Was ist Wörterladen? Profi-Texter! Content PR Storytelling Referenzen Auftrag stellen Kontakt

Archiv für die Kategorie „Public Relations“

Kommunikationskonzept erstellen – PR-Instrumente (Teil 2)

Mittwoch, 31. Mai 2017

Wie Sie die richtigen PR-Instrumente für Ihre Zielgruppen finden

Heute geht es beim Kommunikationskonzept erstellen in die Umsetzungsphase. Die Ziele, Zielgruppen und Botschaften sind entwickelt. Nun legen Sie Ihre PR-Instrumente auf Basis der Ziele und Zielgruppen fest. Danach entwickeln Sie die geeigneten Maßnahmen. Dazu später.

Kommunikationskonzept in 3 Schritten erstellen

Schritt für Schritt zum Kommunikationskonzept – heute: PR-Instrumente festlegen

Das Wichtigste gleich zu Anfang: Je spezifischer Sie Ihre PR-Instrumente auf die einzelnen Zielgruppen herunterbrechen, umso besser kommen Ihre Botschaften bei ihnen an. Die PR-Instrumente geben Ihnen zudem schon den Maßnahmen-Mix für Ihr PR-Konzept vor.

PR-Instrumente, die Ihnen zur Verfügung stehen

Ihr Werkzeugkasten als PR-Schaffender ist äußerst vielfältig. Seine einzelnen Instrumente dienen dazu, Ihre entwickelten Botschaften an die Zielgruppen zu transportieren. Das kann auf schriftliche, persönliche oder elektronische Weise

passieren. Sie können jedoch auch die Unterscheidung nach Zielgruppen anlegen:

  • – PR für Redakteure/ Journalisten,
  • – PR für Mitarbeiter,
  • – PR für Kunden/ Öffentlichkeit

Spezifizieren Sie nun Ihre Instrumente unter die jeweiligen Kontaktarten oder Bezugsgruppen.

Schriftliche PR-Instrumente wären

  • – Geschäftsbericht
  • – Firmenbroschüre
  • – Newsletter
  • – Kundenmagazin
  • – Flyer
  • – Advertorial
  • – Brief / Einladungen
  • – Direktmailings
  • – Pressemeldung
  • – Fachartikel
  • – Pressemappe

Mündliche/ Persönliche PR-Instrumente wären

  • – Gruppengespräch
  • – Telefonat
  • – Kongress, Symposium
  • – (Haus)Messe
  • – Diskussionsveranstaltung
  • – Seminar, Workshop
  • – Vortrag, Präsentation
  • – Tag der offenen Tür / Betriebsbesichtigung
  • – Feste, Events (Mitarbeiter, Kunden, Presse)
  • – Wettbewerbe, Verlosung, Preisausschreiben
  • – Road-Shows
  • – Informationsstände, -zentrum
  • – Stiftung, Sponsoring
  • – Pressekonferenz
  • – Pressefrühstück
  • – Redaktionsbesuch

elektronische Medien/Video/Film wären

  • – Radio-/TV-Spot
  • – CD-ROM, DVD
  • – eigene Homepage
  • – Newsroom
  • – Podcasts
  • – Videos
  • – Blogs
  • – E-Mail-Newsletter
  • – Facebook, Twitter, Xing etc.
  • – youtube

PR-Instrumente für Journalisten wären

  • – Pressemeldung
  • – Pressefoto
  • – Pressemappe
  • – Fachartikel
  • – Case Study
  • – Medienkooperation
  • – Redaktionsgespräch
  • – Interview
  • – Round-Table-Gespräch
  • – Pressekonferenz
  • – Pressefrühstück
  • – Pressereise
  • – Newsroom

PR-Instrumente für Mitarbeiter wären

  • – Mitarbeiterzeitung/ -magazin
  • – Newsletter (Aushang + E-Mail)
  • – Schwarzes Brett
  • – Pressespiegel
  • – Einführungsbroschüre für neue Mitarbeiter
  • – Abteilungsmeetings
  • – Diskussionen, Vorträge, Filmvorführungen
  • – Ausstellung
  • – Betriebsfest
  • – Mitarbeiter-/Betriebsversammlungen
  • – Ideenmanagement/ Internes Vorschlagswesen
  • – Weiterbildung
  • – Betriebssport
  • – Intranet
  • – Firmen-TV
  • – Social Media: Interne Gruppe bei Facebook, Xing-
  • – Führungskräfte-Events (Kamingespräche)

PR-Instrumente für Kunden wären

  • – Newsletter
  • – Blog
  • – Roadshow
  • – (Haus)Messe
  • – Social Media Communitys
  • – Kunden-Event
  • – Tag der offenen Tür
  • – Gewinnspiel/ Verlosung
  • – Service-Hotline
  • – Service-Videos
  • – Webseite
  • – Direktmailing / Flyer

Hierauf sollten Sie bei Ihren PR-Instrumenten unbedingt achten

  • – Nutzen Sie möglichst einen Mix an PR-Instrumenten – nicht nur schriftliche, sondern auch die persönliche Ansprache und vor allem die Möglichkeiten des Internets und Social Media.
  • – Überlegen Sie sich genau, auf welche Instrumente Ihre jeweiligen Zielgruppen am ehesten ansprechen und wie Sie mit diesen am schnellsten an Ihr Ziel kommen.
  • – Setzen Sie zudem Ihre Instrumente regelmäßig ein. Größere Events und Pressekonferenzen sind eher einmalige Maßnahmen, aber diese stehen auch nicht für sich alleine, sondern sind eingebettet in eine Kommunikationsstrategie, die sich verschiedener PR-Instrumente bedient.

Praxis-Beispiele – wie Sie PR-Instrumte festlegen

Anhand der zwei Praxis-Beispiele zeige ich Ihnen, welche PR-Instrumente bei welcher Aufgabenstellung sinnvollerweise eingesetzt werden können, um im Zusammenspiel die Zielsetzung zu erreichen.

Beispiel 1: Die Aufgabenstellung: Einführung eines neuen Nachhilfe-Portals

Um seine Ziele zu erreichen benötigt der Nachhilfe-Anbieter vor allem den Kontakt zu Eltern, Lehrern und Schulen. Dieser gelingt ihm mit den Instrumenten Messebeteiligung, Roadshows, Workshops, Auftritten in Social Media Communitys wie Facebook, Xing oder auch durch das Nutzen von Eltern- und Lehrer-Foren. Um sich bei der Diskussion über schulische Bildung sinnvoll zu beteiligen und in eine zielführende Richtung zu lenken, sollte das Unternehmen auch Lobbyismus betreiben.

Beispiel 2: Die Aufgabenstellung: Deutscher Markteintritt eines asiatischen Hardware-Herstellers im B2B-Bereich

Mit der Kombination der Instrumente Messebeteiligung/ Roadshows sowie Anwenderberichten/Produktmeldungen und Exklusivinterviews/ Testartikel anbieten gelingt es dem asiatischen Anbieter sich in Deutschland bekannt zu machen und einen positiven Eindruck bei der Zielgruppe zu hinterlassen. Mit Hilfe der Fach- und Handelsmedien baut sich der Hersteller seine Reputation bei technischen Einkäufern/ Fachhändlern auf, mit Blogger-Relations und Twitter/ Xing erreicht er zudem technik-affine Endkunden.

PR-Instrumente im Kommunikationskonzept verankern

So legen Sie die PR-Instrumente für Ihr Unternehmen fest

Sie sehen, PR-Instrumente, die für das Nachhilfe-Portal zielführend sind, können beim asiatischen Anbieter nicht eingesetzt werden. Das Medium Blog ist beispielsweise bei Endkunden, also für den Nachhilfe-Anbieter, sinnvoll. Durch stetig neuen Blog-Content kann er auch die eigene Facebook-Seite füllen und Blogger auf sich aufmerksam machen. Messen sind für beide Unternehmen erfolgversprechend, auf Fachmessen trifft der Hersteller seine potentiellen Kunden, auf Bildungsmessen tummeln sich Bildungsträger, Lehrer, aber durchaus auch Eltern.

Bei Ihrer Instrumentenwahl müssen Sie immer beachten, aus welcher Branche Ihr Unternehmen kommt, welche Ziele Sie verfolgen und welche Zielgruppen Sie ansprechen. Endverbraucher sind anders anzusprechen als B2B-Kunden oder Behörden. Zudem müssen Sie wissen, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält (z.B. Facebook) bzw. was sie liest (z.B. Fachmedien, Handelsmedien), um Ihren Instrumentenmix sinnvoll zusammenzustellen.

Share

360-Grad-Videos in der Kommunikation

Mittwoch, 29. März 2017

Mit 360-Grad-Videos oder Virtual Reality sind Ihre Kunden mitten drin statt nur dabei

Ein Trend, der langsam zum Alltag wird, sind Virtal Reality- oder 360-Grad-Videos. Laut einer Prognose des Beratungsunternehmens KZero steigt die Anzahl der User von 43 Mio in 2016 auf 171 Mio. in 2018. Mit den beiden Formaten lässt sich die Wirklichkeit virtuell oder im 360-Grad-Modus abbilden und Kunden von Produkten und Destinationen überzeugen.

