedlichsten Unternehmen. Hierbei aufzufallen wird schwierig. Das heißt, Sie müssen mit einem Thema punkten, das den Redaktionen unter den Nägeln brennt, weil es aktuell ist, Sie hierzu eine Expertenmeinung liefern können, einen neuen Blickwinkel eröffnen. Liefern Sie Fakten, Zahlen, eine Statistik, einfach einen inhaltlichen Aspekt, den der Redakteur für seine Berichterstattung benötigt.

Und liefern Sie Ihren Beitrag schnell und umfassend. Wenn Sie ein Thema anbieten, müssen Sie der Redaktion das Ergebnis innerhalb von 7-14 Tagen schicken. Der Redakteur muss sich auf Sie verlassen können, denn er hält Ihnen einen Ein- bis Mehrseiter im Heft frei oder reserviert Ihnen einen Slot im Onlinemagazin zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn der Redakteur merkt, dass er sich auf Ihr Wort verlassen kann, haben Sie sich für ein weiteres Thema bereits Gehör verschafft.

Ihr erfolgreicher Weg in die Medien mit guter Pressearbeit

Schritt 1: Überlegen Sie sich, welche Inhalte/ Themen Sie Redaktionen anbieten können. Machen Sie dazu ein Brainstorming, sprechen Sie mit anderen Unternehmensbereichen. Gehen Sie von allumfassenden Themen ins Detail. Manchmal ist ein kleiner Themenaspekt interessanter als das große Ganze.

Wichtig ist hierbei, dass Sie ein Thema anbieten, das Sie innerhalb von zwei Wochen auch liefern können, ab Kontaktaufnahme – bedeutet: verfassen, freigeben und an die Redaktion mit entsprechendem Bildmaterial schicken.

Schritt 2: Machen Sie sich bei Ihrer Themenliste klar, welche Textgattung Sie für Ihre einzelnen Inhalte wählen: Passt das Thema für einen Fachartikel, wäre ein Kommentar interessanter (z.B. zu einem aktuellen Thema, zu dem Sie eine ganz eigene Meinung vertreten oder eben einen neuen Blickwinkel bieten können), haben Sie gar eine Erfolgsstory zu einem Thema? Redakteure wünschen sich auch Geschichten. Case Studies sind hierfür sehr gut geeignet. Sie bieten einen konkreten Fall bei dem die Fachexpertise des Unternehmens maßgeblich zum Ausdruck kommt. Bringen Sie dabei vor allem eine tagesaktuelle Entwicklung ein oder begleiten Sie einen längeren prozesse, zu dem Ihr Kunde Stellung bezieht.

Schritt 3: Machen Sie sich nun eine Liste mit Kontakten, die Sie ansprechen möchten,

– weil es sich um eines Ihrer A-Medien handelt, in dem Sie unbedingt vertreten sein möchten.

– weil eines Ihrer Themen zu einem Themespecial des Mediums passt.

– weil Sie bereits in der Vergangenheit mit dem Medium einen intensiveren Kontakt aufgebaut haben und schnell eine Veröffentlichung erreichen.

Schritt 4: Nehmen Sie nun Kontakt zum Redakteur Ihrer Wahl auf. Dabei ist es wichtig, dass Sie direkt den Redakteur ansprechen, der für das Special zuständig ist. Er weiß, welche Inhalte im Special bereits abgedeckt sind und ob Ihr Themenangebot in das Special passt. Den Kontakt erfragen Sie vorab bei der Redaktionsassistenz.

Gute Pressearbeit – ein Fazit

Sie sollten Redakteure nur dann kontaktieren – ob per Mail oder telefonisch – wenn Sie ihnen ein konkretes Thema anbieten können. Sei es zu einem ihrer Themenspecials, zu einem aktuell diskutierten Thema oder weil Ihr Thema in das Heftformat des Mediums passt. Bieten Sie dem Redakteur ein Gesamtpaket aus Artikel, Hintergrundsinformationen und Bildmaterial an und zwar exklusiv für 4-6 Wochen. Das Themenangebot an Redaktionen und ein konkreter Vorschlag zur inhaltlichen Aufbereitung sollten immer von Ihnen kommen. So funktioniert gute Pressearbeit.

Tipps, wie Sie am besten per Mail und telefonisch Ihre Themen den Redaktionen anbieten, erfahren Sie in der aktuellen PRPraxis 18/2017.

Themen aus PRPraxis 18/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Recht: Alternative Streitbeilegung: Wie Sie darüber korrekt auf Ihrer Website informieren
  • – Psychologie: Umsatz erhöhen: Nutzen Sie dazu den Listeneffekt
  • – Kundenservice: Garantieversprechen: So erleichtern Sie den Kunden die Kaufentscheidung für Ihre Produkte
  • – Spendenmarketing: Tun Sie Gutes und sprechen Sie darüber – aber richtig!
  • – Marketing: Native Advertising: Schleichwerbung oder Werbeform der Zukunft?
  • – Lokale Werbung: Neuer Standort – so machen Sie sich schon vor der Eröffnung bekannt
  • – Leserfrage: „Was versteht man unter dem Halo-Effekt und wie können wir ihn für unser Unternehmen nutzen?“
  • – Namensgebung: Dos und Don’ts bei der Namenswahl

Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation

Mittwoch, 30. August 2017

Ist Ihre Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation immer noch zeitgemäß und wird genutzt?

Digitale Transformation, Live-Events, Social Media, Social Intranet. Die Interne Kommunikation steht vor einem Umbruch. Wie viel persönlichen Dialog benötigt die heutige Kommunikation, wie viel Printmedien oder gar Apps? Nutzen Sie das Sommerlich und überprüfen Sie Ihre Instrumentenauswahl. Welche sind noch zeitgemäß, können Sie mit ihnen alle Mitarbeiter erreichen? Benötigen Sie zusätzliche?

Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation

Auf die richtige Instrumentenauswahl kommt es in der Internen Kommunikation an, damit die Botschaften ankommen. Foto mini.musik – Große Musik für kleine Menschen e.V.

Gerüchte und Flurfunk haben oft dann eine Chance, wenn es Mängel in der formellen Internen Kommunikation gibt. Eine breite Instrumentenauswahl bedeutet noch lange nicht, dass diese gerne genutzt werden. Und die Inhalte den Wünschen und Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen und deren offene Fragen beantworten. Analysieren Sie daher regelmäßig Ihre Kommunikationsmedien nach

  • – Themen
  • – Inhalt
  • – Aussagekraft
  • – Vollständigkeit
  • – Aktualität
  • – Attraktivität der thematischen Aufbereitung
  • – Verbreitungsweg

Haben Sie eine jährliche Mitarbeiterbefragung? Dann nutzen Sie diese für die Abfrage kommunikationsrelevanter Themen.

Ihre Instrumentenauswahl in der Internen Kommunkation auf dem Prüfstand

Checken Sie regelmäßig (alle 2-3 Jahre) Ihre Kommunikationsmedien nach folgenden Kriterien:

  • – Welche Kommunikationsmedien nutzen Sie?
  • – Auf welche Kommunikationsmedien können alle Mitarbeiter zugreifen?
  • – Handelt es sich um einen Kommunikationsmix und decken Ihre Kommunikationsmedien auch den persönlichen Dialog ab?
  • – Wie regelmäßig nutzen Sie welches Kommunikationsmedium?
  • – Welche zusätzlichen Kommunikationsmedien sind sinnvoll?
  • – Bezugnehmend auf die Mitarbeiterstruktur:
  • – Wer braucht welche Informationen, um seine Aufgaben zu erfüllen?
  • – Welche Kommunikationsmedien tragen zu einem Gemeinschaftsgefühl bei?
  • – Welche Kommunikationsmedien können die Unternehmenskultur verbessern/ stützen, die Motivation der Mitarbeiter fördern?

Machen Sie den Gegencheck und befragen Sie zusätzlich die Mitarbeiter zu Ihren Kommunikationsmedien.

  • – Welche Kommunikationsmedien kennen Sie? Sie klein schreiben, da es sich um die Mitarbeiter handelt und diese hier nicht direkt angesprochen werden.
  • – Welche Kommunikationsmedien nutzen Sie regelmäßig?
  • – Welche Kommunikationsmedien wären zusätzlich sinnvoll?
  • – Welche Kommunikationsmedien könnten wir wie verbessern?

Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation zu formeller Informationsweitergabe

E-Mail (nach Bedarf)

Die E-Mail ermöglicht immer noch eine schnelle Weitergabe an Neuigkeiten. Der Mitarbeiter sollte anhand des Absenders direkt erkennen, ob die News aus der Personalabteilung kommt, aus dem Management, der PR-Abteilung oder vom Betriebsrat. Nutzen Sie daher diverse Mailadressen, um die jeweiligen Informationen einzuordnen.

Interner Newsletter (1x/ wöchentlich)

Instrument, um Neuigkeiten aus dem Unternehmen zu bündeln und redaktionell aufzubereiten – mit Foto und in schönem Layout. Newsletter wird in der PR-Abteilung erstellt und erscheint regelmäßig am gleichen Tag (z.B. jeden Montag). Wer keinen E-Mail-Zugang besitzt, kann den Newsletter am Schwarzen Brett lesen.

Schwarzes Brett (nach Bedarf)

Auch im digitalen Zeitalter hat das Schwarze Brett gerade bei produzierende Unternehmen, Logistik- oder Speditionsunternehmen, deren Mitarbeiter keinen bis wenig Zugang zum E-Mail System haben, nicht ausgedient. Dieses sollte an einem für alle Mitarbeiter gut sichtbaren und frequentierten Ort angebracht sein. Strukturieren Sie dieses wie Ihre E-Mail Neuigkeiten in Rubriken für Themen zu Personal, Unternehmen, Beirat, Mitarbeiter (Vermischtes).

