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Archiv für die Kategorie „Public Relations“

Bilder in der PR

Mittwoch, 23. März 2016

In drei Schritten zu überzeugenden Pressefotos

Jedes Jahr kürt news aktuell die PR-Bilder des Jahres. Was ist deren Gewinner-Gen? Gibt es gewisse Kriterien, die ein Pressefoto braucht, um wahrgenommen zu werden? Im Beitrag erfahren Sie, worauf Sie zukünftig bei Ihrer Bildauswahl achten sollten, um mit Ihren Unternehmensfotos zu glänzen.

Mood-Fotos nutzt Lenz & Leif für die PR

In the mood for Decken & Kissen – die deutsche Textilmarke Lenz & Leif weiß, wie sie mit guten PR-Bildern Kunden überzeugt

PR-Fotos sind nicht gleich PR-Fotos. Die Vielzahl an neuen Kommunikationskanälen und Zielgruppenansprachen haben auch die Sicht auf die Bilderwelt verändert. Je emotionaler, skurriler, witziger Ihre Fotos sind, umso mehr werden sie von der Internetcommunity geliked, geteilt und verbreitet. Aber überzeugt die Bildwahl auch die Medien? Oft sind Pressefotos und Social Media Fotos nicht kompatibel – das heißt, Ihr Bilderfundus für Ihre Öffentlichkeitsarbeit hat sich erweitert.

Der gemeinsame Nenner aller PR-Fotos

Egal ob für Ihre Medienarbeit oder für Social Media, das sollten Ihre PR-Fotos immer sein und können:

  • – authentisch und aussagekräftig
  • – Ihr PR-Thema unterstreichen
  • – Ihrer Unternehmenswelt und -philosophie entsprechen
  • – Ihre Botschaften widerspiegeln
  • – Qualität besitzen
  • – für Print und fürs Web geeignet sein

Erfahren Sie in 3 Schritten, was Sie tun müssen, damit Ihre Fotos diese Voraussetzungen erfüllen.

Schritt 1: Analysieren Sie Ihre Ziele, Zielgruppen und bisherige Erfolge

Stellen Sie sich vor den Planungen des Shootings folgende Fragen:

  • – Was funktioniert gut für Medien, Ihre Webseiten, Facebook, Instagram oder Twitter? Beobachten Sie eine Zeitlang Ihre verschiedenen Kommunikationskanäle und erfassen Sie: Welche Fotos wurden von den Medien aufgegriffen, welche in Social Media geliked, können Sie Verbindungen zwischen einer steigenden Nachfrage und der Veröffentlichung eines Fotos auf der Website feststellen?
  • – Gibt es Motive, die Sie aus mehreren Blickwinkeln fotografieren können, um ihre unterschiedlichen Zielgruppen anzusprechen? Sprechen Sie beispielsweise eine technikaffine Zielgruppe an, die an den technischen Details interessiert ist?
  • – Welche Bildmotive benötigen Sie für Ihre PR-Themen überhaupt? Sie es beispielsweise Bilder von Personen in Aktion, Produkte in der Nutzung, die Produktion oder Mood-Fotos?

Schritt 2: Passen Sie Ihre Bilder Ihren Kommunikationskanälen an

Wenn Sie PR-Fotos für die Medien planen: Richten Sie Ihre Bilderwelt an den Wünschen Ihrer Key-Medien aus. Schauen Sie sich die Fotos in den Magazinen an, in denen Sie sich Veröffentlichungen wünschen. Analysieren Sie die Bilder zu vergleichbaren Themen oder Unternehmen aus vergleichbaren Branche. Fragen Sie ruhig auch gezielt nach, welche Anforderungen an die Bilder gestellt werden und kreieren Sie entsprechede Produkt-, Porträt- und Firmenfotos.

Die Fotos Ihrer Website müssen mit der Unternehmensphilosophie und Ihrem Image korrespondieren: Wenn Sie die Traditionen Ihres Unternehmens transportieren möchten, sollten die Fotos eher klassisch sei. Wollen Sie ein modernes, junges Image, sollten auch die Fotos frisch, modern und dynamisch wirken.

Bedienen Sie Social Media Kanäle, nutzen Sie Schnappschüsse von Ihren Mitarbeitern, von Events, Messeveranstaltungen, Fotoshootings etc. Diese „Nebenprodukte“ sind genau das, was die Fancommunity sich von Ihnen wünscht und gerne teilt.

Extra-Tipp: Versuchen Sie immer Synergien zwischen Ihren Einsatzbereichen zu schaffen: Webseiten-Fotos lassen sich gut für PR-Zwecke nutzen, Schnappschüsse vielleicht durchaus auch einmal auf die Webseite stellen. Auch die Medien greifen gerne Ihre Social Media Fotos auf für deren Facebook, Instagram oder Twitter-Posts.

Schritt 3: Welche Bildmotive beleben Ihre PR?

Setzen Sie sich am besten mit einer kleinen Gruppe Ihrer Mitarbeiter – möglichst aus allen Unternehmensbereichen – zusammen und überlegen Sie in einem Brainstorming, welche Bildmotive in welcher Abteilung stecken und clustern Sie diese thematisch.

Nutzen Sie dafür die Kreativtechnik des Mindmapping: Auf einem Blatt steht in der Mitte Ihr Firmenname. Von hier aus verzweigen sich Ihre einzelnen Unternehmensbereiche und Produktlinien. Clustern Sie weiter:

  • – Was macht unsere Abteilung aus?
  • – Welche Aufgabenschritte gibt es in unserer Abteilung?
  • – Was macht uns als Team aus?
  • – Gibt es aufmerksamkeitsstarke Mitarbeiter, die sich als Testimonial für PR-Fotos eignen?
  • – Brauchen wir neben reinen Produktfotos (Freistellern) aus allen Blickwinkeln auch Moodfotos, also die Produkte in der Anwendung?
  • – Wer sind unsere Spokespersons und wie können wir diese charakterisieren:
    • – z.B. durch die Umgebung (Architektur, Hintergrundfarbe)
    • – durch die Haltung (Gestik, lässig an Wand gelehnt)
    • – durch die fachliche Einordnung (Produktmanager mit seinem Produkt in der Hand, Geschäftsführer hinter seinem Schreibtisch).

Jeder Strang wird für die einzelnen Kommunikationskanäle aufbereitet. Aus ihm erkennen Sie sowohl Fotomotive als auch mögliche PR-Themen.

Lernen Sie von den Award-Gewinnern des PR-Bilder 2015

Welche Foto-Idee steckt hinter den PR-Bildern 2015? Drei Fotos von Award-Gewinnern habe ich mir näher angeschaut.

Coca Cola gewinnt PR-Foto 2015 in der Kategorie Produktfoto

Coca-Cola: “”Togetherness” – Starfotograf David LaChapelle inszeniert die Coca-Cola Glasflasche ” Eingereicht durch: fischerAppelt, relations GmbH, Fotograf: David LaChapelle / Ogilvy France für Coca-Cola

Coca Cola – Gewinner Kategorie Produktfoto und Deutschland

Die typische Coca-Cola Flasche sucht man auf dem PR-Bild vergebens. Wer genau hinschaut, sieht aber deren Silhouette, die zwei verschieden farbige Hände formen. Besser könnte man den Zeitgeist nicht einfangen: Wir sind alle unterschiedlich, aber Coca-Cola verbindet uns.

Switzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Switzerland Tourismus gewinnt PR-BIlder 2015 in der Kategorie TourismusSwitzerland Tourism, “Grand Tour of Switzerland 2015”, eingereicht durch: Ivo Scholz, Fotograf: Sebastien StauSwitzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Sehnsucht und Emotionen strahlt das Bild des Schweizer Tourismusverbandes aus. Es zeigt einen stillen, klaren See im Abendlicht, dessen Einsamkeit und Ruhe zwei Menschen miteinander genießen. Nicht die typischen Berge und saftigen Wiesen auf denen Kühe grasen, charakterisieren die Schweiz als Urlaubsland, sondern Stille und Weite, um die Seele baumeln zu lassen.

OppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits gewinnt bei PR-Bilder 2015 in der Kategorie Social Media

OppoSuits, “Sehr geehrter Herr Putin, Ihr Geheimnis ist bei uns sicher!” Eingereicht durch: Jonas Rodermund, Fotograf: Jasper CasteleinOppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits kreiert verrückte Herrenanzüge und dementsprechend frech geht das Unternehmen auch mit seiner Bilderwelt um. Für seine Social Media Kanäle setzt die Marke nicht auf Models in Anzügen, sondern zeigt den Blick eines Kunden, wenn er sein Paket öffnet: Zusätzlich zum gekauften Produkt dürfen sich die Kunden noch auf einen persönlichen Brief freuen.

Die Beispiele zeigen: Gehen Sie Ihre eigenen Wege in der Bildsprache – es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie klassische PR-Bilder benötigen. Aber die Zeit ist reif – dank Social Media – in Darstellungsart, Farben und Ausschnitten zu experimentieren. Die PR-Bilder 2015 machen es vor.

3 Tipps für wirkungsstarke PR-Fotos

von Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation news aktuell GmbH

  • Formen Sie mit Ihren PR-Fotos zeitlose Bilder, die möglichst auch Jahre später noch die Philosophie Ihres Unternehmens verkörpern.
  • Produzieren Sie echte Hingucker. Durch ein tolles PR-Bild können Sie einem Thema eine völlig neue Wendung geben und große Aufmerksamkeit erzielen.
  • Inszenieren Sie weniger, sondern schaffen Sie Authentizität. Nicht zu viel Photoshop, nicht zu glatt, nicht zu schreiend. Die eigenen Mitarbeiter eignen sich oft hervorragend als Bildmotiv.

Je besser Ihre Vorbereitung, umso besser lässt sich Ihre Bilderwelt umsetzen und für Ihre PR-Kanäle verwenden. Machen Sie unbedingt ein Brainstorming, wofür Sie welches Motiv benötigen und wie Sie das Thema bildlich umsetzen. Holen Sie sich dazu durchaus auch Inspirationen von Ihren Key-Medien und auf den Social Media Kanälen. Was in den Medien veröffentlicht wird bzw. von Ihren Fans geliked und geteilt, macht auch Ihre PR-Fotos erfolgreich.

