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Artikel-Schlagworte: „Bilder-PR“

Visuelle Trends 2016 – die Kraft der Bilder

Mittwoch, 27. April 2016

Getty Images veröffentlicht seinen Trendreport 2016 und zeigt, welche Bildthemen die Nutzer bewegt

Ohne Bilder geht in der PR nichts mehr. Welche visuellen Motive sind aber derzeit angesagt? Wohin geht die Bilderreise? Im visuellen Trendreport 2016 von Getty Images zeigt die internationale Bildagentur, worauf Sie Ihr Augenmerk aktuell richten sollten.

Bilder sind kraftvoll, überzeugend und verführend. In der PR sind sie substantiell, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf das Thema zu lenken, den Artikel, die Pressemeldung. Aber auch bei Bildern und deren visuellen Inhalten gibt es riesige Unterschiede. Welche Typen und Themen den Zeitgeist treffen, hat das Creative Research Team von Getty Images analysiert.

Aus Millionen von Suchanfragen und Lizenzierungen, die über die Getty Images Website getätigt werden, hat das Team die Key-Visuals zusammengestellt und auch ihre Nutzung durch Werbung, Film, Social Media oder Zeitschriften verfolgt. Lassen Sie sich für Ihre PR-Bilder von die wichtigsten visuellen Trends aus dem Getty Images Whitepaper inspirieren – mit den Worten der Bildagentur und ausgewählten Bildern.

Trend 1: Outsider In

Menschen, die an ihre Grenzen gehen, und Bilder, die mit Traditionen brechen, finden immer mehr Anklang – auch im Mainstream. Gesucht wurde in den letzten 5 Jahren mit steigendem Interesse nach den Begriffen Mutige Entscheidungen, Rebellisch. Menschen begeistert das Unkonventionelle – die Betrachter verlangt es nach einzigartigen Botschaftern und herausragenden Bildern, nach Antihelden oder Menschen, die einen extremen Stil verkörpern. Für das kommende Jahr rechnet Getty Images mit einem deutlichen Anstieg an Bildern, die uns konfrontieren, wachrütteln und zum Hinsehen bewegen.

Trend 2: Extended Human

Unsere Vorstellung von „Menschsein“ dehnt sich aus, da wir uns die Macht der Technologie in jedem Bereich unseres Lebens zunutze machen. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen – was dabei herauskommt, ist höchst faszinierend. Technologie verändert die Art und Weise, wie wir unser Leben leben, unsere Erfahrungen weitergeben, künstlerisch tätig sind und unsere Umgebung erfahren. Sie fordert auch unsere Vorstellung von „Menschsein“ heraus, indem sie unsere Körper optimiert, die Kapazität unseres Verstandes in Bezug auf Erinnerungsvermögen und Kreativität verbessert und uns voll und ganz miteinander verbindet. Die beliebtesten Suchbegriffe dazu sind Tragbare Technologie, Emoji, Smart watch, Selbstfahrendes Auto, Smart House.

Trend 3: Divine Living

Während sich Marken immer mehr auf Werte konzentrieren, rücken Aspekte wie Besinnung und Offenbarung zunehmend in den Vordergrund. Und für Verbraucher spielt bewusster Konsum eine immer größere Rolle. Divine Living stellt den sinnvollen Konsum in den Mittelpunkt. Es geht darum, zielgerichtet einzukaufen und Gegenstände und Erlebnisse sorgfältig und bewusst auszuwählen, statt wahllos und in Massen zu konsumieren. Es geht darum, so zu leben, wie wir uns die Welt wünschen – um uns und in uns. Suchbegriffe in dieser Kategorie sind Integrität, Achtsamkeit und Gute Taten.

Trend 4: Messthetics

Marken nutzen die Macht einer hässlichen, chaotischen Ästhetik. In der Betonung von Körperlichkeit und der wahren menschlichen Natur zeigt sich eine Rebellion gegen die Gleichförmigkeit des Alltags. Die visuellen Reize von Messthetics sind alle physischer Natur: chaotisch, schmutzig, verschwitzt und animalisch. Sie entspringen unserem Verlangen, uns von übertriebener Hygiene und der Vorhersehbarkeit des Alltags zu befreien und menschlicher zu sein. Der visuelle Konsum wächst ständig und überschwemmt uns mit Konformität, wobei nur wenige Inhalte herausragen oder die Regeln brechen. Verbraucher sind immer mehr von der Werbung enttäuscht, diesem artifiziellen Raum, der von Schönheit und Perfektion bestimmt wird. Suchbegriffe, die sich damit verbinden lassen sind Körnige Struktur, Schmutziger Boden, Zerstörte Textur, Chaos nach Party, Unordentlicher Tisch, Schmutziges Fenster.

