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Artikel-Schlagworte: „Online-PR“

Online-PR – barrierefreie Kommunikation

Donnerstag, 1. Oktober 2015

So gestalten Sie Ihre Pressearbeit im Internet optimal

Online-PR bedeutet, kurze Kommunikationswege, hohe Transparenz und Dialogbereitschaft. Das sollte sich auch in Ihrer Pressearbeit widerspiegeln. Beherzigen Sie zudem die neuesten Entwicklungen bei den Sozialen Medien und in der Verbreitung von News. Oberstes Augenmerk: Wie können Sie Journalisten und Blogger bei ihrer Tätigkeit unterstützen.

Übersichtlich gestaltet ist der ADAC Newsroom. Mit diesem wird zusätzlich Agenda Setting betrieben.

Übersichtlich gestaltet ist der ADAC Newsroom. Mit diesem wird zusätzlich Agenda Setting betrieben.

Immer noch finden sich auf den Presseseiten von Unternehmen Hemmschwellen, um Presseinformationen oder Bildmaterial abzurufen. Ein absolutes No-Go in Zeiten von Web 2.0. Redaktionen haben heute weniger Zeit denn je, auf Informationen zu warten. Sie müssen ihre Artikel immer schneller produzieren, daher benötigen sie gut aufbereiteten und frei zugänglichen Content – jederzeit und von überall zugreifbar.

Die oberste Regel für eine optimale Pressearbeit lautet also: Gestalten Sie Ihren Presseservice transparent, crossmedial und nutzwertig!

Gestalten Sie Ihre Presseinformationen crossmedial

Text wird im Internet immer weniger gelesen. Bilder, Grafiken und Videos gerne geteilt. Richten Sie Ihre Presseinformationen also an den Lese- und Nutzungsgewohnheiten der Internetnutzer aus. Das wissen auch Ihre Medienkontakte zu schätzen.

Überlegen Sie also, wie Sie Ihre Unternehmensnews gestalten: wie viel Text (reine Presseinformation) benötigt Ihre Aussendung. Welche Fotos unterstützen Ihre „Aussagen“, ist ein Video sinnvoller als eine Bildergalerie? Oder können Sie gar nicht nutzwertigen Grafiken Ihre Aussagen bekräftigen?

Bereiten Sie Pressemeldungen und Bildmaterial suchmaschinenoptimiert auf

Wir haben immer wieder auf die Sinnhaftigkeit von seo-optimierten Pressemeldungen hingewiesen. Auch hierbei geht es letztendlich um die Lesegewohnheiten der User für Ihre Pressemeldung sowie deren Suchverhalten (diese bestimmen Ihre Keywords):

  • – kurze Sätze
  • – ein Gedanke pro Absatz inkl. Zwischenüberschrift
  • – Einsatz von Keywords in Titel, Untertitel, Lead, Fließtext (Anfang, Mitte, Ende)
  • – Arbeiten mit Bulletpoints anstatt Fließtext.

Wenn Sie nun Ihre Pressemeldung online stellen, haben Sie bereits für Ihre Suchmaschinenoptimierung gearbeitet: Titel wird als h1 eingesetzt, Untertitel als h2.

Mit Bild- und Videomaterial sollten Sie genauso verfahren: Benennen Sie den Dateiname mit Ihrem Keyword inkl. einer Kurzbeschreibung von ca. 3 Wörter. Wenn Sie das Foto zur Pressemeldung stellen, nutzen Sie unbedingt eine Bildunterschrift, die wiederum das Keyword enthält. Dasselbe gilt für Videos.

Arbeiten Sie in Ihren Presseaussendungen mit Links

Ihre Presseaussendung ist das Tor zu allen Informationen rund um Ihre Pressemeldung. Gewähren Sie Ihren Pressekontakten via Mail den direkten Zugriff zu weiteren Informationen wie Bildern, Checklisten, Präsentationen ohne lange Downloadzeit.Das fängt bereits mit der Größe der E-Mail an – Ihre Mail sollte nicht mehr als 1 MB haben.

  • – Verzichten Sie auf hochvolumige Anhänge, stellen Sie Fotos, Informationsmaterial lieber über Links zur Verfügung. (Nutzung Dropbox Flickr, Tumblr)
  • – Wenn Sie den Redaktionen mehrere Dateien anbieten, ist es sinnvoll, auf eine Landingpage zu Ihrem PR-Thema zu verlinken. Oder Sie gestalten einen separaten Ordner auf Dropbox.
  • – Die Pressemeldung gehört direkt in die Mail kopiert und zusätzlich als Word-Dokument angehängt. So kann sich der Redakteur oder Blogger unkompliziert die Infos herauskopieren.
  • – Es bietet sich an, ein Foto als Teaser in das Anschreiben zu kopieren. Achten Sie unbedingt darauf, dass es nicht zu groß ist 300×300 Pixel sind absolut ausreichend. Ändern können Sie die Pixelzahl direkt beim Bild, indem Sie die Grafik-Eigenschaften öffnen und dort die „Dimensionen“ ändern. Das wirkt sich gleichzeitig aufdie Größe Ihres Bildes aus.

Verabschieden Sie sich endlich von veralteten Online Presseseiten

Die moderne Darstellung der Presseseite ist ein Newsroom, der Ihre PR-Materialien mit Ihren diversen Online-Auftritten und sozialen Netzwerken verbindet. Dort findet sich nicht nur die letzte Pressemeldung, ein Download zum Bildmaterial, sondern auch Firmen- und Produktvideos (youtube-Auftritt), die letzten Beiträge von Facebook, Google+, Twitter, dem eigenen Blog sowie der direkte Draht zu Ihnen.