Mitarbeiter-App (nach Bedarf)

What’s App oder eine eigene Mitarbeiter-App kann das Schwarze Brett ersetzen. Die meisten besitzen heute ein Smartphone, das sie immer bei sich tragen. Nutzen Sie dieses Kommunikationsinstrument und informieren Sie die Mitarbeiter über eine eigene News-App. Gründen Sie zu speziellen Themen What’s-App Gruppen, in denen Sie sich mit den Mitarbeitern austauschen können.

Mitarbeiterzeitung (mind. 4X/ Jahr)

In vielen größeren Unternehmen und Konzernen ist die Mitarbeiterzeitung neben dem Intranet das zentrale Kommunikationsmedium. Da dieses aber meist Vierteljährlich veröffentlicht wird, kann es keinen Anspruch auf Aktualität besitzen. Es greift jedoch aktuell diskutierte Themen im Unternehmen auf und hinterfragt diese, gibt zusätzliche Hintergrundinformationen, stellt Abteilungen, Mitarbeiter vor. Lässt die Geschäftsleitung zu Wort kommen und nutzt neben Berichten, Reportagen oder Interviews als Stilmittel und zur Auflockerung.

Intranet (täglich)

Das Intranet ist sicher das schnellste und umfassendste Kommunikationsmedium. Hier kann auch ein Dialog stattfinden und nicht nur Informationsweitergabe. Das Design und die Menüführung sollten dem Internetauftritt entsprechen. Es ist wichtig, dass alle Informationen, die über einzelne Kommunikationsmedien gestreut werden, auch im Intranet hinterlegt werden. So können Sie nach einer Mitarbeiterversammlung die Präsentationen im Intranet veröffentlichen sowie die Fragen der Mitarbeiter mit den entsprechenden Antworten der Geschäftsleitung oder des Betriebsrats. Sie können Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn oder Vertriebskennzahlen täglich veröffentlichen, die Jahresziele hinterlegen und die Unternehmenswerte. Vergessen Sie nicht, Ihr Intranet social zu machen: Blog einführen, um Kommentarfunktionen und Chats zu Themen erweitern, etc.

Mitarbeiterversammlung (4x/ Jahr + zusätzlich adhoc zu unternehmensentscheidenen Themen)

Zur Veröffentlichung der Quartalszahlen bzw. zum Jahresergebnis sollte die Geschäftsleitung die Mitarbeiter persönlich informieren. Zusätzlich können bei Mitarbeiterversammlungen wichtige Personalthemen, Veränderungen im Unternehmen etc. besprochen werden. Zusätzlich sollten bei unternehmensentscheidenden Themen wie Entlassungen, Zukauf von Unternehmen, Neupositionierung des Unternehmens etc. Versammlungen kurzfristig stattfinden.

Strategie-Meeting (1x/ Jahr)

Bringen Sie Ihre Führungskräfte auf Kurs und nutzen Sie ein Strategie-Meeting, um die Ziele fürs nächste Jahr festzulegen, mit den Führungskräften Unternehmensveränderungen frühzeitig zu besprechen und gemeinsam einen Kommunikationskurs festzulegen.

Mitarbeiterbefragung (1x/ Jahr)

Eine jährlich stattfindende Mitarbeiterbefragung kann Unzufriedenheiten der Mitarbeiter auf den Grund gehen. Jedoch sollten die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung auch an alle Mitarbeiter kommuniziert werden. Am besten innerhalb der Abteilungsmeetings mit dem der Abteilung zugewiesenen Personalreferenten.

Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation: Informelle Informationsweitergabe – der persönliche Dialog

Der persönliche Dialog ist ein zentrales Medium, um Vertrauen zu schaffen. Das gilt auch für die Geschäftsleitung. Sie muss sich durch Präsenz und regelmäßigen Dialog mit den Führungskräften, aber auch Mitarbeitern das Vertrauen der Belegschaft erarbeiten. Wenn die Geschäftsleitung glaubhaft und nachhaltig Ziele, Veränderungen persönlich oder über die Führungskräfte kommuniziert, entsteht eine Unternehmenskultur, die es ermöglicht, Interne Kommunikation erfolgreich zu implementieren und zu gestalten.

Mitarbeitergespräch (mind. 1x/ Jahr)/ Abteilungsmeetings (wöchentlich)

dienen nicht nur dazu, die Aufgaben zu verteilen und Projekte voranzubringen, sondern auch die Mitarbeiter über Neuigkeiten im Unternehmen persönlich zu informieren und sich über aktuelle Themen auszutauschen. Der Führungskraft ist dabei der Multiplikator für die Informationen von Seiten der Geschäftsleitung.

Management by Walking (mind. 2x/ Monat)

Die Geschäftsleitung geht bewusst durch die Flure und Abteilungen des Unternehmens und ist so für die Mitarbeiter greifbar. In einem lockeren Gespräch mit einzelnen Mitarbeitern kann die Geschäftsleitung die derzeitige Unternehmensstimmung einfangen. Zudem ist sie offen für Fragen von Seiten der Mitarbeiter zu aktuellen Unternehmensthemen.

Abteilungsfrühstück (mind. 1x/ Monat)

Eine gemeinsame Kaffeerunde oder ein Abteilungsfrühstück fördert nicht nur den Teamgeist, sondern kann auch dazu dienen, aktuellen Gerüchten vorzubeugen und Themen, die die Mitarbeiter bewegen, zu diskutieren.

Talk mit dem Geschäftsführer (1x/ Monat)

Ob sich die Mitarbeiter mit dem Geschäftsführer zum Frühstück, Mittagessen oder einfach nur zu einem Kaffee im Büro der Geschäftsleitung treffen, ist egal. Der persönliche Dialog steht im Mittelpunkt dieses Kommunikationsmediums. Einladen sollten Sie hierfür 5-7 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen. Bei dieser Gesprächsrunde können alle unternehmensrelevanten Themen angeschnitten werden.

Fazit: Die Instrumentenauswahl in der Internen Kommunikation richtet sich nach der Mitarbeiterstruktur

Wie effektiv und zielgerichtet Ihre Interne Kommunikation ausfällt, hängt nicht von Ihnen allein ab, sondern von der Unternehmenskultur, der Bereitschaft der Geschäftsleitung und den Führungskräften, in Interne Kommunikation zu investieren, und im zweiten Schritt von den Kommunikationsmedien. Richten Sie die Kommunikationsmedien auf die Bedürfnisse und die Struktur des Unternehmens aus. Nutzen Sie sowohl formelle als dialogorientierte Medien, um Ihre Informationen zu veröffentlichen. Machen Sie zudem allen Beteiligten klar, dass es nicht nur eine Bringschuld gibt, sondern auch eine Holschuld für den Umgang mit Informationen. Das bedeutet, Sie können den Mitarbeitern durch die verschiedenen Kommunikationsinstrumente Zugang zu allen für sie relevanten Unternehmensinformationen geben. Die Bereitschaft, diese im Intranet oder per E-Mail abzurufen, die Mitarbeiterzeitschrift zu lesen oder eine Mitarbeiterversammlung zu besuchen, muss von den Mitarbeitern kommen.

Kundenkommunikation zu Weihnachten 2017

Mittwoch, 9. August 2017

Nutzen Sie das Sommerloch, um Ihre Weihnachtsgrüße für Kunden, Partner und Mitarbeiter vorzubereiten

Sommer, Sonne, heiße Temperaturen. Wer denkt denn da an Weihnachten? Sie, sollten das tun. Warum? Während des Sommerlochs haben Sie die Zeit und die Muse, sich Gedanken zur Kundenkommunikation für Weihnachten zu machen. Ganz stressfrei. Ich habe Ihnen ein paar heiße Denkanstöße zusammengestellt.

Kundenkommunikation zur Weihnachtszeit

Gibt es in ihrer Familie ein spezielles Weihnachtsrezept? Verraten Sie es ihren Kunden!

Die Vorweihnachtszeit ist die intensivste Zeit der Kundenpflege. Starten Sie also bereits jetzt mit der Planung dazu. Dann haben Sie gute Chancen, Ihre Kunden mit originellen Weihnachtskarten, ausgefallenen Geschenken oder passenden Charity-Aktionen auch weiterhin an ihr Unternehmen zu binden. Und vergessen Sie dabei auch nicht, ihren Mitarbeitern und Facebook-Fans gebührend für deren Engagement zu danken.

Für die Wertschätzung: Originelle Briefe und PostsLassen Sie den üblichen Weihnachtsgruß dieses Jahr in der Schublade und machen Sie kreativ von sich reden – auch auf Facebook & Co.

  • – Machen Sie doch mal einen Weihnachts-Countdown auf Facebook. Und plaudern Sie aus dem Nähkästchen, wie bei ihnen zur Adventszeit gearbeitet wird:
    • – Deko am Schreibtisch
    • – Wichtelgeschenke
    • – wen Sie mit Spenden/ Aktionen unterstützen (bitte Beweisfotos!!)
  • – Anstatt einem virtuellen Adventskalender machen Sie ein Weihnachtsgewinnspiel zu den Adventswochenenden.
  • – Lassen Sie Ihre Mitarbeiter die Weihnachtsgrüße formulieren und mit Bild auf Facebook posten. So lernen Ihre Fans die Gesichter hinter ihrem Unternehmen gleich mal kennen.
  • – Machen Sie einen virtuellen Weihnachtsgruß und stellen diesen mit einem Dankeschön auf Ihre Webseite. Was meinen Sie, wie überrascht Ihre Kunden sind, wenn Sie Ihre Seite besuchen!
  • Verschicken Sie einen Weihnachtsgruß (Brief, Karte, E-Mail) mit Persönlichkeit. Versüßen Sie die Vorweihnachtszeit mit einem leckeren Rezept aus Ihren Kindertagen – von der Großmutter oder eines aus Ihrer Heimat.

