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Artikel-Schlagworte: „Erfahrungsberichte“

So funktioniert Social Media in „anderen“ Unternehmen

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Nutzen Sie die Erfahrungsberichte der Social Media Manager für Ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit

Wir machen dieses Social Media“ – so heißt ein neues Buch aus dem O’Reilly Verlag, das seit Mitte September auf dem deutschen Markt ist. Es ist kein Buch über Social Media Theorien oder Konzepte, sondern ein Buch von Social Media Manager für Social Media Manager. Mit Tipps und eigenen Erfahrungen zu der Bandbreite an Themen, die Social Media bietet. Immer mit dem Fokus auf den eigenen Arbeitsalltag.

SocialMediaBuchNutzen Sie auch Branchen-Treffs, Tagungen und „Stammtische“, um sich mit Gleichgesinnten über PR, Marketing oder Social Media auszutauschen? Sind Sie danach auch beschwingt, denn Sie konnten neue Erfahrungen sammeln, Trends erörtern, von Fehlern anderer lernen und neue Kontakte mit nachhause nehmen? Dann sollten Sie unbedingt das Buch „Wir machen dieses Social Media“ lesen. Es ist genauso erfrischend und inspirierend wie ein Stammtisch.

Zusammengetragen und einen roten Faden durch das Social Media Themenangebot gezogen haben die Autorinnen Malina Kruse-Wiegand und Dr. Annika Busse. Gleichgesinnte, die ihnen einen Beitrag zu einem interessanten Social Media Aspekt liefern könnten, hatten sie in ihrem eigenen Netzwerk gefunden. Herausgekommen sind 34 ganz unterschiedliche Praxis-Berichte von Social-Media-Professionals aus großen und kleinen Unternehmen und Organisationen. Die Erfahrungsberichte sind hautnah geschrieben und lesen sich wie Anleitungen, dazu gibt es viele Screenshots, Tipp-Boxen und Link-Tipps für Werkzeuge oder zur Weiterbildung.

Der Ratgeber „Wir machen dieses Social Media“ ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben wie Social Media auch sein sollte. Wörterladen hat einen Blick hinter die Kulisse der PR- und Social Media Manager, Blogger und Community Manager geworfen und ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

7 Tipps zum Start von Social Media

Dr. Annika Busse hat mit ihrem Start-up beliya vor allem auf die Wirkung von Social Media gesetzt. Sie wollte ihre Charity-Taschenmarke schnell bei Facebook-affinen Frauen bekannt machen, was ihr gelungen ist. Hier ihre Tipps:

  1. Social Media bietet sich vor allem für ein knappes Budget und ein enges Zeitfenster an (z.B. Produkteinführung und -etablierung). Facebook-Seiten und Blogs sind schnell aufgesetzt, was einem aber klar sein muss, es kostet Zeit, die Seiten zu befüllen und Fans/ Leser zu gewinnen. Nutzen Sie daher immer auch Ihren eigenen Freundes- und Bekanntenkreis als Ihre Multiplikatoren. Sie stehen Ihrer Marke bereits positiv gegenüber und ihre Empfehlungen wirken authentisch.
  2. Fragen Sie sich ehrlich und ergebnisoffen: Macht Social Media für Ihr Unternehmen Sinn? Wer ist Ihre Zielgruppe, und nutzt diese Social Media? Wenn ja, was nutzt sie genau? Im Zweifel befragen Sie 10–20 Kunden, was sie nutzen, wie lange, wann, wozu etc.
  3. Priorisieren Sie Ihre wichtigsten Kanäle für Ihre Zielgruppe. Anschließend beobachten und schauen Sie, was andere bzw. die Konkurrenz macht: Was funktioniert gut, was nicht?
  4. Involvieren Sie Mitarbeiter, Kollegen, Freunde und Familie, und gewinnen Sie sie als Fans, Follower und engagierte Community. Dies führt zu den ersten Erfolgserlebnissen.
  5. Planen Sie feste Tage für die Pflege von Ihren Social-Media- Kanälen: z.B. 1-mal pro Woche im Blog posten oder 2-mal pro Woche auf Facebook posten. Denn wenn man vor der Wahl steht, Kundenbestellungen abzuarbeiten oder sich um die Produktion von Produkten zu kümmern, stehen Blogposts und Facebook-Updates oft hinten an. Wir posten daher meist gegen Ende der Woche oder am Wochenende. So weiß ich, dass wir uns spätestens am Donnerstag um das nächste Update/Post kümmern müssen.
  6. Vernetzen Sie sich mit anderen Marken, Geschäftspartnern und Social-Media-Experten bzw. Meinungsführern, sodass diese Ihre Präsenzen verlinken und empfehlen.
  7. Legen Sie von Beginn an Kennzahlen fest. Behalten Sie diese kontinuierlich im Auge, und lernen Sie, was Ihre Community interessiert. Machen Sie sich auch bewusst, was nicht funktioniert, und lernen Sie daraus.