Seien Sie immer vorbereitet – auf Anfragen von Seiten der Medien/ Blogger

Nicht jeder Medienkontakt geht den Weg über Ihren Newsroom, um sich weitere Informationen/ Materialien zu Ihrer letzten Presseaussendung zu holen. Einige von ihnen suchen lieber das direkte Gespräch, um offene Fragen zu klären. Sie sollten also unbedingt auf diese Anrufe vorbereitet sein. Bevor Sie eine Pressemeldung verschicken, stellen Sie sich selbst ein Briefing zusammen mit folgendem Inhalt:

  • – 3 Key-Statements aus der Pressmeldung
  • – Botschaft, die Sie mit der Meldung transportieren möchten
  • – zusätzliches Infomaterial (Videomaterial, Bilder, Broschüren, Whitepaper etc.)
  • – Interviewpartner/ Statementgeber aus dem Fachbereich oder gar die Geschäftsleitung
  • – 3 zeitnahe Interviewtermine, die Sie mit Ihrem Fachexperten bereits vereinbart haben.
  • – Klären Sie, ob Ihr Thema sich auch in Bewegtbilder umsetzen lässt, wenn Anfragen von Video-Journalisten kommen.

Halten Sie sich über die Veröffentlichungen Ihrer Bezugsgruppen auf dem Laufenden

Ihre Pressearbeit lebt ebenso davon, dass Sie Themen aufgreifen, die Ihre Medienkontakte veröffentlichen. Dann ist es immer noch nicht zu spät, eigenes Bild- und Infomaterial hinzuzufügen. Das geht jedoch nur, wenn Sie die wichtigsten Medien und Blogs monitoren. Auch deren Facebook-Posts und Tweets. Folgen Sie Ihnen also! Und hinterlassen Sie bei passenden Themen einen Kommentar. Kontaktieren Sie die Blogger und Redaktionen zusätzlich und bieten Sie Ihnen weiterführende Informationen zu ihrem aktuellen Blog-/Magazin-Thema an.

Nutzen Sie Online-Tools, die Ihre Pressearbeit unterstützen

Holen Sie sich Unterstützung für Ihre Pressearbeit und setzen Sie geschickt Online-Tools ein, um Ihre PR reibungslos zu gestalten. Die meisten sind kostenlos und webbasiert. Für Ihre Presseaussendung bietet sich ein Newsletter-System wie Cleverreach (Prepaid-Tarif ab € 10.00) oder Supermailer (ab 15,50 €) an. Bilder und Dokumente lassen sich über Dropbox (via Downloadlink) für die Medien bereitstellen. Ihr Monitoring gestalten Sie am besten mit Topsy, dem Allrounder, der Ihnen hilft, die sozialen Netzwerke, aber auch Blogs nach Schlagworten zu durchsuchen.

Pressearbeit im Internet bedeutet, barrierefreies Arbeiten für Sie und Ihre Bezugsgruppen: schnelle Reaktionszeit, freier Zugang zu Ihren Informationen bis hin zu schnelle Ladezeiten Ihrer Webseite. Fangen Sie heute damit an!

Den ausführlichen Artikel mit anregenden Beispielen und viele andere spannende Themen lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgaben 20/2015.

Themen aus PRPraxis 20/2015, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • – Öffentlichkeitsarbeit – 6 Tipps, wie Sie Ihren Geschäftsbericht zu einem Top-Branding-Tool machen
  • – Empfehlungsmarketing – Testimonials: Machen Sie zufriedene Kunden zu Ihren Botschaftern
  • – Datenschutz – Big-Data-Analyse: Diese Datenschutzbestimmungen müssen Sie kennen und berücksichtigen
  • – Redaktion – Formulieren Sie Texte, die bei Ihren Kunden ankommen und überzeugen
  • – Personal – PR-Bereich unterbesetzt? So finden Sie Praktikanten als tatkräftige Unterstützung
  • – Facebook – 5 Tipps für mehr Interaktionen mit Ihren Fans
  • – Facebook – diese Eckdaten bestimmen die Zahl Ihrer Facebook-Postings

5 Erfolgsfaktoren für Ihre Online-PR

Mittwoch, 18. März 2015

Online-PR ist – anders als die klassische PR – Zweiweg-Kommunikation. Es gilt nicht nur, Informationen der Zielgruppe bereitzustellen und das Internet als Distributionskanal zu nutzen, sondern sich dem Dialog mit der eigenen Zielgruppe zu stellen – z.B. auf sozialen Netzwerken, in Blogs, Foren oder Wikis. Um Ihre Themen publik zu machen, gibt es attraktive Instrumente und Plattformen.

Online PR hat kein Ablaufdatum, alles, was Sie im Internet veröffentlichen, bleibt bestehen und zahlt auf Ihr Unternehmensimage ein. Anders als in der klassischen PR haben Sie es größtenteils selbst in der Hand, wo, wie und wann Ihre Themen veröffentlicht werden. Das Veröffentlichen allein ist aber nicht der ausschlaggebende Faktor, sondern die virale Verbreitung Ihrer Themen innerhalb Ihrer Interessensgruppen und die Aufmerksamkeit, die Ihnen Google entgegen bringt.

Grundsätzlich unterscheidet sich Online PR bei Themenrecherche, -auswahl, -planung und Produktion von Inhalten nicht von der klassischen PR, wichtig ist hierbei nur, dass Sie die Lesegewohnheiten des Internets nutzen (eher kurze Texte, Zwischenüberschriften, Bilder etc.) und Ihre Texte suchmaschinenfreundlich aufbereiten (Keywords).

Erfolgsfaktor Content generieren
Die Qualität wird bei der Themenplanung immer wichtiger. Das Internet ist voll von Informationen. Wenn Sie Ihre Zielgruppe erreichen möchten, müssen Sie genau wissen, welche Art von Content diese benötigt. Stellen Sie also die Vermarktung Ihrer Produkte hinten an und bieten Sie Ihren Dialoggruppen Antworten auf ihre Fragen. Nur so schaffen Sie es, Ihre Zielgruppe auf Ihre Webseite zu bringen und letztendlich in zahlende Kundschaft zu verwandeln. Indem Sie Vertrauen in Ihr Unternehmen entwickeln, haben sie Vertrauen in Ihre Produkte. Bleiben Sie dabei jederzeit authentisch.