Zur Kundenbindung: Weihnachtsgeschenke mit Mehrwert

Weihnachtsgeschenke sollten immer etwas mit ihrem Unternehmen, Ihren Produkten oder Ihren Dienstleistungen zu tun haben – dann verbinden Ihre Kunden diese mit ihnen. Egal, wofür Sie sich entscheiden – und sei es nur die obligatorische Flasche Wein – ihr Geschenk sollte liebevoll ausgesucht, optisch wertig und sowohl für Frauen als auch Männer gleichermaßen attraktiv sein.

  • – Achten Sie auf Produkte „Made in Germany“ – es gibt viele kleine Manufakturen, die z.B. praktische Accessoires herstellen, die auch das Auge erfreuen.
  • – Machen Sie einen Jahreskalender – diesen haben ihre Kunden das ganze Jahr im Blick. Motive für ihren Kalender könnten sein:
    • – Ihre persönlich schönsten Ecken der Stadt Ihres Unternehmenssitzes
    • – Die schönsten Ausflugsziele aus der Region, in der Ihr Unternehmen angesiedelt ist
    • – Bilder aus Ihrem Unternehmen – künstlerisch verzerrt, neu interpretiert
  • – Erstellen Sie einen individuellen Reiseführer von Ihrer Stadt – mit Tipps von Ihren Mitarbeitern zu Restaurants, Kulturveranstaltungen, Wanderungen etc.

Für das gute Gefühl: Charity-Aktion mit den Mitarbeitern!

Es ist einfach, kurz den Geldbeutel zu öffnen und am Ende des Jahres einer gemeinnützigen Organisation einen Scheck auszustellen. Machen Sie mehr aus ihrer Spende. Erleben Sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern, was es bedeutet, Gutes zu tun.

Überlegen Sie, wie Sie sich als Unternehmen einbringen können, um gemeinnützigen Einrichtungen, Kindergärten, Seniorenheimen, die Tafel etc. zu unterstützen. Entweder mit ihrem Wissen oder ihren Händen und denen ihrer Mitarbeiter. Es gibt viele Menschen, die gerade zur Weihnachtszeit die Einsamkeit spüren. Lassen Sie diese glücklich sein:

  • – Laden Sie Senioren ein, gemeinsam mit ihnen eine Kulturveranstaltung zu besuchen, den Zoo oder einfach nur den Weihnachtsmarkt.
  • – Stiften Sie im Seniorenheim einen Weihnachtsmarkt – mit einem kleinen Krippenspiel oder einem Leseabend.
  • – Verschönern Sie das Obdachlosenasyl und packen Sie dort mit an – z.B. bei der Essensausgabe. Veranstalten Sie zusätzlich einen Lese- und Singabend.

Es gibt viele Ideen, die andere in ihrer Umgebung glücklich machen. Das gemeinsame Erlebnis schweißt Sie auch als Team zusammen. Setzen Sie sich mit ihren Mitarbeitern an einen Tisch und entwickeln Sie gute Taten, die Sie als Team vollbringen möchten.

Für die Motivation: Feiern mit den Mitarbeitern

Nicht nur die Kundenkommunikation zu Weihnachten 2017 ist wichtig, auch die zu den Mitarbeitern. Eine Weihnachtsfeier ist der krönende Abschluss des Jahres und ein Dankeschön an ihre Mitarbeiter für deren Einsatz! Lassen Sie dieses Mal den obligatorischen Restaurantbesuch aus und überlegen sich einen Event, der den Teamgeist stärkt und nachhaltig in Erinnerung bleibt:

  • – Gemeinsam kochen und essen – bei einem spannenden Kochkurs. Stellen Sie sich dabei die Kochkurs-Inhalte selbst zusammen und besprechen Sie Ihre Ideen mit der Kochschule. Diese sollte ein schönes Ambiente für das anschließende gemeinsame Essen besitzen.
  • – Brauen Sie ihr eigenes Bier oder stellen Sie ihren eigenen Käse her. Wenn Sie das frühzeitig planen – z.B. schon für November, haben Sie gleich noch originelle Geschenke für Ihre Kunden.
  • – Machen Sie doch mal eine gemeinsame Seightseeing-Tour durch Ihre Stadt. In der eigenen kennt man sich meist nicht so gut aus. In vielen Städten gibt es alternative Touren zur klassischen Stadtbesichtigung. Im Anschluss können Sie noch den Weihnachtsmarkt besuchen. Vielleicht hat ja auch ein Mitarbeiter Lust, Sie zu führen.

Sie sehen, es gibt trotz jährlich wiederkehrender Weihnachts-Planung immer noch genügend neue Ideen, mit denen Sie Einrichtungen, Kunden und Ihre Mitarbeiter beglücken. Also, legen Sie gleich los mit der Kundenkommunikation zu Weihnachten 2017. Aber vergessen Sie auch nicht die Mitarbeiter!

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Blogger Netzwerke – warum Sie sich mit ihrem Unternehmensblog vernetzen sollten

Mittwoch, 2. August 2017

Mama-Bloggerin Dominika Rotthaler gibt Tipps im Umgang mit Blogger Netzwerken

Wer heute einen spannenden und reichweitenstarken Themenblog betreiben möchte, braucht Gleichgesinnte. Blogger Netzwerke sind Contentmaschinen, in dem sich ihr Thema aus allen Blickwinkeln betrachten lässt. Jeder Blogger bringt sein Fachwissen ein und inspiriert den anderen. Aber auch Offlinetreffen gehören zum Bloggen. Warum Vernetzen so wichtig ist, erläutert Mama-Bloggerin Dominika Rotthaler.

Blogger Netzwerke für mehr Sichtbarkeit, Image und Reichweite

Dominika Rotthaler, Mama-Bloggerin weiß, wie Blogger Netzwerke funktionieren und nutzt deren Vorteile für ihren eigenen Blog © Foto göttlicher fotografieren

Es gibt unzählige Blogs in Deutschland. Hier aus der Masse herauszustechen, ist sehr schwer. Nicht aber, das Wissen und die Ideen Gleichgesinnter für den eigenen Blog zu nutzen. Bloggernetzwerke sind ein wunderbares Mittel, um sich mit Gleichgesinnten virtuell und persönlich auszutauschen.

Blogger Netzwerke – Vorteile für Unternehmensblogger

  • der eigenen Blog wird erfolgreicher (höhere Bekanntheit)
  • das Bloggen einfacher (Wissensaustausch
  • die Themen vielfältiger (z.B. durch Gastbeiträge)
  • erhöht die Motivation, dran zu bleiben (durch Austausch mit Gleichgesinnten, Freude auf ein Wiedersehen bei Events)
  • verbessert das Ranking bei Google (über frischen Content, starke Verlinkung)
  • man fühlt sich weniger einsam, allein gelassen mit dem Thema (Communitydenken)

Die Vorteile spürt auch Mama-BLoggerin Dominika Rotthaler. Mit ihrem erst 2014 gegründeten, aber sehr erfolgreichen FromMunichwithLove-Blog hat sie bereits selbst zwei lokale Mama-Blog-Events veranstaltet und weiß, warum Blogger Netzwerke so wichtig sind.

Ihr Tipp: Bevor Sie sich mit anderen Blogs vernetzen, kooperieren und Gastautoren gewinnen, sollten Sie deren Blogs intensiv lesen und kommentieren. Das zeigt, dass Sie sich für den Blogger interessieren, seine Themen kennen und mit ihm in Dialog treten möchten.

3 Fragen an Dominika Rotthaler zum Thema Blogger Netzwerke

Nutzen Sie selbst Bloggernetzwerke?

D. Rotthaler: Auch ich als Bloggerin versuche mich vielseitig zu vernetzen. Auf dieser Art und Weise kann man viel lernen und erfahren. Es gibt bestimmte Blogger-Veranstaltungen, die extra für Familienblogger vorgesehen sind – solche Events besuche ich am häufigsten. Manchmal nehme ich aber auch an Events teil, die Genre unabhängig sind und einfach für alle Blogger interessant sind.

Auf Facebook gibt es viele Blogger-Gruppen, in denen man sich gegenseitig empfehlen kann oder bestimmte Fragen beantwortet bekommt. Gerade für Anfänger sind Tipps enorm wichtig, motivieren und bringen den eigenen Blog nach vorne. Diese Tipps sind meist sehr persönlich und auf die individuelle Frage oder Situation zugeschnitten. Man findet solche Ratschläge in keinem Buch und keinem Onlinebeitrag. Blogger profitieren von den Erfahrungen anderer Blogger, denn das Blogger-Wissen ist doch noch relativ jung. Zugleich ändert sich in diesem Bereich so viel; als Blogger muss man Trends kennen/ voraussehen, um die Leser gut begleiten zu können.


Sie haben selbst bereits zwei lokale Mama-Bloggerevents initiiert. Was haben Sie für sich und Ihren Blog aus solchen Treffen mitnehmen können?