David Cafuta – Spherical Image – RICOH THETA

Virtual Reality oder 360-Grad-Videos vermitteln Ihren Betrachtern, mitten im Geschehen zu sein; sie sind Teil der Videohandlung, nicht nur Zuschauer. Eine Fahrt durch den Kruger Nationalpark, Tauchen am Great Barrier Reef, das Chalet im Skiort begehen – mit 360-Grad-Videos kein Problem. Überzeugender können Sie Ihre Produkte, Urlaubsregionen oder -unterkünfte nicht anpreisen. Bei Virtual Reality erschaffen Sie im Gegensatz zu 360-Grad-Videos eine Wirklichkeit, die noch nicht existiert, die Inhalte sind computergeneriert. Konzentrieren möchte ich mich daher auf die Möglichkeit der 360-Grad-Aufnahme und wie diese die Unternehmenskommunikation verändert.

Was ist das Besondere an 360-Grad Videos?

Bei 360-Grad-Videos sind die Betrachter am Drücker. Probieren Sie es selbst aus. Gehen Sie auf youtube und geben 360-Grad-Videos ein. Sobald das Video beginnt, halten Sie die linke Maustaste gedrückt und können das Videobild verschieben. Sie sitzen beispielsweise in einem Helikopter und begeben sich auf einen Rundflug. Sie können nun Ihren Rundumblick selbst wählen, während das Video weiterläuft. Das Video reagiert dabei auf Ihre Cursor-Bewegungen. Dazu benötigen Sie keine Virtual-Reality-Brille.

Für welche Bereiche und Branchen sind 360-Grad Videos geeignet?

Prinzipiell für alle, die etwas zum Erzählen und Anfassen haben. Mit 360-Grad-Videos können Sie

  • Ihr neues Produkt aus allen Blinkwinkeln vorstellen – was normalerweise zig Fotos benötigt, machen Sie nun mit einem Video: Sie zeigen Ihr Produkt von vorne, hinten, oben unten.

    Beispiel: Bahlsen zeigt bei einer Roadshow einen Virtuellen Rundgang hinter die Kulissen seiner neuesten Keksproduktion. Auf den Roadshows können die Kunden durch eine VR-Brille den Rundgang erleben. Zum Schluss bietet ihnen eine virtuelle Mitarbeiterin einen der neuen Kekskreationen an. Setzt der Betrachter nun die Brille ab, steht vor ihm eine Bahlsen-Mitarbeiterin mit einem Teller Kekse zum Probieren.

  • In der Hotellerie: Lassen Sie Hotelgäste Ihr Hotel begehen, so dass sie sich von Ihren Zimmern, Suiten, der Lobby oder dem Restaurant einen 360-Grad-Eindruck verschaffen können.

  • Urlaubsregionen über und unter Wasser, in Vogelperspektive oder Aussichtspunkten vorstellen. Wie bei einer Webcam erleben die Betrachter Ihre Region und lassen sich überzeugen, dort Urlaub zu machen.

  • Gewähren Sie Einblicke in Ihre Firmenzentrale, in Ihr Ladengeschäft, in Ihre Einrichtung.

    • z.B. könnten Sie auf Ihren Karriere-Seiten die Bewerber virtuell durch Ihr Unternehmen gehen lassen, so dass sie sich auch einen optischen Eindruck von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz machen können. Bis hin zum Schreibtisch, an dem Ihr neuer Kollege sitzen soll.

    • Kindergärten zeigen Eltern, wo ihr Kind zukünftig tagsüber spielt und welche Räumlichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten es in der Einrichtung gibt.

    • Onlineshops, die auch ein Ladengeschäft besitzen, können ihren Kunden den Besuch im Laden schmackhaft machen. Die aktuellesten Dekoideen lassen sich so wunderbar erleben.

    • Sie zeigen die Dimensionen Ihres Logostikcenters oder Ihres Serverraums (das macht z.B. Google).

  • Konzert- und Veranstaltungen können nun auch Daheimgebliebenen schmackhaft gemacht werden, das nächste Mal unbedingt dabei zu sein.

Wie können Sie 360-Grad-Videos erstellen?

Die Produktion eines VR-Videos ist natürlich aufwendiger als bei einem herkömmlichen Video. Entweder lassen Sie den Film von einem Profi machen oder Sie nutzen eine Spezialkamera. Diese ist in der Lage Videos aus allen Richtungen aufzunehmen. Dabei filmt die Kamera alles gleichzeitig, was um Sie herum passiert. Als Ergebnis erhalten Sie eine nahtlose und vollständige 360 Grad-Aufnahme. Samsung bietet die Gear 360 VR Kamera mit zwei Linsen an, eine günstigere Kamera erhalten Sie mit der Ricoh Theta M15 Digitalkamera, auch Kodak und LG sind in den Markt eingestiegen. Bei den 360-Grad-Kameras fangen Sie einfach an zu filmen. Übertragen die Aufnahme auf ein Smarphone und veröffentlichen das Video z.B. auf youtube. Apps und ein Video-Creation-Tool runden das Angebot ab, so dass sich Ihren Ideen fast keine Grenzen setzen.

Aufnahmen mit der eigenen Kamera bieten sich an, wenn Sie eine Veranstaltung festhalten möchten, die Weihnachtsfeier im Büro, Kunden und Bewerbern das Innere Ihres Unternehmens zeigen möchten oder Ihre Ferienregion, Ihr Restaurant oder Hotel. Wenn Sie jedoch 360-Grad-Aufnahme von Produkten z.B. für Ihren Onlineshop benötigen oder Ihren Produktseiten, sollten Sie jedoch auf einen Profi zurückgreifen. Es gibt Agenturen, die sich auf 360-Grad-Produktionen spezialisiert haben. Dort erhalten Sie ein Produktfilm bereits für rund 55 €. Und Sie erhalten ein Ergebnis, das Ihre Kunden überzeugt.

Fazit 360-Grad-Videos

360-Grad-Videos bedeuten für User einen neuen Kick im Betrachten von Videos. Unternehmen müssen sich mit den aktuellen Möglichkeiten auseinandersetzen und ausprobieren, welche Botschaften sich über das neue Videoformat verbreiten lassen und wie sie die neue Videogeneration sinnvoll in ihre Kommunikationsstrategie einbetten.

Die ausführlichen Tipps und wie 360-Grad-Videos gelingen, lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 7/2017.

Themen aus PRPraxis 7/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – SEO: Schreiben Sie so, wie Ihre Kunden denken
  • – Recruiting: Nutzen Sie Social Media, um junge Mitarbeiter zu gewinnen
  • – Marketing: Influencer: Setzen Sie auf echte Kontakte
  • – Redaktion: Schaffen Sie in 4 Schritten mit einem schlüssigen Headline-Konzept einen überzeugenden Unternehmensauftritt
  • – Interne Kommunikation: So schaffen Sie den Spagat zwischen Kreativität, Eigenverantwortung und Lenkung der Mitarbeiter
  • – Leserfrage: „Wie gehen wir vor, wenn wir Advertorials platzieren wollen?“
  • – Recht: Kunden-Empfehlungen sind wertvoller Content – wenn Sie diese Risiken kennen und meiden

Merken

Merken

Merken

Share

Pressekonferenz oder lieber Pressegespräch?

Donnerstag, 9. Februar 2017

Wie Sie in einem persönlichen Rahmen Ihre Medienkontakte abseit der Pressekonferenz informieren

Die Pressekonferenz ist die Königsdiziplin in der Kommunikation mit den Medien. Aber denken das auch die Journalisten? Halten sie diese PR-Maßnahme auch für ausschlaggebend, um an die nötigen Unternehmensinformationen zu gelangen? Eine Umfrage des Agenturnetzwerks ECCO sagt nein. Ich zeige Ihnen eine Alternative, die Medienvertretern viel besser schmeckt.

Pressegespräche, die kleine Schwester der Pressekonferenz

Pressegespräche sind sinnvoller in der Face-to-Face-Kommunikation als Pressekonferenzen – Foto Jens Erbling / pixelio.de

Trump lädt zur täglichen Pressekonferenz, um sein neuestes Dekret vorzustellen. Der FC Bayern stellt seinen aktuellen Trainer Carlo Angelotti vor. Auf dem großen politischen oder sportlichen Parkett sind Pressekonferenzen durchaus sinnvoll, erreichen Sie doch die wichtigsten Medienvertreter persönlich und zeitnah. Diese empfangen nicht nur eingleisig die neuesten Unternehmensinformationen, sondern können ihre Fragen zum Thema stellen. Wie sieht es aber bei Unternehmen aus, bei denen die mediale Wirkung nicht so groß ist? Sind Pressekonferenzen immer noch die adäquate Wahl?

Das Agenturnetzwerk ECCO wollte es wissen und befragte vor knapp zwei Jahren 450 Journalisten zu ihrem Umgang mit dem Thema: 80 Prozent gaben an, Pressekonferenzen überflüssig zu finden. Ein Grund hierfür ist sicher die höhere Arbeitsbelastung, die es Journalisten immer weniger ermöglicht, Unternehmensveranstaltungen zu besuchen. An Bedeutung gewonnen hat hingegen das Vier-Augen-Gespräch. 77,5 Prozent halten dieses für extrem wichtig, 87,5 Prozent verallgemeinern die Maßnahme auf persönliche Kontakte.