Erfolgsfaktor Content bereitstellen
Ausschlaggebend für einen intensiven Beziehungsaufbau mit Ihrer Dialoggruppe ist nicht die Quantität veröffentlichter Themen, sondern deren Relevanz für die Zielgruppe (Qualität). Multiplikatoren arbeiten nur weiterhin mit Ihnen zusammen, wenn Ihre Veröffentlichung Spuren (Besucher, Kommentare, Likes, Shares etc.) hinterlassen. Daher sollte Ihr Content immer

  • zu Ihrem Unternehmen passen (authentisch sein)
  • gut recherchiert sein und handwerklich professionell umgesetzt sein
  • relevant für Ihre Zielgruppe sein (echten Nutzwert bieten):
  • emotionalisieren: unterhalten, zu Diskussionen anregen, Freude bereiten
  • Um Ihren Content zu verpacken haben Sie viele Instrumente, die Ihnen helfen, Ihre Zielgruppe passgenau zu erreichen:

  • Ratgeberartikel
  • Interviews
  • Online Pressemeldungen
  • E-Books
  • Präsentationen
  • Whitepaper, Leitfäden, Studie
  • (interaktive) (Info)Grafiken
  • Umfragen/ Tests
  • Videos
  • Podcasts
  • Hangouts on Air
  • Webinare
  • Erfolgsfaktor Suchmaschinenoptimierung
    Egal, welchen Content Sie im Internet bereitstellen, er hat Suchmaschinenrelevanz. Das bedeutet, Sie sollten bereits bei der Erstellung Ihrer Artikel, Texte, Content-Medien darauf achten, dass jeder neue Beitrag auf Ihre Suchmaschinenoptimierung einzahlt. Nachdem die Suchmaschine die erste Anlaufstelle bei der Suche nach Produkten und Services für die Mehrheit der Internetnutzer (B2C + B2B) ist, sollten Sie die wichtigsten SEO-Maßnahmen wissen. Nur so führt Ihr Artikel letztendlich zur Zielgruppe.

    Erfolgsfaktor Vernetzung
    Die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn machen es vor – Vernetzung ist King. Das gilt auch bei Ihrer Online PR. Nutzen Sie Ihre Mitarbeiter, Kunden und Partner, aber auch Blogger als Multiplikatoren. Filtern Sie vor jeder Online-Kampagne, welche Multiplikatoren für Ihr Thema relevant wären, indem Sie

  • Ihre Mitarbeiter bitten, Posts zu liken oder teilen
  • (Themen/ Ratgeber-)Blogs, Online-Magazinen, Communitys, Foren identifizieren
  • sich Kooperationen mit den relevanten Multiplikatoren überlegen, um Ihr Thema zu stützen
  • bei gemeinsamen Social Media Beiträgen auf Facebook, Google+ oder Twitter Ihren Kooperationspartner mit Verlinkung (@Name) erwähnen
  • auf Ihren Referenz- / Partnerseiten Ihren Kooperationspartnern die Möglichkeit der Verlinkung geben
  • Erfolgsfaktor Verbreitung
    Die Sichtbarkeit Ihrer Inhalte ist das A und O in der Online PR – die eigene Webseite kann hier nur der Ausgangspunkt sein. Sie müssen also Ihre Zielgruppe so führen, dass Sie auf Ihren Content stößt, sei es über zielgruppenrelevante Online-Medien, Social Media Kanäle oder die Kooperation mit Ihren Partnern. Auch Diskussionen in Foren oder Social Media Gruppen können dazu führen, dass Ihre Zielgruppe Ihre Webseite besucht. Steuern Sie nun wie gewünscht Ihre Informationen über Blogs, Presseportale, Artikelverzeichnisse, Expertenforen und Soziale Netzwerke.

    Den ausführlichen Artikel mit weiteren Tipps für Ihre Online-PR lesen Sie in der aktuellen PRPraxis Ausgabe 6/2015.

    Vorschau auf den nächsten Blogbeitrag:
    5 Impulse, wie Sie Ihre Marke am besten inszenieren und so Ihre Kunden begeistern
    Was erfolgreiche Marken vor allem auszeichnet, ist ihre emotionale Bindung an Kunden. Apple, Mercedes oder Nespresso kreieren Markenwelten, in die ihre Kunden eintauchen können – um letztendlich zu kaufen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Marke in Szene zu setzen und die Kraft dieser Marke zu zeigen. Ich gebe Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Kunden für sich und Ihre Produkte begeistern.

    Themen, die Sie zusätzlich interessieren könnten

  • PR-Basiswissen – 3 PR-Basics: Nutzen Sie dieses Handwerkszeug für Ihre erfolgreiche Medienarbeit
  • Social Media – Lernen Sie in 10 Minuten, wie Ihre Überschriften bei Facebook & Co. den Nerv Ihrer Leser treffen
  • Rechtsprechung – Diese Verantwortung trägt Ihr Unternehmen für die Facebook-Fanseite
  • Rechtsprechung – Müssen Sie Schadenersatz bei Veröffentlichung von Fotos ohne Einwilligung leisten? Nicht zwingend!
  • PRPraxis – hautnah an PR-Themen, die Sie interessieren
    Möchten Sie sich in PR, Marketing und Social Media weiterbilden? Dann nehmen Sie mit PRPraxis Kontakt auf und bestellen den Ratgeber alle zwei Wochen ins Haus. PRPraxis ist das Ratgeber-Magazin für die PR-Branche. Dort finden Sie Ideen, Anleitungen und Konzepte rund um Ihre Öffentlichkeitsarbeit. News, Trends, Experten-Tipps und aktuelle Rechts-Tipps ergänzen das Informationsangebot online. Das Redaktionsteam der PRPraxis erklärt ihnen ganz konkret, wie Sie Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effizienter, schneller und erfolgreicher gestalten können.