Pressearbeit – sinnvoll und nachhaltig gestalten

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Was ist sinnvoller, ein Pressethema per Telefon oder per Mail anzukündigen?

Immer wieder begegnet mit bei meiner PR-Beratertätigkeit folgende Frage: Wie nehmen Sie am besten Kontakt zu den Medienvertretern auf – per Telefon oder E-Mail? Nerven Sie, wenn Sie anrufen; geht Ihre Nachricht in der E-Mail-Flut unter, wenn Sie schreiben?

Pressearbeit sinnvoll gestaltenEine gute Frage, die auch mich nach langen Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit immer wieder beschäftigt. Grundsätzlich ist es so, dass man telefonisch einer Idee bzw einem spannenden Thema durch das Gespräch mit einem Redakteur durchaus eine neuen Blickwinkel geben kann. Der Redakteur hat nun bereits Ihren Namen und kann Ihre Mail gleich besser einordnen, wenn Sie ihm nach dem Telefonat die wichtigsten Fakten zu Ihrer Geschichte per Mail schicken (Pressemeldung etc.).

Aber ob das die Redaktionen auch so sehen? Lassen wir sie am besten selbst zu Wort kommen. Ich habe drei unterschiedliche Publikationen gefragt, ob sie lieber per Mail oder Telefon über ein spannendes Thema informiert werden möchten. Lesen Sie selbst:

Erik Hillenbach, Chefredaktion Gastrotel & Superior Hotel (Fachmagazin)

Ich bin ein Mail-Mensch, darüber kommuniziere ich und generiere bei weitem die meisten Inhalte für unsere Magazine. Mich erreichen täglich 180 bis 220 Presseaussendungen, die ich nach Betreff (Thema!) und Absender scanne und intelligent archiviere. Bei mir verliert sich keine Mail, wenn sie thematisch etwas mit unseren Fachmagazinen zu tun hat – jede andere wird sofort gelöscht. Telefon stört mich hingegen, da es meine Tätigkeit unterbricht. Neue Kontakte können sich gerne per Mail vorstellen. Telefonische Nachfragen ein, zwei Tage nach Versenden der Mail sind durchaus sinnvoll, weil ich dann den Inhalt der Mail noch präsent habe. Eindeutige Reize wie Absender und Betreffzeile lassen mich die Mails schneller einordnen. Wir melden uns bei interessanten Themen zeitnah oder stolpern bei einer Stichwortsuche für ein bestimmtes Thema wieder darüber.

Barbara Hordych, Redaktion Kultur & SZ Extra der Süddeutschen Zeitung (Tageszeitung)

Jeden Tag erreichen mich rund 50 Pressemeldungen. Gerne können mich Unternehmen per Telefon auf ein Thema hinweisen – das gilt vor allem für Neukontakte. So kann ich sofort entscheiden, ob es in mein Aufgabengebiet fällt und daher interessant für mich ist. Eine schriftliche Zusammenfassung der Informationen sollten sie per Mail zusätzlich senden. Diese kann ich gegebenenfalls auch an einen Kollegen oder eine Kollegin im Haus weiterleiten. Kommt mir der Anrufer ungelegen, weil ich gerade über einem Artikel sitze, vereinbare ich eine geeignetere Uhrzeit. Presseaussendungen per Mail können durchaus leicht untergehen, vor allem, wenn der Absender unbekannt ist. Wichtig ist daher, nicht nur den Themenschwerpunkt zu benennen, sondern in unserem Fall auch den Termin (der Veranstaltung) in der Betreffzeile anzugeben. Bei mir bekannten Absendern, schaue ich mir immer ihre Anliegen an, bei unbekannten richtet sich mein Interesse in erster Linie auf das Thema in der Betreffzeile.

Friederike Mechler, Redaktion Deco Home (Publikumsmagazin)

Das Kernthema der Deco Home ist textiles Wohnen. Wir bekommen rund 50 bis 70 Pressemeldungen pro Tag. Bei uns geht keine Meldung unter – wichtig ist, dass das vorgestellte Pressethema zu unserem Heftkonzept passt und attraktive Bilder beigefügt sind. Das ist der visuelle Vorteil der E-Mail gegenüber dem Telefon. Natürlich können uns Hersteller auch gerne telefonisch kontaktieren, wenn sie ein neues Produkt vorstellen möchten, das zur Deco Home passt. Presseaussendungen bekommen wir auch als Katalogsendungen per Post. Kataloge geben uns einen Eindruck der Marke; wir nehmen sie immer wieder für unsere Heftplanungen zur Hand. So sehen wir mit wenig Blättern, welcher Hersteller ein passendes Produktbild für unser aktuelles Thema hätte. Nachdem wir ein sehr bildlastiges Magazin sind, sind wir immer auf der Suche nach guten Bildern. In Presseaussendungen sind attraktive Bilder ein unschlagbarer Hingucker, die uns auf ein Thema aufmerksam machen, das wir in reiner Schriftform weniger beachtet hätte.

Natürlich können meine drei Redaktionskontakte nicht für alle Journalisten sprechen, aber die Tendenz ist klar: Wer in der Masse der Presseaussendungen auffallen will, muss zumindest das Format des Mediums kennen und in der Betreffzeile das Thema in wenigen Worten umreißen. Bei bilderlastigen Magazinen benötigen Sie unbedingt aussagekräftige Fotos. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Ihr Thema ankommt und Sie sind der Redaktion zudem noch nicht bekannt, wagen Sie den Anruf und stellen Sie sich und Ihr Thema der Redaktion vor.

Den ausführlichen Artikel mit den Top-Zutaten einer Presseaussendung lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 25/2015.

Themen aus PRPraxis 25/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Bildmaterial – Abbildungen erhöhen Ihre Sichtbarkeit und Reichweite
  • – Interne Kommunikation – Diese 5 Empfehlungen machen Ihre Mitarbeiterbefragung erfolgreich
  • – PR-Beratungsleistung – Chef und Kunde sind beratungsresistent? Das können Sie als PR-Verantwortlicher tun!
  • – Rechtssprechung – wann Produktfotos teuer werden können
  • – Leserfrage – Welche sind die Vor- und Nachteile verschiedener Druckfarb-Systeme?

Das persönliche Gespräch – barrierefrei miteinander kommunizieren

Donnerstag, 26. November 2015

Im Zeitalter der digitalen Kommunikation sollten Sie verstärkt auf das persönliche Gespräch setzen. Nur Face to Face erfahren Sie durch Mimik, Gestik die wahren Gefühle Ihres Gegenübers. Das persönliche Gespräch ist immer noch eines der effizientesten Kommunikationsinstrumente der internen Kommunikation – dank Video-Schaltung via Skype auch über Landesgrenzen hinweg.

Die Interne Kommunikation hat in den letzten Jahren durch Social Media und dem digitalen Fortschritt viele Neuerungen und Umwälzungen erlebt. Was ihr aber geblieben ist, ist das persönliche Gespräch zwischen Geschäftleitung und Führungskraft, Geschäftleitung und Mitarbeitern, Führungskraft und Mitarbeitern oder Mitarbeitern untereinander. Das, was in Rauchpausen und Kaffeeautomaten an zwischenmenschlichen Gesprächen entsteht, sollten Sie sich für die Interne Kommunikation zu nutze machen und kultivieren.

8 Vorteile des persönlichen Gesprächs

  1. vermittelt Aufgaben und Ideen – im Unternehmen, in einer Abteilung
  2. überzeugt Mitarbeiter für ein wichtiges Thema
  3. begleitet Mitarbeiter und Führungskräfte auf einem neuen Weg
  4. fördert das Vertrauens zum Unternehmen
  5. stärkt das Arbeitsklima
  6. lässt Mitarbeiter am Unternehmensgeschehen mitgestalten
  7. gibt direktes Feedback
  8. klärt schnell Unklarheiten/ Problemen

Im persönlichen Gespräch können Sie am besten Verständnis für Veränderungen im Unternehmen schaffen – im ersten Schritt bei den Führungskräften und dann bei der Belegschaft. Gerade über Change-Themen möchten die Mitarbeiter Ihre direkten Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung möglichst „live“ informiert werden. Wichtige Aussagen im Originalton geben eine bessere Orientierung.

Das persönliche Gespräch kann schnell Barrieren abbauen – Führungskräfte dienen dabei als wichtige Multiplikatoren, die im ersten Schritt aber selbst sich mit dem aktuellen Thema vertraut machen müssen. Das passiert am besten durch eine persönliche Ansprache der Geschäftsleitung sowie detaillierte Handouts für das Gespräch mit den Mitarbeitern.

Dialog-Instrumente für einen offenen Meinungsaustausch – z.B. um Change-Themen zu vertiefen, um zu wissen, was den Mitarbeitern aktuell unter den Nägeln brennt, bieten sich an als

  • Teamgespräche (Führungskräfte-Kommunikation)
  • Frühstück mit der Geschäftsleitung
  • Austausch über Social Intranet (Mitarbeiter untereinander, Geschäftsleitung, Oberes Management)
  • Workshops zu Change-Themen, neuen Visionen und Werten (Führungskräfte, Personalabteilung)

Durch das persönliche Gespräch sollen die Mitarbeiter für schwierige Themen und unangenehme Aufgaben gewonnen werden. Die Geschäftsleitung und Führungskräfte öffnen sich dem Dialog mit den Mitarbeitern und schaffen somit Vertrauen in die Kompetenz der Führungsebene. Emotionen spielen beim Gespräch eine große Rolle, die Geschäftsleitung inszeniert das Thema durch Mimik und Gestik sowie einer „flammenden“ Rede, um die Mitarbeiter aufzurütteln und ins Boot zu holen.

Die 6 Top-Erfolgsfaktoren des Dialogs sind dabei

  1. Offenheit und Transparenz – halten Sie nicht mit Details hinterm Berg
  2. Glaubwürdigkeit – gehen Sie offen mit kritischen Fragen um
  3. Regelmäßigkeit – vereinbaren Sie fixe Termine für Ihre Dialog-Instrumente
  4. Emotionalität – legen Sie Patos in Ihre Stimme, zeigen Sie den Mitarbeitern, dass Ihnen das Thema auch am Herzen liegt
  5. Verständlichkeit – Sprechen Sie die Sprache der mitarbeiter
  6. Nachhaltigkeit – informieren Sie weiter durch Handouts, Nachberichterstattung in internen Medien

7 Bausteine für einen gelungenen Dialog:

Auch die Dialog-Maßnahmen müssen konzeptionell vorbereitet und inszeniert werden, um den Nerv der Zuhörer (Mitarbeiter) zu treffen.