Das Vier-Augen-Gespräch oder kleines Pressegespräch

Es muss nicht immer das Vier-Augen-Gespräch sein – dieses bietet sich vor allem an, wenn Sie eine Unternehmensgeschichte exklusiv anbieten möchten. Eine kostengünstige und zeitsparende Alternative zur Pressekonferenz ist das Pressegespräch. Dazu laden Sie ihre Key-Medien zu einem Gespräch in die Firmenzentrale. Anders als bei einer Pressekonferenz sitzen Geschäftsleitung, Fachexperten und Sie nicht wie ein Bollwerk gegenüber den Journalisten und predigen ihre Neuigkeiten via Notizen und Präsentation, sondern sitzen mit den Journalisten am selben Tisch und tauschen sich in fast schon familiärer Runde zum eingeladenen Thema aus. Das schafft Nähe und fördert zusätzlich das Interesse am Thema.

Themen, für die sich ein Pressegespräch anbietet

Sie haben ein neues Produkt, dessen Bedeutung und Leistung sich schlecht über eine Pressemeldung erklären lässt. Sie haben Textilien, die in ihrer Haptik überzeugen. Sie haben einen Unternehmensbereich auf neue Beine gestellt oder Sie haben ein Software-System eingeführt, das die Logistik ihrer Kunden vereinfacht. Produkte zum Anfassen, Produkte in der Anwendung sowie Umstrukturierungen, Zukäufe oder ein neues Mitglied in der Geschäftsleitung eignen sich sehr gut als Aufhänger für ein Pressegespräch. Dazu benötigen Sie keine Pressekonferenz.

Der Vorteil – Journalistenbindung und Presseabdrucke

Ein Pressegespräch ermöglicht ihnen einen positiven Imagetransfer ihres Unternehmens. Sie können nicht nur aktiv die Journalisten über Neuigkeiten aus ihrem Unternehmen unterrichten, sondern in einem persönlichen Gespräch weitereiIhnen am Herzen liegende Themen einfließen lassen. Zudem zeigen Sie ihre Geschäftsleitung bzw. ihre Spokespersons (Fachexperten aus einzelnen Abteilungen) in lockerer Atmosphäre und nicht abgehoben. Alle sitzen gemeinsam am Tisch oder genießen noch in kleinerer Runde einen Kaffee und Häppchen am Stehtisch, so dass Sie sich durchaus auch privat zeigen können. Wenn sich die Journalisten schon die Zeit für ihr Pressegespräch nehmen, können Sie auch davon ausgehen, dass sie über ihr Thema berichten.

Merken

Merken

Merken

Share

SWOT-Analyse für Ihre PR-Strategie

Mittwoch, 18. Januar 2017

Stellen Sie sicher, dass Ihre PR auch 2017 mit den Unternehmenszielen übereinstimmt – mit der richtigen SWOT-Analyse

Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal eine SWOT-Analyse für Ihre Unternehmens-PR gemacht, um Ihre PR-Strategie zu prüfen? Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie leicht die Analyse zur strategischen Ausrichtung der PR vernachlässigt wird. Dabei kostet Sie die SWOT-Analyse maximal eine Stunde. Sparen Sie sich diese Stunde, läuft Ihre Kommunikation womöglich in die falsche Richtung und schadet Ihrem Unternehmen nachhaltig.

SWOT-Analyse für PR-Strategie erstellen

Mit einer SWOT-Analyse überprüfen Sie innerhalb einer Stunde, ob Ihre PR-Strategie noch gültig ist.

Eine erfolgreiche PR-Planung basiert auf einer vorausgegangenen Analyse. Denn bevor Sie wissen, in welche Richtung Ihre PR im nächsten Jahr gehen soll, müssen Sie wissen, wo Sie jetzt stehen. Und zwar ganz aktuell. Daher sollten Sie sich regelmäßig mit den Wurzeln Ihrer PR-Strategie befassen. Denn schließlich entwickelt sich der Markt, in dem Sie agieren weiter, die Zielgruppen verändern sich und auch der Fokus Ihres Unternehmens.

Mit einer SWOT-Analyse können Sie schnell und unkompliziert eine Standortbestimmung durchführen. Vorausgesetzt natürlich, dass Sie Ihr Unternehmen und den Markt gut kennen.

Die SWOT-Analyse analysiert vier Bereiche:

  • – Stärken,
  • – Schwächen,
  • – Chancen und
  • – Risiken.

Die Bereiche „Stärken“ und „Schwächen“ beziehen sich auf das Unternehmen selbst, die Bereiche „Chancen“ und Risiken“ beeinflussen von außen Ihren Unternehmenserfolg.

Die SWOT-Analyse beantwortet Ihnen zentrale Unternehmensfragen

Eine SWOT-Analyse können Sie für verschiedene Anliegen und Ziele vornehmen. Sie kann Ihnen wichtige Orientierung bieten, wenn es Ihnen darum geht,

  • – einen neuen Markt zu betreten,
  • – eine neue Produktlinie einzuführen
  • – mit einem anderen Unternehmen zu fusionieren oder
  • – eine neue Zielgruppe anzusprechen.

Stellen Sie je nach Ihrer (aktuellen) Zielsetzung die Fragen zu Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken – und Sie werden wertvolle Antworten für Ihre Ausrichtung erhalten.

So liefert Ihnen die SWOT-Analyse wertvolle Informationen

Legen Sie eine SWOT-Matrix an. Erstellen Sie eine Liste mit Fragen, die an Ihrer Zielsetzung ausgerichtet sind. Führen Sie auf der linken Seite die Faktoren auf, die für Stärken, Schwächen sowie Chancen und Risiken maßgeblich sind.

Wollen Sie Ihr Unternehmen neu positionieren, könnten Sie beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • – Welche Kernkompetenzen weist Ihr Unternehmen auf?
  • – In welchen Themen hat Ihr Unternehmen einen Leistungsvorsprung vor dem Wettbewerb?
  • – Was ist der USP?
  • – Womit kann sich Ihr Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen?
  • – In welchen Bereichen sind die Mitbewerber besser aufgestellt?
  • – Mit welchen Attributen wird Ihr Unternehmen von den Zielgruppen belegt?

Mögliche Antworten: Ihr Unternehmen ist seit über 100 Jahren am Markt tätig. Sie setzen in der Produktion auf traditionelle Verfahren und produzieren weitestgehend in Deutschland. Die Beständigkeit manifestiert sich auch in der langjährigen Zugehörigkeit Ihrer Mitarbeiter. Ihre Stärke ist also Tradition! Das heißt, damit sollten Sie auch in der PR weiterhin arbeiten.

Schreiben Sie die Antworten auf Ihre Fragen in die Felder für die vier verschiedenen Bereiche. Setzen Sie nun Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken in Relation zueinander. Daraus leiten sich folgende Strategien ab:

  • Stärke-Chancen-Strategie: Verfügen Sie über Stärken, die Ihnen die Möglichkeit eröffnen, Ihre Chancen zu nutzen? Diese Strategie sollten Sie „ausbauen“.
  • Schwächen-Chancen-Strategie: Verpassen Sie Chancen wegen Ihrer Schwächen? Um hierbei „aufzuholen“, sollten Sie Ihre Schwächen in Stärken verwandeln, z.B. durch Kooperationen mit starken Partner, eine technische „Aufrüstung“ oder eine Schulung des Personals.
  • Stärken-Risiken-Strategie: Besitzen Sie Stärken, um Risiken zu bewältigen? Ihr Unternehmen sollte bisherige Erfolge „absichern“.
  • Schwächen-Risiken-Strategie: Welchen Risiken sind Sie wegen Ihrer Schwächen ausgesetzt? Diese Strategie sollten Sie „vermeiden“.

Aus den vier Feldern der SWOT-Matrix bestimmen Sie nun Ihre PR-Strategie mit den einzelnen Kommunikationsmaßnahmen, die notwendig sind, um von den Chancen zu profitieren. Die Risiken sollten Sie dabei minimieren.

Eine SWOT-Analyse ist prinzipiell schnell durchgeführt. Voraussetzung: Sie kennen Ihr Unternehmen und den Markt. Mit der Analyse und der sich daraus ergebenden Strategie fängt die Arbeit allerdings erst an: Jetzt heißt es, Ideen sammeln, um Stärken und Chancen zu nutzen und die Schwächen und Risiken zu minimieren. Aus den Ideen wiederum leiten sich Ihre Kommunikationsmaßnahmen ab.

Die ausführlichen Tipps und ein Praxisbeispiel für eine SWOT-Analyse erhalten Sie in der aktuellen PRPraxis 2/2017.

