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Social Medias Top 10

Auf Twitter finde ich immer wieder gute Themen, die meinen Blog bereichern. Derzeit geht ein Blogbeitrag von David Armano Social Medias Top10 der kleinen dreckigen Geheimnisse durch die Twitter-Welt, der bereits mehrere RT-Seiten auf Twitter.com beansprucht.

David Armano, Senior Partner bei Dachis Group, rechnet auf seinem Blog in 10 Punkten mit dem derzeitigen Social Media Boom ab. Teilweise überzogen und schwarz-weiß gedacht, aber nur so verschafft er sich Gehör bei den Lesern. Und die Retweet-Welle bei Twitter gibt ihm Recht.
1. Gesellschaftliche Aufsteiger werden von Social Media angezogen
Stimmt! Dieselben Leute, die in der wahren Welt die soziale Nahrungskette erklimmen, neigen dazu, auch in der Social Media Welt erfolgreich zu sein. Sie sind eine Zeit lang Ihr Freund, bis sie jemanden finden, der bei Twitter mehr Followers hat und sie daher lieber mit ihm tweeten.
2. Der Großteil von Social Media besteht aus schlechtem/r Marketing/ PR

Wenige Unternehmen wollen sich wirklich mit ihren Kunden auseinandersetzen. Es ist einfacher, einen Blog und eine Facebook Fan-Seite zu erstellen oder jemanden zu beauftragen, der über ihre Produkte tweetet und Events organisiert, die hoffentlich hohe Aufmerksamkeit erzielen. Selbst mitzuwirken ist schwer.
3. Jeder hasst Internet- berühmtheiten, aber insgeheim will jeder eine sein

Ja, ich habe das ganze Internetberühmtheitsding auch satt. Aber es ist komisch,  manchmal denke ich, die Leute, die am meisten dagegen sind, wollen der nächste Social Media Rockstar sein; was auch immer das  ist.
4. Soziales Media Burnout-Syndrom gibt es

Wir scherzen darüber, aber es ist wahr. Wir sind überfordert von der Technologie, die uns verspricht, unser Leben besser zu machen. Stattdessen haben die Meisten von uns nicht herausgefunden, wie man das Gleichgewicht zurückbekommt, das wir einst in unseren Leben hatten. 
5. Gruppendenken passiert

Ja, Social Media verbindet uns auf wunderbare Weise. Ja, es kann Innovation hervorbringen und tut es auch oft. Aber wenn Sie nicht vorsichtig sind, werden Sie genauso reden und denken wie jeder andere in Ihrem sozialen System, und Sie werden vergessen, für sich selbst zu denken.
6. Ihr Manager hasst Facebook

Der Job eines Managers ist es, das Beste aus seinen Leuten herauszuholen – was schwer ist, wenn er seine Zeit damit verbringt, sich mit Freunden zu vernetzen. Sie selber mögen Ihre Arbeit schaffen, aber erzählen Sie das mal Ihrem Chef.
7. Es ist wie ein Goldrausch

Ja, mit Social Media kann man durchaus Geld verdienen. Sicher, es gibt ein paar echte Gläubige, die sich Social Media komplett verschrieben haben. Aber viele der Opportunisten riechen bereits die Spur des Geldes. Es liegt an Ihnen, den Weizen von der Spreu zu trennen.
8. Social Media ist eine Gefahr
Die Realität ist, dass Social Media Jobs und Leute ersetzt sowie Geschäftsmodelle zerstört. Vielleicht ist das kein schmutziges Geheimnis – aber für einige wird es wahr werden.
9.
Sie sind den neuen Technologien überdrüssig
Ernsthaft, Sie wollen Sachen langsamer angehen. Vielleicht sind Sie wirklich gut darin, einige der großartigen Technologien zu nutzen, die es da draußen gibt, bevor Sie sich wieder einer anderen zuwenden, ohne zu wissen, warum.
10. Sie haben die Top 10 Social Media Beiträge geschafft

Ja, ich schrieb dies in dem Wissen, es könnte etwas Aufmerksamkeit erzeugen. Und ich bin in einige dieser Fallen getreten, so dass ich nicht besser bin als Sie. Aber es ist immer gut, innezuhalten, nachzudenken und Dinge auch einmal auf den Kopf zu stellen. Ich hoffe, mein Beitrag lässt Sie darüber nachdenken – was nicht das Schlechteste ist.
Können Sie sich mit David Armanos Top 10- Social Media Abrechnung identifizieren? Wie begegnet Ihnen die Social Media Welt?
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1 Kommentar zu „Social Medias Top 10“

  1. wortfront sagt:

    Zwei mir ins Auge springende Punkte sind allerdings nicht benannt:
    1.) Zunehmend steigt natürlich – wie bei jedem neuen Medium – die Industrie ein und pervertiert die spannenden Anfänge. Schon bei der Erfindung des Buchdrucks wurde gejubelt, dass nun durch dieses neue Medium die Bildung auch bei den “Massen” ankommen würde – und was haben wir heute davon? Ich meine, ausser Magazinen mit Blödzeugs und jeder Menge Krimis? Dasselbe ist bei den Social Medias zu sehen: erst mal “juhuu – Zugang für alle, jeder kann seine Meinung sagen” – und zunehmend werden alle spannenden Inhalte unter einer dicken Schicht Marketing, Verblödung, Simpelzeugs und Wichtigtuerei erstickt, und nur noch für eine Minderheit sichtbar. Dazu kommt noch die Gefahr, dass bisher in der Geschichte immer die erste Generation, die mit einem neuartigen Medium aufgewachsen ist, erst mal ziemlichen Trouble in der Welt veranstaltet hat – von den Christen als die erste Generation durchgehend lesen konnte über Luther beim Buchdruck und die Nazis mit dem Radio bis zu den 68ern als erste TV-Generation: immer ist die erste Generation eines neuen mediums der Start gröberer Unruhen – vollkommen unabhängig vom INHALT (siehe auch Mc Luhan Medium is Message)
    2.) Zunehmend wird uns in der schönen Welt des Internet eine Vereinzelung des Menschen als “viele Freunde” verkauft. Wir haben Freunde auf Facebook, auf Twitter auf StudiVZ und bla – aber wir gehen nicht mehr in Fussballclubs sondern in’s Fitnessstudio um allein zu trainieren. Ein Einzelner ist immer ein leichterer Angriffspunkt. Und die neuen Medien helfen, dass zwar jeder seinen Senf zu irgendwas abgeben kann – aber er keine Gruppe mehr wird, sondern nur noch Zuseher findet, die weit verstreut sind.

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