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Schreibblockaden überwinden: Kreativitätstechniken, die schnell helfen!

Kennen Sie das auch? Sie sitzen mal wieder über einem Unternehmensthema, das Sie schon zigfach bearbeitet haben. Immer wieder müssen wir in der Kreativbranche aus vertrauten Themen etwas Neues, Aufregendes und Überzeugendes machen, sind aber gedanklich völlig blockiert. Durchbrechen Sie Ihre Schreibblockade mit einfachen Kreativtechniken – ich zeige Ihnen wie!

Schreibblockaden mit Kreativitätstechniken überwindenSprache ist auch in der digitalen Welt immens wichtig. Onlineshops leben von ihren Produkttexten, Blogs von spannenden Beiträgen, Online-Magazine von atmosphärischen Hintergrundsartikeln. Im Texteralltag passiert es aber häufig, sich einem „alten“ Thema anzunehmen und dieses neu zu gestalten. In einer Kreativagentur kommt nun das Team zusammen, um über neue Themen-Ansätze und Blickwinkel zu brainstormen. Aber was machen die Texter, bei denen es schnell gehen muss, da der nächste Produkttext für den Onlinshop wartet oder die alleine am Schreibtisch sitzen?

4 Top-Start-Techniken für Ihre Texte

Diese vier Techniken helfen Ihnen, immer wieder neue, kreative Texte zu schreiben:

Top-Technik 1: Finger-Technik

Dauer: 2 Minuten – Material: Stift und Papier, Klebeband, Schere

Gut für: Alle Texte, bei denen es darum geht, zentrale Botschaften auf den Punkt zu vermitteln, da sie Ihnen hilft, die Kernaussagen im Blick zu behalten.

Vorgehensweise: Die Finger-Technik orientiert sich an der Zahl unserer Finger. Schreiben Sie die 5 Kernaussagen, die Sie mit dem Text vermitteln sollen, auf jeweils ein rundes Papier. Kleben Sie die 5 Blätter Ihnen gegenüber an die Wand. So haben Sie beim Texten Ihre 5 wichtigsten Punkte immer vor Augen.

Top-Technik 2: Clustering – Begriff aufschlüsseln

Dauer: ca. 5 Minuten clustern + 10 Minuten schreiben – Material: Stift und Papier

Gut für: Pressemeldungen, Kurzartikel, Artikel zu einem eindimensionalen Thema

Vorgehensweise:

  • – Schreiben Sie in die Mitte eines Blattes ein Wort, z.B. das Hauptthema Ihres Artikels: „Teilzeitmodelle“ und umkreisen dieses.
  • – Nun schreiben Sie rund um diesen Kreis alle Begriffe auf, die Ihnen zu Teilzeitmodelle in den Sinn kommen, egal ob es sich um Substantive, Verben oder Adjektive handelt.
  • – Verbinden Sie diese Begriffe mit dem Wort Teilzeitmodelle.
  • – , die Sie mit den Begriffen assoziieren, verbinden sie mit diesen, nicht mit dem Wort Teilzeitmodelle.

Beispiel: Teilzeitmodelle—Unternehmen—-Home Office

Das passiert: Wir aktivieren sowohl unser bewusstes als auch unser unbewusstes Wissen. Durch das Clustern setzen wir einen automatischen Schreibvorgang frei, ohne diesen zu bewerten.

Das entsteht: Eine Gedankenkette aus Begriffen, die Ihnen hilft, Ihr Thema aufzuschlüsseln. Sie beinhaltet Ansätze, das Thema aufzurollen, an die Sie bisher nicht gedacht haben.

  • – Sie bringen Ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle in das Thema ein.

Schreiben

  • – Lassen Sie die Assoziationskette auf sich wirken.
  • – Nutzen Sie eine Aussage, die Sie zum ersten Satz anregt und schreiben Sie ihn auf.
  • – Formulieren Sie ihren Text weiter, indem Sie die Begriffe im Cluster nutzen. Es müssen am Ende nicht alle verbraucht sein.
  • – Schauen Sie sich nach 10 Minuten Ihr Geschriebenes an.