Themen aus PRPraxis 2/2017, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Datenschutz: So gewinnen Sie auf der Messe nutzbare Daten
  • – Datenverarbeitung: So kommen Sie Ihrer Kontrollpflicht nach
  • – Facebook: 3 Voraussetzungen, mit denen Sie Ihre Reichweite bei Facebook steigern können – und Ihren Umsatz!
  • – Bewegtbilder: Erklärvideos – so leicht gestalten Sie Tutorials selbst
  • – Unternehmenswerte: Machen Sie Ihre Unternehmenskultur zum Erfolgsfaktor
  • – Leserfrage: Brauchen wir eine Einwilligung der Mitarbeiter für eine Gesundheitsaktion?
  • – Recht: Ende der Linkfreiheit – Abmahngefahr wegen Links auf fremde Seiten
Share

PR-Planung 2017

Mittwoch, 28. Dezember 2016

3 Möglichkeiten, um Ihre PR-Themen 2017 optimal zu planen und zu organisieren

Content, immer mehr Content – davon lebt die Öffentlichkeitsarbeit. Die Streuung von Themenangeboten über immer mehr Medien bringt aber auch schnell Chaos in die PR-Planung 2017. Damit Sie wissen, welche Themen Sie wo mit welcher Botschaft veröffentlicht haben bzw. noch sollten, habe ich für Sie in der aktuellen PRPraxis verschiedene PR-Planungstools entworfen.

PR-Planung-2017-Content-Tools

Für Ihre PR-PLanung 2017 finden Sie in der PRPraxis 26/2016 die passenden Tools

PR benötigt Struktur und Planung. Nur dann kommen die entwickelten Botschaften – transportiert durch PR-Texte wie Pressemeldung, Fachartikel, Blogbeiträge oder Social Media Posts – an die Zielgruppe. Bei so vielen Medienkanälen kommt die PR-Planung schon einmal an ihre Grenzen.

Heute gehe ich der Frage nach: Ist es möglich, einen Muster-Kommunikations-Plan zu entwerfen, der alle PR-Aktivitäten nach Themen abdeckt inkl. Terminierung, Kanälen und Botschaften? Ist ein solches Planungstool überhaupt sinnvoll oder gibt es Alternativen?

Lesen Sie selbst!

Möglichkeit 1: Kommunikationsplan, bei dem die Zeit im Mittelpunkt steht

Wenn es um die Jahresplanung geht, brauchen Sie einen Kommunikationsplan, der die Monate und ggfls. bereits die einzelnen Wochen und Tage in den Vordergrund stellt.

Nach Monaten aufgeschlüsselt: Beginnen Sie am besten mit einem Plan, der in 12 Monate unterteilt ist und in den Sie Produkteinführungen, Messeauftritte, wichtige Veranstaltungen und Themen eintragen, die Sie über das Jahr begleiten. Er dient Ihnen als Grobplanung für Ihr Jahreskonzept bzw. die Absprache mit der Geschäftleitung und dem Kommunikationsteam.

Vorteil:

  • – Sie sehen auf einen Blick, wo es Spitzen bei der PR-Planung gibt und wo Sie noch Content hinzufügen können, um regelmäßig und strategisch Öffentlichkeitsarbeit und Agenda Setting zu betreiben.
  • – Wenn Sie zudem noch die strategischen PR-Ansätze aufschlüsseln und Ihre PR-Themen auf diese verteilen, haben Sie bereits eine gute Basis für Ihren PR-Fahrplan gelegt.

Nachteil:

  • – Der Plan geht nicht in die Tiefe, sondern ist nur eine Grobplanung für Ihre PR-Themen.
  • – Die einzelnen Kommunikationskanäle sind nicht abdeckt;
  • – Der Plan konzentriert sich rein auf die Themenverteilung über die einzelnen Monate.

Anreichern können Sie den Jahresplan mit Themenspecials Ihrer Key-Medien sowie Ihrer Anzeigenplanung. So erkennen Sie auf einen Blick, welche Themen Sie bereits für Ihre PR bearbeitet haben, um sie Fachmedien für deren Themenspecials anzubieten und in welchen Medien Sie aktuell mit einer Anzeige, einem Banner oder Sponsored Post Akzente setzen.

Möglichkeit 2: Kommunikationsplan, bei dem Ihr Thema im Mittelpunkt steht

Für Themen, die zeitlich begrenzt sind wie Kampagnen, Produkteinführungen, Messeauftritte oder Roadshows bietet es sich an, einen crossmedialen Redaktionsplan zu entwickeln, der Ihnen erlaubt, eine Geschichte mit Anfang, Höhepunkt und Abschluss zu erzählen.

Vorteil:

  • – Sie können ein dramaturgisches Drehbuch für Ihr Thema entwickeln und inhaltliche Schwerpunkte auf die einzelnen Kommunikationskanäle setzen (Storytelling!).
  • – Sie sehen auf einen Blick den thematischen Ablauf des Themas inkl. Status.
  • – Sie können festlegen, welcher Inhalt zu welchem Kommunikationskanal passt inkl. Bilder, Videos oder Grafiken.

Nachteil:

  • – Die Beschränkung auf ein Thema lässt Sie leicht den Blick für Ihre strategische Content-Ausrichtung verlieren.
  • – Wichtig bei einer Kampagne ist auch die Auswertung: wie kamen die Themen bei der Zielgruppe an, wie viele Likes, Kommentare etc. gab es auf den Social Media Kanälen etc. Eine solche Auswertung würde Ihr Storyboard unübersichtlich gestalten. Die Evaluation sollten Sie daher auf einem gesondertes Blatt aufbereiten.

Möglichkeit 3: Kommunikationsplan, bei dem der Kommunikationskanal im Mittelpunkt steht

Wenn Sie einen Unternehmensblog betreiben oder Ihren Social Media Schwerpunkt auf Facebook setzen, benötigen Sie einen gesonderten Redaktionsplan, der Ihnen hilft, Ihren Kommunikationskanal zielgruppengerecht und langfristig mit frischen Ideen zu füllen.

Vorteile:

  • – Mit einem detaillierten Redaktionsplan behalten Sie den Überblick über Ihre Themen und können Themendoppelungen vermeiden bzw. wiederkehrende Themen einen neuen Blickwinkel verpassen.
  • – Ein dedizierter Redaktionsplan pro Kanal hilft Ihnen beim organisatorischen Ablauf: Sie können einzelne Beiträge an Kollegen auslagern oder gar mit Gastautoren/ Partnern arbeiten.
  • – Sie können Themen im Voraus planen und bereits auf Ihre Kanäle einstellen.

Nachteile:

  • – Ein Redaktionsplan pro Kanal ist sehr eindimensional und lässt Sie schnell den Blick fürs Ganze (Jahres-Themen, Agenda Setting, strategische Ansätze) verlieren.

Mit einem guten Redaktionsplan planen Sie Ihren PR-Content langfristig und strategisch; er hilft Ihnen Ihre PR-Ziele unkompliziert umzusetzen. Wichtig ist, dass er leicht verständlich und flexibel erweiterbar ist. Ein Plan für alle Fälle gibt es jedoch nicht. Sinnvoll ist, dass Sie einen Jahresplan haben, in den Sie grob die wichtigsten Themen einpflegen und sukzessive mit aktuellen Beiträgen und Ideen füllen. Für wichtige Einzelthemen und Kanäle ist es unerlässlich, dass Sie einen gesonderten Redaktionsplan anlegen.

Die ausführlichen Tipps inklusive Matrix lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 26/2016.

Themen aus PRPraxis 25/2016, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Pressearbeit: Erleichtern Sie den Journalisten die Arbeit – es zahlt sich aus!
  • – Datenverarbeitung: So kommen Sie Ihrer Kontrollpflicht nach
  • – Corporate Clothing: Machen Sie Ihre Mitarbeiter auch optisch zu Botschaftern Ihres Unternehmens
  • – Leserfrage: Brauchen wir einen E-Mail-Disclaimer?
  • – Social Media: Snapchat: So steigern Sie hier Ihre Reichweite
  • – Suchmaschinenoptimierung: Aufgepasst: Google bevorzugt bald für Smartphones optimierte Webseiten
  • – Recht: Diese 6 Grundprinzipien des Datenschutzes muss jeder PR-Profi kennen

Merken

Merken

Share

Agenturhonorare verhandeln

Mittwoch, 17. August 2016

Externes PR-Wissen: Mit diesen praxiserprobten Tipps bekommen Sie maximale Leistung für Ihr Geld

Ob für einzelne Projekte oder als Unterstützung für Ihr unternehmensinternes Kommunikationsteam: Die meisten Unternehmen holen sich punktuell oder dauerhaft PR-Know-how von außen. Angesichts der niedrigen Honorare, zu denen Texter eingekauft werden können, scheint das auch keine Frage des Budgets mehr zu sein. Allerdings fragen sich viele PR Verantwortliche – zu Recht –, wie viel Honorar für eine Dienstleistung angemessen ist, um gute Arbeit zu bekommen. Welche Vergütungsmodelle gibt es? Wie handeln Sie ein Honorar aus, mit dem beide Seiten zufrieden sind? Die Antworten finden Sie in diesem Beitrag.

Schreibblockaden mit Kreativitätstechniken überwindenDas Internet hat in den letzten Jahren nicht nur spannenden und vielfältigen Content hervorgebracht, sondern auch Dumping-Preise bei Kreativleistungen vor allem in Text und Design. Textleistung wird oft nach Cent pro Wort kalkuliert – ein Endpreis bei dem kein fundierter Artikel entstehen kann.

Welche Preise sind aber zeitgemäß? Wie erhalten Sie Profi-Arbeit und zahlen trotzdem marktkonform? Wir zeigen Ihnen, welche Vergütungsregelungen derzeit am Markt herrschen und wie Sie für beide Seiten eine Win-Win-Situation erhalten.