    Google schätzt Ihre Online PR über Presseportale und Social Media

    Dienstag, 18. März 2014

    Nutzen Sie zur Suchmaschinenoptimierung Online Presseportale oder Social Media? Ein guter Rat: Tun Sie es! Google wird es Ihnen danken. Einer meiner Kunden nutzt meine Text-Expertise allein für sein Google-Ranking. Alle 6-8 Wochen schreibe ich für ihn eine Pressemeldung zu neuen Kunden, Kampagnen, Services mit entsprechenden Keywords, die wir auf Presseportale einstellen. Eine Studie des Online Presseverteiler-Dienstes PR-Gateway bestätigt nun unsere Strategie.

    Sichtbarkeitsstudie-PresseportaleMit der Studie wollte PR-Gateway herausfinden, ob sich Online Pressearbeit lohnt, das heißt wie häufig und auf welchen Portalen die Online-Pressemitteilungen in den Top 10 – 20 Suchergebnissen bei Google erscheinen. Zusätzlich untersuchte PR-Gateway, wie sich die Sichtbarkeit der Meldungen kurz-, mittel- und langfristig verändern. Als Basis nutzte der Online Presseverteiler-Dienst 40 Pressemeldungen aus 3 verschiedenen Veröffentlichungszeiträumen (0-2 Monate, 6 Monate – 1Jahr, 2-4Jahre) und 2-3 Keywords je Meldung, anhand dessen auf Google nach den Pressemeldungen gesucht wurde.

    Das Ergebnis: eine langfristige Dominanz in den Google-Ergebnissen ist möglich!

    1. Kurz nach der Veröffentlichung erzielen die Online-Pressemitteilungen 50% der Top-10 Suchergebnisse.

    2. 1 Jahr nach Veröffentlichung erzielen die Online-Pressemitteilungen noch 4 der Top-10 Suchergebnisse bei Google.

    3. 2–4 Jahre nach der Veröffentlichung erzielen die Online-Pressemitteilungen bei Google immer noch jede 3. Fundstelle.

    Dabei ist es laut PR-Gateway entscheidend, dass die Pressemeldung auf viele Presseportale gestellt wird. Nur das trägt zur langfristigen Sichtbarkeit bei Google bei. Denn die Suchergebnisse verändern sich stetig und immer wieder sind es andere Presseportale, die in den Top-20 Suchergebnissen auftauchen.

    Dem steht die Meinung vieler Internet-Nutzer dagegen, dass es besser ist, wenig Presseportale zu nutzen und die Pressemeldungen immer wieder zu verändern, um Unique Content zu generieren. Das kostet jedoch sehr viel Zeit, Zeit, die ein Unternehmen und auch dessen PR-Abteilung meist nicht hat. Daher sind Dienste wie PR-Gateway durchaus sinnvoll für die Suchmaschinenoptimierung.

    Wie Sie Ihre Online PR-Strategie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Probieren Sie beide Wege über 6-12 Monate aus und lassen Google entscheiden, was ihm besser gefällt.

    Die ausführliche Studie mit vielen Fallbeispielen können Sie sich bei Interesse direkt bei PR-Gateway herunterladen.

    Foto: Ausschnitt des Titelbildes der PR-Gateway-Studie

    Punkten Sie Online mit Ihrer Pressearbeit – in Wort und Bild

    Dienstag, 11. Februar 2014

    Die aktuelle Umfrage der dpa-Tochter news aktuell bei 2.217 Redakteuren macht klar: Wer in der Pressearbeit nicht auf Online setzt, verliert. Denn jeder zweite Journalist geht täglich mit Smartphone oder Tablet auf Informationssuche. Daher werden Artikel mit entsprechenden Keywords und passender Bilderwelt (so der Wunsch der Redakteure) immer relevanter für Unternehmen. Zudem die Bedeutung an Videomaterial zu. Wenn Sie nun auch noch Ihre Bilder mit entsprechenden Keywords beschriften, dann haben Sie doppelt gewonnen – denn Journalisten recherchieren vor allem über Suchmaschinen.

    Neben der Online-Recherche nutzt jeder zweite Journalist vor allem den Abruf seiner E-Mails auf den mobilen Geräten und Nachrichten-Apps, so das Ergebnis der news aktuell „Recherche 2014“. Interessanterweise nutzen vor allem ältere Redakteure die neue Form der Informationssuche.

    Was sich die Journalisten für ihre Artikel wünschen sind zudem visuelle Materialien. 84% möchten nicht nur eine Pressemeldung erhalten, sondern in dieser auch das entsprechende Bildmaterial – selbst Video- und Audioredakteure greifen gerne auf das Medium Bild zu, um sich selbst ein „Bild“ zum Thema zu machen. Neben Bildern sind Infografiken sehr gefragt. Immer beliebter sind Video-Lifesteams – bereits 24% der Befragten wünschen sich diese Art der Information.

    Bilder, Infografiken und Videomaterial werden von den befragten Journalisten täglich bis wöchentlich eingesetzt. Nutzen Sie also die Möglichkeit, Ihrer Presseaussendung eine dem Thema entsprechende Bilderwelt, wenn vorhanden Infografiken und Videomaterial zur Verfügung zu stellen – in einer Presseaussendung, auf Ihrem Newsroom.

    Wichtig für Ihre Pressearbeit ist das Einsetzen von Keywords. Recherchieren Sie für Ihre jeweilige Pressemeldung, welche Keywords Ihre Kunden bei Google eingeben würden und setzen Sie diese mit der entsprechenden Keyworddichte von 1,5-3% (Anteil am Umfang des Gesamttextes) in Ihre Meldung. Dann werden Sie nicht nur von Kunden gefunden, sondern auch von Redakteuren. Denn Suchmaschinen gehören mit 95% immer noch zu Recherchequellen Nummer 1, dicht gefolgt von E-Mails (84%).

    Die Suche im Internet – so news aktuell – führt Journalisten häufig auf Unternehmenswebsites (73 Prozent), in Presseportale (64 Prozent) und soziale Netzwerke (meistgenutzt Facebook, dann Youtube, Twittter und Google+).