Top-Technik 3: Mind-Mapping (Weiterentwicklung von Clustering)

Dauer: 15-20 Min. – Material: Großes Blatt, Stift

Gut für: Planung nicht aktueller Artikel, Fachartikel, Sonderseiten, Imagebroschüren, Aktionen für Ostern, Weihnachten, Jubiläen etc.

Vorgehensweise:

  • – Im Mittelpunkt steht Ihr Thema / Ihre Aufgabenstellung als Begriff. Dieser wird als Kernpunkt eingekreist.
  • – Ergänzen Sie Ihre Assoziationen zu diesem Thema, indem Sie sie als Äste mit Ihrem Kernthema verbinden.
  • – Die Äste sind die Hauptgedanken, die ohne große Überlegung hinzugefügt werden.
  • – Diese werden weiterverästelt, in dem man Gedanken aufschreibt, die einem bei den Hauptbegriffen in den Sinn kommen (Zweige).
  • – Dabei müssen Sie nicht systematisch vorgehen, sondern können überall dort anknüpfen, wo Ihnen ein Begriff einfällt.
  • – Später können Sie immer noch einzelne Zweige oder Äste miteinander verbinden bzw. neu strukturieren.
  • – Lassen Sie die Gedankenkarte ruhen und fügen Sie ein paar Tage später weitere Ideen hinzu.

Strukturierung

  • – Im Uhrzeigesinn mit Nummern, Farben, Symbolen
  • – Priorisierung nach Lieblingsideen mit Nummern und Farben
  • – Nehmen Sie einen Teilaspekt heraus und untersuchen Sie ihn näher.

Das passiert: Bei der Gedankenkarte verschmelzen bildhaftes Denken (rechte Gehirnhälfte) mit analytischem Denken (linke Gehirnhälfte).

Das entsteht: Sie erhalten eine strukturierte Gedankenkarte mit allen Ideen, die Sie dann für Ihr spezielles Projekt zu Papier bringen können. Für einen (Fach)Artikel haben Sie nun alle Hauptaspekte, die Sie als einzelne Abschnitte beleuchten können. Die einzelnen Zweige der Hauptaspekte geben Ihnen wieder die Fixpunkte, an denen Sie sich inhaltlich orientieren können.

Top-Technik 4: Bisoziation – Arbeit mit Bildern

Dauer: mind. 5 Minuten; bis Sie keine Ideen mehr bekommen – Material: Postkarte/ Foto/ Anzeige/ Gemälde, Blatt, Stift

Gut für: Pressemeldungen, Kurzartikel (in Mitarbeiter- und Kundenmagazinen), Beiträge zu einem eindimensionalen Thema

Vorgehensweise

  • – Formulieren Sie Ihr Thema in einer Frage – so präzise wie möglich, z.B.: Wie kann ich meine Schreibblockade durchbrechen?
  • – Nehmen Sie nun ein beliebiges Bild und lassen Sie sich davon inspirieren.
  • – Bringen Sie es mit Ihrer Frage in Verbindung: Welche Lösungen sehe ich zu meiner Frage in diesem Bild?
  • – Schreiben Sie ohne Zensur alles auf, was Ihnen in den Kopf kommt.
  • – Achten Sie dabei vor allem auf die Details im Bild, auch Formen und Farbe, Bildkomposition, leere Flächen.
  • – Bewerten Sie nun kritisch Ihre Ideen: Welche Lösungen möchten Sie umsetzen?
  • – Clustern Sie diese: originelle Lösungen, rasche Umsetzungsmöglichkeiten der Idee.
  • – Halten Sie in wenigen Sätzen Ihre Lösung(en) auf Papier fest.

Das passiert: Bisoziation ermöglicht eine rasche Aktivierung des eigenen Kreativpotentials. Das führt auch dazu, dass die eigene Sprache bildhafter und lebendiger wird. Sie trainieren damit auch Ihre Ausdrucksfähigkeit.

Das entsteht: Indem Sie bewusst ein Bild mit Ihrem Thema verbinden, erhalten Sie neue, kreative Lösungsansätze. Seien Sie versichert, die Bisoziation gelingt wirklich mit jedem Bild. Wenn Sie Ihr Bild anhand Ihrer Fragestellung „analysiert“ haben, nutzen Sie das Aufgeschriebene, um nun einen kleinen Text zu formulieren. Ähnlich wie beim Clustering.