  1. Bringen Sie die Hauptaussagen auf den Punkt. Inszenieren Sie mit der Geschäftleitung deren Rede (z.B. persönliche Geschichte als Beispiel einbringen).
  2. Unterstreichen Sie das Gesagte mit einer ansprechenden Präsentation – damit die Zuhörer nochmals schwarz auf weiß die Hauptaussagen nachlesen können.
  3. Bringen Sie die Persönlichkeit der Geschäftsleitung, der Führungskräfte ins Spiel: Tonlage beim Sprechen, Mimik und Gestik sollen das Gesagte stärken.
  4. Planen Sie für Ihre Versammlungen, Gespräche genügend Zeit ein (1-1,5 Std. Versammlung, Workshop 4 Std., Chat 8-10 Std. – je nach Arbeitstag)
  5. Geben Sie frühzeitig Termine und Inhalte bekannt – veröffentlichen Sie z.B. bei der anstehenden Mitarbeiterversammlung eine Agenda im Intranet und verschicken sie diese auch per Mail. Geben Sie den Mitarbeitern bereits die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die Sie sammeln und anonym an die Geschäftsleitung, den Mitarbeiterbeirat oder die Personalabteilung weiterleiten.
  6. Wählen Sie einen ruhigen, ungestörten Ort, der ausgestattet ist mit dem nötigen technischen Equipment, Bestuhlung und guter Sicht auf die Referenten.
  7. Bieten Sie je nach Thema Ansprechpartner im Unternehmen an, an die sich die Mitarbeiter für weitere Fragen wenden können.

Das persönliche Gespräch hat auch im Zeitalter von Kurznachrichten nicht ausgesorgt. Kein anderes internes Kommunikationsinstrument ermöglicht einen Meinungsaustausch auf Augenhöhe und ein direktes Feedback. Es gibt viele dialoggesteuerte Instrumente, die Sie kontinuierlich nutzen sollten. Flankieren sollten Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem eingespielten Instrumentenmix. In Mitarbeiterzeitschrift, Intranet und Newsletter können Sie das Thema weiter vertiefen und nachhaltig in die Köpfe der Mitarbeiter bringen.

Den ausführlichen Artikel mit allen Tipps lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 24/2015.

Themen aus PRPraxis 24/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Medienkontakte vertiefen – Pressefrühstück: Nutzen Sie es als Initial zündung für spannende Veröffentlichungen 2016
  • – Schreibwerkstatt – Frischen Sie mit professionellen Schreiben das Image Ihres Unternehmens auf
  • – Ghostwriting – Positionieren Sie sich mit einem Buch als Experte in Ihrem Fachgebiet
  • – Content – Unterhaltung mit Mehrwert und Kaufanreizen – 5 Top-Tipps für Ihr Content-Tool-Quiz
  • – Marketing – Crowdsourcing: Nutzen Sie das Potenzial der Menge

Vertriebs-PR mit Kooperationen, Marktforschung, Service

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Diese 3 Top-Instrumente führen Sie zum Erfolg

Es gibt verschiedene PR-Möglichkeiten, Produkte bekannt zu machen und den Absatz zu steigern. Die Basis für gute vertriebs-PR ist die enge Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und das Storytelling rund um Ihr neues Produkt. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Sie Kooperationen, Marktforschung und Service optimal nutzen.

PR- und Text-Agentur WörterladenVor einiger Zeit habe ich Ihnen die Vorteile und Inhalte für Ihre vertriebsunterstützende Pressearbeit zusammengestellt. Heute möchte ich Ihnen drei wirkungsvolle PR-Instrumente vorstellen, mit denen Sie den Vertrieb unterstützen können – vor, während und nach der Produkteinführung.

Egal, für welche PR-Maßnahme Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie immer aus Sicht des Kunden argumentieren. Er soll am Ende wissen, weshalb er sich für Ihr Produkt/ Ihre Dienstleistung entscheiden soll. Um dies zu gewährleisten, sollten Sie die Inhalte und Themen eng mit dem Vertrieb abstimmen.

Beispiel: Vertriebs-PR anhand eines erklärungsbedürftigen Produktes

Nehmen wir an, Sie bringen ein erklärungsbedürftiges IT-Produkt zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) auf den Markt, das sowohl für B2B-Kunden als auch in einer kleineren Version Smart Home Besitzern Schutz bietet. Ähnliche Produkte gibt es bereits auf dem Markt, aber mit seiner grünen Technologie und dem Endkunden-Ansatz ist das Produkt einzigartig auf dem Markt. Ihr Vertrieb hat bereits die Marktsituation für den Produktlaunch analysiert und die unterschiedlichen Zielgruppen und Anwendungsbereiche für die Vertriebs-PR aufgeschlüsselt.

Nutzen Sie nun für die erfolgreiche Produkteinführung diese drei wirkungsvollen PR-Instrumente:

  • – Kooperationen sind ideal, erklärungsbedürftige Produkte einem bereits interessierten Kundenstamm vorzustellen – seien es die Kunden eines anderen Hersteller, der Ihr Produkt sinnvoll ergänzt (z.B. Security/ Back-up-Software) oder einem Medium, dessen Leser Ihrer Zielgruppe entsprechen.
  • – Marktforschung dient dazu, im Vorfeld der Produkteinführung die Verkaufsargumente für Ihr Produkt festzulegen. Oder nach Produkteinführung die Zufriedenheit der Kunden abzufragen.
  • – Service-Angebote runden Ihr Portfolio ab und geben dem Kunden den entscheidenden Impuls zu kaufen.

Ihr PR-Baustein Kooperationen mit Medien oder Herstellern

Medienkooperationen – nutzwertige Veröffentlichungen in 3 Schritten

Schritt 1: So finden Sie den passenden Medienpartner

Selektieren Sie anhand der Anwendungsbereiche, welche A-Medien für Ihre Produkt-PR in Frage kommen. Wichtig ist dabei, dass Sie Medien herausfiltern, die eine hohe Durchdringung Ihrer Zielgruppe haben. Fokussieren Sie sich auf 2 Medien – einmal für Ihre B2B-Kunden und einmal für die Endkunden – denen Sie eine Medienkooperation vorschlagen.

Schritt 2: So sprechen Sie den Medienpartner an

Sprechen Sie nun Ihre Wunschpartner an und finden Sie heraus, welche Themen in den kommenden Wochen/ Monaten geplant sind. Passen diese zu Ihrem Produkt? Wenn ja, bieten Sie der Redaktion eine exklusive Berichterstattung zum Markteintritt an inklusive Themen-Setting.

Schritt 3: So nutzen Sie die Medienkooperation für Ihre eigene PR

am Beispiel des „Smart Home“ -Endkunden-PR:

  • – Erstellen Sie einen Fachartikel für eine Sonderbeilage, die sich um das Thema „Smart Home“ dreht. Stellen Sie dazu nicht nur, Argumente für Ihre Produktnutzung für die Smart Home-Besitzer zusammen, sondern auch eine Infografiken, wie einfach sich Ihr Produkt in die Technik des Hauses integrieren und dann nutzen lässt. Ihr Fachartikel sollte nicht das Produkt in den Vordergrund stellen, sondern die Notwendigkeit der Stromabsicherung im Haus und wie man diese gewährleisten kann.
  • – Lassen Sie Ihr Produkt von der Redaktion testen. Dieses PR-Instrument beweist am deutlichsten die Qualität Ihres Produktes. Und nutzen Sie den Produkttest für eine Sonderpublikation, die Sie auf Ihre Webseite zum Produkt stellen können mit passendem „getestet Siegel“, auf Ihrem Messestand auslegen, der Produktmappe beifügen.
  • – Stellen Sie Ihr Produkt für ein Muster-Smart-Home zur Verfügung. In vielen Städten gibt es so genannte Musterhaus-Anlagen, die künftigen Hausbesitzern zeigen, was optisch und technisch in einem Smart Home möglich ist. Gewährleisten Sie, dass über das Musterhaus geschrieben wird inkl. Ihres Produktes. Auch hier bietet es sich an, wieder eine Sonderpublikation drucken zu lassen, um Ihre Beteiligung zu vermarkten.

Hersteller-Kooperationen – nutzen Sie das Image Ihres Partners

Wenn Sie eine Partnerschaft mit einem Hersteller eingehen, ist diese meist strategisch. Beide Seiten erhoffen sich Vorteile durch die gemeinsame Partnerschaft – sowohl im Absatz als auch in der Kundenbindung.

  • – Sie nutzen dessen Produktbroschüren, um dort als ideales Zubehör aufzutreten.
  • – Sie können eine Gutscheinaktion initiieren, jeder, der das Produkt Ihres Partners kauft erhält Ihr Produkt um xx% günstiger.
  • – Sie zeigen dem Nutzer, welche Vorteile es hat, Ihr Produkt zusammen mit dem Ihres Partners zu nutzen (z.B. doppelte Sicherheit!).
  • – Sie können gemeinsam PR-Themen initiieren (Anwenderberichte, Fachartikel, Pressemeldungen)
  • – Sie können auf Messen die gemeinsame Anwendung zeigen.

Ihr PR-Baustein Marktforschung

Wissen, was der Markt sich wünscht, wo vor allem der Bedarf für Ihr Produkt angesiedelt ist oder wie sich Ihr Produkt in der Anwendung bewährt hat. Das erfahren Sie durch spezifische Befragungen, die der Vertrieb vor der Produkteinführung analysiert.

Die Befragungsergebnisse lassen sich wieder hervorragend für Ihre PR einsetzen:

  • – als Anwenderbericht (einzelner Kunde mit Ausblick auf den Markt)
  • – als Fall-Studie
  • – als Ratgeber-Publikation

Anwenderberichte und Fall-Studien beweisen, dass sich Ihr Produkt im Einsatz bewährt hat. Das überzeugt auch kritische Journalisten und bei einer Veröffentlichung auch potentielle Kunden, die Empfehlungen anderer Kunden mehr Gehör schenken als den Ausführungen des Herstellers.