Mein Tipp für Ihre Honorarverhandlungen

Sehen Sie nicht nur den Kostenfaktor in Ihren Verhandlungen, sondern die Leistung, die hinter dem Preisangebot steht und den Menschen, mit dem Sie zukünftig in der PR zusammenarbeiten. Wichtiger als 10-20 € mehr oder weniger Stundenhonorar ist, welche Vorteile Ihnen der PR-Berater verschafft: sehr gute Kontakte zu Ihren Key-Medien, starke Textkompetenz, Branchenerfahrung, ad-hoc Lieferungen. Überlegen Sie sich also unbedingt neben dem Faktor Vergütung, worauf Sie in der Zusammenarbeit Wert legen.

Jede PR-Agentur oder jeder freie PR-Berater kalkuliert anders, erhebt einen anderen Stundensatz oder Fixpreise für seine Leistungen. Daher ist es sinnvoll, dass Sie sich vor dem Erstgespräch überlegen,

  • – wofür benötige ich einen externen PR-Berater – Projekt oder langfristige Zusammenarbeit
  • – was wünsche ich mir von diesem PR-Berater: Branchenkenntnisse, spezielle Medienkontakte, vorwiegend Textarbeit,
  • – welche Ziele sollen mit der externen Beratung erreicht werden,
  • – welches Budget steht mir zur Verfügung und welche Aufgabenschwerpunkte sollen damit abgedeckt werden?

Vergütungsregelungen und ihre Varianten

Ob PR-Agentur oder freier PR-Berater – beide möchten entsprechend ihrem Aufwand und der Kreativität ihrer Ratschläge entlohnt werden. Neben Konzepten und gemeinsam fixierten PR-Instrumenten ist PR oft Alltagsgeschäft mit erheblichem Zeitaufwand. Damit für Sie die PR-Abrechnung kalkulierbar bleibt, sollte das Beratungsangebot so detailliert wie möglich sein und auch administrative Aufgaben einfließen lassen. Zudem sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Dienstleister entscheiden, welches Vergütungsmodell Sie wählen.

  • Erfolgsabhängig – nicht erfolgsabhängig
    Aus dem Vertrieb kennt man das erfolgsabhängige Gehalt. Ein Teil ist Fixgehalt, ein Teil variabel, ausgeschüttet je nach Zielerreichung. In der PR haben Sie keine Veröffentlichungsgarantie und auch keine Garantie auf eine bestimmte Besucherzahl Ihrer Webseite aufgrund von PR. Was Sie haben sind Erfahrungswerte, an denen Sie Ihren Berater messen können, wenn er sich messen lassen will. Immer häufiger fahren PR-Berater zweigleisig: ein geringerer Stundensatz und dafür Honorare im Erfolgsfall. Wie der Erfolgsfall aussieht, ob pro Clipping, pro lancierter Fachartikel oder Anzahl der Teilnehmer bei Ihren Presseveranstaltungen, bleibt Ihnen überlassen. Machen Sie sich aber klar, wenn Sie auf erfolgsabhängige Zusammenarbeit plädieren, müssen Sie Ihrem Berater auch mehr Gestaltungsfreiheit in der PR überlassen.
  • Stundensatz – Pauschale
    Ob Stundensatz oder Pauschale, beide Formen der Abrechnung haben ihre Vor- und Nachteile. Stundensätze erfordern eine erhöhte Dokumentation der erbrachten Leistungen. Zudem kann die Zeit für die einzelnen PR-Leistungen schlechter eingeschätzt werden: Ihr PR-Berater benötigt für die eine Pressemeldung drei Stunden, für die nächste nur zwei. Als Auftraggeber müssen Sie daher flexibel sein: Ist Ihr Dienstleister mitten in einer Presseaussendung, aber sein monatliches Zeitkontingent ist bereits erschöpft, müssen Sie ihm vertrauen, dass er die Arbeit zuende bringt und dafür den kommenden Monat weniger arbeitet. Wenn Sie ein festes Budget für Ihr Projekt oder Ihre monatliche Zusammenarbeit haben, sollten Sie den PR-Berater unbedingt bitten, das Budget in Leistungen umzurechnen, die er Ihnen monatlich erbringt. Aber auch das verhindert nicht die Zeitüberschreitung.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass für Ihr monatliches Budget auch die entsprechende Leistung erbracht wird, sollten Sie den PR-Berater bitten, Ihnen Fixpreise für standardisierte PR-Instrumente – wie Pressemeldung, Presseaussendung, Fachartikel etc. zu nennen. Achten Sie darauf, dass Ihnen bei Textarbeit Zeichenzahl und Schriftgröße genannt werden – z.B. 90 € für eine Pressemeldung 1 DIN A4-Seite bei 1.800 Zeichen, Arial, 11 Pkt., 1,5 zeilig. Damit lässt sich besser kalkulieren. Hinzu kommt die Medienarbeit – also Kontakte zu Medien, um Fachartikel zu lancieren oder ein Pressegespräch zu terminieren – mit einer gewissen festgelegten Stundenanzahl pro Monat sowie eine Pauschale für Beratung, Reporting und Clipping.

Klarheit und Transparenz des Preis-Leistungsangebots

Sie haben natürlich ein bestimmtes Budget im Kopf – sei es für einen monatlichen PR-Beratungstender oder für ein klar definiertes Projekt, zu dem Sie PR-Unterstützung wünschen.

Wichtig ist, dass Sie mit offenen Karten in die Preisverhandlungen gehen. Wenn nicht mehr Budget vorhanden ist, können Sie kein weiteres zaubern, aber was Sie für das Budget bekommen, ist durchaus verhandelbar.

Legen Sie gemeinsam mit dem PR-Berater fest, welche Leistungen er für ihr projekt/ Ihre monatliche Pressearbeit für sinnvoll hält und bringen Sie auch Ihre Ideen und Wünsche ein. Auf Basis der festgelegten PR-Strategie und -Instrumente kann Ihnen der PR-Berater nun ein fundiertes Angebot machen. Zwei Beispiel – Budget nach Zeit oder Fixpreise haben wir Ihnen beigefügt.

Vergütungen für externe Dienstleister wie PR-Berater sollten für beide Seiten zufriedenstellend sein. Sie erhalten einen Sparringpartner für Ihre Belange, dessen Leistung sich auch im Honorar widerspiegeln sollte. Überlegen Sie sich gemeinsam mit dem PR-Berater mögliche Vergütungsmodelle und lassen Sie sich ein dediziertes Angebot erstellen, das die Wünsche beider Vertragsparteien beinhaltet. Damit legen Sie den Start für eine fruchtbare Zusammenarbeit und eine erfolgreiche Pressearbeit.

Die ausführlichen Tipps sowie eine Kostenkalkulation für PR eines Onlineshops lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 17/2016.

Themen aus PRPraxis 17/2016, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Marketing – Regional ist Trend: Nutzen Sie die Regionalität als Marktvorteil, denn Nähe schafft Vertrauen
  • – Corporate Blog – So gelingt der gute Draht zu Influencern
  • – Medienarbeit – Marktforschung: So erfahren Sie im Vorfeld, welche Maßnahmen Ihre Kunden begeistern
  • – SEM – Suchmaschinen-Marketing ist der unverzichtbare Schlüssel zu Ihrem Internet-Erfolg
  • – SEA – So erzielen Sie dank SEA Top-Positionen in der Google-Suche
  • – Kundenakquise – Werber gewinnen: So lassen Sie Ihre überzeugten Kunden für Sie die Werbetrommel rühren

Merken

Merken

Merken

Share

Sommerloch nutzen – PR sinnvoll aufräumen

Mittwoch, 22. Juni 2016

Die vier perfekten Aufgaben fürs Sommerloch, damit Sie danach in der PR wieder voll durchstarten können

Im Sommerloch geht es im Büro meist ruhiger zu. Das bedeutet, Sie können jetzt Dinge angehen, zu denen Sie ansonsten in der Alltagshektik keine Zeit finden. Nehmen Sie sich jetzt Zeit, um „aufzuräumen“ und Themen „vorzubereiten“. So gehen Sie gut gewappnet ins Jahresendgeschäft.

Aufgaben für das Sommerloch, Öffentlichkeitsarbeit

Sommerloch ade – nutzen Sie die ruhigen Monate für Ihren Unternehmensauftritt.

Im Haushalt machen wir Frühjahrsputz, ordnen Anfang des Jahres Dinge neu und räumen gründlich auf. Wer Platz schafft, schafft sich auch Freiräume für neue Ideen, Themen und PR-Instrumente. Die ruhigen Sommermonate sind wie geschaffen fürs gedankliche „Aufräumen“.

Diese vier Aufgaben lassen sich im Sommerloch perfekt erledigen:

Aufgabe 1: Presseverteiler aktualisieren und überprüfen

Der Presseverteiler ist die Basis für Ihre Medienarbeit. Daher sollte er immer gepflegt sein – spätestens im Sommerloch. Das machen Sie am besten nach jeder Aussendung. Wenn Sie Fehlermeldungen bei der Aussendung per Mail erhalten, haken Sie bei den Redaktionen direkt nach, ob sich Ihr Ansprechpartner geändert hat.