Ihre Textbausteine – nutzen Sie umschreibende Adjektive

Sie müssen immer wieder aus dem ähnlichen Fundus an Textbausteinen und Themen schöpfen? Dann machen Sie sich eine Liste mit Schlagworten und Adjektiven, die Ihr Markenspektrum umschreiben. So nutzen Sie nicht immer die gleichen Beschreibungen.

Kaufen Sie sich spezielle Zeitungen/ Zeitschriften und gehen Sie darin auf Wörterfang.

  • Welche Worte umschreiben welche Themen?
  • – Für Kindermarken: zauberhaft, fröhlich, drollig, spielerisch, empfindsam, humorvoll
  • – Für Einrichtungsmarke: kosmopolitisch, wohnlich, kuschelig, mondän, edel, weich, anschmiegsam, natürlich, sinnlich…
  • – Für Hightech-Produkte: stark, innovativ, gesundheitsfördernd, mobil, rasant
  • Wie klingen die Worte in Ihren Ohren? Sind sie dunkel oder hell, hart oder weich? Allein die Anordnung der Buchstaben können bei Worten gleicher Bedeutung unterschiedliche Emotionen bei uns auslösen.

Wie Sie speziell für Produktbeschreibungen neue Ansätze finden, erläutert Ihnen Eric Kubitz, Inhaber der Contentmanufaktur. Er erklärt in seinem Blog plastisch, wie Sie Ihre immer gleichen Produktbeschreibungen aufpeppen und neu gestalten. Seine Tipps für mehr Abwechslung gelten natürlich auch für Blogartikel und andere Online-Texte.

Ihr Umfeld – treiben Sie es bunt!

Vollziehen Sie bewusst einen Perspektivwechsel.

  • – Setzen Sie sich einfach mal genau anders herum an den Schreibtisch oder tauschen Sie mit Ihrem Gegenüber den Platz.
  • – Gehen Sie in die Cafeteria, auf den Balkon/ auf die Terrasse, auf eine Bank in der Natur und lassen Sie der neuen Umgebung die Gedanken schweifen.

Denkpausen

Gönnen Sie Ihren Gedanken eine Pause. Verlassen Sie Ihren Schreibtisch, bewegen Sie sich, machen Sie einen Spaziergang. So lockert sich auch Ihr Geist.

Kreativecke

Nutzen Sie eine leere Wand als Pinnwand und bestücken Sie diese mit bunten Karten, Urlaubsfotos, gesammelten Blättern, Papier aus verschiedenen Farben, bunten Textilien etc. Lassen Sie bei einer Schreibblockade ihren Blick darauf ruhen und Ihre Fantasie wird angeregt.

Formatwechsel – Ungewohntes regt an. Auch in der Form der Erarbeitung:

  • – Nutzen Sie nicht immer das gleiche Blattformat, um Ihren Text aufs Papier zu bringen. Sondern denken und arbeiten Sie in anderen Dimensionen wie DIN A3 oder noch größer.
  • – Nutzen Sie Ihr Gegenüber und beschreiben Sie ihm Ihr Thema. Allein durch das Aussprechen der Gedanken verschaffen Sie sich Klarheit.
  • – Visualisieren Sie Ihre Informationen, indem Sie sie malen: Wie zeichnen Sie Mobilität, Düfte, Wärme? Zeichnen Sie Elemente Ihres nächsten Artikels – sei es ein Porträt, ein Kommentar oder ein Bericht.
  • – Schreiben Sie sich alle Fragen auf, die Ihnen zu Ihrem Thema durch den Kopf gehen. Danach beantworten Sie diese mit wenigen Worten. Halten Sie die Antworten auf einem anderen Papier fest. Wenn nötig bringen Sie den Text noch in eine andere Reihenfolge.

Wo immer Sie hingehen: Nehmen Sie Block und Stift oder Diktaphon mit. Denn: Die meisten Ideen kommen unterwegs! Packen Sie meine Tipps an und Ihre Schreibblockade hat keine Chance mehr!

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