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Artikel-Schlagworte: „Redaktionskontakte“

Presseverteiler erstellen – Aufbau und Pflege

Mittwoch, 17. Juni 2015

4 Tipps, wie Sie sich kostenlos einen professionellen Presseverteiler erstellen

Ihr Presseverteiler ist der Motor Ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Ohne Ihre richtigen Medienkontakte ist Ihre Pressearbeit nichts wert. Daher sollten Sie bereits beim Aufbau des Presseverteilers alles richtig machen.

rp_Pressemitteilung-Aufbau-W-Fragen-300x195.jpgWenn Sie für ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen einen Presseverteiler erstellen, sollten Sie sich nicht die Frage stellen, in welchen Medien möchte ich etwas über mich lesen. Sondern: Welche Medien liest / sieht/ hört meine Zielgruppe. Und welches Medium deckt meine Themen ab. Das ist der Ausgangpunkt für den Aufbau Ihres Presseverteilers.

Tipp 1: Finden Sie die passenden Medien für Ihren Presseverteiler

Es gibt viele Agenturen und Dienstleister wie Zimpel oder Stamm, über die Sie Presseverteiler erstellen können. Der Zugang ist jedoch meist teuer und Sie müssen trotzdem noch Ihren Verteiler überprüfen. Oft sind Kontaktdaten veraltet, in den Datenbanken sind nur Chefredaktion hinterlegt oder es fehlen E-Mailadressen etc.

Machen Sie sich am besten selbst ans Werk – und das kostenlos. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die deutsche Medienlandschaft, z.B. über fachzeitungen.de Dort finden Sie alle deutschen Publikums- und Fachzeitschriften mit Kurzcharakteristika und Ansprechpartner; unterteilt nach Fachbereichen wie Lifestyle, Elektronik, Marketing oder in alphabetischer Reihenfolge.

In unserem Nachbarland hat der Österreichische Zeitschriften- und Fachverband eine Liste der Publikums- und Fachmedien für Österreich nach Zielgruppen zusammengestellt – mit Kontaktdaten zu den jeweiligen Zeitschriften.

Achtung: Nicht die Quantität bestimmt die Wirkkraft Ihres Presseverteilers, sondern die Qualität. Für ein Nischenprodukt aus dem B2B-Bereich benötigen Sie weder Kontakte zu Tageszeitungen noch Publikumsmagazine. Mit einem Verbraucherthema wie „Frühbucher“ können aber auch Reise-Apps in eine Zeitung wie Die Welt kommen. Gerade zur Urlaubszeit veröffentlichen Zeitungen und Witschaftsmagazine gerne Ratgeberartikel zu hilfreichen Reise-Apps. Sie sehen, Ihre PR-Themen haben bei Ihrem Presseverteiler eine gehörige Portion mitzureden.

Tipp 2: Recherchieren Sie auf den Onlineseiten nach Ihrem Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner in den Medien sollten sich nicht auf die Chefredaktion beschränken. Vor allem in großen Redaktionsteams schlägt der Redakteur „sein“ Thema in einer redaktionskonferenz vor. Suchen Sie also für jedes Medium Ihren dedizierten Ansprechpartner heraus.

Viele Printmagazine oder Zeitungen haben sehr gute Onlineseiten mit Kontakt zu den Redakteuren. Diese finden Sie entweder in einem eigenen Reiter oder im Impressum. Sollten Sie sich unsicher sein, in welches Ressport Ihr Thema passt (Lokales oder doch Wirtschaft) oder der Ansprechpartner nicht klar ersichtlich sein, dann greifen Sie zum Hörer und rufen Sie in der redaktion an. Die Telefonzentrale des Verlages hat meist schon die richtige Antwort für sie. Wenn nicht, dann lassen Sie sich mit der Redaktionsassistenz verbinden und lassen sich den entsprechenden Redakteur für Ihr Thema nennen.

Freie Journalisten sind um einiges schwieriger zu recherchieren. Bei vielen Online-Magazinen werden die Autorennamen zu den Artikeln gestellt. Wenn Sie nun einen Artikel zu Ihrem Thema, z.B. Frühbucher, finden, erkundigen Sie sich beim Medium, ob es sich bei dem Autor um einen freien oder festen Redakteur handelt. Lassen Sie sich die Kontaktdaten geben und machen Sie gleich einen Anruf. So können Sie Ihr aktuelles Thema dem Redakteur/ dem freien Journalisten vorstellen und erfahren, ob wieder ein ähnlicher Artikel wie der von Ihnen gefundene (aus dem Vorjahr) geplant ist.

Tipp 3: Unterteilen Sie Ihren Presseverteiler nach Gattungen und Themen

Egal, ob Sie mit einer Datenbank wie Access arbeiten oder Ihre Kontakte in Excel einpflegen. Achten Sie darauf, dass Sie den Presseverteiler nicht alphabetisch ordnen, sondern nach Gattungen bzw. Themen. Je vielschichtiger Ihre Medienkontakt sind, umso stärker müssen Sie Ihren Presseverteiler unterteilen:

  • – Publikumsmedien unterteilt in Frauen, Männer, Themen (Reise, Sport, Outdoor, Wohnen, Tiere etc.)
    • – unterteilen Sie diese noch in 4x/ Jahr + 2-monatlich, monatlich, vierzehntägig+ wöchentlich, online
  • – Fachmedien extra (ppint, online)
  • – Special Interest
  • – Blogs
  • – Facebook/ soziale Medien (Auftritt der Medien, Kooperationspartner)
  • – International (für Presseaussendungen in englischer Sprache)

Um für Anrufe, Presseeinladungen, Exklusivgeschichten Ihre A-Kontakte jederzeit griffbereit zu haben, sollten Sie diese in einem extra Reiter aufführen.

Generieren Sie auch Spalten für Anmerkungen: wen haben Sie kontaktiert zu welchem Thema (per Mail, telefonisch), wen haben Sie auf der Messe getroffen, eingeladen etc.

Tipp 4: Pflegen Sie Ihren Presseverteiler regelmäßig

Nutzen Sie kontinuierlich Infos zu neuen Magazinen, die Sie über Newsletter wie kress oder cision erhalten und kontaktieren Sie sofort die Redaktion, um den richtigen Ansprechperson für Ihren Presseverteiler herauszufinden und dort einzupflegen.

Die teilweise schnelle Fluktuation vor allem bei den Publikumsmedien macht es fast unmöglich, den Presseverteiler immer aktuell zu haben. Daher ist es sinnvoll, dass Sie nach jeder Presseaussendung sich noch genügend Zeit nehmen und die Fehlermeldung, die Sie per Mail von einigen Redaktionskontakten bekommen, bei der Redaktion hinterfragen. So erhalten Sie sofort den neuen Kontakt, der für Sie zuständig ist, sollte er nicht bereits in der „Abwesenheitsnotiz“ des Redakteurs stehen.

Bleiben Sie also immer am Ball bei der Pflege Ihres Presseverteilers. Dann haben Sie den soliden Grundstein für eine wirkungsvolle Pressearbeit gelegt.