D. Rotthaler: Ich komme aus dem Kultur- und Eventbereich – eine Veranstaltung zu organisieren ist einfach meine Stärke. Deswegen war es für mich naheliegend, ein Event für Münchner Mama-Bloggerinnen zu organisieren. Mein Blog ist relativ lokal und den Austausch mit anderen bloggenden Frauen finde ich sehr wertvoll, um immer wieder attraktive Inhalte zu erstellen. Die Events dienten aber nicht nur dem Kennenlernen und Austausch, sondern beinhalteten auch Vorträge zu SEO und erfolgreichem Bloggen oder wie dieses Jahr einen Workshop zur Bildbearbeitung und der richtigen Kamera. Ich wollte einen Mehrwert für die Teilnehmerinnen und für mich schaffen, den ich für meinen Blog umsetzen kann. An zweiter Stellen ging es mir darum, meine Position als Münchner Mama-Bloggerin zu stärken und mich weiter zu vernetzen. Dazu ist es unumgänglich, sich auch einmal persönlich kennenzulernen.


Sollten auch Unternehmen in Blogger Netzwerke investieren? Oder sich für Bloggerevents stark machen, als Initiatoren, Sponsoren oder Referenten?

D. Rotthaler: Das ist durchaus ein Ansatz, auf Blogger zuzugehen. Ich arbeite gerne mit Firmen zusammen, die meine Arbeit als Blogger schätzen, die sich mit der Thematik meines Blogs auseinandersetzen, um mögliche Kooperationen vorzuschlagen. Wichtig ist mir, dass wir auf Augenhöhe kooperieren. Das sollte auch Ziel des Unternehmensengagements bei Blogger Netzwerke und Events sein. Sich einbringen ja, aber nicht übernehmen und die Richtung alleine vorgeben. Das kann schnell in reine Schleichwerbung abdriften, Blogger Netzwerke allein dafür zu nutzen, seine Marke, sein Produkt Bloggern vorzustellen.

Firmen sollten wissen, wie wir Blogger ticken und was wir brauchen, um einen Blogpost zu schreiben. Um das zu verstehen, sollten Firmenrepräsentanten etwas tiefer in die Bloggerwelt einzutauchen – eben über Blogger Netzwerke und Bloggertreffs. Das gäbe ihnen das nötige Wissen und die Erfahrung, um Blogger zu verstehen. Unternehmensblogs als Marke zu führen wirkt sofort persönlicher und vertrauter. Stärken können sie ihren Blog beispielsweise, indem sie Blogger für Gastbeiträge einladen. Ein weiterer Schritt könnte dann ein Sponsoring bei einem Bloggerevent sein, ein Vortrag oder gar die Organisation eines solchen.

Die ausführlichen Tipps inklusive Blogger Netzwerke lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 16/2017.

Themen aus PRPraxis 16/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Pressearbeit: 12 Tipps, wie Sie mit passenden Pressebildern Ihre Abdruckchancen um ein Vielfaches steigern
  • – Bewertungen: Nutzen Sie die Glücksphase Ihrer Käufer für positives Feedback
  • – Interne Kommunikation: 4 Gründe, warum Sie Ihre Mitarbeiter frühzeitig in Werbekampagnen einbinden sollten
  • – Netzwerken: 6 Vorteile, wie Sie mit Blogger-Netzwerken Ihren Unternehmensblog voranbringen
  • – Leserfrage: „Gibt es gute und kostengünstige Anbieter von Infografiken?“
  • – Interne Kommunikation: Facebook: Angemessenes Verhalten in sozialen Netzwerken
  • – Weihnachten: Mittelaltermärkte sind für Bürger und Touristen noch immer attraktiv

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Kommunikationskonzept erstellen – Evaluation (Teil 4)

Mittwoch, 26. Juli 2017

Ziehen Sie Bilanz: Belegen Sie in 3 Schritten den Erfolg ihrer PR-Maßnahmen

Nicht nur Ihr Chef möchte wissen, ob sich seine Investition in die PR lohnt. Auch für Sie ist es wichtig, den Erfolg ihrer Arbeit zu messen – und nachzuweisen. Schließlich wollen Sie im nächsten Jahr erneut ein nennenswertes PR-Budget für ihre Arbeit haben. Ich zeige ihnen, welche Maßnahmen zur Evaluation ihnen bei der Bewertung ihrer PR-Aktivitäten helfen.

Evaluation hilft quantitativ und qualitativ PR-Maßnahmen eizuteilen

Nutzen Sie zur Erfolgskontrolle ihrer PR-Maßnahmen unbedingt Methoden der Evaluation

Diese drei Schritte helfen ihnen, den Erfolg Ihrer PR-Maßnahmen zu messen:

Evaluation – Schritt 1: Festlegen der Ziele

Legen Sie bereits bei der Zielgruppenanalyse ihre Erfolgskriterien fest. Was möchten Sie erreichen?

  • – Sollen bei den Zielgruppen Einstellungen geändert werden?
  • – Sollen sie sich an eine bestimmte Botschaft korrekt erinnern?
  • – Möchten Sie Kontakte knüpfen?
  • – Geht es ihnen darum, Mitglieder oder Kunden zu gewinnen?

Je nach Gewichtung ihrer Ziele nutzen Sie eine bestimmte Methode zur Evaluation ihrer Maßnahmen: Wenn es ihnen um Steigerung ihres Bekanntheitsgrades geht, reicht wahrscheinlich eine Medienresonanzanalyse. Möchten Sie erfahren, ob ihre Botschaften angekommen sind, benötigen Sie eher eine Kundenbefragung.

Bauen Sie bereits in ihre Maßnahmen Messmethoden ein!

Um ihren Erfolg zu kontrollieren, sollten Sie bereits bei den Maßnahmen Ideen einfließen lassen, die Sie für die Messung nutzen können. Das können sein:

  • – Leserbefragung
  • – Gewinnverlosung
  • – Landingpage
  • – Umfrage auf Homepage
  • – Preisausschreiben für Newsletteranmeldungen
  • – Verlosung für neue Fans/ für Kommentare von Fans

Evaluation – Schritt 2: Drei Methoden, ihre PR zu messen

Es gibt drei unterschiedliche Arten, den Erfolg von PR zu messen. Allerdings unterscheiden sich diese Methoden hinsichtlich ihrer Qualität, Objektivität und im Bezug auf die einzusetzenden Ressourcen stark.

Methode 1: Die klassische Presseauswertung

Diese Methode bezieht sich auf

  • – Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV,
  • – Veröffentlichungen in Online-Medien, Blogs, Sozialen Netzwerken.

Dabei sollten Sie nicht nur die Anzahl und die Reichweite der Veröffentlichungen erfassen, sondern auch die Artikel qualitativ untersuchen. Hierzu nutzen Sie die Medienresonanzanalyse:

  • – Ist der Artikel positiv/ neutral/ negativ formuliert?
  • – Wie oft ist ihr Firmenname erwähnt?
  • – Sind ihre Kernbotschaften aufgegriffen worden?
  • – Wurde ein Bild zum Thema veröffentlicht?
  • – In welchen Medien (Reichweite) kam es zu Veröffentlichungen?
  • – Wie war die regionale, wie die überregionale Berichterstattung?
  • – Wie viel Budget hätten Sie in dem Medium für eine adäquate Anzeige ausgegeben?

Mein Tipp, wie Sie an die Veröffentlichungen kommen

Um Veröffentlichungen in Offline-Medien zu erhalten, ist es am besten, einen Clipping-Service zu beauftragen. Das bietet sich an, wenn Sie entweder regelmäßig Aussendungen an einen großen Presseverteiler schicken oder wenn Sie eine Kampagne starten, von der Sie sich eine hohe mediale Resonanz erwarten. Zeitschriften sind oft bereit, Belegexemplare zu versenden. Schreiben Sie daher bereits in ihre Presseaussendung, dass Sie sich ein Belegexemplar wünschen. So können Sie sich bei kleinem Budget den Clipping-Service sparen.

Vor allem bei Fachmagazinen können Sie sich Freiexemplare schicken lassen. So haben Sie nicht nur ihre Veröffentlichungen im Blickfeld, sondern wissen auch, was ihr Wettbewerb veröffentlicht und welche Themen derzeit gefragt sind.

Veröffentlichungen in Online-Medien können Sie über Google Alert selbst beobachten. Über dessen Suchagenten erhalten Sie zeitnah per Mail Online-Veröffentlichungen zu Ihrem Unternehmen. Geben Sie dafür geeignete Suchbegriffe zu Ihrem Thema ein, am besten den Namen Ihrer Firma sowie das Thema (z.B. Kinderarmut, Nachhilfeunterricht), vergessen Sie auch nicht die URL Ihrer Homepage. Mit dieser Methode können Sie sehr gut Ihre Themen in den Medien beobachten sowie Ihren Wettbewerb. Hat dieser mehr Veröffentlichungen zum gleichen Thema, weniger? Wie ist dessen Berichterstattung?

Methode 2: Beobachtung und Beurteilung

Wie sind die Reaktionen auf ihre PR-Maßnahmen? Abseits der Medienveröffentlichungen gibt es viele Kommunikationskanäle, über die Sie die Resonanz auf ihre PR-Aktivitäten messen können:

  • – Erhöhung der Besucherzahl auf ihrer Homepage
  • – Anzahl der Besucher auf ihrer Landingpage, die Sie z.B. auf einem Flyer angegeben haben
  • – Rückläufe auf eine Direktwerbemaßnahme
  • – Rückläufe auf eine Einladung zu einer Veranstaltung
  • – Rückläufe zu einem Angebot oder einem Wettbewerb
  • – Stimmung auf ihrer Veranstaltung
  • – Feedback-Formulare, die Sie auf Messen, Veranstaltungen, im Internet hinterlegen
  • – Wurden ihre Tweets retweetet? Gab es Retweets, Kommentare auf Facebook
  • – Wie viele Beiträge wurden geteilt/ geliked?