Trend 5: Silence vs. Noise

Dieser Trend konzentriert sich darauf, Verbrauchern mehr Raum zu schenken, um tief Luft zu holen und sich in einem dicht gedrängten Markt zurechtzufinden. Unsere Emotionen und unser Geist werden dabei mit visuellen Haikus angesprochen. Ruhig, episch, zurückhaltend, kraftvoll. Dies sind Bilder, die ihre Geschichten langsam und prägnant erzählen, jedoch maximale Wirkung erzeugen. Der Weniger-ist-mehr-Ansatz bei Komposition und Farbe und die Nutzung einer Vergleichsskala hinterlassen bei Betrachtern fast unvergessliche Eindrücke. Haupt-Suchbegriffe sind Einfachheit, Einfach, Komplex zu einfach, Vereinfachung, Einfache Lösung, Einfacher Hintergrund.

Trend 6: Surreality

Die kreativen Möglichkeiten, unser facettenreiches Leben im digitalen Zeitalter visuell darzustellen, sind unendlich. Dieser Trend stellt surreale grafische Bilder in den Mittelpunkt und spielt mit unserer Vorstellung von Unendlichkeit, Dualität und Vielfalt. Die Ästhetik „Surreality“ bezieht sich darauf, wie wir mit den neuen Arten des Kulturkonsums und der Weitergabe von Informationen klarkommen. Genau wie sich der Surrealismus darum bemüht hat, das Unbewusste in ein Verständnis des Bewussten umzuwandeln, versuchen die prägenden visuellen Techniken dieses Trends, die Dualität zu vereinen, die wir wegen des großen digitalen Anteils in unserem Leben erfahren. Die passenden Suchbegriffe sind Virtuelle Realität, Surreale Landschaft, Verträumt.

Bilder in der PR

Mittwoch, 23. März 2016

In drei Schritten zu überzeugenden Pressefotos

Jedes Jahr kürt news aktuell die PR-Bilder des Jahres. Was ist deren Gewinner-Gen? Gibt es gewisse Kriterien, die ein Pressefoto braucht, um wahrgenommen zu werden? Im Beitrag erfahren Sie, worauf Sie zukünftig bei Ihrer Bildauswahl achten sollten, um mit Ihren Unternehmensfotos zu glänzen.

Mood-Fotos nutzt Lenz & Leif für die PR

In the mood for Decken & Kissen – die deutsche Textilmarke Lenz & Leif weiß, wie sie mit guten PR-Bildern Kunden überzeugt

PR-Fotos sind nicht gleich PR-Fotos. Die Vielzahl an neuen Kommunikationskanälen und Zielgruppenansprachen haben auch die Sicht auf die Bilderwelt verändert. Je emotionaler, skurriler, witziger Ihre Fotos sind, umso mehr werden sie von der Internetcommunity geliked, geteilt und verbreitet. Aber überzeugt die Bildwahl auch die Medien? Oft sind Pressefotos und Social Media Fotos nicht kompatibel – das heißt, Ihr Bilderfundus für Ihre Öffentlichkeitsarbeit hat sich erweitert.

Der gemeinsame Nenner aller PR-Fotos

Egal ob für Ihre Medienarbeit oder für Social Media, das sollten Ihre PR-Fotos immer sein und können:

  • – authentisch und aussagekräftig
  • – Ihr PR-Thema unterstreichen
  • – Ihrer Unternehmenswelt und -philosophie entsprechen
  • – Ihre Botschaften widerspiegeln
  • – Qualität besitzen
  • – für Print und fürs Web geeignet sein

Erfahren Sie in 3 Schritten, was Sie tun müssen, damit Ihre Fotos diese Voraussetzungen erfüllen.