aus Markenaufbau eines Start-ups von Dr. Annika Busse, beliya

5 Lektionen aus dem Siemens Brand Channel auf YouTube

Florian Hießl verantwortet als Head Online Communications die Online-Kommunikationskanäle von Siemens. Gemeinsam mit seinem Team hat er die One-Channel-Strategie auf YouTube ins Rollen gebracht. In seinem Artikel erläutert er,wie sie die Strategie umgesetzt haben und gibt Tipps, welche Herausforderungen zu beachten sind. Hier seine wichtigsten 5 Lektionen:

  1. Engen Kontakt zu Google halten, um individualisierte Features zu planen und immer auf dem Laufenden zu sein, was Google an YouTube-Innovationen plant.

  2. YouTube nicht nur als Kommunikationskanal, sondern auch als Video-Depot (Repository) nutzen. Das heißt: Alles, was Relevanz haben könnte, in den YouTube Channel integrieren, denn YouTube ist nach Google weltweit die zweitgrößte Suchmaschine (Long-Tail).

  3. Als Gegengewicht zum Repository auf der Kanal-Homepage »Programm« machen und in Rubriken gewichtete Themen bespielen.

  4. »Think big, start small.« Ein größeres Ziel vor Augen haben, aber immer in kleinen Iterationsschritten herantasten, testen, umbauen, messen.

  5. Verstehen und akzeptieren, dass allein die Nutzer die Relevanz bestimmen. Sie entscheiden, was funktioniert und was nicht.

aus »Einer für alle« auf YouTube von Florian Hießl, Siemens

Weitere interessante Artikel sind für mich z.B.

  1. Was heißt PR 2.0? Neuausrichtung der Pressearbeit von Jessika Maria Rauch, Villeroy & Boch
  2. Hintergrund: Social Media in der Marketing- und Kommunikationsstrategie von Martina Rohr
  3. Gemeinsam gegen giftige Kleidung: Die Detox-Kampagne von Volker Gaßner, Greenpeace
  4. Online trifft Offline – digitale Event-Kommunikation von Sachar Kriwoj, E-Plus Gruppe
  5. Fashion Blogger Relations: Tools, Dos and Don’ts von Harriet Weiler, TOM TAILOR GROUP
  6. Auf schmalem Grad – Krisenkommunikation im Social Web von Daniel Streuber und Thomas Zimmerling, Jack Wolfskin
  7. Von Cupcakes bis Kaffee – den Corporate Blog effektiv einsetzen von Sandra Coy, Tchibo
  8. Social-Media-Nischennetzwerke – gleich und gleich gesellt sich gern von Sara Urbainczyk, Bauer Media Group

weil sie Themen ansprachen, die mich und meine Kunden betreffen. Vor allem den Aufbau zu Bloggern aus dem Mode/ Lifestyle/ Design-Bereich war für mich eine Bereicherung und auch die Sichtweise der Blogger. Hatte ich doch diese Aspekte erst selbst vor Kurzem in PRPraxis unter die Lupe genommen.

Aber machen Sie sich am besten ein eigenes Bild zum Buch „Wir machen dieses Social Media“.