Wenn es nach dem Produkt-Launch wieder ruhiger um Ihr Produkt wird und die Medien nicht mehr darüber berichten, lassen sich Marktforschungs- und Umfrageergebnisse perfekt für Ihr Themen-Setting nutzen. Schauen Sie sich die Details zu Marktdurchdringung, Investitionsbereitsschaft, Zahlen und Fakten – bleiben wir beim Beispiel – über Smart Home Besitzer genau an und formulieren Sie aus den Ergebnissen Servicethemen oder auch provokative Thesen für die Medien, die Sie immer wieder streuen können bzw. einer speziellen Redaktion anbieten:

  • – 5 Fakten, warum sich Smart Home Besitzer unbedingt ein USV-Gerät zulegen sollten.
  • – Energiewende in D: Ist zukünftig mit mehr Stromausfällen zu rechnen? – Wie können sich Bürger wappnen?
  • – Der Stromkreislauf und seine Tücken – wie Sie sich als Smart Home Besitzer dagegen schützen.
  • – Expertenmeinung zum Thema Stromausfall und Schäden für Soft- und Hardware.

PR-Baustein Service

Den Service rund um Ihr Produkt stellen Vertrieb und Kundenservice sicher, z.B. eine Hotline für Kunden oder die Vertriebs-Schulung auf das Produkt für den nächsten Kunden- oder Messebesuch. Wichtig ist jedoch, dass Sie permanent Ihren Kunden Serviceangebote zu Ihrem Produkt anbieten. Gerade erklärungsbedürftige Produkte sind nicht mit einem Klick gekauft. Der Kunde möchte sich intensiv über das Produkt, dessen Leistungen und Anwendungsgebiete informieren. Auch die richtige Installation und Wartung gehört dazu. Um ihm Berührungsängste mit dem Produkt zu nehmen, sollten Sie nun alle PR-Veröffentlichungen rund um das Produkt „versammeln“.

  • – Erstellen Sie eine eigene FAQ-Seite. Nutzen Sie hierfür als Basis Ihre Marktforschungs- und Umfrageergebnisse.
  • – Stellen Sie ein Whitepaper zum Download bereit, das erklärt, wie Ihr Produkt installiert wird inklusive Erklärvideo und Infografik zu Smart Home.
  • – Platzieren Sie den „Getestet“-Button inklusive Sternchen-Bewertung genau beim Produktbild mit Verlinkung zum ausführlichen Test als PDF.
  • – Das selbe gilt für Ihren Anwenderbericht – dieser kann dem Kaufinteressenten mit einem Klick den letzten Kaufimpuls geben.

Sie sehen, bereits vor dem Produkt-Launch können Sie mit dem Instrument Marktforschung attraktive Themen für Ihre Vertriebs-PR generieren. Die drei PR-Instrumente Kooperationen, Marktforschung und Service lassen sich vor, während und nach dem Produkt-Launch immer wieder für Ihre PR bespielen. Wichtig ist bei allen drei Instrumenten, dass Sie immer den Nutzen für Ihren Kunden im Blick haben und diesem Argumente liefern, weshalb er sich für Ihr Produkt entscheiden sollte.

Den ausführlichen Artikel und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 21/2015.

Themen aus PRPraxis 21/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Messe – 7 Erfolgs-Faktoren für zielgerichtete Messe-Gespräche: Lernen Sie sie kennen – und nutzen Sie sie
  • – Leadgenerierung – 8 Top-Wege für Sie, um hochwertige Kontakte zu gewinnen
  • – Social Media – Twitter: Betreiben Sie Relationship Management mit Tweets
  • – Kundenkritik – Shitstorm – nein danke! Lesen Sie 7 Tipps für den souveränen Umgang mit Kritik
  • – Datenschutz – Personendaten: Nehmen Sie die Auskunftspflicht ernst
  • – Leserfrage – Auf welche Unterschiede muss ich bei Infografiken für Online- und Offline-Medien achten?

Corporate Citizenship Engagement

Donnerstag, 17. September 2015

Caused-related Marketing: Veredeln Sie Ihre Marke mit einem anerkannten Hilfsprojekt

Möchten Sie sich sozial engagieren und dabei noch gewinnen? Dann nutzen Sie die Möglichkeiten von Caused-Related Marketing. Hierbei ist der Abverkauf Ihres Produktes direkt mit dem des gesponserten Hilfsprojekts verbunden, das heißt auch mit dessen öffentlicher Wahrnehmung. Positiver Nebeneffekt: Ihr Kunde hat ein gutes Gefühl, denn er tut durch den Kauf Ihres Produktes auch etwas Gutes. Das kommt an!

Caused-related Marketing bei beliya

Bei der Taschen-Marke beliya gehört CC zum Markenkern: Der Kauf einer Tasche ermöglicht einem  Kind in Entwicklungsländern den Schulbesuch für 1 Jahr

Mit Caused-Related Marketing können Sie nicht nur den Umsatz Ihres Produktes ankurbeln, sondern auch Ihr Image aufpolieren. Egal, ob Sie aus dem Beauty, Mode, Food oder IT-Bereich kommen, zweckgebundenes Marketing lässt die Kundenherzen höher schlagen und somit den Absatz steigern. Die Kunden haben das gute Gefühl, sie hätten durch den Kauf ihres Produktes einen großen Schritt dazu beigetragen, dass Ihr Hilfsprojekt gelingt.

Das funktioniert jedoch nur, wenn Ihr ausgesuchtes Hilftprojekt zu Ihrem Unternehmen passt. Ein Getränkehersteller, der sich plötzlich um Bolzplätze kümmert bleibt nicht nachhaltig in den Köpfen seiner Zielgruppe. Denn das Produkt des Unternehmens ist in den Augen der Konsumenten nicht kompatibel mit dem sozialen Projekt.

Suchen Sie sich also unbedingt ein Hilfsprojekt, das Verbraucher sofort mit Ihrem Produkt in Verbindung bringen – wie z.B. Volvic, das mit der Caused-Related Marketing-Kampagne „1 Liter für 10 Liter“ seit 10 Jahren Brunnenprojekte der UNICEF in Äthiopien unterstützt. Volvic steht für klares, gesundes Wasser. Dass dieses Lebenselixier auch Menschen in wasserarmen Regionen benötigen, hat sich Volvic gemeinam mit UNICEF auf die Fahne geschrieben. Marketing, das aufgeht!

Ihre vier Erfolgsfaktoren sollten daher haben:

  • – Hohe Relevanz: Achten Sie darauf, dass Ihre Zielgruppe sich auch emotional von Ihrem CC-Projekt angesprochen fühlt. Das ist dann der Fall, wenn Sie ein Thema besetzen, das zur Lebenswirklichkeit der Zielgruppe passt.
  • – Langfristige Bindung: Cause-Related Marketing-Kampagnen, die Ihre Marke stärken sollen, müssen langfristig geplant und angelegt sein. Sie profitieren vom guten Namen der Non-Profit Organisation, Ihr Engagement zahlt auf Ihre Marke ein. Das kann aber durchaus Jahre dauern.
  • – Hohe Glaubwürdigkeit: Zeigen Sie Transparenz in der Öffentlichkeitsarbeit und machen Sie den Konsumenten klar, dass Sie nicht auf kurzfristige Umsatzsteigerung und Gewinne aus sind, sondern etwas bewegen möchten. .
  • – Hohe Integrität: Je besser das CC-Thema zu Ihrer Marke passt und zu Ihrer Unternehmensidentität umso überzeugender wirkt Ihr Engagement bei den Konsumenten. Daher sollten Sie auch in der PR klar herausstellen, dass Sie und die Organisation eine Mission teilen, die Sie gemeinsam verbreiten möchten.

Formen von Cause-Related Marketing

Es gibt 2 Möglichkeiten, die Ihre Zielgruppe am besten erfasst und nachvollziehen kann:

  • – 1 Produkt = 1 gute Tat – wie Volvic 1 Liter Wasser für 10 Liter Wasser (Brunnenbau!)
  • – 1 Produkt = 1 Geldeinheit – eine festgelegte Summe pro Produktverkauf geht an ein Hilfsprojekt.

Dabei können Sie

  • – eine sozial Einrichtung unterstützen,
  • – gemeinsam mit einer Hilfsorganisation ein Projekt konzipieren, in das Ihre Spende fließt.

Setzen Sie auf den richtigen Partner

Damit Ihre CC-Engagement Früchte trägt benötigen Sie unbedingt einen Partner, dessen Unternehmensphilosophie und Mission zu Ihnen passt. Überlegen Sie daher lieber 2x bevor Sie sich für eine Hilfsorganisation bzw. ein Sozialprojekt entscheiden.

  • – Überlegen Sie sich, ob Sie ein nationales oder internationales Projekt unterstützen möchten. Wenn Sie selbst regional agieren, dann bietet sich eine regional etablierte gemeinnützige Organisation an.
  • – Schränken Sie bereits anhand Ihrer Produktausrichtung und Ihrer Unternehmensphilosophie Hilfsorganisationen ein: aus dem Bereich Bildung, Soziales (Armut, Kinder, Senioren, etc.), Umwelt (Klimaschutz, Pflanzen- und Tierschutz, Energiesparen) etc.
  • – Lassen Sie sich von CC-Organisationen wie Centrum für Corporate Citizenship Deutschland, Center for Corporate Citizenship oder UPJ beraten. Auf deren Homepages gibt es viele Informationen für Unternehmen, die sich engagieren möchten.

Machen Sie aus Ihrem CC-Engagement ein nachhaltiges Konzept

  • – Verankern Sie Ihr Engagement in den Unternehmensleitlinien
  • – Suchen Sie sich eine Non-Profit Organisation aus, die Sie langfristig unterstützen können – sei es mit diversen Projekten oder einem Projekt, das sich über mehrere Jahre unterstützen lässt.
  • – Veröffentlichen Sie Ihr Engagement als Reiter auf ihrer Webseite und Facebook-Seite. Nutzen Sie auch Ihre internen und Kunden-Medien, um über Ihr Projekt-Engagement zu berichten.
  • – Arbeiten Sie an einer engen Verzahnung von Ihrem Unternehmen und der zu unterstützenden Organisation und finden Sie zusätzliche Berührungspunkte, z.B., dass sich Ihre Mitarbeiter zusätzlich in die Organisation einbringen. Oder Sie die Organisation z.B. in Umgang mit IT-Infrastruktur, Öffentlichkeitsarbeit etc. schulen.
  • – Etablieren Sie eine interne CC-Projektgruppe, die analysiert, was bei Ihrer Kampagne gut läuft, was man verbessern kann und auch evaluiert, wie Ihr Engagement bei den Konsumenten ankommt.