Schritt 1: Analysieren Sie Ihre Ziele, Zielgruppen und bisherige Erfolge

Stellen Sie sich vor den Planungen des Shootings folgende Fragen:

  • – Was funktioniert gut für Medien, Ihre Webseiten, Facebook, Instagram oder Twitter? Beobachten Sie eine Zeitlang Ihre verschiedenen Kommunikationskanäle und erfassen Sie: Welche Fotos wurden von den Medien aufgegriffen, welche in Social Media geliked, können Sie Verbindungen zwischen einer steigenden Nachfrage und der Veröffentlichung eines Fotos auf der Website feststellen?
  • – Gibt es Motive, die Sie aus mehreren Blickwinkeln fotografieren können, um ihre unterschiedlichen Zielgruppen anzusprechen? Sprechen Sie beispielsweise eine technikaffine Zielgruppe an, die an den technischen Details interessiert ist?
  • – Welche Bildmotive benötigen Sie für Ihre PR-Themen überhaupt? Sie es beispielsweise Bilder von Personen in Aktion, Produkte in der Nutzung, die Produktion oder Mood-Fotos?

Schritt 2: Passen Sie Ihre Bilder Ihren Kommunikationskanälen an

Wenn Sie PR-Fotos für die Medien planen: Richten Sie Ihre Bilderwelt an den Wünschen Ihrer Key-Medien aus. Schauen Sie sich die Fotos in den Magazinen an, in denen Sie sich Veröffentlichungen wünschen. Analysieren Sie die Bilder zu vergleichbaren Themen oder Unternehmen aus vergleichbaren Branche. Fragen Sie ruhig auch gezielt nach, welche Anforderungen an die Bilder gestellt werden und kreieren Sie entsprechede Produkt-, Porträt- und Firmenfotos.

Die Fotos Ihrer Website müssen mit der Unternehmensphilosophie und Ihrem Image korrespondieren: Wenn Sie die Traditionen Ihres Unternehmens transportieren möchten, sollten die Fotos eher klassisch sei. Wollen Sie ein modernes, junges Image, sollten auch die Fotos frisch, modern und dynamisch wirken.

Bedienen Sie Social Media Kanäle, nutzen Sie Schnappschüsse von Ihren Mitarbeitern, von Events, Messeveranstaltungen, Fotoshootings etc. Diese „Nebenprodukte“ sind genau das, was die Fancommunity sich von Ihnen wünscht und gerne teilt.

Extra-Tipp: Versuchen Sie immer Synergien zwischen Ihren Einsatzbereichen zu schaffen: Webseiten-Fotos lassen sich gut für PR-Zwecke nutzen, Schnappschüsse vielleicht durchaus auch einmal auf die Webseite stellen. Auch die Medien greifen gerne Ihre Social Media Fotos auf für deren Facebook, Instagram oder Twitter-Posts.

Schritt 3: Welche Bildmotive beleben Ihre PR?

Setzen Sie sich am besten mit einer kleinen Gruppe Ihrer Mitarbeiter – möglichst aus allen Unternehmensbereichen – zusammen und überlegen Sie in einem Brainstorming, welche Bildmotive in welcher Abteilung stecken und clustern Sie diese thematisch.

Nutzen Sie dafür die Kreativtechnik des Mindmapping: Auf einem Blatt steht in der Mitte Ihr Firmenname. Von hier aus verzweigen sich Ihre einzelnen Unternehmensbereiche und Produktlinien. Clustern Sie weiter:

  • – Was macht unsere Abteilung aus?
  • – Welche Aufgabenschritte gibt es in unserer Abteilung?
  • – Was macht uns als Team aus?
  • – Gibt es aufmerksamkeitsstarke Mitarbeiter, die sich als Testimonial für PR-Fotos eignen?
  • – Brauchen wir neben reinen Produktfotos (Freistellern) aus allen Blickwinkeln auch Moodfotos, also die Produkte in der Anwendung?
  • – Wer sind unsere Spokespersons und wie können wir diese charakterisieren:
    • – z.B. durch die Umgebung (Architektur, Hintergrundfarbe)
    • – durch die Haltung (Gestik, lässig an Wand gelehnt)
    • – durch die fachliche Einordnung (Produktmanager mit seinem Produkt in der Hand, Geschäftsführer hinter seinem Schreibtisch).