Methode 3: Wissenschaftliche Analyse

Aufwendig und teuer ist die wissenschaftliche Analyse, die Sie gemeinsam mit einem Marktforschungsinstitut durchführen sollten. Sie ist mit Sicherheit die objektivste, die sich aber vor allem bei einem Imagewandel anbietet bzw. wenn Sie sich durch Ihre Kampagne mittel- bis langfristig bei ihrer Zielgruppe einen Sinneswandel erhoffen. Gemeinsam mit dem Institut können Sie

  • – Imageanalysen
  • – Meinungsumfragen
  • – Mitarbeiterbefragungen

durchführen (lassen). Um ihr aktuelles Ergebnis vergleichbar zu machen, müssen Sie aber auch die Ausgangslage kennen. Das bedeutet, Sie benötigen bereits vor ihrer PR-Kampagne eine Auswertung zur derzeitigen Stimmungslage. Nur so haben Sie nach der Evaluation eine Vergleichsgröße, um zu beurteilen, ob ihre PR-Kampagne wirkungsvoll war.

Mein Extra Evaluation Tipp

Überprüfen Sie ihre längerfristigen Projekte bereits während der Durchführung. Sollten sich die gewünschten Ziele nicht mit den Ergebnissen der Evaluation decken, können Sie noch zeitnah reagieren und Maßnahmen überdenken. Ersetzen Sie ineffektive Maßnahmen durch erfolgreichere.

Evaluation – Schritt 3: Datensammlung und -analyse

Nach der Erhebung der Daten folgt nun die Auswertung und Analyse. Diese benötigen Sie nicht nur, um zu erfahren, welche Maßnahmen erfolgreich waren und sich mit Ihren Zielen decken, sondern um auch zukünftige PR-Aktivitäten zu planen.

  • – Medienresonanz: Wie hoch war die Reichweite der Pressemitteilung? War sie positiv? Hat sie sich gegenüber der letzten Aktion verändert?
  • – Marketingresonanz: Wie viele Interessenten haben die Imagebroschüre mitgenommen? Wie viele haben am Gewinnspiel teilgenommen oder ein Angebot wie ein von Ihnen veröffentlichtes Whitepaper angefordert?
  • – Kundenbefragung: Wie viele der angesprochenen Kunden konnten sich an die verbreitete Botschaft erinnern?

Gab es Aktionen, die zu besonderem Erfolg geführt haben? Dann versuchen Sie zukünftig verstärkt diese Maßnahmen zu nutzen bzw. ähnliche zu entwickeln. Wenn Sie jedoch Ziele nicht erreicht haben, versuchen Sie die Ursachen zu analysieren: Hat die Messe nicht ihre Zielgruppe angezogen? Waren die Flyer an den falschen Plätzen ausgelegt?

Mein Fazit zu Methoden der Evaluation

Durch regelmäßige Evaluation erhalten Sie Erkenntnisse, ob die PR-Kampagne ein solcher Erfolg war, dass es sich lohnt, sie weiterzuführen. Oder aber, ob Sie die Strategie ändern müssen. Die Evaluation ist sozusagen die Basis ihrer weiteren PR-Aktivitäten im Hinblick auf Zielgruppen, Ziele, Botschaften, Instrumente und den konkreten Maßnahmen-Mix. Bauen Sie daher bei jeder PR-Maßnahme Evaluationsmöglichkeiten ein.

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Networking, aber richtig – online wie offline

Mittwoch, 19. Juli 2017

Tipps wie Sie von professionellem Netzworking profitieren

Im digitalen Zeitalter liegen Gleichgsinnte, Partner und Wettbewerber nur eine Freundschaftsanfrage auseinander. Wer richtig kommuniziert betreibt immer wieder unterbewusst Networking – im Unternehmen, bei Redaktionen, auf Messen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Netzwerk qualitativ erweitern und für Ihre Themen nutzen.

Networking - erweitern, pflegen, nutzen

Richtiges Networking bringt Erfolg, denn man hat die richtigen Partner, auf die man zurückgreifen kann. © Foto Thorben Wengert, pixelio

Nicht jeder ist als Netzwerker geboren. Kann es jedoch werden. Dazu benötigen Sie keine vorlaute Klappe, die Neugierde neue Kontakte zu knüpfen, fundierte Gespräche zu führen und Wissen auszutauschen reichen vollkommen. Alles Eigenschaften, die Sie als PR-Schaffender mit sich bringen. Wenn Sie die vier Säulen zum Aufbau und zur Pflege Ihres Networking beachten, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg.
Networking Säule 1: Zielgerichtet PlanenWie bei Ihrer PR-Planung, so funktioniert auch Networking nicht ohne Ziel. Sie sollten sich vorab, die Frage stellen: Was möchte ich mit meinem Netzwerk erreichen? Welche Netzwerke oder Persönlichkeiten benötige ich, um meine gesteckten Ziele zu erreichen? Beim Networking geht es nicht darum, möglichst viele Menschen zu kennen; sondern Menschen, mit denen Sie ein gemeinsames Ziel verbindet – z.B. attraktive Kooperationspartner für Ihr Unternehmen oder Sparingspartner, um Wissen auszutauschen.

Entsprechend Ihrer Zieldefinition sollten Sie sich Konferenzen, Seminare, Netzwerktreffen aussuchen oder in Netzwerk-Communitys investieren, um sich bekannt zu machen und die entsprechenden Netzwerkpartner kennenzulernen.

Achten Sie jederzeit auf die Qualität Ihrer Networking Kontakte, das fängt bereits beim vernetzen auf Xing an: Viele schicken einfach nur eine Kontaktanfrage ohne persönliche Nachricht, die klar als Massennachricht erkennbar ist. Von diesen Kontakten sollten Sie die Finger lassen. Wenn Sie sich mit jemandem vernetzen wollen, sollten Sie ihm aufzeigen, weshalb Ihnen der Kontakt wichtig ist und wie sie sich gegenseitig unterstützen könnten.

Networking Säule 2: Wertschätzender Umgang

Netzwerken benötigt Zeit – auch Freundschaften aufzubauen hat Sie lange Jahre gekostet. Genauso wie einem Freund, müssen Sie dem Netwworking Partner vertrauen können und er Ihnen. Zeigen Sie bei ihren Begegnungen Interesse an dem Menschen, stellen Sie ihm Fragen, hören Sie ihm zu. Es geht nicht darum, dass Sie beim ersten Treffen alles über sich Preis geben, sondern sich interessiert und offen dem anderen Gegenüber präsentieren.

Wer ehrliches Interesse zeigt, der legt den Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung. Zudem erfahren Sie Wissenswertes über ihren Gesprächspartner, das neue Anknüpfungspunkte bietet, z.B. den Geburtstag, den Sie zukünftig mit einer handgeschriebenen Karte zelebrieren.

Networking Säule 3: Geben nicht nur nehmen

Beim Networking geht es um langfristige Beziehungen. Daher ist es wichtig, dass Geben und Nehmen auf Dauer ausgeglichen sind. Keiner mag es, wenn ein Bekannter nur dann anruft, wenn er wieder etwas von einem möchte. Dasselbe gilt für Netzwerkpartner. Schauen Sie, ob Sie ihrem Kontakt bei einer Fragestellung helfen oder ihm eine Tür zu einem anderen Neztwerkpartner öffnen können.

Bringen Sie ihre Expertise ein, halten Sie z.B. in einem Ihrer Netzwerkabende einen Vortrag. Haben Sie keine Angst, zuerst Informationen an ihre Kontakte preiszugeben. Sie erhalten dafür einen Vertrauensvorschuss. Und Sie zeigen sich bereits als eloquenter Netzwerker mit den richtigen Kontakten. Und irgendwann benötigen Sie die Hilfe aus dem Netzwerk Ihrer Kontakte.

Networking Säule 4: In Kontakt bleiben

Online oder offline, Termine über Termine. Es ist schwer, jedem Kontakt persönlich gerecht zu werden. Aber es gibt Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben. Wenn Sie eine interessante Einladung zu einer PR-Veranstaltung erhalten oder einem Kongress, dann gehen Sie dort gemeinsam mit einem Ihrem Networking Partner hin. Überlegen Sie, wem die Veranstaltung nutzen könnte oder wer z.B. aus ihrem Netzwerk am Veranstaltungsort wohnt.

Sind Sie ein paar Tage auf einer Messe, nutzen Sie die Abende, um sich mit Netzwerkpartnern zu treffen, weil diese selbst auf der Messe sind oder weil diese am Messeort wohnen. Gibt es zum Beispiel After-Messe-Events, auf denen Sie Medienkontakte treffen können? Dann gehen Sie unbedingt dorthin. Und zeigen Sie sich von ihrer persönlichen Seite.

Erfragen Sie zu passender Zeit immer die Geburtstage ihrer Networking Partner und schicken Sie ihnen sowohl zum Geburtstag als auch Weihnachten oder zum Start ins neue Jahr eine Grußkarte. Die Geburtstagskarte sollte unbedingt handschriftlich verfasst und persönlich auf ihren Kontakt zugeschnitten sein. Bei den Grußkarten könnten Sie sich mit einem speziellen Thema ins Spiel bringen, zu dem Sie ihr Netzwerk aktivieren möchten.

