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Mein Umgang mit Social Media

Auf dem Blog der MMK Personalberatung gibt es derzeit eine Blogparade zum Umgang mit Social Media. Das lässt auch mich innehalten und überlegen, was für mich Social Media bedeutet und warum ich soziale Netzwerke nutze.

Der Umgang mit dem Internet ist für mich schon lange Alltag. Allein beruflich bin ich den ganzen Tag online: Ich recherchiere auf Portalen, mache mich über aktuelle Ereignisse schlau und schaue mir an, was in der PR-Welt derzeit Thema ist. Social Media ist für mich ein weiteres Informationstool, das jedoch nicht einseitig funktioniert, sondern von dem ich auch Feedback erhalte. Ich denke, wer ein guter Netzwerker ist, der kann seine Netzwerk-Strategie durchaus auch auf die virtuelle Vernetzung projizieren.
Die Welt ist durch Social Media kleiner geworden. Ich treffe plötzlich virtuell auf Menschen, Experten, denen ich im wahren Leben nicht begegnen würde. Die aber für meine Arbeit relevante Dinge zu berichten haben, so dass ich Ihnen gerne zuhöre und folge. Ich abonniere beispielsweise via RSS ihren Blog, kann ihnen Nachrichten schicken, wenn ich mit Ihnen ein Thema näher erörtern will, kann Sie um Rat bitten, im Gegenzug auch ihnen weiterhelfen. Social Media weiterhin zu ignorieren, wäre fatal – das zeigen die aktuellesten Zahlen.
Welche Social Media Portale sind nun relevant für mich? Als selbständige PR-Beraterin konzentriere ich mich vor allem auf zwei Portale: xing und Twitter. Das hilft mir, mich nicht zu verzetteln. Ich habe zwar einen weiteren Account bei Facebook, den ich aber nur wenig und dann vorwiegend privat nutze.
Mit Twitter verbringe ich den ganzen Tag – durch das Tool TweetDeck erfahre ich sofort, wann ein neuer Tweet meiner Friends eingegangen ist, den ich mir kurz anschaue. Entdecke ich etwas Interessantes, schaue ich mir den beigefügten Link an und retweete ihn an meine Follower. Natürlich kostet das Zeit, aber es ist Zeit, die ich zur Informationsaufnahme nutze, um für meine Kunden auf neue Ideen zu kommen und deren Angebote mit denen anderer zu verknüpfen. So entstehen wiederum neue Kontakte. Auf xing bin ich Mitglied in Gruppen, die mich einerseits persönlich ansprechen andererseits für mein Arbeit nützlich sind. Ich schaue mir regelmäßig die neuesten Einträge an, sehe, welche interessanten Statusmeldungen meine Kontakte wieder veröffentlicht haben und nutze zudem noch Twitter Buzz. Meine Kontakte gehe ich nach einer gewissen Zeit immer wieder durch, um mögliche Kooperationen für mich und meine Kunden anzuregen. Ich erhalte interessante Newsletter und Einladungen, die ich natürlich nicht alle nutzen kann. Aber oft bleiben Fragmente daraus in meinem Gedächtnis hängen und formen sich zu neuen PR-Ideen. Social Media ist für mich ein Austausch an Ideen, Themen, Fakten, Informationen. Ich kann mir sowohl zeitlich als auch thematisch herauspicken, was für mich und meine Arbeit wichtig ist. Gerade für Twitter gibt es so gute Tools wie Twitter for busy people , die das Arbeiten damit überschaubar gestalten. Vor Kurzem habe ich noch myON-ID für mich entdeckt. Dort kann ich meine öffentlichen Auftritte zusammenfügen, so dass eine 360Grad-Visitenkarte meiner Person entsteht. Aber bei aller Liebe zu Social Media sollten die persönlichen Kontakte nicht zu kurz kommen. Auch xing und Twitter haben mit ihren Social Events gelernt, dass Menschen sich nicht nur virtuell kennen lernen wollen.
Machen auch Sie mit bei der Blogparade und beantworten Sie folgende Fragen: Welche Social Media Portale nutzen Sie? Zu welchem Zweck nutzen Sie diese Portale? Welchen Nutzen haben Sie schon daraus gezogen? Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche mit Social Media Portalen? Was bedeutet überhaupt Social Media für Sie?

Die Blogparade läuft bis 31. Oktober. Zu gewinnen gibt es unter allen Teilnehmern ein Business Poken Pulse.

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3 Kommentare zu „Mein Umgang mit Social Media“

  1. Anya sagt:

    360Grad-Visitenkarte finde ich super. Schön, dass du myON-ID so siehst.

    Zum bloggen habe ich noch eine Frage an dich. Gestern war ich auf einer Veranstaltung, bei der diskutiert wurde, ob Social Media nur was für Geeks wäre oder auch für “Normalis”. Eine Dame, die in einer PR Agentur tätig ist, fragte die Referenten dann, was der Nutzen eines Blogs wäre. Sie wäre bereit mehr Zeit in Social Media zu stecken (tut es auch schon teilweise via Twitter u.a.) aber bevor sie sich auch noch die Zeit nimmt, einen Blog aufrecht zu halten, hätte sie gern die Sicherheit, dass es sich lohnt. Wie ist deine Ansicht dazu? Hilft dir dein Blog auch beruflich weiter oder ist es eher eine “Freizeitaktivität” für dich? Was bedeutet also bloggen für dich?

    VG, Anya

  2. Hallo Anya,
    ich habe den Livestream der gestrigen GPRA-Veranstaltung in München auch verfolgt und teilweise auch die Diskussion. Dort ging es vorrangig um Unternehmen/ Konzerne, die sich in Social Media engagieren wollen, also auch um Corporate Blogs. Soweit ich der Vernstaltung gefolgt bin, gab es keine Tipps für Kleinstunternehmer, Online-Shops etc. Das ist meine Zielgruppe und für diese nutze ich mein PR-Social Media-Wissen.
    Die gestrige Diskussion, ob sich Blogger bezahlen lassen sollen oder nicht, kann ich auch anders führen. Ich biete meinen Kunden – bei denen es passt – Blogaufbau sowie Blogcontent, in dem ich ihnen ihre Blogbeiträge schreibe sowie diese mit passenden Blogbeiträgen verlinke. Über diese Blogs erhalten meine Kunden zusätzlichen Traffic auf ihre Homepage und dadurch auch Käufer. Diese Blogs sind im Inhalt gleichzusetzen mit Online-Magazinen zu bestimmten Themen wie Businessknigge, Businessmode, Lifestyle, Gesundheit etc. Sie geben den Lesern Informationen und Tipps an die Hand.
    Mein eigener Blog ist natürlich ein zeitlicher Luxus, den ich nicht pro Text entlohnt bekomme. jedoch ist er für mich ein Akquise-Tool sowie eine Visitenkarte, um meine PR-Kompetenz zu unterstreichen. Ich nutze meinen Blog, um mich im Netz bekannt zu machen, (potentiellen) Kunden ein Schulungsinstrument an die Hand zu geben und mich mit anderen PR-Bloggern auszutauschen. Dadurch, dass ich immer neuen Content auf meine Webseite bringe, werde ich bei google besser gefunden und dadurch auch von potentiellen Kunden.

    Übrigens habe ich deinen Oktoberfest-Knigge sehr genossen – tolle Idee.

    Ich freue mich auf weiteren Gedankenaustausch.

    Lieber Gruß
    Annabelle

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