Caused-Related Marketing Kampagnen fördern nicht in erster Linie und kurzfristig Ihren Absatz. Vielmehr sollten sie langfristig angelegt und in Ihrer Unternehmensstrategie verankert sein. Wenn Sie möchten, dass Verbraucher Ihr Produkt aufgrund der „guten Tat“ kaufen, dann zeigen Sie unbedingt Transparenz über das angestrebte Ergebnis der Aktion. Ansonsten glaubt der Verbraucher, sie möchten nur aus Imagegründen mit der gemeinnützigen Organisation kooperieren. Lassen Sie dabei lieber die Begünstigten zu Wort kommen als Ihr Unternehmen!

Den Artikel mit anregenden Beispielen und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 19/2015.

Themen aus PRPraxis 19/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Pressearbeit – 5 Grundregeln für mehr gegenseitiges Verständnis: So denken und arbeiten Journalisten
  • – Fesselnde Kommunikation – 6 Tipps, wie Sie in Ansprachen und Gesprächseröffnungen wirksam kommunizieren
  • – Bewegte Bilder – So peppen Sie mit Bewegtbildern Ihre persönliche Präsenz vor der Kamera auf
  • – Unternehmensidentität – Corporate Wording – nicht nur was für Global Player!
  • – Recht – Nutzung von Bildmaterial: Vertrauen ist gut – schützt aber nicht vor Klagen und Schadenersatzansprüchen
  • – Arbeitsorganisation – 4 Meeting-Modelle, wie Sie die unproduktiven Zeitfresser für eine effiziente Kommunikation nutzen

Vertriebs-PR in 3 Schritten

Freitag, 4. September 2015

Schöpfen Sie die vertriebsunterstützenden Potenziale Ihrer PR aus

PR setzt auf Vertrauen und Imageaufbau. Verkaufsfördernd angewendet ist sie ein starkes Mittel, um den Vertrieb bei dessen Aufgaben zu unterstützen. Die Zauberformel der Vertriebs-PR lautet dabei, den Kunden vom Nutzen Ihres Produktes/ Ihrer Dienstleistung zu überzeugen, nicht zu überreden. Wecken Sie mit den richtigen Argumenten Bedürfnisse beim Kunden für das Produkt.

Vertriebs-PR bei Villeroy & Boch

Villeroy & Boch postet auf Facebook eine neue Geschirrserie inklusive direkter Verlinkung zum Shop und Deko-Tipp. Mit einem tollen Bild und einem gekonnten Satz macht der Porzellan-Hersteller Lust auf das Produkt, das für die Käufer nur ein Klick entfernt ist.

Egal, ob Sie ein innovatives Sehgerät für Sehbehinderte entwickelt haben, einen speziellen Kunststoff für die Automobilbranche oder eine App für Vielreisende. Setzen Sie auch in der Vertriebs-PR auf glaubwürdige Botschaften statt reiner Verkaufsargumente und zeigen Sie sich als Lösungsanbieter, Ratgeber und Partner. Nutzen Sie dabei das Wissen Ihres Vertriebs über die Branche und Ihre Zielgruppe und Ihr Gespür für überzeugenden Content, der bei Redaktionen, Bloggern und Influencern gut ankommt.

Erfolgreiche Vertriebs-PR

  • – betreibt Agenda-Setting und Themen-Management
  • – schafft Bedürfnisse bei Zielgruppen, die das Unternehmen mit seinen Produkten befriedigt
  • – spricht den Kunden in seinen Lebens- und Entscheidungssituationen an
  • – gibt dem Kunden Sicherheit für seine Entscheidungen, indem sie
    • – ihm einen Überblick über die Produktangebote auf dem Markt verschafft
    • – den Nutzen der eigenen Produkte in den Vordergrund stellt
    • – als Ratgeber für den Kunden fungiert

3 Schritte für eine befruchtende Zusammenarbeit

Ihr Unternehmen bringt in den nächsten Monaten ein neues Produkt auf den Markt. Sie möchten den Vertrieb mit PR-Maßnahmen unterstützen, die das Produkt bekannt machen und zum Kauf anminieren.

Schritt 1: Setzen Sie sich mit dem Vertrieb frühzeitig zusammen

Ihre PR ist nicht nur vor, sondern auch während und nach dem Produkt-Launch für den Abverkauf wichtig. Um die Vertriebskampagne für den Launch optimal zu unterstützen, benötigen Sie schon während der Planungsphase, Informationen zur Branche und Zielgruppe, die mit dem Produkt angsprochen werden soll.

  • – Besprechen Sie mit dem Vertrieb die Zielsetzung.
  • – Lassen Sie sich alle wichtigen Informationen (Produkt-Feature, Preis, Kundenaktionen, Distributionswege etc.) für Ihre Themenplanung geben.
  • – Machen Sie dem Vertrieb klar, welche Vorteile eine PR-Unterstützung für den Abverkauf der Produkte hat: Bekanntheit steigern, Kundenaktionen vermarkten, Bedürfnisse der Zielgruppe befriedigen, Glaubwürdigkeit des Produkts steigern durch redaktionelle Veröffentlichungen etc.

Schritt 2: Erstellen Sie einen Content-Plan für Ihren Produkt-Launch

Kalkulieren Sie Ihre Zeitplanung bis zum Launch nicht zu knapp, denn Sie benötigen genügend Vorlaufzeit für Texte, Marketing-Material (multimedial dauert länger), Interviews terminieren und Themensetzung. Vor allem Fachmagazine haben eine lange Vorlaufzeit, die Sie für einen Fachartikel oder eine Anwenderstory einhalten sollten. Nutzen Sie auch Themenschwerpunkte der Hefte, die zu Ihrem Produkt-Launch passen. Die dazugehörige Recherche benötigt Zeit.

All diese Ideen müssen geplant werden – immer in Abstimmung mit dem Vertrieb.

  • – Erarbeiten Sie einen Themen- und Maßnahmenplan für die Launch-Phase.
  • – Erarbeiten Sie mit dem Vertrieb eine Guideline für die Mitarbeiter mit verkaufsfördernden Argumenten für Ihr Produkt.
  • – Überlegen Sie sich, mit welchen PR-Maßnahmen Sie den Vertrieb auch nach der Einführungsphase unterstützen können.

Das sind die Zutaten für Ihre PR-Themen:

Erzeugen Sie fachliche, emotionale und persönliche Betroffenheit bei Ihrer Zielgruppe, indem Sie z.B. Geschichten aus dem Leben Ihrer Anwender/ Kunden erzählen. Content und Dramaturgie in der Aufbereitung der Themen sind auch für die Vertriebs-PR das Salz in der Suppe.

Diese Themen und Aspekte könnte das Produkt als Kommunikationsansatz bieten:

    • – Stellen Sie die Innovationskraft und Qualität vor.
    • – Zeigen Sie, die Einsatzmöglichkeiten.
    • – Zeigen Sie unverwechselbare Eigenschaften (Vorzüge gegenüber Konkurrenz).
    • – Nennen Sie die Zielgruppen, für die Ihr Produkt sinnvoll ist.
    • – Suchen Sie Tester, die Ihr Produkt ausprobieren bevor es in Serie geht.

Diese Themen und Aspekte könnte der Preis als Kommunikationsansatz bieten:

    • – Gibt es einen speziellen Einführungspreis?
    • – Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?
    • – Gibt es Rabatte (in welcher Form, welchem Zeitraum)?
    • – Gibt es eine spezielle Beratung (Hotline) oder Serviceleistungen für das Produkt?
    • – Wie ist die Höhe der Garantie?
    • – Wie gestalten sich die Lieferzeiten?

Diese Themen und Aspekte könnten Sie aufgreifen, wenn Sie den Kunden ins Zentrum der Kommunikation stellen:

    • – Produktnutzen für die Zielgruppe.
    • – Einsatzbereiche für das Produkt.
    • – Kundenbeteiligung an Produktentwicklung; Nebeneffekt: Aufspüren von zusätzlichen Kundenwünschen und die Möglichkeit, das Produkt weiter zu optimieren.
    • – Anwenderberichte: Wie kommt der Käufer mit dem Produkt zurecht?

Achten Sie darauf, dass Sie in Ihre Pressemeldungen Links zu weiterführenden Produkt-Informationen auf Ihrer Webseite (Landingpage etc.) einfügen oder einen Link auf die Produktbroschüre, die weitere Details zum Produkt bereit hält. Zudem sollten Sie für Fachhandelszeitungen in der Pressemeldung einen Kontakt vom Vertrieb (Mailadresse, Telefonnummer) angeben.

Schritt 3: Nutzen Sie Ihre PR-Erfolge für den Vertrieb

Ebnen Sie nun mit Ihren vereinbarten PR-Maßnahmen den Weg für die Vertriebsoffensive.

  • – Lassen Sie sich attraktive Presseveröffentlichungen wie Testempfehlungen, Anwenderberichte oder Fachartikel für Mailings, Messeauftritte oder Kundenbesuche von den Medien als Sonderdruck schicken. Diese können Sie der Produktmappe beilegen.
  • – Veröffentlichen Sie Clippings auch auf Ihren online Presseseiten. Verlinken Sie beim Produkt auf die Veröffentlichung.
  • – Wenn Sie einen Award für das Produkt gewonnen haben oder ein sehr gutes Testergebnisse erzielt haben, lassen Sie sich dazu das offizielle Gütesiegel schicken, den Sie zu Ihrer Produktseite setzen. Und in zukünftigen PR- und Marketingmaterialien nutzen.
  • – Wenn Sie einen Onlineshop besitzen und Redaktionen stellen Ihr Produkt vor, kreieren Sie selbst ein Siegel mit „empfohlen von…“.
  • – Verfassen Sie für Kundenmailings, Newsletter, Blog- und Social Media Beiträge Kurztexte, die Ihre Presseveröffentlichungen untermauern.

