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Muss man sein Poken auch füttern?

Wer kennt sie nicht, die kleinen süßen Plastikfiguren, die seit Neuem die Web2.0- Business-‚Elite’ mit sich führt. Nein, es sind nicht die Tamagotchis aus den 80er Jahren, sondern die Poken aus dem Jahr 2009. Aber auch sie wollen gefüttert werden, sonst hat ihre Existenz keinen Sinn.

Ja, Poken, richtig gehört. Sie ersetzen nun die virtuellen Haustiere der Generation Golf. Web2.0er, Blogger und New Media-Spezialisten kennen die kleinen spielerisch gestalteten Figuren mit USB-Abschluss schon lange und nutzen diese bereits bei ihrem Social Networking. Dabei wird sich zur Begrüßung nicht mehr die Hand geschüttelt, sondern erst einmal die Poken ausgepackt, damit die beiden Haustiere sich beschnuppern können. Nur so übertragen sich die Kontaktdaten von einem zum anderen. Datenschutz ist hierbei Nebensache. Früher sind wir bei den ersten Volkszählungen noch auf die Barrikaden gegangen, heute liegen unsere Daten offen für jeden in unseren Poken. Das Poken weiß, in welchen Social Neworks wir uns bewegen, wo wir wohnen und was wir arbeiten. Es enthält mehr Daten als auf eine Visitenkarte passen. Aber das ist gut so, denn auf unseren Blogs geben wir ja auch alles preis, was uns derzeit bewegt.
Nun stellt sich mir wie vielen trendaffinen Menschen die Frage, werden sich die hässlich bunten Tierchen durchsetzen oder müssen erst Prada, Gucci & Co. kommen und diese modegerecht einkleiden, damit man die Poken auch standesgerecht vorzeigen kann?

Aber so lange möchte ich nicht warten, also her mit dem Poken.

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