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Gelebte Vielfalt

Wie Unternehmen von Diversity profitieren und Denkbarrieren abbauen

In Unternehmen treffen unterschiedliche Charaktere, Kulturen, Interessen und Erfahrungen aufeinander. Die Vielfalt in einem Unternehmen ist durchaus ein Erfolgfaktor, kein Hemmschuh. Basis für ein gelebtes Miteinander ist eine offene Unternehmenskultur. Wie Sie die Vielfalt (Diversity) im Unternehmen leben und Berührungsängste bei Ihren Mitarbeitern ausräumen, zeigen wir Ihnen anhand von Praxistipps.

Gelebte Vielfalt in Unternehmen lebenFür Henkel ist gelebte Vielfalt und eine wertschätzende Unternehmenskultur zentraler Treiber für Kreativität, Innovationen und Erfindungen. Boehringer Ingelheim kooperiert seit 10 Jahren mit einer Behindertenwerkstatt und begrüßt das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter, die sich um die dort lebenden und arbeitenden Menschen kümmern. Berührungsängste gibt es schon lange keine mehr, vielmehr profitieren beide Seiten von den gemeinsamen Stunden und dem Spaß bei ihren Aktivitäten.

Wie aber haben die beiden Unternehmen, eine Unternehmenskultur geschaffen, dass Menschen mit und ohne Behinderung, aber auch anderen Kulturen sich gegenseitig befeuern? Indem man emotionale Hürden und Ängste überwindet – m besten durch rationale Aufklärung und emotionale Aktionen.

Wir wissen von uns selbst, was wir kennen, „stört“ uns nicht. Wenn wir in fremde Länder reisen, lesen wir über die dortige Kultur und die Menschen. Vor Ort gleichen wir das Gelesene mit unseren eigenen Erfahrungen ab. Wertschätzung beginnt.

Die prinzipielle Neugier und Offenheit von Menschen anderen Kulturen gegenüber sollten Sie in Ihrem Unternehmen nutzen und nähren. Alles beginnt dabei mit einer offenen Führungskultur – dies beginnt bei der Geschäftsleitung, geht über die Abteilungsleiter bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter.

7 Tipps, wie Sie gelebte Vielfalt im Unternehmen verankern

Tipp1 : Ins Leitbild aufnehmen: Wir schätzen unsere menschliche Vielfalt und fördern diese!

Zeigen Sie sich offen und wertschätzend gegenüber Menschen anderer Hautfarbe, sozialer Herkunft und mit Behinderung. Formulieren Sie in Ihrem Leitbild Ihren vorurteilsfreien Umgang mit der Vielfalt in Ihrem Unternehmen.

Tipp 2: Sensibilisieren Sie Ihre Führungskräfte in Sachen Inklusion

Die Führungskräfte sind bei Problemen und Missständen in den Abteilungen die erste Anlaufstelle für Mitarbeiter. Daher ist es äußerst wichtig, dass sie den Leitgedanken der Inklusion mittragen. Bieten Sie Ihnen Raum für eigene Diskussionen und Erfahrungen mit der möglichen Vielfalt im Unternehmen. Holen Sie sich Experten für Integration ins Haus. Diskutieren Sie mit ihnen über die Chancen und Vorteile von Integrationsteams.

Tipp 3: Lassen Sie sich Feedback geben von Ihren Mitarbeitern in Sachen Inklusion

Die Mitarbeiter müssen den Leitgedanken der Inklusion mittragen und im betrieblichen Alltag umsetzen. Zeigen Sie Interesse an den Erfahrungen mit dem Anderssein in Ihrem Unternehmen. Holen Sie sich daher regelmäßiges Feedback von Ihren Mitarbeitern: Was hat bereits gut funktioniert in Sachen Inklusion, wo gibt es Nachholbedarf?

Tipp 4: Überzeugen Sie Ihre Mitarbeiter mit stichhaltigen Argumenten

Vielfalt bringt Vorteile, weil Sie als Unternehmen auf umfangreiches Wissen, Kreativität und unterschiedliche Erfahrungen zurückgreifen können. Zudem können Sie als Produzent und Dienstleister besser auf die Bedürfnisse anderer Kulturen und Märkte eingehen. Das zeigen Studien vielfältiger Team immer wieder: Sie lösen nicht nur Probleme effektiver, sondern bringen auch Innovationen hervor.

Tipp 5: Überzeugen Sie mit Pragmatismus und Perspektivwechsel

Setzen Sie klar auf die Stärken Ihrer Mitarbeiter und nicht auf deren Defizite. Zeigen Sie also, wo Inklusion in Ihrem Unternehmen gut funktioniert. Implementieren Sie bei abteilungsübergreifenden Projekten unbedingt gemischte Teams, die ihre guten Erfahrungen in die jeweilige Abteilung tragen.

Tipp 6: Überzeugen Sie mit Emotionen

Horchen Sie in Ihr Unternehmen hinein und finden Sie Mitarbeiter, deren Geschichten Sie nutzen können, um Berührungsängste und Vorbehalte abzubauen: Migranten, die es geschafft haben, sich eine neue Existenz aufzubauen, schwer kranke Kollegen, die wieder zurückgekehrt sind aber auch Mütter oder Väter, die den Spagat zwischen Kind, Haushalt und Karriere schaffen. Interviewen Sie diese, begleiten Sie diese durch ihren Arbeitstag, lassen sich Tipps geben für alle Kollegen.

Tipp 7: Suchen Sie sich externe Verbündete

Ihr Unternehmen ist nicht als Inklusions-Experte auf die Welt gekommen. Es gibt viele externe Dienstleister, seien es Integrationsämter, das Amt für Arbeit, Personalführungsagenturen, die Ihre Geschäftsleitung beim Thema Inklusion beraten. Auch Innungen und Handwerkskammern haben Experten dafür. Oft ist es auch sinnvoll, eine externe Stelle interne Führungskräfte-Workshops durchführen zu lassen.

Die ausführlichen Tipps und Praxisbeispiele lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 10/2016.

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