Mit integrierter Vertriebs-PR gewinnen beide Seiten: Die PR erhält attraktive Themen, der Vertrieb glaubwürdigen Content, um seine Zielgruppe zu überzeugen. Bleiben Sie vor, während und auch nach dem Produkt-Launch in ständigem Kontakt mit dem Vertrieb, um gemeinsam die maximale Ausbeute für den Absatz zu erzielen. Fruchten die vereinbarten PR-Maßnahmen in Form von Clippings, Auszeichnungen oder Testergebnissen, wirken diese wiederum verkaufsfördernd im Gespräch mit den Kunden. Attraktive Beispiele zu Vertriebs-PR lesen Sie in der PRPraxis 18/2015.

10 Zeitmanagement Tipps, um die Effizienz Ihrer Kommunikation zu steigern (Teil 2)

Mittwoch, 26. August 2015

Mit Zeitmanagement Tipps ist gut organisiert halb gearbeitet! Sie werden sehen: Mit den nächsten 5 Impulsen gehen Sie zukünftig im täglichen PR-Alltag nicht unter, sondern finden Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben: ein Telefonat mit Redaktionen, die Ausarbeitung einer Kampagnen-Idee oder den nächsten Post für Facebook, weil das zurzeit ein Selbstläufer ist!

PR- und Text-Agentur WörterladenZeitmanagement Tipp 6: Bestehen Sie auf Fixterminen mit Ihren Ansprechpartnern im Unternehmen

Für Ihre PR-Arbeit sind Sie auf das Wissen der Fachabteilungen und aus dem Management (Unternehmensausrichtung) angewiesen. Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Ihnen und der Geschäftsleitung sowie den Fachabteilungen bekommen Sie rechtzeitig die Informationen, die Sie für die PR benötigen. Um nicht immer Bittsteller zu sein und immer wieder bei den Abteilungen anzurufen, ist es sinnvoll, einen Jour-Fix zu vereinbaren – dazu reichen 30 Minuten. Ein Termin hält Ihr Ansprechpartner eher ein als ein sporadisch ausgemachter Telefonanruf. Außerdem können Sie beide sich auf diese Meetings intensiver vorbereiten. So bleiben Sie auch Ihren Kontakten im Gedächtnis, wenn es Themen gibt, die adhoc veröffentlicht werden sollten.

Tipp 7: Nutzen Sie Tools, die Ihren Arbeitsalltag erleichtern

Die Zeiten sind nun wirklich vorbei, in denen Sie neben sich einen Block haben mussten, um Aufgaben, Telefonrückrufe oder gar Ideen etc. zu notieren. Im Internet gibt es für jede Aufgabe und jeden Anspruch (kostenlose) Helferlein-Tools.

Vier, die Sie unbedingt nutzen sollten, möchte ich Ihnen ans Herz legen:
Ein gutes Newslettersystem wie Cleverreach für Presseaussendungen ist Gold wert, da dieses auch gleich die Öffnungsrate erfasst. Zudem können Sie mit einem Template in Ihrem gewohnten Corporate Design arbeiten.

Ein Allround-Talent im Projektmanagement für Ihre Ideen und Notizen ist Evernote. Darauf können Sie auch mobil zugreifen. Sie können sich einzelne Rubriken (sogenannte Notizen) To Dos, Bookmarks, Tipps & Tricks etc. zulegen. Suchen können Sie über Tags oder innerhalb Ihrer Notizen.

Um Ihre Aufgaben zu verwalten und rechtzeitig daran erinnert zu werden, sollten Sie die kostenlose ToDoList nutzen. Dort können Sie einzelne Aufgaben auch mit Unteraufgaben versehen, priorisieren und löschen, wenn sie finalisiert sind.

Wenn Sie viele Social Media Kanäle bedienen müssen, bietet es sich an, Tools wie Buffer oder Hotsuite zu nutzen, um Social Media Kampagnen zu planen, Posts zu terminieren und zu streuen.

Tipp 8: Arbeiten Sie mit Priorisierung

Nicht alle Aufgaben sind gleich wichtig, manche können durchaus warten. Ein Anruf der Geschäftsleitung natürlich nicht, dafür aber Ihr Social Media Post. Priorisieren Sie also Ihre Aufgaben – ob im Team oder allein. Dabei hilft Ihnen auch die angesprochene ToDoList.

Strukturieren Sie zudem Ihren Tagesablauf: Der Vormittag verheißt meist Ruhe, so dass Sie sich gut aufs Texten konzentrieren können. Ab 10.00 Uhr erreichen Sie die meisten Magazin-Redakteure. Die Zeit bis zum Mittagessen sollten Sie sich also hinters Telefon klemmen, dann wieder ab 14.00 Uhr. Zur Mittagszeit wird es ruhiger. Um selbst kurz zu entspannen, bietet es sich an, Ihre Newsletter zu lesen und E-Mails zu beantworten. Wenn der Kopf langsam brummt – nachmittags ab 15./16.00 Uhr – fällt Textarbeit eher schwer, nun sind Ideen entwickeln, Posts verfassen und andere Kleinigkeiten erledigen, die Präsentation überarbeiten genau die richtigen Aufgaben, die Sie nochmals in Schwung bringen.

Tipp 9: Zeitcheck – wie lange benötigen Sie für bestimmte Aufgaben oder verbummeln Sie gar welche?

In einer PR-Agentur ist es üblich, nach erfassten Beratungsstunden abzurechnen. In der Unternehmenskommunikation schaut Ihnen keiner auf die Finger, ob Sie drei Stunden für eine Pressemeldung benötigen oder nur eine. Damit Sie selbst ein Gespür dafür bekommen, wie lange Sie für gewisse Aufgaben benötigen, ist es sinnvoll, eine Uhr mitlaufen zu lassen. Es gibt tolle Online Zeitmesser, die Sie auch stoppen können, wenn Sie z.B. einen Anruf bekommen, Sie in die Mittagspause gehen oder von einem Kollege etwas gefragt werden. Tiempo ist ein solches Zeiterfassungs-Tool, das Ihre Aufgaben stoppt, monetarisiert und auch gleich in einer Liste (für Kunden) zusammenfasst. Damit können Sie sogar Rechungen stellen.

Tipp 10: Analysieren Sie, welcher PR-Kanal am besten funktioniert und befeuern diesen

Nicht alle Kommunikationskanäle versprechen das selbe Ergebnis – beobachten Sie Ihre einzelnen Kanäle wie Facebook, Google+ und Twitter, aber auch den Return von Presseaussendungen. Und analysieren Sie, welche Maßnahmen auf Dauer die sinnvollsten sind. Auf diese sollten Sie sich zukünftig verstärkt konzentrieren. Es ist auch bei Medien z.B. sinnvoll zu schauen, ob es Redaktionen gibt, die einfach nicht zu Ihnen passen, mit denen Sie nie Kontakt haben, auf die Ihr produkt nicht zugeschnitten ist. Dann ist es sinnvoller, diesen Kontakt aus dem Verteiler zu nehmen und sich auf andere zu konzentrieren. Haben Sie eine hohe Steigerung bei Facebook zu vermelden, dann ist das ein Zeichen, dass Ihre Zielgruppe dort zu finden ist. Nutzen Sie daher vermehrt Kooperationen mit attraktiven Facebook-Seiten – sei es von Bloggern oder Medien selbst – und starten Sie spezielle Aktionen mit diesen und investieren Sie auch in Facebook Anzeigen.

Welche Tipps haben Sie, um Ihren Arbeitsalltag effizient zu gestalten?

10 Zeitmanagement Tipps, um die Effizienz Ihrer Kommunikation zu steigern (Teil 1)

Mittwoch, 19. August 2015

Zeitdruck und viele „Baustellen“ gleichzeitig – das ist in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ganz normal. Gut ist, wenn die jeweiligen „Baustellen“ wenigstens aufgeräumt sind: Dann können Sie sich auf das Wesentliche der Aufgabe konzentrieren und beispielsweise die Pressemeldung mit einem Klick versenden – ohne vorher 2 Stunden lang den Presseverteiler aktualisieren zu müssen.

PR- und Text-Agentur WörterladenOrientieren Sie sich an meinen 10 Zeitmanagement Tipps, dann können Sie Ihre Kommunikationsabteilung perfekt organisieren:

Zeitmanagement Tipp 1: Ordnen Sie Ihren Presseverteiler nach Gattungen und halten Sie ihn immer aktuell

Der Presseverteiler ist der Motor Ihrer Kommunikationsabteilung. Ohne Ihre richtigen Medienkontakte ist Ihre Arbeit nichts wert. Um diese jederzeit griffbereit zu haben und Aussendungen passgenau zu verwirklichen, sollten Sie den Presseverteiler nicht alphabetisch ordnen, sondern nach Gattungen:

Beispiel Bereich Wohnen/ Design:

Wohnmagazine + Frauenmagazine – noch unterteilt in 4x/ Jahr + 2-monatlich, monatlich, vierzehntägig+ wöchentlich, online), Männermagazine (Print + online), Fachmagazine Wohnen, Fachmagazine international, Publikumsmagazine international, Blogs. Und dann noch Ihre A-Kontakte für Telefonanrufe, Presseeinladungen etc..

Infos zu neuen Magazinen sollten Sie nicht „sammeln“, sondern wenn Sie diese im Netz finden sofort die Redaktion kontaktieren und in die richtige Ansprechperson in Ihrem Presseverteiler verankern. Über den Newsletter von Kress und Cision erfahren sie z.B. aktuelle Änderungen in Redaktionen.

Die teilweise schnelle Fluktuation vor allem bei den Publikumsmedien macht es fast unmöglich, den Presseverteiler immer aktuell zu haben. Daher ist es sinnvoll, dass Sie nach jeder Aussendung sich noch ca. 1 Std. Zeit nehmen und die Fehlermeldung, die Sie per Mail von einigen Redaktionskontakten bekommen, bei der Redaktion hinterfragen. So erhalten Sie sofort den neuen Kontakt, der für Sie zuständig ist, sollte er nicht bereits in der „Abwesenheitsnotiz“ des Redakteurs stehen.