Mein Networking Tipp

Über das Jahr begegnen Ihnen immer wieder neue Persönlichkeiten, sei es bei Branchentreffen, Interviews für ihre Unternehmensmedien, Redaktionsbesuchen etc. Legen Sie sich eine Excel-Liste mit Namen, Funktionen und Berührungspunkten an und gehen Sie die Liste immer wieder durch, um zu überlegen, wie Sie erneut mit den Persönlichkeiten in Kontakt treten könnten: Sie z.B. zu einem speziellen Firmenevent einzuladen oder ihnen eben zum Jahresende eine Weihnachtskarte zukommen zu lassen. Bedanken Sie sich immer bei Medienkontakten, die einen ihrer Fachartikel veröffentlicht haben. So bleiben Sie und ihr Unternehmen in positiver Erinnerung bis zur nächsten Presseaussendung. Lust auf noch mehr Tipps für ein intensives Beziehungsmanagement?

Networking ist nicht jedermanns Sache. Fangen Sie daher klein an. Recherchieren Sie interessante Netzwerktreffen und kommen Sie dort mit Teilnehmern ins Gespräch. Intensivieren Sie geknüpfte Kontakte mit Geburtstags- und Weihnachtsgrüßen, aber auch Informationen, die für ihren Netzwerkpartner interessant sein könnten. Wenn Sie an einer Veranstaltung teilnehmen werden, fragen Sie einen ihrer Kontakte, ob Sie sich dort treffen, um den Kontakt zu vertiefen. Netzwerken ist immer ein Geben und Nehmen – am Anfang, um das Band zu knüpfen, sollten Sie definitiv mehr geben.

Tipps, wie Sie zum Netzwerkprofi werden und welche Netzwerke für wen interessant sind, finden Sie in der aktuellen PRPraxis 15/2017.

Themen aus PRPraxis 15/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Interne Kommunikation: „PR kann doch jeder!“ Wie Sie in 5 Schritten „internen Wildwuchs“ steuern und begrenzen
  • – Leserfrage: „Wie lassen sich personenbezogene Daten rechtssicher verwenden?“
  • – Leserfrage: „Guerilla-Marketing-Maßnahmen – Risiko eingehen oder besser nicht?“
  • – PR-Praxistest: Für Sie ausprobiert: Textanalyse-Tools zur Optimierung Ihrer Text-Qualität
  • – Kundenbindung: Überraschen und begeistern Sie Ihre Kunden mit dem Zauberwort „Danke“
  • – Urlaubszeit: Reibungslose Abläufe auch in der Ferienzeit: Mit einer Guideline stellen Sie dies sicher

Kommunikationskonzept erstellen – PR-Maßnahmen (Teil 3)

Mittwoch, 12. Juli 2017

Wie Sie die richtigen PR-Maßnahmen für Ihre Zielgruppen und Ihre Kampagne finden

Im letzten Blogbeitrag hatte ich ihnen effektive PR-Instrumente (schriftlich, persönliche und elektronische) vorgestellt, mit denen Sie ihre gesteckten PR-Ziele erreichen und Ihre Dialoggruppen ansprechen können. Heute geht es um die operative Umsetzung, welche Kommunikationsmaßnahmen die entwickelte Strategie realisieren. Dabei spielen auch ein effektiver Zeit- und Einsatzplan eine große Rolle.

PR-Maßnahmen als Teil des Kommunikationskonzepts

Schritt für Schritt zum Kommunikationskonzept – so legen Sie Ihre PR-Maßnahmen fest

Schauen Sie sich nochmals genau ihre Ziele und Zielgruppen an sowie die Instrumente, mit denen Sie diese erreichen. Legen Sie nun spezifische Maßnahmen zu den jeweiligen Instrumenten fest, die Ihre Zielgruppen informieren, überzeugen, zum Handeln animieren. Zudem sollten Sie für jede Maßnahme einen Zeitplan erstellen und das benötigte Budget festgelegt.

Stellen Sie einen Plan auf, der jede ihrer PR-Maßnahmen beinhaltet mit Zielgruppenansprache, Beschreibung der Maßnahme, eingesetzte Mittel, Zeit- und Kostenplan sowie Evaluation.

Damit Ihre PR-Maßnahmen zu dem gewünschten Erfolg führen, sollten sie diese drei Kriterien erfüllen:

  • – Sie sollten aufeinander abgestimmt sein: keine Maßnahme steht für sich alleine, sondern wird erst effektiv durch das Zusammenspiel im Kommunikationsmix
  • – Sie sollten effektiv sein: informierend, überzeugend, eine Handlung auslösend
  • – Sie sollten effizient sein: schnell und kostengünstig durchführbar mit wenig Zeit- und Personalaufwand

Mein Tipp für Ihre PR-Maßnahmen

Wenn Sie sich unsicher sind, welches PR-Medium sinnvoll ist, überlegen Sie, sich immer, wie umfangreich und/ oder kompliziert Ihr Thema ist: Empfiehlt es sich, beispielsweise lieber gleich ein „klärendes“ Gespräch mit Redakteuren zu führen oder reicht es, „nur“ eine Pressemeldung zu versenden, die Ihr Thema sinnvoll und ausreichend darlegt?

Dramaturgie der PR-Maßnahmen

Nicht nur ein gesunder Mix zwischen schriftlichen, persönlichen und elektronischen Instrumenten ist für ein attraktives PR-Konzept wichtig, sondern auch die Dramaturgie der PR-Maßnahmen. Das bedeutet, die zeitliche Abfolge der PR-Aktivitäten.

PR-Maßnahmen für den persönlichen Kontakt zum Start

Mögliche Maßnahme: Der Redaktionsbesuch

Der Redaktionsbesuch ist besonders gut geeignet, wenn Sie ausgewählten Leitmedien oder einer überschaubaren Zahl von Fachmedien Ihr neues Produkt oder Unternehmen vorstellen wollen oder – bei einem Produkt aus dem Ausland – dieses bei Eintritt der Marke in den deutschen Markt vorzustellen. So gelingt es Ihnen, einen Bezug auch zu einem komplexen Thema herzustellen oder bei einem erklärungsbedürftigen Produkt das erforderliche Wissen zu vermitteln. Ein solcher Redaktionsbesuch kann als Auftakt am Anfang Ihrer Maßnahmen stehen.

Mögliche Maßnahme: Ein Messeauftritt

Eine Fachmesse ist ebenfalls ein guter Zeitpunkt, um eine Marke einzuführen. Natürlich kann man auch gezielt Termine mit wichtigen Medienvertretern machen, um diesen das Produkt im Einzelgespräch nahe zu bringen. Denkbar ist in diesem Rahmen auch eine Pressekonferenz. Denn schließlich können Sie davon ausgehen, dass Ihre Zielmedien vor Ort sind. Anschließend können Sie sie zu persönlichen Gesprächen auf den Stand einladen. Mit einer Mailingaktion vor der Messe können Sie potentielle Kunden auf sich aufmerksam machen. Mehr als 1, maximal 2 Messeauftritte sollten Sie sich pro Jahr nicht aufbürden, denn schließlich sind Messen sehr zeit- und kostenintensiv.

Mögliche Maßnahme: Workshops oder Vorträge

Ob Journalisten oder andere Multiplikatoren (Blogger, Experten): Bieten Sie als Experte Workshops zu ausgewählten Themen aus Ihrer Branche an oder greifen Sie aktuelle Fragestellungen aus Ihrem Bereich auf und laden Sie die Multiplikatoren zur Information und zum Gedankenaustausch ein. So bleiben Sie im direkten Gespräch und positionieren sich als Experte. 3 oder 4 Workshops bzw. Vorträge im Jahr sind ein gutes Maß, mehr würde Ihre Kapazitäten und die Zeit Ihrer Zielgruppe wahrscheinlich über Gebühr beanspruchen.

PR-Maßnahmen zur schriftlichen Kontaktpflege

Mögliche Maßnahme: Pressemeldungen

Natürlich kann auch sie am Anfang einer Kampagne stehen. Dies ist jedoch eher bei Dienstleistungen der Fall. Pressemeldungen dienen vor allem dazu, die Medien kontinuierlich über Neuigkeiten / Produkte/ Aktionen auf dem Laufenden zu halten. Sie wird also später nach Bedarf genutzt – möglichst alle 4-6 Wochen.

Mögliche Maßnahme: Flyer

Wenn Sie sich direkt an Endverbraucher wenden, sind Flyer besonders gut geeignet, um den Kunden Ihr Produkt vorstellen. Günstig sind auch Aktionsflyer, um regelmäßig einen Anlass zu haben, auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen. Mehr als vier Flyer im Jahr sollten es aber nicht sein. Sonst wird es für die Kunden zu verwirrend.

Mögliche Maßnahme: Produkttests oder Verlosungen

Erst, wenn Sie ein gewisses Image und einen Basis-Bekanntheitsgrad aufgebaut haben, können Sie beides durch Produkttests und Verlosungen intensivieren. Solche Maßnahmen sollten Sie aber nicht zu oft anbieten oder durchführen. Sonst nutzt sich der Effekt ab bzw. verkehrt sich schlimmstenfalls ins Gegenteil. D.h.: 1 bis max. 2 Mal pro Jahr reichen solche Aktionen.

PR-Maßnahmen zur elektronischen Kontaktpflege

Mögliche Maßnahme: Facebook

Via Facebook können Sie den direkten Kontakt zu Ihren Zielgruppen pflegen. Geben Sie hierüber Tipps und Empfehlungen. Ermitteln Sie über entsprechende Fragen die Wünsche Ihrer Kunden. Um diese Maßnahme voll auszuschöpfen sollten Sie allerdings schon 8 bis 12 Posts im Monat veröffentlichen.

