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Kommunikationskonzept erstellen – Evaluation (Teil 4)

Ziehen Sie Bilanz: Belegen Sie in 3 Schritten den Erfolg ihrer PR-Maßnahmen

Nicht nur Ihr Chef möchte wissen, ob sich seine Investition in die PR lohnt. Auch für Sie ist es wichtig, den Erfolg ihrer Arbeit zu messen – und nachzuweisen. Schließlich wollen Sie im nächsten Jahr erneut ein nennenswertes PR-Budget für ihre Arbeit haben. Ich zeige ihnen, welche Maßnahmen zur Evaluation ihnen bei der Bewertung ihrer PR-Aktivitäten helfen.

Evaluation hilft quantitativ und qualitativ PR-Maßnahmen eizuteilen

Nutzen Sie zur Erfolgskontrolle ihrer PR-Maßnahmen unbedingt Methoden der Evaluation

Diese drei Schritte helfen ihnen, den Erfolg Ihrer PR-Maßnahmen zu messen:

Evaluation – Schritt 1: Festlegen der Ziele

Legen Sie bereits bei der Zielgruppenanalyse ihre Erfolgskriterien fest. Was möchten Sie erreichen?

  • – Sollen bei den Zielgruppen Einstellungen geändert werden?
  • – Sollen sie sich an eine bestimmte Botschaft korrekt erinnern?
  • – Möchten Sie Kontakte knüpfen?
  • – Geht es ihnen darum, Mitglieder oder Kunden zu gewinnen?

Je nach Gewichtung ihrer Ziele nutzen Sie eine bestimmte Methode zur Evaluation ihrer Maßnahmen: Wenn es ihnen um Steigerung ihres Bekanntheitsgrades geht, reicht wahrscheinlich eine Medienresonanzanalyse. Möchten Sie erfahren, ob ihre Botschaften angekommen sind, benötigen Sie eher eine Kundenbefragung.

Bauen Sie bereits in ihre Maßnahmen Messmethoden ein!

Um ihren Erfolg zu kontrollieren, sollten Sie bereits bei den Maßnahmen Ideen einfließen lassen, die Sie für die Messung nutzen können. Das können sein:

  • – Leserbefragung
  • – Gewinnverlosung
  • – Landingpage
  • – Umfrage auf Homepage
  • – Preisausschreiben für Newsletteranmeldungen
  • – Verlosung für neue Fans/ für Kommentare von Fans

Evaluation – Schritt 2: Drei Methoden, ihre PR zu messen

Es gibt drei unterschiedliche Arten, den Erfolg von PR zu messen. Allerdings unterscheiden sich diese Methoden hinsichtlich ihrer Qualität, Objektivität und im Bezug auf die einzusetzenden Ressourcen stark.

Methode 1: Die klassische Presseauswertung

Diese Methode bezieht sich auf

  • – Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV,
  • – Veröffentlichungen in Online-Medien, Blogs, Sozialen Netzwerken.

Dabei sollten Sie nicht nur die Anzahl und die Reichweite der Veröffentlichungen erfassen, sondern auch die Artikel qualitativ untersuchen. Hierzu nutzen Sie die Medienresonanzanalyse:

  • – Ist der Artikel positiv/ neutral/ negativ formuliert?
  • – Wie oft ist ihr Firmenname erwähnt?
  • – Sind ihre Kernbotschaften aufgegriffen worden?
  • – Wurde ein Bild zum Thema veröffentlicht?
  • – In welchen Medien (Reichweite) kam es zu Veröffentlichungen?
  • – Wie war die regionale, wie die überregionale Berichterstattung?
  • – Wie viel Budget hätten Sie in dem Medium für eine adäquate Anzeige ausgegeben?

Mein Tipp, wie Sie an die Veröffentlichungen kommen

Um Veröffentlichungen in Offline-Medien zu erhalten, ist es am besten, einen Clipping-Service zu beauftragen. Das bietet sich an, wenn Sie entweder regelmäßig Aussendungen an einen großen Presseverteiler schicken oder wenn Sie eine Kampagne starten, von der Sie sich eine hohe mediale Resonanz erwarten. Zeitschriften sind oft bereit, Belegexemplare zu versenden. Schreiben Sie daher bereits in ihre Presseaussendung, dass Sie sich ein Belegexemplar wünschen. So können Sie sich bei kleinem Budget den Clipping-Service sparen.

Vor allem bei Fachmagazinen können Sie sich Freiexemplare schicken lassen. So haben Sie nicht nur ihre Veröffentlichungen im Blickfeld, sondern wissen auch, was ihr Wettbewerb veröffentlicht und welche Themen derzeit gefragt sind.