    Daher rät news aktuell Pressestellen

    1. Informationen sollten mobil zur Verfügung stehen bzw. einfach auf mobilen Endgeräten abrufbar sein.
    2. Journalisten wünschen sich Rundum-Sorglos-Informationspakete (Text, Bilder, Grafiken, Videos und Links).
    3. Informationen sollten überall dort sein, wo Journalisten (und darüber hinaus auch andere Interessierte) danach suchen.

    So werden Ihre Bilder über Google gefunden

    Wie können Sie nun Ihre Online-PR noch besser auf die Gewohnheiten der Journalisten abstimmen? Bilder haben bei Journalisten hohe Bedeutung und über Suchmaschinen recherchieren diese für ihre Themen. Nutzen Sie also wichtige SEO-Faktoren für Ihre Bilder. Denn ein Bild richtig abgespeichert, mit Keywords versehen und auf der Webseite in Keyword-Nähe platziert, hilft Ihnen bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung. Es geht nicht mehr nur darum, mit Bildern eine Themenwelt zu gestalten, sondern diese gezielt zur Suchmaschinenoptimierung einzusetzen.

    Die wichtigsten Tipps

    1. Der Dateiname soll Ihr Thema beschreiben, z.B. mini.musik-kinderkonzert-münchen.
    2. Betten Sie Ihr Bild auf der Webseite richtig ein:
    3. Bildunterschrift sowie umliegender Text sollte Ihre Keywords enthalten.
    4. Lassen Sie Ihren Alt-Tag das Bild näher beschreiben, z.B. mini.musik bietet Kinderkonzerte in München.
    5. Im Title-Attribut hinterlegen Sie Informationen, die Leser zusätzlich interessieren könnten, z.B. <img src=”../images/Konzerte/mini.musik-kinderkonzert-münchen.jpg” alt=”mini.musik bietet Kinderkonzerte in München ” title=”klassische Konzerte für Vorschulkinder © mini.musik”>
    6. Versuchen Sie vor dem Absatz in dem das Bild auftaucht, eine Überschrift mit dem Keyword zu setzen.
    7. Wenn Sie das Bild mehrfach nutzen, z.B. auf Pressportalen, dann nutzen Sie andere Keywords im Dateiname; speichern sie dieses also nochmals unter anderem Namen ab.

    Weitere SEO-Tipps für Ihre Bilder finden Sie in dem Praxisartikel von Ann-Kathrin Seitz auf unternehmer.de

    PR-Tipps: 5 Tipps für Google+ und PR für Ihr Crowdfunding-Projekt

    Dienstag, 4. Februar 2014

    Google+ wird immer beliebter, noch liegt das Soziale Netzwerk von der Nutzerzahl weit hinter Facebook zurück, doch wächst es sehr schnell, zudem nutzen viel den Google+Stream, um sich auf dem Laufenden zu halten. Also, nichts wie ran an das Soziale Netzwerk. Sie wissen aber nicht so recht, wie Sie sich bei Google+ idealerweise präsentieren? Dank meiner 5 konkreten Beispiele ist das für Sie keine Frage mehr. Lesen Sie außerdem in meinem Blogbeitrag, wie Sie für Ihr Crowdfunding-Projekt PR machen.

    Zeigen Sie sich richtig: 5 Tipps von Google+-Profis aus der Tourismusbranche helfen Ihnen

    Mit Fotos und Status-Updates hält das Hotel Domspitzen die eigenen Fans über sämtliche Renovierungen auf dem Laufenden. Ergebnis: Fans und Gäste sind begeistert!

    Mit Fotos und Status-Updates hält das Hotel
    Domspitzen die eigenen Fans über sämtliche
    Renovierungen auf dem Laufenden. Ergebnis:
    Fans und Gäste sind begeistert!

    Google+ ist für viele Unternehmen noch immer Neuland. Entsprechend groß ist die Unsicherheit, wie die Firma sich dort präsentiert. In der PRPraxis habe ich für Sie 5 Tipps zusammengestellt, die ich anhand von Best-Practice-Beispielen veranschauliche.

    1. Tipp: Werten Sie Ihr Google+-Profil mit attraktiven Bildern auf
    2. Tipp: Setzen Sie Ihre Themen breit an
    3. Tipp: In der Kürze liegt die Würze
    4. Tipp: Machen Sie öfter mal einen Hangout On Air
    5. Tipp 5: Nutzen Sie Google+ Local für Ihr lokales Business

    EXTRA-TIPP: Um mit Ihrem Post in die Google-Suche zu gelangen, versehen Sie diesen mit #Hashtags. Platzieren Sie diese entweder an passender Stelle im Fließtext oder setzen Sie sie einfach hinter den Post.

    Details zu meinen 5 Tipps und die Best-Practice-Beispiele finden Sie in der aktuellen PRPraxis 3/2014.

    Kein Crowdfunding-Projekt ohne Online-PR

    Letzte Woche stellte ich Ihnen Crowdfunding als probates Mittel zur Finanzierung von Projekten aus dem Non-Profit- oder dem kulturellen Bereich vor. Sie finden den kompletten Beitrag auf der Website der „PRPraxis“ (www.prpraxis.de) im geschlossenen Abonnentenbereich. Hieran anknüpfend erkläre ich Ihnen in 6 Schritten die Möglichkeit, Ihr Crowdfunding-Projekt durch Online-PR zu pushen.

    Ein wichtiger Multiplikator ist dabei Ihr Netzwerk. Das erreichen Sie wahrscheinlich über Ihre Website, Ihren Blog, Newsletter und Ihre Facebook- Seite. Posten Sie zusätzlich in Ihren Communitys und Foren, veröffentlichen Sie Ihre Pressemeldungen auf den Newsseiten und in Presseportalen.

    Meine 6 Tipps lesen Sie in der aktuellen PRPraxis 3/2014.