  • – Überprüfen Sie nun, ob Ihr Presseverteiler noch sinnvoll aufgebaut ist.
  • – Nehmen Sie jetzt neue Print- und Onlinemedien auf und Blogs, die Ihnen bei Ihren Recherchen ins Auge gestochen sind.
  • – Sind Ihre Bloggermedien noch rlevant, haben sich neue in Ihrem Themenfeld etabliert? Schauen Sie doch gleich mal beim Blog Ranking von teads.tv (http://de.labs.teads.tv/top-blogs) oder geben Sie in der Google-Suche „Blog + Thema“ ein.

Aufgabe 2: PR-Plan und Budget überprüfen

Das erste Halbjahr ist vorüber. Zeit, zu überprüfen, ob Sie noch thematisch und strategisch in Ihrem PR-Plan liegen. Das Sommerloch ist der perfekte Zeitpunkt dafür.

  • – Thematisch heißt: Haben Sie die gewünschten Themen besetzt? Sind die Botschaften bei der Zielgruppe angekommen? Werden sie von Multiplikatoren verbreitet?
  • – Strategisch heißt: Entspricht die Zahl der Presseveröffentlichungen Ihrem Plan? Entwickeln sich die Social-Media-Community-Zahlen wie gewünscht? Haben Sie die Pressegespräche geführt, wie Sie es geplant hatten?

Die Halbjahresauswertung ist der erste Schritt für Ihre Jahresendpräsentation vor Ihrem Chef und der Geschäftsleitung und hilft Ihnen die Richtung für die kommende Jahresplanung einzuschlagen.

Aufgabe 3: PR- und Marketingmedien aktualisieren

Präsentationen, Flyer, Kundenmagazine und Internetauftritt. Ihr Marketingmaterial ist vielfältig. Aber sind auch alle Daten und Fakten darin noch aktuell? Passt Ihr Layout noch zu Ihrer Corporate Identity? Halten sich alle Abteilungen an Ihr Corporate Design?

Machen Sie im Sommerloch die Nagelprobe und sammeln Sie alle Marketingmaterialien, Briefbögen, Präsentationen, Mitarbeiter- und Kundenmedien und testen Sie im nächsten Schritt, ob alle Ihrem aktuellen Corporate Design entsprechen.

Aufgabe 4: Außenauftritt und Image auf Stringenz überprüfen

Genauso wichtig wie die internen wie externen Kommunikationsmedien ist das Erscheinungsbild Ihrer Firmenzentrale. Wie Ihr Internetauftritt ist es die physische Visitenkarte Ihres Unternehmens. Gehen Sie im Sommerloch zuerst gedanklich durch die Räume und um das Gebäude, schreiben Sie sich auf, welche Räumlichkeit Kunden betreten und mit Ihrem Erscheinungsbild konfrontiert werden. Und überorüfen Sie dann das Erscheinungsbild Ihres Unternehmens (Firmenschild, Außenfassade, Hinweisschilder, Eingangsbereich, aber auch Freundlichkeit des Innendienstes, Empfang etc.)

Das Sommerloch ist perfekt, um strategisch und äußerlich aufzuräumen. Sie können Ihr Image aufpolieren, neue Themenschwerpunkte setzen, neue Redaktionskontakte knüpfen und sich strategisch auf die PR für das zweite Halbjahr vorbereiten. Zum Wohle des Unternehmens und zur Erfolgssteigerung Ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Die ausführlichen Tipps lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 13/2016.

Themen aus PRPraxis 13/2016, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – PR-Strategie – Stadtmarketing: Nutzen Sie die Urlaubszeit zur Selbstpräsentation
  • – Interne Kommunikation – Machen Sie Ihre Mitarbeiter fit in Sachen Öffentlichkeitsarbeit
  • – Pressedienste – Pressedienste als kosteneffiziente Alternative zu Materndiensten?
  • – Interne Kommunikation – Kunst-Aktion als Mitarbeiter-Event – als Team Bleibendes erschaffen
  • – Kundenbefragung – Nutzen Sie Kundenbewertungen datenschutzkonform
  • – Firmen-Event – Diese „Zutaten“ brauchen Sie für Ihren Tag der offenen Tür

Merken

Merken

Merken

Share

Bilder in der PR

Mittwoch, 23. März 2016

In drei Schritten zu überzeugenden Pressefotos

Jedes Jahr kürt news aktuell die PR-Bilder des Jahres. Was ist deren Gewinner-Gen? Gibt es gewisse Kriterien, die ein Pressefoto braucht, um wahrgenommen zu werden? Im Beitrag erfahren Sie, worauf Sie zukünftig bei Ihrer Bildauswahl achten sollten, um mit Ihren Unternehmensfotos zu glänzen.

Mood-Fotos nutzt Lenz & Leif für die PR

In the mood for Decken & Kissen – die deutsche Textilmarke Lenz & Leif weiß, wie sie mit guten PR-Bildern Kunden überzeugt

PR-Fotos sind nicht gleich PR-Fotos. Die Vielzahl an neuen Kommunikationskanälen und Zielgruppenansprachen haben auch die Sicht auf die Bilderwelt verändert. Je emotionaler, skurriler, witziger Ihre Fotos sind, umso mehr werden sie von der Internetcommunity geliked, geteilt und verbreitet. Aber überzeugt die Bildwahl auch die Medien? Oft sind Pressefotos und Social Media Fotos nicht kompatibel – das heißt, Ihr Bilderfundus für Ihre Öffentlichkeitsarbeit hat sich erweitert.

Der gemeinsame Nenner aller PR-Fotos

Egal ob für Ihre Medienarbeit oder für Social Media, das sollten Ihre PR-Fotos immer sein und können:

  • – authentisch und aussagekräftig
  • – Ihr PR-Thema unterstreichen
  • – Ihrer Unternehmenswelt und -philosophie entsprechen
  • – Ihre Botschaften widerspiegeln
  • – Qualität besitzen
  • – für Print und fürs Web geeignet sein

Erfahren Sie in 3 Schritten, was Sie tun müssen, damit Ihre Fotos diese Voraussetzungen erfüllen.

Schritt 1: Analysieren Sie Ihre Ziele, Zielgruppen und bisherige Erfolge

Stellen Sie sich vor den Planungen des Shootings folgende Fragen:

  • – Was funktioniert gut für Medien, Ihre Webseiten, Facebook, Instagram oder Twitter? Beobachten Sie eine Zeitlang Ihre verschiedenen Kommunikationskanäle und erfassen Sie: Welche Fotos wurden von den Medien aufgegriffen, welche in Social Media geliked, können Sie Verbindungen zwischen einer steigenden Nachfrage und der Veröffentlichung eines Fotos auf der Website feststellen?
  • – Gibt es Motive, die Sie aus mehreren Blickwinkeln fotografieren können, um ihre unterschiedlichen Zielgruppen anzusprechen? Sprechen Sie beispielsweise eine technikaffine Zielgruppe an, die an den technischen Details interessiert ist?
  • – Welche Bildmotive benötigen Sie für Ihre PR-Themen überhaupt? Sie es beispielsweise Bilder von Personen in Aktion, Produkte in der Nutzung, die Produktion oder Mood-Fotos?

Schritt 2: Passen Sie Ihre Bilder Ihren Kommunikationskanälen an

Wenn Sie PR-Fotos für die Medien planen: Richten Sie Ihre Bilderwelt an den Wünschen Ihrer Key-Medien aus. Schauen Sie sich die Fotos in den Magazinen an, in denen Sie sich Veröffentlichungen wünschen. Analysieren Sie die Bilder zu vergleichbaren Themen oder Unternehmen aus vergleichbaren Branche. Fragen Sie ruhig auch gezielt nach, welche Anforderungen an die Bilder gestellt werden und kreieren Sie entsprechede Produkt-, Porträt- und Firmenfotos.

Die Fotos Ihrer Website müssen mit der Unternehmensphilosophie und Ihrem Image korrespondieren: Wenn Sie die Traditionen Ihres Unternehmens transportieren möchten, sollten die Fotos eher klassisch sei. Wollen Sie ein modernes, junges Image, sollten auch die Fotos frisch, modern und dynamisch wirken.

Bedienen Sie Social Media Kanäle, nutzen Sie Schnappschüsse von Ihren Mitarbeitern, von Events, Messeveranstaltungen, Fotoshootings etc. Diese „Nebenprodukte“ sind genau das, was die Fancommunity sich von Ihnen wünscht und gerne teilt.

Extra-Tipp: Versuchen Sie immer Synergien zwischen Ihren Einsatzbereichen zu schaffen: Webseiten-Fotos lassen sich gut für PR-Zwecke nutzen, Schnappschüsse vielleicht durchaus auch einmal auf die Webseite stellen. Auch die Medien greifen gerne Ihre Social Media Fotos auf für deren Facebook, Instagram oder Twitter-Posts.

Schritt 3: Welche Bildmotive beleben Ihre PR?

Setzen Sie sich am besten mit einer kleinen Gruppe Ihrer Mitarbeiter – möglichst aus allen Unternehmensbereichen – zusammen und überlegen Sie in einem Brainstorming, welche Bildmotive in welcher Abteilung stecken und clustern Sie diese thematisch.