Veröffentlichungen in Online-Medien können Sie über Google Alert selbst beobachten. Über dessen Suchagenten erhalten Sie zeitnah per Mail Online-Veröffentlichungen zu Ihrem Unternehmen. Geben Sie dafür geeignete Suchbegriffe zu Ihrem Thema ein, am besten den Namen Ihrer Firma sowie das Thema (z.B. Kinderarmut, Nachhilfeunterricht), vergessen Sie auch nicht die URL Ihrer Homepage. Mit dieser Methode können Sie sehr gut Ihre Themen in den Medien beobachten sowie Ihren Wettbewerb. Hat dieser mehr Veröffentlichungen zum gleichen Thema, weniger? Wie ist dessen Berichterstattung?

Methode 2: Beobachtung und Beurteilung

Wie sind die Reaktionen auf ihre PR-Maßnahmen? Abseits der Medienveröffentlichungen gibt es viele Kommunikationskanäle, über die Sie die Resonanz auf ihre PR-Aktivitäten messen können:

  • – Erhöhung der Besucherzahl auf ihrer Homepage
  • – Anzahl der Besucher auf ihrer Landingpage, die Sie z.B. auf einem Flyer angegeben haben
  • – Rückläufe auf eine Direktwerbemaßnahme
  • – Rückläufe auf eine Einladung zu einer Veranstaltung
  • – Rückläufe zu einem Angebot oder einem Wettbewerb
  • – Stimmung auf ihrer Veranstaltung
  • – Feedback-Formulare, die Sie auf Messen, Veranstaltungen, im Internet hinterlegen
  • – Wurden ihre Tweets retweetet? Gab es Retweets, Kommentare auf Facebook
  • – Wie viele Beiträge wurden geteilt/ geliked?

Methode 3: Wissenschaftliche Analyse

Aufwendig und teuer ist die wissenschaftliche Analyse, die Sie gemeinsam mit einem Marktforschungsinstitut durchführen sollten. Sie ist mit Sicherheit die objektivste, die sich aber vor allem bei einem Imagewandel anbietet bzw. wenn Sie sich durch Ihre Kampagne mittel- bis langfristig bei ihrer Zielgruppe einen Sinneswandel erhoffen. Gemeinsam mit dem Institut können Sie

  • – Imageanalysen
  • – Meinungsumfragen
  • – Mitarbeiterbefragungen

durchführen (lassen). Um ihr aktuelles Ergebnis vergleichbar zu machen, müssen Sie aber auch die Ausgangslage kennen. Das bedeutet, Sie benötigen bereits vor ihrer PR-Kampagne eine Auswertung zur derzeitigen Stimmungslage. Nur so haben Sie nach der Evaluation eine Vergleichsgröße, um zu beurteilen, ob ihre PR-Kampagne wirkungsvoll war.

Mein Extra Evaluation Tipp

Überprüfen Sie ihre längerfristigen Projekte bereits während der Durchführung. Sollten sich die gewünschten Ziele nicht mit den Ergebnissen der Evaluation decken, können Sie noch zeitnah reagieren und Maßnahmen überdenken. Ersetzen Sie ineffektive Maßnahmen durch erfolgreichere.

Evaluation – Schritt 3: Datensammlung und -analyse

Nach der Erhebung der Daten folgt nun die Auswertung und Analyse. Diese benötigen Sie nicht nur, um zu erfahren, welche Maßnahmen erfolgreich waren und sich mit Ihren Zielen decken, sondern um auch zukünftige PR-Aktivitäten zu planen.

  • – Medienresonanz: Wie hoch war die Reichweite der Pressemitteilung? War sie positiv? Hat sie sich gegenüber der letzten Aktion verändert?
  • – Marketingresonanz: Wie viele Interessenten haben die Imagebroschüre mitgenommen? Wie viele haben am Gewinnspiel teilgenommen oder ein Angebot wie ein von Ihnen veröffentlichtes Whitepaper angefordert?
  • – Kundenbefragung: Wie viele der angesprochenen Kunden konnten sich an die verbreitete Botschaft erinnern?

Gab es Aktionen, die zu besonderem Erfolg geführt haben? Dann versuchen Sie zukünftig verstärkt diese Maßnahmen zu nutzen bzw. ähnliche zu entwickeln. Wenn Sie jedoch Ziele nicht erreicht haben, versuchen Sie die Ursachen zu analysieren: Hat die Messe nicht ihre Zielgruppe angezogen? Waren die Flyer an den falschen Plätzen ausgelegt?

Mein Fazit zu Methoden der Evaluation

Durch regelmäßige Evaluation erhalten Sie Erkenntnisse, ob die PR-Kampagne ein solcher Erfolg war, dass es sich lohnt, sie weiterzuführen. Oder aber, ob Sie die Strategie ändern müssen. Die Evaluation ist sozusagen die Basis ihrer weiteren PR-Aktivitäten im Hinblick auf Zielgruppen, Ziele, Botschaften, Instrumente und den konkreten Maßnahmen-Mix. Bauen Sie daher bei jeder PR-Maßnahme Evaluationsmöglichkeiten ein.

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