    Themen, die Sie zusätzlich interessieren könnten

    1. Mit einem personalisierten Print-Mailing erreichen Sie Neu- und Bestandskunden
    2. Wohlwollen schützt vor Schaden nicht: Sichern Sie Ihr Sponsoring rechtlich ab
    3. Presseveranstaltung: So füllen Sie Ihre Moderatorenrolle perfekt aus
    4. Öffentlichkeitsarbeit: Machen Sie Ihr Vereinsfest zum Anziehungspunkt
    5. Handeln Sie geschickt: Wandeln Sie kritische Kundenstimmen in positive Bewertungen um

    PRPraxis – hautnah an PR-Themen, die Sie interessieren

    Möchten Sie sich in PR, Marketing und Social Media weiterbilden? Dann bestellen Sie sich PRPraxis alle zwei Wochen ins Haus. PRPraxis ist das Ratgeber-Magazin für die PR-Branche. Dort finden Sie Ideen, Anleitungen und Konzepte rund um Ihre Öffentlichkeitsarbeit. News, Trends, Experten-Tipps und aktuelle Rechts-Tipps ergänzen das Informationsangebot online. Das Redaktionsteam der PRPraxis erklärt ihnen ganz konkret, wie Sie Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effizienter, schneller und erfolgreicher gestalten können.

    Blogger-Relations – Setzen Sie schon auf den Dialog mit Bloggern?

    Dienstag, 6. August 2013

    Gestern erhielt ich einen Newsletter von Cision* mit News aus der PR- und Medienbranche. Ein markanter Satz fiel mir dabei ins Auge: „Marken sollten in Blogger investieren“. Er stammt von dem ehemaligen PR-Profi und erfolgreichem englischen Mode-Blogger Antony McGrath. Er fordert PR-Verantwortliche auf, Blogger genauso ernst zu nehmen wie die Medienvertreter. Sind doch diese meist besser vernetzt und haben einen größeren Einfluss auf ihre Leser als Magazine oder Zeitungen.

    Fashion-Man-McGrathWas bedeutet das nun genau für die Öffentlichkeitsarbeit?

    Der Fashion-Blog von Antony McGrath gehört zu den einflussreichsten Mode-Blogs in England. Auch in Deutschland haben wir viele Blogger, die mit ihren Mode-Themen Trends setzen und bei den Lesern begehrter sind als so manches auflagenstarke Modemagazin. Daher ist es für PR-Leute durchaus attraktiv, sich mit den Blogs auseinander zu setzen und gemeinsame Aktivitäten zu starten.

    McGrath bringt das mit 3 Wünschen auf den Punkt:

    • Marken sollten in Blogger investieren, wenn sie einen wirklich professionellen Auftritt in den Medien haben möchten.
    • Blogger sollten den traditionellen Medien gleichgestellt werden.
    • Blogger, die ihren Wert unter Beweis stellen, sollten dafür auch bezahlt werden.

    3 Tipps an PR-Profis von McGrath zur PR-Zusammenarbeit mit Bloggern:

    • Behandeln Sie uns nicht anders als andere Medien!
    • Es ist sehr hilfreich, mich auch einige Zeit im Voraus zu kontaktieren, bevor ich über ein Produkt, ein Event oder eine Kollektion schreiben soll.
    • Wenn Ihnen gefällt, was die Blogger machen, dann sollten Sie (PR-Profis) auch die Markenvertreter ermutigen, in diese Blogger zu investieren.

    McGraths Tipps, wie Sie Ihre PR-Zusammenarbeit nicht gestalten sollten:

    • Belagern Sie uns nicht, damit wir eine Story über Sie oder den jeweiligen PR-Kunden schreiben.
    • Wenn wir über Sie geschriebenen haben, verbreiten sie diesen Post auch bitte über Ihre Social Media Kanäle!
    • Bitte lernen Sie meinen Blog erst kennen, bevor Sie mir eine Geschichte vorschlagen.
    • Versprechen Sie mir keine Exklusivstorys, wenn sie diese bereits 3 weiteren Bloggern angeboten haben. Wir reden untereinander, Ihr Angebot bleibt also nicht geheim.

    Mein Extra-Tipp an Sie: Bauen Sie sich einen guten Draht zu Bloggern aus Ihrer Branche auf!

    • Erweitern Sie Ihren Verteiler um Blogs.
    • schauen Sie, welche für Ihre PR-Themen interessant wären und
    • nutzen Sie den persönlichen Kontakt, um Blogger auf Ihre Marke aufmerksam zu machen.
    • Wichtig ist, dass Sie Blogger ernst nehmen und Ihr Thema auf das des jeweiligen Blogs zuschneiden. Nur so schaffen Sie eine Win-Win-Situation.

    Dass das Thema aktuell wie nie ist, zeigt auch die PRPraxis**-Reihe „Blogger-Relations“, die demnächst startet. In den Ausgaben zeige ich Ihnen, was Blogger sich von PR-Schaffenden wünschen, wie Sie am effektivsten mit Bloggern zusammenarbeiten und was Sie bei Blogger-Events beachten sollten.

    * Cision ist einer der führenden Software-Anbieter für die Marketing- und PR-Branche.

    ** 2-wöchentlicher Ratgeber rund um PR- und Marketing-Themen, aber auch Social Media und Blogger-PR.

    DWPub bittet zum Interview – mein Agenturleben zwischen klassischer Pressearbeit und Social Media

    Freitag, 15. März 2013

    Vor einiger Zeit erhielt ich von DWPub eine Anfrage zu einem Interview. Der Mediendienstleister bietet mit FeaturesExec eine attraktive Mediendatenbank und Themenplanrecherche für PR-Fachleute an – jedoch leider bisher vor allem spezialisiert auf IT. In seinem Bulletin stellt er regelmäßig Köpfe aus der Medienbranche vor. Seit gestern ist nun mein Interview online, in dem ich über meine Arbeit als PR-Schaffende zwischen klassischer Pressearbeit und Social Media berichte.

    Lesen Sie,

    was Social Media für mich und meine Arbeit bedeutet,

    wie sich auch kleine Agenturen am Markt behaupten können,

    wie sich meine Zusammenarbeit mit den Medien gestaltet

    und was Kunden von mir erwarten können.