Nutzen Sie dafür die Kreativtechnik des Mindmapping: Auf einem Blatt steht in der Mitte Ihr Firmenname. Von hier aus verzweigen sich Ihre einzelnen Unternehmensbereiche und Produktlinien. Clustern Sie weiter:

  • – Was macht unsere Abteilung aus?
  • – Welche Aufgabenschritte gibt es in unserer Abteilung?
  • – Was macht uns als Team aus?
  • – Gibt es aufmerksamkeitsstarke Mitarbeiter, die sich als Testimonial für PR-Fotos eignen?
  • – Brauchen wir neben reinen Produktfotos (Freistellern) aus allen Blickwinkeln auch Moodfotos, also die Produkte in der Anwendung?
  • – Wer sind unsere Spokespersons und wie können wir diese charakterisieren:
    • – z.B. durch die Umgebung (Architektur, Hintergrundfarbe)
    • – durch die Haltung (Gestik, lässig an Wand gelehnt)
    • – durch die fachliche Einordnung (Produktmanager mit seinem Produkt in der Hand, Geschäftsführer hinter seinem Schreibtisch).

Jeder Strang wird für die einzelnen Kommunikationskanäle aufbereitet. Aus ihm erkennen Sie sowohl Fotomotive als auch mögliche PR-Themen.

Lernen Sie von den Award-Gewinnern des PR-Bilder 2015

Welche Foto-Idee steckt hinter den PR-Bildern 2015? Drei Fotos von Award-Gewinnern habe ich mir näher angeschaut.

Coca Cola gewinnt PR-Foto 2015 in der Kategorie Produktfoto

Coca-Cola: “”Togetherness” – Starfotograf David LaChapelle inszeniert die Coca-Cola Glasflasche ” Eingereicht durch: fischerAppelt, relations GmbH, Fotograf: David LaChapelle / Ogilvy France für Coca-Cola

Coca Cola – Gewinner Kategorie Produktfoto und Deutschland

Die typische Coca-Cola Flasche sucht man auf dem PR-Bild vergebens. Wer genau hinschaut, sieht aber deren Silhouette, die zwei verschieden farbige Hände formen. Besser könnte man den Zeitgeist nicht einfangen: Wir sind alle unterschiedlich, aber Coca-Cola verbindet uns.

Switzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Switzerland Tourismus gewinnt PR-BIlder 2015 in der Kategorie TourismusSwitzerland Tourism, “Grand Tour of Switzerland 2015”, eingereicht durch: Ivo Scholz, Fotograf: Sebastien StauSwitzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Sehnsucht und Emotionen strahlt das Bild des Schweizer Tourismusverbandes aus. Es zeigt einen stillen, klaren See im Abendlicht, dessen Einsamkeit und Ruhe zwei Menschen miteinander genießen. Nicht die typischen Berge und saftigen Wiesen auf denen Kühe grasen, charakterisieren die Schweiz als Urlaubsland, sondern Stille und Weite, um die Seele baumeln zu lassen.

OppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits gewinnt bei PR-Bilder 2015 in der Kategorie Social Media

OppoSuits, “Sehr geehrter Herr Putin, Ihr Geheimnis ist bei uns sicher!” Eingereicht durch: Jonas Rodermund, Fotograf: Jasper CasteleinOppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits kreiert verrückte Herrenanzüge und dementsprechend frech geht das Unternehmen auch mit seiner Bilderwelt um. Für seine Social Media Kanäle setzt die Marke nicht auf Models in Anzügen, sondern zeigt den Blick eines Kunden, wenn er sein Paket öffnet: Zusätzlich zum gekauften Produkt dürfen sich die Kunden noch auf einen persönlichen Brief freuen.

Die Beispiele zeigen: Gehen Sie Ihre eigenen Wege in der Bildsprache – es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie klassische PR-Bilder benötigen. Aber die Zeit ist reif – dank Social Media – in Darstellungsart, Farben und Ausschnitten zu experimentieren. Die PR-Bilder 2015 machen es vor.

3 Tipps für wirkungsstarke PR-Fotos

von Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation news aktuell GmbH

  • Formen Sie mit Ihren PR-Fotos zeitlose Bilder, die möglichst auch Jahre später noch die Philosophie Ihres Unternehmens verkörpern.
  • Produzieren Sie echte Hingucker. Durch ein tolles PR-Bild können Sie einem Thema eine völlig neue Wendung geben und große Aufmerksamkeit erzielen.
  • Inszenieren Sie weniger, sondern schaffen Sie Authentizität. Nicht zu viel Photoshop, nicht zu glatt, nicht zu schreiend. Die eigenen Mitarbeiter eignen sich oft hervorragend als Bildmotiv.

Je besser Ihre Vorbereitung, umso besser lässt sich Ihre Bilderwelt umsetzen und für Ihre PR-Kanäle verwenden. Machen Sie unbedingt ein Brainstorming, wofür Sie welches Motiv benötigen und wie Sie das Thema bildlich umsetzen. Holen Sie sich dazu durchaus auch Inspirationen von Ihren Key-Medien und auf den Social Media Kanälen. Was in den Medien veröffentlicht wird bzw. von Ihren Fans geliked und geteilt, macht auch Ihre PR-Fotos erfolgreich.

Share

Pressearbeit – sinnvoll und nachhaltig gestalten

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Was ist sinnvoller, ein Pressethema per Telefon oder per Mail anzukündigen?

Immer wieder begegnet mit bei meiner PR-Beratertätigkeit folgende Frage: Wie nehmen Sie am besten Kontakt zu den Medienvertretern auf – per Telefon oder E-Mail? Nerven Sie, wenn Sie anrufen; geht Ihre Nachricht in der E-Mail-Flut unter, wenn Sie schreiben?

Pressearbeit sinnvoll gestaltenEine gute Frage, die auch mich nach langen Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit immer wieder beschäftigt. Grundsätzlich ist es so, dass man telefonisch einer Idee bzw einem spannenden Thema durch das Gespräch mit einem Redakteur durchaus eine neuen Blickwinkel geben kann. Der Redakteur hat nun bereits Ihren Namen und kann Ihre Mail gleich besser einordnen, wenn Sie ihm nach dem Telefonat die wichtigsten Fakten zu Ihrer Geschichte per Mail schicken (Pressemeldung etc.).

Aber ob das die Redaktionen auch so sehen? Lassen wir sie am besten selbst zu Wort kommen. Ich habe drei unterschiedliche Publikationen gefragt, ob sie lieber per Mail oder Telefon über ein spannendes Thema informiert werden möchten. Lesen Sie selbst:

Erik Hillenbach, Chefredaktion Gastrotel & Superior Hotel (Fachmagazin)

Ich bin ein Mail-Mensch, darüber kommuniziere ich und generiere bei weitem die meisten Inhalte für unsere Magazine. Mich erreichen täglich 180 bis 220 Presseaussendungen, die ich nach Betreff (Thema!) und Absender scanne und intelligent archiviere. Bei mir verliert sich keine Mail, wenn sie thematisch etwas mit unseren Fachmagazinen zu tun hat – jede andere wird sofort gelöscht. Telefon stört mich hingegen, da es meine Tätigkeit unterbricht. Neue Kontakte können sich gerne per Mail vorstellen. Telefonische Nachfragen ein, zwei Tage nach Versenden der Mail sind durchaus sinnvoll, weil ich dann den Inhalt der Mail noch präsent habe. Eindeutige Reize wie Absender und Betreffzeile lassen mich die Mails schneller einordnen. Wir melden uns bei interessanten Themen zeitnah oder stolpern bei einer Stichwortsuche für ein bestimmtes Thema wieder darüber.

Barbara Hordych, Redaktion Kultur & SZ Extra der Süddeutschen Zeitung (Tageszeitung)

Jeden Tag erreichen mich rund 50 Pressemeldungen. Gerne können mich Unternehmen per Telefon auf ein Thema hinweisen – das gilt vor allem für Neukontakte. So kann ich sofort entscheiden, ob es in mein Aufgabengebiet fällt und daher interessant für mich ist. Eine schriftliche Zusammenfassung der Informationen sollten sie per Mail zusätzlich senden. Diese kann ich gegebenenfalls auch an einen Kollegen oder eine Kollegin im Haus weiterleiten. Kommt mir der Anrufer ungelegen, weil ich gerade über einem Artikel sitze, vereinbare ich eine geeignetere Uhrzeit. Presseaussendungen per Mail können durchaus leicht untergehen, vor allem, wenn der Absender unbekannt ist. Wichtig ist daher, nicht nur den Themenschwerpunkt zu benennen, sondern in unserem Fall auch den Termin (der Veranstaltung) in der Betreffzeile anzugeben. Bei mir bekannten Absendern, schaue ich mir immer ihre Anliegen an, bei unbekannten richtet sich mein Interesse in erster Linie auf das Thema in der Betreffzeile.