Tipp 2: Sie sollten immer wissen, wer für was in der Redaktion zuständig ist

Redaktionskontakte sind Ihr Kapital. Je besser Sie Redaktionen kennen, deren Zuständigkeitsbereiche, Abläufe und Themenbereiche, umso besser können Sie Ihre Presseaussendung auf diese Kontakte zuschneiden. Beispielsweise gibt es im Magazin „Schöner Wohnen“ mehrere Redakteurinnen, die sich um die Wohnwelten kümmern, im Impressum sind deren „detaillierte“ Zuständigkeit jedoch nicht aufgeführt. Ein Griff zum Telefon und Sie erfahren, für welche Themen sich die einzelnen Redakteurinnen stark machen, was ihr Spezialgebiet ist. Viele Fachmagazine (z.B. im IT-Bereich) hingegen haben sehr gute „Über uns“ Seiten, so dass Sie sich vorerst einen Anruf ersparen können.

Tipp 3: Sie sollten immer die Themenpläne und Redaktionsschlüsse Ihrer wichtigsten Medien kennen

Ab ca. Mitte Oktober/ November haben die Magazine ihre Themenpläne größtenteils finalisiert und veröffentlich. Sie ersehen diese in den Mediadaten auf deren Internetseite. Sollten diese keine Themenpläne enthalten, ist es sinnvoll, in der Anzeigenabteilung anzufragen – auch zu kommenden Specials, Jubiläen etc. Dort ist Ihre Anfrage bestens aufgehoben, müssen doch die Anzeigenverkäufer Anzeigenkunden akquirieren, indem sie diese konkret auf Themen ansprechen. Zusätzlich können Sie noch die Redaktionsassistenz bitten, Ihnen die Themenpläne zu schicken. Natürlich können Sie auch eine Themenrecherche bei Zimpel, Featuresexec.com oder anderen Mediendatenbanken machen, aber das kann gut ins Geld gehen.

Sie haben nun einige Themen gefunden, zu denen Sie gerne einen Fachartikel, einen Anwenderbericht oder einfach nur ein Produkt beisteuern möchten, dann sollten Sie sich am besten einen DIN A4 Kalender kaufen und in diesen eintragen, wann Sie die Redaktion zu welchem Thema kontaktieren sollten – bei Fachmagazinen können Sie mit einer Vorlaufzeit von 2 Monaten rechnen. Ein Eintrag in Ihren digitalen Terminkalender funktioniert natürlich auch, aber die bessere Übersicht bietet Ihnen der gewöhnliche Printkalender.

Tipp 4: Arbeiten Sie immer mit PR-Monatsplänen

Ende des Jahres setzen Sie sich normalerweise zusammen und konzipieren die Themen und Kampagnen fürs kommende Jahr. Dabei bleibt oft der Blick fürs Detail auf der Strecke. Es ist sinnvoll, die Themen auf die einzelnen Monate herunterzubrechen – das gilt auch für die Social Media Beiträge. Um nun Ihre wöchentlichen Sufgabe zu strukturieren, reicht ein Blick auf den Monatsplan, der Ihnen die datierten Posts nennt sowie die anstehenden Themen wie Presseaussendung zu einem neuen Produkt oder Pressebrunch auf der CeBit etc. Diese Monatspläne helfen auch Ihren PR-Kunden, ihrem Chef oder Ihrer Geschäftsleitung zu wissen, welche Aufgaben in der Unternehmenskommunikation anstehen.

Tipp 5: Vergeben Sie klare Aufgaben innerhalb der PR-Abteilung

Sie sind zu zweit oder zu mehreren? Wunderbar. Dann ist es auch sinnvoll, nicht nur Kunden aufzuteilen, sondern administrative Aufgaben. Nicht jeder ist ein Excel- oder Präsentations-Profi. Manche mögen es, im Internet zu recherchieren oder sich eben um den ewig verändernden Presseverteiler zu kümmern. Es gibt viele Einzeltätigkeiten, die dem Team zugute kommen. Sitzt jeder mal dran, fühlt sich im Endeffekt keiner dafür zuständig. Wie im Haushalt, wenn Mama nicht klar einen Plan mit Aufgaben schreibt, ist sie immer diejenige, die mittwochs den Müll runterträgt. Also, scheuen Sie sich nicht, Ihre Stärken für die jeweiligen „Back-Office-Aufgaben“ zu nutzen.

Den Artikel zu Zeitmanagement Tipps und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 17/2015. Im nächsten Blogbeitrag erwarten Sie die nächsten 5 Tipps.

Themen, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Interview – 7 Leitlinien: So reagieren Sie professionell auf Zwischenfragen, Kritik und Störungen Ihres Interviewpartners
  • – Videos – Keine Ausreden mehr – Videos gehören zum professionellen Kommunikationsmix 2015
  • – Spendenakquise – wie Sie problemlos die Unterstützung bekommen, die Sie brauchen
  • – Autorenbeitrag – Bieten Sie den Medien einen interessanten Fachtext an und positionieren Sie so Ihr Unternehmen
  • – Social Media – Praxis-Tipps für Sie: So platzieren Sie Ihre Hashtags richtig
  • – Social Media – 6 Tipps für Sie: So sieht die ideale Google+-Seite für Ihr Unternehmen aus

Beziehungsmanagement pflegen

Mittwoch, 5. August 2015

3 Schritte vom Nobody zum Netzwerker – bauen Sie auf den Dialog mit den Medien

Public Relations kommt von Beziehungen. Sie haben sicher selbst schon festgestellt, mit gutem Beziehungsmanagement kommen Sie in der PR ein Stück weiter als erwartet. Woher kommt das? Mit Redakteuren, die uns sympathisch sind und zu denen wir bereits gute Beziehungen pflegen, lässt es sich lockerer über PR-Themen sprechen. Es benötigt nur drei geschickte Schritte, Beziehungen zu Redakteuren, Bloggern und anderen Bezugsgruppen aufzubauen und zu pflegen. Ich zeige Ihnen wie!

PR- und Text-Agentur WörterladenFrage: Wie pflegen Sie Freundschaften? Regelmäßig und nachhaltig? Nicht anders sollten Sie Business-Beziehungen aufbauen und pflegen. Regelmäßiger Kontakt, respektvoller Umgang, Austausch von Neuigkeiten, Interesse am anderen zeigen und zu wichtigen Ereignissen wie Geburtstag, Weihnachten, Hochzeiten etc. gratulieren bzw. sich melden.

Beziehungsmanagement sollte für Sie nichts Einmaliges sein, indem Sie den Redaktionskontakt, den Blogger oder Kooperationspartner einmal als Kontakt auf Xing bestätigen und weiter Ihre PR durchführen wie bisher. Sondern sich jetzt Gedanken machen, wie Sie Ihren „persönlichen“ Kontakt intensivieren können ohne plump Ihre PR-Themen zu verkaufen.

Schritt 1: Aufbau von Beziehungen – die richtigen Kontakte ansprechen

Egal wie groß oder klein Ihr Medienverteiler (Journalisten + Blogger) ist, mit allen können Sie nicht regelmäßig Kontakt halten. Beschränken Sie sich daher auf Top 10 Key-Journalisten, Top 10 BloggerInnen und Ihre Kooperationspartner.

Machen Sie sich hierzu einen extra Verteiler, in den Sie später Ihre Kontaktpflege eintragen sowie wichtige Informationen wie Geburtstag, Kinder, Hochzeit, wann wo getroffen, was abseits der Presseaussendungen geschickt, wann telefoniert und zu was.

Schauen Sie nun, über welche anderen Kanäle Sie sich mit Ihren Bezugsgruppen verbinden können: Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter. Gibt es spezielle Social Media Gruppen, in denen Ihre Kontakte aktiv sind, dann werden Sie das auch. Fügen Sie Ihre Kontakte nun auch auf Ihren Netzwerken hinzu. In Ihrer Kontaktanfrage sollte deutlich stehen, warum Sie den Kontakt auch über das jeweilige Netzwerk suchen.

Gleichen Sie auch ab, welche Interessen oder Eigenschaften Sie mit Ihren potentiellen Partnern gemeinsam haben: Sind Interessen z.B. bei Xing eingetragen, was sagt das private Facebook-Profil? Probieren Sie über die Redaktionsassistenz etwas über das Privatleben Ihres Kontaktes herausfinden oder sprechen Sie den Kontakt selbst darauf an.

Überlegen Sie sich nun, mit welchen Ideen Sie Ihre Key-Kontakte unterstützen/ den Kontakt vertiefen können. Gibt es gemeinsame Gruppen, in denen Sie aktiv sind, so dass sich dort Themen ergeben, die für Ihren Kontakt interessant sein könnten?

Schritt 2: Kontakt halten und intensivieren

Ihre Eckdaten (Geburtstag, Messegespräche etc.) geben Ihnen Anknüpfungspunkte für Ihr Beziehungsmanagement vor. Machen Sie sich nun einen konkreten Plan, wie Sie mit Ihren Kontakten über das Jahr in Verbindung bleiben. Finden Sie beispielsweise Anlässe, um Kontakte zu vertiefen (Messen, Branchen-Events etc.), überlegen Sie sich Themen, die das Interesse Ihres Kontakts wecken könnten:

Herzliche Grüße: Nutzen Sie z.B. Geburtstage, um sich in positive Erinnerung zu bringen. Formulieren Sie dazu einen Geburtstagsgruß, den Sie mit Bild und individueller Ansprache durch einen professionellen Gratulations-Versand an Ihre Kontakte per SMS oder Email verschicken. Das macht wenig Mühe und erzielt eine hohe Wirkung. Sie können einmalig einen Jahresgruß formulieren und diesen für alle Kontake nutzen. Im Folgejahr überlegen Sie sich einen neuen Gruß.

Viel-Erfolg: Aber nicht nur zu Geburtstagen freuen sich Redakteure oder Blogger auf Ihre Grüße. Schicken Sie doch eine Viel-Erfolg-Mail, wenn Redakteur neue Position angetreten haben oder Blogger in einen neuen Blog investieren. Das hebt Sie deutlich aus der Masse der PR-Kontakte heraus. Wenn Sie es noch spezieller wünschen, dann organisieren Sie eine nette Postkarte mit einem tollen Lebensmotto und schicken Sie Ihren Gruß per Post.

Tipps geben: Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet und kennen sich in Ihrer Branche gut aus. Dieses Fachwissen können Sie nutzen und Ihren Bezugsgruppen zur Verfügung stellen. Dabei kann es sich um Tipps zu Branchentrends, Sonderthemen handeln oder einfach mal einen Kontakt, an den sich Blogger oder Redakteur für weitergehende Informationen wenden kann.