Mögliche Maßnahme: Elektronischer Newsletter

Mit einem elektronische Newsletter gelangen Sie mit Ihren Aktionen und Angeboten direkt zu Ihrem Endkunden. Voraussetzung für treue Abonnenten: Ein Mehrwert. Ein Newsletter sollte ein Mal im Monat erscheinen. Ein häufigeres Erscheinen ist in der Regel nicht gerechtfertigt.

Erst der Mix der PR-Maßnahmen und die richtige Dramaturgie machen aus Ihrer Strategie ein Erfolgskonzept. Ideal sind auch eine Mischung aus persönlichem Dialog, schriftlichen Maßnahmen und elektronischen. Nutzen Sie die Medien, um sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen und Social Media, um sich direkt an Ihre Zielgruppen zu wenden. Am Beispiel eines Nachhilfeportals habe ich Ihnen eine Matrix mit den passenden PR-Maßnahmen zur Einführung des Nachrichtenportals zusammengestellt.

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Kommunikationskonzept erstellen – PR-Instrumente (Teil 2)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Wie Sie die richtigen PR-Instrumente für Ihre Zielgruppen finden

Heute geht es beim Kommunikationskonzept erstellen in die Umsetzungsphase. Die Ziele, Zielgruppen und Botschaften sind entwickelt. Nun legen Sie Ihre PR-Instrumente auf Basis der Ziele und Zielgruppen fest. Danach entwickeln Sie die geeigneten Maßnahmen. Dazu später.

Kommunikationskonzept in 3 Schritten erstellen

Schritt für Schritt zum Kommunikationskonzept – heute: PR-Instrumente festlegen

Das Wichtigste gleich zu Anfang: Je spezifischer Sie Ihre PR-Instrumente auf die einzelnen Zielgruppen herunterbrechen, umso besser kommen Ihre Botschaften bei ihnen an. Die PR-Instrumente geben Ihnen zudem schon den Maßnahmen-Mix für Ihr PR-Konzept vor.

PR-Instrumente, die Ihnen zur Verfügung stehen

Ihr Werkzeugkasten als PR-Schaffender ist äußerst vielfältig. Seine einzelnen Instrumente dienen dazu, Ihre entwickelten Botschaften an die Zielgruppen zu transportieren. Das kann auf schriftliche, persönliche oder elektronische Weise

passieren. Sie können jedoch auch die Unterscheidung nach Zielgruppen anlegen:

  • – PR für Redakteure/ Journalisten,
  • – PR für Mitarbeiter,
  • – PR für Kunden/ Öffentlichkeit

Spezifizieren Sie nun Ihre Instrumente unter die jeweiligen Kontaktarten oder Bezugsgruppen.

Schriftliche PR-Instrumente wären

  • – Geschäftsbericht
  • – Firmenbroschüre
  • – Newsletter
  • – Kundenmagazin
  • – Flyer
  • – Advertorial
  • – Brief / Einladungen
  • – Direktmailings
  • – Pressemeldung
  • – Fachartikel
  • – Pressemappe

Mündliche/ Persönliche PR-Instrumente wären

  • – Gruppengespräch
  • – Telefonat
  • – Kongress, Symposium
  • – (Haus)Messe
  • – Diskussionsveranstaltung
  • – Seminar, Workshop
  • – Vortrag, Präsentation
  • – Tag der offenen Tür / Betriebsbesichtigung
  • – Feste, Events (Mitarbeiter, Kunden, Presse)
  • – Wettbewerbe, Verlosung, Preisausschreiben
  • – Road-Shows
  • – Informationsstände, -zentrum
  • – Stiftung, Sponsoring
  • – Pressekonferenz
  • – Pressefrühstück
  • – Redaktionsbesuch

elektronische Medien/Video/Film wären

  • – Radio-/TV-Spot
  • – CD-ROM, DVD
  • – eigene Homepage
  • – Newsroom
  • – Podcasts
  • – Videos
  • – Blogs
  • – E-Mail-Newsletter
  • – Facebook, Twitter, Xing etc.
  • – youtube

PR-Instrumente für Journalisten wären

  • – Pressemeldung
  • – Pressefoto
  • – Pressemappe
  • – Fachartikel
  • – Case Study
  • – Medienkooperation
  • – Redaktionsgespräch
  • – Interview
  • – Round-Table-Gespräch
  • – Pressekonferenz
  • – Pressefrühstück
  • – Pressereise
  • – Newsroom

PR-Instrumente für Mitarbeiter wären

  • – Mitarbeiterzeitung/ -magazin
  • – Newsletter (Aushang + E-Mail)
  • – Schwarzes Brett
  • – Pressespiegel
  • – Einführungsbroschüre für neue Mitarbeiter
  • – Abteilungsmeetings
  • – Diskussionen, Vorträge, Filmvorführungen
  • – Ausstellung
  • – Betriebsfest
  • – Mitarbeiter-/Betriebsversammlungen
  • – Ideenmanagement/ Internes Vorschlagswesen
  • – Weiterbildung
  • – Betriebssport
  • – Intranet
  • – Firmen-TV
  • – Social Media: Interne Gruppe bei Facebook, Xing-
  • – Führungskräfte-Events (Kamingespräche)

PR-Instrumente für Kunden wären

  • – Newsletter
  • – Blog
  • – Roadshow
  • – (Haus)Messe
  • – Social Media Communitys
  • – Kunden-Event
  • – Tag der offenen Tür
  • – Gewinnspiel/ Verlosung
  • – Service-Hotline
  • – Service-Videos
  • – Webseite
  • – Direktmailing / Flyer

Hierauf sollten Sie bei Ihren PR-Instrumenten unbedingt achten

  • – Nutzen Sie möglichst einen Mix an PR-Instrumenten – nicht nur schriftliche, sondern auch die persönliche Ansprache und vor allem die Möglichkeiten des Internets und Social Media.
  • – Überlegen Sie sich genau, auf welche Instrumente Ihre jeweiligen Zielgruppen am ehesten ansprechen und wie Sie mit diesen am schnellsten an Ihr Ziel kommen.
  • – Setzen Sie zudem Ihre Instrumente regelmäßig ein. Größere Events und Pressekonferenzen sind eher einmalige Maßnahmen, aber diese stehen auch nicht für sich alleine, sondern sind eingebettet in eine Kommunikationsstrategie, die sich verschiedener PR-Instrumente bedient.

Praxis-Beispiele – wie Sie PR-Instrumte festlegen

Anhand der zwei Praxis-Beispiele zeige ich Ihnen, welche PR-Instrumente bei welcher Aufgabenstellung sinnvollerweise eingesetzt werden können, um im Zusammenspiel die Zielsetzung zu erreichen.

Beispiel 1: Die Aufgabenstellung: Einführung eines neuen Nachhilfe-Portals

Um seine Ziele zu erreichen benötigt der Nachhilfe-Anbieter vor allem den Kontakt zu Eltern, Lehrern und Schulen. Dieser gelingt ihm mit den Instrumenten Messebeteiligung, Roadshows, Workshops, Auftritten in Social Media Communitys wie Facebook, Xing oder auch durch das Nutzen von Eltern- und Lehrer-Foren. Um sich bei der Diskussion über schulische Bildung sinnvoll zu beteiligen und in eine zielführende Richtung zu lenken, sollte das Unternehmen auch Lobbyismus betreiben.

Beispiel 2: Die Aufgabenstellung: Deutscher Markteintritt eines asiatischen Hardware-Herstellers im B2B-Bereich

Mit der Kombination der Instrumente Messebeteiligung/ Roadshows sowie Anwenderberichten/Produktmeldungen und Exklusivinterviews/ Testartikel anbieten gelingt es dem asiatischen Anbieter sich in Deutschland bekannt zu machen und einen positiven Eindruck bei der Zielgruppe zu hinterlassen. Mit Hilfe der Fach- und Handelsmedien baut sich der Hersteller seine Reputation bei technischen Einkäufern/ Fachhändlern auf, mit Blogger-Relations und Twitter/ Xing erreicht er zudem technik-affine Endkunden.

PR-Instrumente im Kommunikationskonzept verankern

So legen Sie die PR-Instrumente für Ihr Unternehmen fest

Sie sehen, PR-Instrumente, die für das Nachhilfe-Portal zielführend sind, können beim asiatischen Anbieter nicht eingesetzt werden. Das Medium Blog ist beispielsweise bei Endkunden, also für den Nachhilfe-Anbieter, sinnvoll. Durch stetig neuen Blog-Content kann er auch die eigene Facebook-Seite füllen und Blogger auf sich aufmerksam machen. Messen sind für beide Unternehmen erfolgversprechend, auf Fachmessen trifft der Hersteller seine potentiellen Kunden, auf Bildungsmessen tummeln sich Bildungsträger, Lehrer, aber durchaus auch Eltern.

Bei Ihrer Instrumentenwahl müssen Sie immer beachten, aus welcher Branche Ihr Unternehmen kommt, welche Ziele Sie verfolgen und welche Zielgruppen Sie ansprechen. Endverbraucher sind anders anzusprechen als B2B-Kunden oder Behörden. Zudem müssen Sie wissen, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält (z.B. Facebook) bzw. was sie liest (z.B. Fachmedien, Handelsmedien), um Ihren Instrumentenmix sinnvoll zusammenzustellen.