    Hier geht’s zum Interview.

     

    Praxistipps für Social Media / Twitter

    Donnerstag, 14. März 2013

    Fehler, die Sie bei Twitter unbedingt vermeiden sollten

    Twitter hat sich in Deutschland als Microblogging-Dienst etabliert. Derzeit nutzen 825.000 den Social Media Kanal, ein Plus von rund 50% gegenüber dem Vorjahr. Für die Unternehmenskommunikation bietet Twitter einen attraktiven Kommunikationsweg, um kurze und knackige Informationen an die eigene Zielgruppe zu verschicken. Aber Vorsicht! Ohne Strategie und thematischer Planung geht Ihre Kommunikation via Twitter nach hinten los.

    Nutzen Sie Twitter bereits oder haben Sie sich für 2013 vorgenommen, Twitter als weiteren Kommunikationskanal zu nutzen? Dann haben Sie sich hoffentlich bereits über Ihre Zielsetzung, die Strategie und die Inhalte Gedanken gemacht. Nein? Dann sollten Sie das schnellstens machen!Klar: Ein Twitter-Profil ist sofort eingerichtet und 140 Zeichen pro Tweet sind schnell zwischendurch geschrieben. Und auch die Verbreitung von Inhalten aus Blogs, Unternehmensseiten, Angeboten und Rabattaktionen bietet sich für Twitter an und lassen sich immer mal wieder einstreuen. Aber ein langfristiger, erfolgreicher Kommunikationskanal benötigt mehr als ein paar attraktive Themen.Wenn Sie mit Twitter langfristig erfolg haben möchten, sollten Sie einige Fehler unbedingt vermeiden. Welche? Das erfahren Sie von mir in der aktuellen PRPraxis 5/2013.

    PRPraxis – hautnah an PR-Themen, die Sie interessieren

    Möchten Sie sich in PR, Marketing und Social Media weiterbilden? Dann bestellen Sie sich PRPraxis alle zwei Wochen ins Haus. PRPraxis ist das Ratgeber-Magazin für die PR-Branche. Dort finden Sie Ideen, Anleitungen und Konzepte rund um Ihre Öffentlichkeitsarbeit. News, Trends, Experten-Tipps und aktuelle Rechts-Tipps ergänzen das Informationsangebot online. Das Redaktionsteam der PRPraxis erklärt ihnen ganz konkret, wie Sie Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effizienter, schneller und erfolgreicher gestalten können.

    Die PR-Brille aus Sicht eines ehemaligen Redakteurs

    Montag, 23. November 2009

    Vor ein paar Wochen stolperte ich über die Fünf Gründe, warum man Twitter beruflich nutzen sollte. Fünf Gründe, die mir absolut einleuchteten und die ich gerne an meine eigenen Kunden weitergab. Verfasser der Fünf Gründe war Bernhard Lermann von Lermann PR. Er selbst ist erst seit 2007 auf PR-Seite zu finden, davor war er Ressortleiter von gq.com und leitender Redakteur von vanityfair.de. Seit 1998 publiziert er bereits Texte im Internet, schreibt immer noch für vanityfair.de, familyvalues.de und im hauseigenen Blog. Welche Meinung er zu PR- versus Redaktionsarbeit hat, hat Wörterladen ihn in einem Interview gefragt.

    Bernhard-LermannWörterladen: Sie kennen sowohl die Redaktionsseite als auch die PR-Seite. Welche Seite gefällt Ihnen besser? Wieso haben Sie sich für die PR-Seite entschieden?
    B. Lermann: Der Wechsel auf die PR-Seite ging bei mir einher mit dem Wechsel vom Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit. Schon das war für mich ein Schritt, den ich bis heute nicht bereue. Inhaltlich liegen Redaktion und PR-Arbeit manchmal gar nicht so weit auseinander. Gerade beim so genannten „Produktjournalismus“. Sicher wird man als Journalist von den Agenturen hofiert und umlagert, das ist nicht unschön, bekommt aber auf Dauer auch nicht jedem. Am Ende schreibt man die Produktinformationen etwas um und hängt noch ein Gewinnspiel daran. Das hat mir irgendwann nicht mehr gefallen. Jetzt betreue ich sehr spezialisierte B2B-Kunden aus der Halbleiter-, Medizin- und Tourismusbranche. Oft geht es dabei um sehr technische Produkte und Anwendungen, die nur einen überschaubaren Markt betreffen. Das macht mir mehr Spaß, denn meistens geht es um Produkte, die vielen Menschen das Leben und Organisieren erleichtern und technisch innovativ und teilweise sogar revolutionär sind.Wörterladen: Welche PR-Strategie braucht es heutzutage, um als kleines Unternehmen wahrgenommen zu werden?
    B. Lermann: Die erste Erkenntnis sollte sein: Kein Schwein interessiert sich für mich – und mein Produkt ist auch nicht besser als die anderen. Das kann man natürlich keinem Kunden so sagen, aber mit einer völlig übertriebenen Selbsteinschätzung des Unternehmens kommt man nicht vom Fleck. Interessanterweise schätzen die Inhaber dieser Unternehmen ihre eigenen Fähigkeiten nicht so hoch ein wie das Produkt, das sie herstellen. Sie sehen oft gar nicht mehr, wie gut sie ausgebildet sind und was für ein spezialisiertes Wissen sie besitzen. Wenn wir das Internet als Vertriebsplattform für Inhalte oder Nachrichten sehen, die von Menschen produziert werden, dann ist genau das eine große Chance für Spezialisten und für das, was sie zu sagen haben. Denn im Netz nimmt der ehemalige Massenmarkt nur noch einen kleinen Raum ein. Es gibt viel mehr Platz für die vielen Nischen. Nur wer sich dort mit den richtigen Werkzeugen gut platziert und mit seinem Markt ins Gespräch kommt, wird wahrgenommen.