Friederike Mechler, Redaktion Deco Home (Publikumsmagazin)

Das Kernthema der Deco Home ist textiles Wohnen. Wir bekommen rund 50 bis 70 Pressemeldungen pro Tag. Bei uns geht keine Meldung unter – wichtig ist, dass das vorgestellte Pressethema zu unserem Heftkonzept passt und attraktive Bilder beigefügt sind. Das ist der visuelle Vorteil der E-Mail gegenüber dem Telefon. Natürlich können uns Hersteller auch gerne telefonisch kontaktieren, wenn sie ein neues Produkt vorstellen möchten, das zur Deco Home passt. Presseaussendungen bekommen wir auch als Katalogsendungen per Post. Kataloge geben uns einen Eindruck der Marke; wir nehmen sie immer wieder für unsere Heftplanungen zur Hand. So sehen wir mit wenig Blättern, welcher Hersteller ein passendes Produktbild für unser aktuelles Thema hätte. Nachdem wir ein sehr bildlastiges Magazin sind, sind wir immer auf der Suche nach guten Bildern. In Presseaussendungen sind attraktive Bilder ein unschlagbarer Hingucker, die uns auf ein Thema aufmerksam machen, das wir in reiner Schriftform weniger beachtet hätte.

Natürlich können meine drei Redaktionskontakte nicht für alle Journalisten sprechen, aber die Tendenz ist klar: Wer in der Masse der Presseaussendungen auffallen will, muss zumindest das Format des Mediums kennen und in der Betreffzeile das Thema in wenigen Worten umreißen. Bei bilderlastigen Magazinen benötigen Sie unbedingt aussagekräftige Fotos. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihr Thema ankommt und Sie sind der Redaktion zudem noch nicht bekannt, wagen Sie den Anruf und stellen Sie sich und Ihr Thema der Redaktion vor.

Den ausführlichen Artikel mit den Top-Zutaten einer Presseaussendung lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 25/2015.

Themen aus PRPraxis 25/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Bildmaterial – Abbildungen erhöhen Ihre Sichtbarkeit und Reichweite
  • – Interne Kommunikation – Diese 5 Empfehlungen machen Ihre Mitarbeiterbefragung erfolgreich
  • – PR-Beratungsleistung – Chef und Kunde sind beratungsresistent? Das können Sie als PR-Verantwortlicher tun!
  • – Rechtssprechung – wann Produktfotos teuer werden können
  • – Leserfrage – Welche sind die Vor- und Nachteile verschiedener Druckfarb-Systeme?
Share

Das persönliche Gespräch – barrierefrei miteinander kommunizieren

Donnerstag, 26. November 2015

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation sollten Sie verstärkt auf das persönliche Gespräch setzen. Nur Face to Face erfahren Sie durch Mimik, Gestik die wahren Gefühle Ihres Gegenübers. Das persönliche Gespräch ist immer noch eines der effizientesten Kommunikationsinstrumente der internen Kommunikation – dank Video-Schaltung via Skype auch über Landesgrenzen hinweg.

Die Interne Kommunikation hat in den letzten Jahren durch Social Media und dem digitalen Fortschritt viele Neuerungen und Umwälzungen erlebt. Was ihr aber geblieben ist, ist das persönliche Gespräch zwischen Geschäftleitung und Führungskraft, Geschäftleitung und Mitarbeitern, Führungskraft und Mitarbeitern oder Mitarbeitern untereinander. Das, was in Rauchpausen und Kaffeeautomaten an zwischenmenschlichen Gesprächen entsteht, sollten Sie sich für die Interne Kommunikation zu nutze machen und kultivieren.

8 Vorteile des persönlichen Gesprächs

  1. vermittelt Aufgaben und Ideen – im Unternehmen, in einer Abteilung
  2. überzeugt Mitarbeiter für ein wichtiges Thema
  3. begleitet Mitarbeiter und Führungskräfte auf einem neuen Weg
  4. fördert das Vertrauens zum Unternehmen
  5. stärkt das Arbeitsklima
  6. lässt Mitarbeiter am Unternehmensgeschehen mitgestalten
  7. gibt direktes Feedback
  8. klärt schnell Unklarheiten/ Problemen

Im persönlichen Gespräch können Sie am besten Verständnis für Veränderungen im Unternehmen schaffen – im ersten Schritt bei den Führungskräften und dann bei der Belegschaft. Gerade über Change-Themen möchten die Mitarbeiter Ihre direkten Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung möglichst „live“ informiert werden. Wichtige Aussagen im Originalton geben eine bessere Orientierung.

Das persönliche Gespräch kann schnell Barrieren abbauen – Führungskräfte dienen dabei als wichtige Multiplikatoren, die im ersten Schritt aber selbst sich mit dem aktuellen Thema vertraut machen müssen. Das passiert am besten durch eine persönliche Ansprache der Geschäftsleitung sowie detaillierte Handouts für das Gespräch mit den Mitarbeitern.

Dialog-Instrumente für einen offenen Meinungsaustausch – z.B. um Change-Themen zu vertiefen, um zu wissen, was den Mitarbeitern aktuell unter den Nägeln brennt, bieten sich an als

  • Teamgespräche (Führungskräfte-Kommunikation)
  • Frühstück mit der Geschäftsleitung
  • Austausch über Social Intranet (Mitarbeiter untereinander, Geschäftsleitung, Oberes Management)
  • Workshops zu Change-Themen, neuen Visionen und Werten (Führungskräfte, Personalabteilung)

Durch das persönliche Gespräch sollen die Mitarbeiter für schwierige Themen und unangenehme Aufgaben gewonnen werden. Die Geschäftsleitung und Führungskräfte öffnen sich dem Dialog mit den Mitarbeitern und schaffen somit Vertrauen in die Kompetenz der Führungsebene. Emotionen spielen beim Gespräch eine große Rolle, die Geschäftsleitung inszeniert das Thema durch Mimik und Gestik sowie einer „flammenden“ Rede, um die Mitarbeiter aufzurütteln und ins Boot zu holen.

Die 6 Top-Erfolgsfaktoren des Dialogs sind dabei

  1. Offenheit und Transparenz – halten Sie nicht mit Details hinterm Berg
  2. Glaubwürdigkeit – gehen Sie offen mit kritischen Fragen um
  3. Regelmäßigkeit – vereinbaren Sie fixe Termine für Ihre Dialog-Instrumente
  4. Emotionalität – legen Sie Patos in Ihre Stimme, zeigen Sie den Mitarbeitern, dass Ihnen das Thema auch am Herzen liegt
  5. Verständlichkeit – Sprechen Sie die Sprache der mitarbeiter
  6. Nachhaltigkeit – informieren Sie weiter durch Handouts, Nachberichterstattung in internen Medien

7 Bausteine für einen gelungenen Dialog:

Auch die Dialog-Maßnahmen müssen konzeptionell vorbereitet und inszeniert werden, um den Nerv der Zuhörer (Mitarbeiter) zu treffen.

  1. Bringen Sie die Hauptaussagen auf den Punkt. Inszenieren Sie mit der Geschäftleitung deren Rede (z.B. persönliche Geschichte als Beispiel einbringen).
  2. Unterstreichen Sie das Gesagte mit einer ansprechenden Präsentation – damit die Zuhörer nochmals schwarz auf weiß die Hauptaussagen nachlesen können.
  3. Bringen Sie die Persönlichkeit der Geschäftsleitung, der Führungskräfte ins Spiel: Tonlage beim Sprechen, Mimik und Gestik sollen das Gesagte stärken.
  4. Planen Sie für Ihre Versammlungen, Gespräche genügend Zeit ein (1-1,5 Std. Versammlung, Workshop 4 Std., Chat 8-10 Std. – je nach Arbeitstag)
  5. Geben Sie frühzeitig Termine und Inhalte bekannt – veröffentlichen Sie z.B. bei der anstehenden Mitarbeiterversammlung eine Agenda im Intranet und verschicken sie diese auch per Mail. Geben Sie den Mitarbeitern bereits die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die Sie sammeln und anonym an die Geschäftsleitung, den Mitarbeiterbeirat oder die Personalabteilung weiterleiten.
  6. Wählen Sie einen ruhigen, ungestörten Ort, der ausgestattet ist mit dem nötigen technischen Equipment, Bestuhlung und guter Sicht auf die Referenten.
  7. Bieten Sie je nach Thema Ansprechpartner im Unternehmen an, an die sich die Mitarbeiter für weitere Fragen wenden können.

Das persönliche Gespräch hat auch im Zeitalter von Kurznachrichten nicht ausgesorgt. Kein anderes internes Kommunikationsinstrument ermöglicht einen Meinungsaustausch auf Augenhöhe und ein direktes Feedback. Es gibt viele dialoggesteuerte Instrumente, die Sie kontinuierlich nutzen sollten. Flankieren sollten Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem eingespielten Instrumentenmix. In Mitarbeiterzeitschrift, Intranet und Newsletter können Sie das Thema weiter vertiefen und nachhaltig in die Köpfe der Mitarbeiter bringen.

Den ausführlichen Artikel mit allen Tipps lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 24/2015.

Themen aus PRPraxis 24/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Medienkontakte vertiefen – Pressefrühstück: Nutzen Sie es als Initial zündung für spannende Veröffentlichungen 2016
  • – Schreibwerkstatt – Frischen Sie mit professionellen Schreiben das Image Ihres Unternehmens auf
  • – Ghostwriting – Positionieren Sie sich mit einem Buch als Experte in Ihrem Fachgebiet
  • – Content – Unterhaltung mit Mehrwert und Kaufanreizen – 5 Top-Tipps für Ihr Content-Tool-Quiz
  • – Marketing – Crowdsourcing: Nutzen Sie das Potenzial der Menge
Share