Mitarbeiterakquise mit Snapchat leicht gemacht

Mittwoch, 24. Mai 2017

Wie Sie Mitarbeiterakquise mit Snapchat betreiben, zeige ich Ihnen in 5 Schritten

Einige große Unternehmen machen es vor. Rewe nutzt Snapchat, um Auszubildende an sich zu binden. Auch die Techniker Krankenkasse hat einen Karrierekanal auf Snapchat. Noch wird die Social Media Plattform vor allem von jungen Menschen genutzt. Aber genau dort setzt das Arbeitgeberangebot der Unternehmen an: Sie möchten die Fach- und Führungskräfte von morgen an sich binden, um anderen einen Schritt voraus zu sein. So funktioniert Arbeitgeberimage mit Snapchat.

Mitarbeiterakquise mit Snapchat gelingt bei Auszubildenden

Die Techniker-Krankenkasse snapt unter tk-karriere. Die Devise: Azubis und Mitarbeiter snappen zu lassen.

Snapchat ist eine der am schnellsten wachsenden Social Media Plattformen. Längst hat es Instagram überholt, auch im Umfang hochgeladener Fotos. Bisher sind auf Snapchat vor allem junge Menschen – 51% sind zwischen 16-24 Jahre alt – zu finden. Wer also vor allem die Jugend bei der Mitarbeiterakquise mit Snapchat ansprechen möchte, der sollte das Tool vorher beherrschen. Und vorsichtig: Sie sollten unbedingt die Nutzungsgewohnheiten der Jugend kennen und Ihre Recruitingstrategie darauf abstimmen.

Ich zeige Ihnen heute, wie Unternehmen Snapchat als Karrierekanal für Auszubildende nutzen (können), um frühzeitig die junge Zielgruppe an sich zu binden.

Mitarbeiterakquise mit Snapchat – das sollten Sie wissen

Snapchat ist eine reine Foto- und Videoplattform und wird nur als Smartphone-App angeboten. Auf dem Netzwerk geht es darum, kurzweilige, durchaus auch spaßige Momentaufnahmen zu teilen. Wenn Sie Snapchat über Ihr Smartphone starten, aktiviert sich automatisch Ihre Kamera und Sie kommunizieren zwangsläufig über Fotos oder 10 Sekunden Videos. Diese sind zudem nur einmalig für Ihre Follower abrufbar; über Snapchat Stories verlängert sich die Nutzungsdauer auf 24 Stunden und die Videos sind länger als 10 Sekunden. Das bedeutet für Sie und Ihre Kommunikationsstrategie: Sie müssen eine überzeugende Contentstrategie entwickeln, um Follower an sich zu binden und sie zum Handeln zu aktivieren.

Das können Sie in der Mitarbeiterakquise mit Snapchat bei der jungen Zielgruppe erreichen

  • – junge Fachkräfte für Unternehmen interessieren
  • – zeigen, dass Sie die Sprache der Jugend sprechen und als Arbeitgeber an ihnen interessiert sind
  • – Auszubildende als Multiplikatoren einbeziehen in die Personalarbeit
  • – positive Arbeitgebermarke aufbauen und pflegen

Bei der Mitarbeiterakquise mit Snapchat sollten Ihre Inhalte

  • – authentisch, unterhaltend und kreativ sein
  • – einen fundierten, aber auch kurzweiligen Einblick in Ihre Arbeitswelt geben – zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Zielgruppe Auszubildende

So werden Sie zum Snapchat und Recruiting Profi

Mitarbeiterakquise mit Snapchat kann gelingen, wenn Sie folgende Tipps beachten:

Sprechen Sie mit Ihren Azubis über Ihre Arbeitgeberstrategie auf Snapchat.

Gibt es Azubis, die auf Snapchat bereits aktiv sind? Dann lassen Sie sich von diesen in einem Workshop die Feinheiten des Netzwerks zeigen. Aber auch die Bedürfnisse der Jugendlichen erklären: Was suchen sie auf Snapchat, was interessiert sie, mit welchen Inhalten kann man sie ködern.

Gründen Sie eine Snapchat-Workgroup

mit 2-3 Azubis sowie einem Kollegen aus der Personalabteilung (möglichst Recruiting). Und Kollegen aus den Fachabteilungen, die am dringendsten Auszubildende/ Fachkräfte benötigen.

  • – Überlegen Sie sich gemeinsam, was Ausbildung in Ihrem Unternehmen bedeutet und wie Sie Ihre Arbeitgeber-Botschaften, Ihre Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten filmisch festhalten.
  • – Bilden Sie Ihre Azubis zu Botschaftern aus. Sie sind das Aushängeschild für Ihren Snapchat-Kanal. Achten Sie darauf, dass das Erbe weitergegeben wird an die nächste Generation Ihrer Azubis.
  • – Behalten Sie mit dem Recruiter die Contentstrategie im Auge und prüfen Sie die Inhalte auf Relevanz und Nachhaltigkeit.
  • Legen Sie sich ein Snapchat Profil für Ihr Unternehmen an.

Machen Sie sich dann mit Snapchat vertraut.

  • – Probieren Sie die Kamerafunktion aus, verändern Sie Ihre Fotos mit Sprechblasen, Emojis und Filtern.
  • – Gehen Sie auf Spurensuche: Wie nutzen andere Unternehmen Snapchat? Welche Inhalte laden diese Unternehmen hoch?

Legen Sie nun Ihre Contentstrategie für Snapchat fest.

  • – Machen Sie sich einen Themenplan, welche Inhalte für Ihre Zielgruppe relevant sind:
    • – Vorstellung Ausbildungsmöglichkeiten, Ausbildungsbeauftragten
    • – Vorstellung Arbeitsplätze
    • – Recruiting Events, Schulungen
    • – Teambuilding Events/ Mitarbeiterfeiern
    • – Social Benefits im Unternehmen
    • – Interviews mit Fach- und Führungskräften, Personalleitung bis zum Geschäftsführer
    • – Jobpostings & Ausbildungsprogramme
    • – Soziales Engagement der Mitarbeiter
    • – steigern Sie mit Gewinnspielen, Rätseln die Interaktionsrate
  • – Und brechen Sie diese Inhalte auf konkrete Stories herunter (Story xx für Woche yy)
  • – Um für die Zielgruppe interessant zu bleiben, sollten Sie mindestens ein Video pro Woche hochladen.

Sprechen Sie bei Bewerbungsgesprächen das Thema Snapchat proaktiv an.

  • – Sind Azubis aufgrund Ihres Snapchat-Kanals auf Sie aufmerksam geworden?
  • – Machen Sie eine kurze Manöverkritik: Was ist gut am Auftritt, welche Inhalte fehlen?

Das sollten Sie für Ihre Contentstrategie wissen

Bei Snapchat gibt es keine Chronik und kein Profil, mit dem man sich positioniert, sondern nur die Fotos und Videos, die wieder verschwinden. Jede Snap-Story muss aktiv angeklickt werden. Langweilt diese, schließt der Follower sie wieder. Daher ist jeder Beitrag eine neue Herausforderung, ob sie bei der Zielgruppe ankommt oder nicht. Sie müssen es also mit Ihrer Contentstrategie schaffen, dass Ihre Follower Ihnen erhalten bleiben und echtes Interesse an einer Ausbildung bei Ihnen entwickeln. Daher ist die Evaluierung, welcher Content lief gut (Höhe der Klicks, Kommentare, Chats) wichtiger als bei anderen Sozialen Netzwerken. Eine Möglichkeit, Interaktion zu erhöhen: Lassen Sie Ihre Follower per Screenshot abstimmen, welche Themen sie interessieren würden.

Snaps, also Fotos oder Videos können Sie nicht vorproduzieren. Sie entstehen aus dem Augenblick. Daher ist die Vorbereitung umso wichtiger. Möchten Sie ein bestimmtes Thema auf den Punkt bringen, Botschaften deutlich machen oder ein aktuelles Angebot, sollten sie dieses wie beim Elevator Pitch „üben“, um beim Filmen das Wesentliche zu vermitteln.

Mein Fazit für die Mitarbeiterakquise mit Snapchat

Snapchat ist nahe dran an der jungen Zielgruppe. Nutzen Sie das Potential des Netzwerkes, um sich als jung gebliebenes Ausbildungsunternehmen zu präsentieren. Lassen Sie dabei unbedingt Ihren Azubis als Unternehmensreporter den Vortritt. Überprüfen Sie aber gemeinsam mit Ihren Azubis, dem Bereich Personal und den entsprechenden Fachabteilungen, welche Themen bei der Mitarbeiterakquise mit Snapchat ankamen, worauf Follower reagiert haben und vertiefen Sie diese Contentstrategie. Experimentieren Sie ruhig mit Inhalten. Es kann nicht spaßig und verrückt genug auf Snapchat sein, um sich als Arbeitgeber zu profilieren. Dann steht Ihrer Mitarbeiterakquise mit Snapchat nichts mehr im Wege!

Die ausführlichen Tipps von Rewe und der Techniker krankenkasse inklusive dem Interview mit Julia Böttcher von der TK, lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 11/2017.

Themen aus PRPraxis 11/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Selbstmarketing: Positionieren Sie sich richtig, damit Ihre Arbeit ernst genommen wird
  • – Redaktion: Social-Media-Stil ist tabu
  • – Datenschutz: Schnell-Check Organigramm
  • – Kommunikation: Sommerloch: So schöpfen Sie das Potenzial von Interviews optimal für die Präsentation Ihres Unternehmens aus
  • – Interne Kommunikation: Fehlerkultur: Fehler als Chance nutzen und profitieren

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