Gemeinsame Treffen: Beziehungsmanagement findet nicht nur virtuell und via Telefon statt. Suchen Sie Gelegenheiten, Ihre Medienkontakte zu treffen: Nutzen Sie Networking-Treffen (DJV-oder Xing-Stammtische), Branchentreffen, die After-Business-Partys oder Standpartys auf den Messen und versuchen Sie herauszufinden, ob Medienvertreter oder Blogger sich unter die Gäste gemisch haben. Dort führt ein lockeres Gespräch über schnell zu einem netten Kontakt, der sich auch nach der Messe intensivieren lässt.

Schritt 3: Behalten Sie den Überblick über Ihre Top-Kontakte

Lassen Sie nicht den organisatorischen Aspekt beim Beziehungsmanagement außer Acht. Nutzen Sie eine Datenbank, um den Überblick über Kontakte und Termine nicht zu verlieren. Ein Adressprogramm inklusive Kalenderfunktion sollte Ihre Datenbank abrunden. Denn die wichtigsten Termine wie Veranstaltungen, Netzwerktreffen, Telefonate oder Geburtstage sollten Sie nie vergessen.

Legen Sie in Ihrer Datenbank ein Bewertungsraster an von 1 (mal getroffen, mal telefoniert) bis 4 (enger Kontakt, freut sich auf Anruf, Tipps etc.). Egal, wie Sie in Kontakt mit Ihren Top-Kandidaten treten, jeden Schritt sollten Sie in der Datenbank festhalten. So können Sie irgendwann auch Ihre Top 30 Kontakte kategorisieren und überdenken – neue hinzufügen, alte auf inaktiv stellen.

Das A und O des Beziehungsmanagements ist es, echtes Interesse an Ihrem Gegenüber zu zeigen und zu wissen, dass es sich lohnt, in Beziehungen zu investieren. Aber nicht wahllos, sondern mit Strategie! Probieren Sie es aus.

Den Artikel und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 16/2015.

Themen, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Unternehmenserfolg – Crowd: Agieren Sie erfolgreich mit der Macht und Kraft der Masse
  • – Interne Kommunikation – Mitarbeitermagazin und Intranet: So verknüpfen Sie beide Top-Instrumente richtig
  • – Begrüßungsschreiben – Professionelle Kundenpflege: Starten Sie mit einem überzeugenden Begrüßungsschreiben
  • – Facebook Tipps & Tricks – So gestalten Sie Ihre ideale Facebook-Unternehmensseite
  • – Website Check – Sommerloch: 7 Tricks für Sie, wie Sie jetzt am besten Ihre Website entrümpeln

Blogger Relations: 7 Todsünden, die Sie umschiffen sollten

Mittwoch, 29. Juli 2015

Zurzeit scheint das Thema Blogger Relations einen neuen Höhepunkt zu genießen, sowohl auf kress.de als auch im Cision-Blog las ich darüber, was sich BloggerInnen von Unternehmen wünschen. Ich selbst hatte vor kurzem speziell Familienblogs (Mamas + Papas) für die Kinder-Jelrazz-CD „Matze mit der blauen Tatze“ angesprochen und habe so meine ganz eigenen Erfahrungen mit der Multiplikatoren-Gruppe Blogger erzielt.

Jazz-CD für Kinder und Familien

Blogger Relations mit der Jazz-CD für Kinder “Matze mit der blauen Tatze” auf Blogger-Fang – auf der Suche nach den Mama und Papa Bloggern

Immer wieder hört und liest man, dass Blogger attraktive Multiplikatoren sind, da sie noch mehr das Vertrauen ihrer Follower und Leser genießen als einschlägige Magazinformate. Das bedeutet für Sie als Unternehmen/ Marke, dass Ihre Produktvorstellung in einem positiven Umfeld wahrgenommen wird. Erfolgreiche Blogger lassen sich Ihre Produkt-PR daher auch gut bezahlen – nicht jedes kleine Label kann sich das leisten. Damit Sie im ersten Schritt aber überhaupt von Bloggern wahrgenommen werden, sollten Sie einige Details bei Ihrer Kooperationsanfrage beachten:

Todsünde 1: Sie wissen gar nicht, warum Sie mit Bloggern zusammenarbeiten sollten

Blogger Relations ist hipp, Unternehmen müssen ihre PR auch auf diese Multiplikatoren ausdehnen! Das ist quatsch. Nicht jedes Thema und Produkt lässt sich über Blogs vermarkten. Überlegen Sie sich genau, ob Ihre Zielgruppe Blogleser sind und Ihr Markenkern zu den Blogs aus Ihrer Branche passen. Entscheiden Sie sich dann, ob es sich lohnt, in Blogger Relations zu investieren.

Todsünde 2: Sie kennen die Blogs nicht

Wenn Sie z.B. eine Kinder-Jazz-CD über Familienblogs vorstellen möchten, ist nicht jeder Familienblog geeignet. Schauen Sie sich vor dem Erstkontakt unbedingt die Blogs an: Was ist die Hauptausrichtung des Blogs, gibt es Produktvorstellungen, wurden schon einmal CDs oder Bücher vorgestellt? Sieben Sie bereits diejenigen aus, die sich nur um Kindererziehung drehen, Mode und DIY-Themen veröffentlichen.

Todsünde 3: Sie wissen nicht, wie Sie die Blogger anschreiben sollen

Schauen Sie sich den Blog an: Spricht der Blogger seine Leser per Du an, siezt er sie? Wie stellt er sich selbst vor – mit Vornamen? Dementsprechend können Sie entscheiden, wie Sie den Blogger anschreiben wollen. Höflich ist in meinen Augen immer das Sie! Mit Nachname nur, wenn der Blog eine konservative Ausrichtung hat – bei Lifestyle-Blogs reicht Sie + Vorname. Spricht der Blogger Sie bei seiner Antwort mit Du an, wechseln Sie auch zum Du. Wichtig ist, immer eine persönlihe Ansprache und Formulierung zu wählen – keine Massenaussendung mit „Lieber Blogger…“

Todsünde 4: Sie hoffen auf kostenlose PR

Die Zeiten sind vorbei, in denen Blogger auf Ihr PR-Thema gewartet haben – sie haben genügend Futter für Themen, die ihren Blog lesenswert machen. Besucherstarke Blogs mit entsprechender Folgschaft auf Facebook, Twitter und Instagram lassen sich Ihre PR daher auch etwas kosten. Wägen Sie ab, ob Sie sich den Blogger leisten können oder ob Sie besucherärmere Blogs bevorzugen und in einem 2. Schritt an hochdekorierte Blogs gehen.

Todsünde 5: Sie haben keine konkreten Kooperationsideen

Viele Blogs haben eine eigene Rubrik mit Kooperationsanfragen. Stellen Produkte vor und bewerten diese. Trotzdem ist es immer sinnvoll, Ihre Produktaussendung mit einem spannenden Thema zu verknüpfen, das zum Blog und seinen Lesern passt: Für „Matze mit der blauen Tatze“ habe ich z.B. einen Papa-Test entwickelt: Welcher Matze-Typ bist Du? Und diesem speziell einem Blogmagazin (netpapa.de) angeboten.

Todsünde 6: Der Blogger soll Ihre Pressemeldung 1 zu 1 übernehmen

Blogger haben ihren eigenen Stil. Sie übernehmen in den seltesten Fällen Ihre Pressemeldung 1 zu 1 – eher orientieren sie sich an Ihren Inhalten und lassen ein paar Formulierungen einfließen, z.B. die Geschichte von Matze mit der blauen Tatze oder die Aufzählung dessen Hauptcharaktere. Im Falle der Matze-Jazz-CD haben die Mama-Blogs ein Testexemplar der CD erhalten und dieses zusammen mit ihren Kindern angehört und beurteilt. Entstanden sind eigene Fotos und Eindrücke – eine Blog-Mama hat sogar DIY-Einladungskarten daraus gebastelt. Eine Idee, die auch für eine Kooperationsanfrage passend gewesen wäre.

Todsünde 7: Sie sehen Blogger als Journalisten 2. Wahl an

Schon längst sind Blogger aus dem Schatten Ihrer Journalisten-Kollegen herausgetreten, Sascha Lobo, Polit-Blogger, ist gern gesehener Gast in Talkshows, Mode-Bloggerinnen werden als Stilikonen für Styling-Seiten von Modemagazinen eingeladen. Behandeln Sie Blogger daher auf Augenhöhe. Machen Sie Blogger-Events, um mit ihnen auch persönlich ins Gespräch zu kommen, geben Sie Ihnen Tipps oder bringen sie sie mit Medienkontakten zur gegenseitigen Themenbefruchtung zusammen.

Meine eigene Blogger-Erfahrung:

Ich hatte für die Kinder-Jazz-CD die Top-Mama-Blogs herausgefiltert – und mir angeschaut, wie deren Besucherzahlen sowie Facebook-Fanzahlen und Followerzahlen auf Twitter sind. Diese habe ich mir angeschaut und zusätzlich noch weitere passende Mama-Blogs über deren jeweilige Blog-Rolls und Google recherchiert. Wichtig war mir, dass bereits ein Leserstammpublikum da ist, dass der Blog auch Produkte (CDs, Bücher etc.) vorstellt und die Gestaltung (Layout + Textstil) zum Anspruch und der Markenphilosophie meines Kunden mini.musik passt. Im ersten Schritt habe ich alle Bloggerinnen angeschrieben, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass die wenigstens per Telefon angesprochen werden möchten. Ich habe ihnen kurz mein Anliegen geschildert, kurzweilig Matze vorgestellt und die Optionen einer Zusammenarbeit.

Geantwortet haben meist diejenigen, die nichts für die Rezension verlangen, gerne aber eine Verlosung machen würden und das Thema super spannend fanden. Von den Top-Blogs habe ich nie ein Feedback erhalten – haben selber aber den Anspruch (siehe kress- und Cision-Artikel), nur von Unternehmen angesprochen zu werden, die sich mit ihnen bereits auseinandergesetzt haben. Die Höflichkeit, finde ich, gebietet es, auf jede Anfrage zu antworten – das wünscht sich z.B. Super-Mom auch. Diese Mühe mache ich mir auch, wenn Medien gerne Verlosungen, Kooperationen mit den Produkten meiner Kunden veranstalten möchten.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Bloggern gemacht? Bin sehr gespannt auf Ihre Kommentare.