    Man nennt das heute Social Media, weil man bei den Tools auf Blogs, Foren, Twitter, Facebook etc. zurückgreifen kann. Oft vermittelt der Begriff „Social Media“ für meinen Geschmack etwas zu viel von „Zerstreuung“. Man muss natürlich mehr Dinge im Blick behalten, kann aber viel gezielter Nachrichten an genau die Menschen bringen, für die sie relevant sind. Insofern ist die „Streuung“ eher niedriger, dafür aber gezielter als bei alten Marketing- und PR-Strategien.

    Wörterladen: Welche Fähigkeiten müssen PR-Leute mitbringen, um ihre Kunden erfolgreich zu unterstützen?B. Lermann: Wie immer ist Zuhören die beste Fähigkeit bei jedwedem Miteinander, das gilt auch und wohl auch schon immer für die PR. Es ist wichtig, seinem Kunden Strategien und Konzepte nachvollziehbar und belegbar zu erklären. Und da kommen Geduld und Einfühlungsvermögen ins Spiel, den eigenen Wissenstand nicht bei anderen vorauszusetzen und verständlich immer wieder Dinge zu erklären, die einem selbst schon lange klar sind.

    Mut sollte man besitzen, Ideen zu verkaufen, von denen Sie wissen: das braucht der Kunde. Auch wenn die PR-Branche vielleicht sagt: „Das ist zu früh“ oder „Das klappt nicht“. Die Fähigkeit Fehler zu machen hat zum Glück jeder. Aber mit Fehlern kreativ umzugehen und dies nicht zur Ego-Show zu machen, das ist für viele verständlicherweise nicht leicht. Ich möchte gar nicht von Persönlichkeit, Offenheit und Flexibilität sprechen. Ich denke, das sollte eher die Ausgangssituation sein. Die Möglichkeiten, ein Unternehmen bei der Kommunikation mit seinen Kunden (also nicht nur mit der Presse) zu unterstützen, sind heute sehr vielfältig. Man kann sehr kreativ sein. Momentan investiere ich aber viel Zeit darin, die Kunden von neuen Wegen zu überzeugen.

    Wörterladen: Was ist für Sie eine gute Geschichte, um sie den Medien zu „verkaufen“?
    B. Lermann: Eine gute Geschichte ist erst mal eine neue Geschichte. Ich könnte alle Bücher von Philip Roth lesen, aber die neuen interessieren mich mehr als die aus den 70er Jahren. Danach kommt direkt der Nutzen: Für die B2B-Presse sind Mitteilungen über den Aktienkurs einer Firma vielleicht uninteressant, bei der Wirtschaftspresse sind sie dagegen besser aufgehoben.

    Nichts nervt einen Redakteur mehr als eine Pressemitteilung, die für ihn nicht relevant ist. Der beste Weg, ein Thema zu „verkaufen“ geht meiner Meinung nach über jemanden, der etwas Interessantes zu erzählen hat. Ein Produkt mag wichtig sein, aber wenn ich einem Redakteur eine Geschichte anbiete, tue ich gut daran, ihm auch den Geschichtenerzähler zu liefern. Es schadet nie, sich beim Kunden einen Mitarbeiter zu suchen, der sich klar und unterhaltsam ausdrücken kann und den man für solche Zwecke einsetzen kann. Dieser muss nicht zwingend aus der Geschäftsführung sein.

    Wörterladen: Was ist für Sie eine gute Pressemeldung? Wie wichtig ist heutzutage noch eine Pressemeldung in der PR-Strategie – im Hinblick auf die Überflutung der Redaktionen mit Pressemeldungen?
    B. Lermann: Ich bin der Meinung, dass die Pressemitteilung weiterhin wichtig ist. Aber sie nur ins Email-Postfach der Redakteure zu schicken, ist reine Verschwendung. Damit würde man sich auf einen Nachrichtenvertriebskanal verlassen, der heutzutage nicht mehr nur Filter, sondern ein winziges Nadelöhr ist.

    Abgesehen davon, dass die Redakteure wahnsinnig überlastet sind und nicht so viele Themen bearbeiten können, lesen die meisten ihre Emails gar nicht mehr, sondern räumen nur regelmäßig ihr Postfach auf. Nachrichten sollten auch direkt von den Unternehmen als RSS Feed angeboten werden und einfach von jedem per Twitter, Facebook etc. im Netz verteilt werden können. Das Einrichten eines „Social Media Newsroom“ wird mittlerweile von einigen Agenturen angeboten. Den zu pflegen, kann auch eine Aufgabe für die PR Agentur sein.

    Wörterladen: Wie kann sich ein kleines Unternehmen in der Flut an Informationen, die über eine Redaktion hereinbrechen, bemerkbar machen?
    B. Lermann: Es macht ja keinen Sinn, sich in Kanälen bemerkbar machen zu wollen, die eh verstopft sind. Jede Branche kann sich heute in einem eigenen Bereich so organisieren, dass man um die besten Plätze gar nicht mehr zu kämpfen braucht. Es gibt natürlich originelle Geschichten oder Testimonials, die man als Vehikel für eine Nachricht einspannen kann. So etwas funktioniert immer ganz gut, aber das ist eher die Ausnahme.

    Wörterladen: Wie können PR-Leute effektiver mit den Medien zusammenarbeiten?
    B. Lermann: Ich habe den Eindruck, dass die meisten Medienleute und PR-Leute mit dem wichtigsten Medium von heute – dem Internet – noch nicht richtig klar kommen. Eine Zusammenarbeit lässt sich dort sehr gut organisieren, diese Möglichkeit gab es vorher nicht. Man könnte den Journalisten die Recherche und die Auswahl der Themen enorm erleichtern. Im Prinzip bräuchte kein Redakteur jemals wieder eine Pressemitteilung zu lesen, die nicht für ihn wichtig ist. Die PR-Agentur  könnte eine Instanz sein, die dem Redakteur die Recherche vereinfacht. So etwas muss man wie gesagt nur organisieren, die Technik dafür steht schon seit einiger Zeit zur Verfügung.

    Wörterladen: Herzlichen Dank, Herr Lermann, für das informative Gespräch.