Jeder Strang wird für die einzelnen Kommunikationskanäle aufbereitet. Aus ihm erkennen Sie sowohl Fotomotive als auch mögliche PR-Themen.

Lernen Sie von den Award-Gewinnern des PR-Bilder 2015

Welche Foto-Idee steckt hinter den PR-Bildern 2015? Drei Fotos von Award-Gewinnern habe ich mir näher angeschaut.

Coca Cola gewinnt PR-Foto 2015 in der Kategorie Produktfoto

Coca-Cola: “”Togetherness” – Starfotograf David LaChapelle inszeniert die Coca-Cola Glasflasche ” Eingereicht durch: fischerAppelt, relations GmbH, Fotograf: David LaChapelle / Ogilvy France für Coca-Cola

Coca Cola – Gewinner Kategorie Produktfoto und Deutschland

Die typische Coca-Cola Flasche sucht man auf dem PR-Bild vergebens. Wer genau hinschaut, sieht aber deren Silhouette, die zwei verschieden farbige Hände formen. Besser könnte man den Zeitgeist nicht einfangen: Wir sind alle unterschiedlich, aber Coca-Cola verbindet uns.

Switzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Switzerland Tourismus gewinnt PR-BIlder 2015 in der Kategorie TourismusSwitzerland Tourism, “Grand Tour of Switzerland 2015”, eingereicht durch: Ivo Scholz, Fotograf: Sebastien StauSwitzerland Tourism – Gewinner Kategorie Tourismus, Freizeit und Sport

Sehnsucht und Emotionen strahlt das Bild des Schweizer Tourismusverbandes aus. Es zeigt einen stillen, klaren See im Abendlicht, dessen Einsamkeit und Ruhe zwei Menschen miteinander genießen. Nicht die typischen Berge und saftigen Wiesen auf denen Kühe grasen, charakterisieren die Schweiz als Urlaubsland, sondern Stille und Weite, um die Seele baumeln zu lassen.

OppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits gewinnt bei PR-Bilder 2015 in der Kategorie Social Media

OppoSuits, “Sehr geehrter Herr Putin, Ihr Geheimnis ist bei uns sicher!” Eingereicht durch: Jonas Rodermund, Fotograf: Jasper CasteleinOppoSuits – Gewinner Kategorie Social Media

OppoSuits kreiert verrückte Herrenanzüge und dementsprechend frech geht das Unternehmen auch mit seiner Bilderwelt um. Für seine Social Media Kanäle setzt die Marke nicht auf Models in Anzügen, sondern zeigt den Blick eines Kunden, wenn er sein Paket öffnet: Zusätzlich zum gekauften Produkt dürfen sich die Kunden noch auf einen persönlichen Brief freuen.

Die Beispiele zeigen: Gehen Sie Ihre eigenen Wege in der Bildsprache – es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie klassische PR-Bilder benötigen. Aber die Zeit ist reif – dank Social Media – in Darstellungsart, Farben und Ausschnitten zu experimentieren. Die PR-Bilder 2015 machen es vor.

3 Tipps für wirkungsstarke PR-Fotos

von Jens Petersen, Leiter Unternehmenskommunikation news aktuell GmbH

  • Formen Sie mit Ihren PR-Fotos zeitlose Bilder, die möglichst auch Jahre später noch die Philosophie Ihres Unternehmens verkörpern.
  • Produzieren Sie echte Hingucker. Durch ein tolles PR-Bild können Sie einem Thema eine völlig neue Wendung geben und große Aufmerksamkeit erzielen.
  • Inszenieren Sie weniger, sondern schaffen Sie Authentizität. Nicht zu viel Photoshop, nicht zu glatt, nicht zu schreiend. Die eigenen Mitarbeiter eignen sich oft hervorragend als Bildmotiv.

Je besser Ihre Vorbereitung, umso besser lässt sich Ihre Bilderwelt umsetzen und für Ihre PR-Kanäle verwenden. Machen Sie unbedingt ein Brainstorming, wofür Sie welches Motiv benötigen und wie Sie das Thema bildlich umsetzen. Holen Sie sich dazu durchaus auch Inspirationen von Ihren Key-Medien und auf den Social Media Kanälen. Was in den Medien veröffentlicht wird bzw. von Ihren Fans geliked und geteilt, macht auch Ihre PR-Fotos erfolgreich.