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Artikel-Schlagworte: „Social Media“

FHM setzt erfolgreich auf Facebook

Montag, 6. September 2010

Wer sich heute im Internet als Unternehmen präsentieren will, der braucht mehr als nur eine virtuelle Visitenkarte. Social Media heißt das Zauberwort. Bereits dort zu sein, wo sich die eigene Kundschaft aufhält und sich dabei auf den Dialog mit ihnen einzulassen. Eine Fanpage auf Facebook, einen Account bei Twitter, einen an den Firmenauftritt angeschlossenen Blog – es gibt viele Möglichkeiten, sich an die Kunden zu wenden. Wegweisend zeigt sich hierbei FHM. Das Männermagazin stellte Ende Juli seine Online-Ausgabe des Männermagazins ein und ist nur noch über die eigene Facebook-Fanpage zu erreichen. Über die Gründe und den erhofften Erfolg sprach Wörterladen mit Christian Kallenberg, Chefredakteur von FHM.

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Wörterladen: Bei Bekanntgabe Ihrer Online-Strategie wurde die Tage darauf im Internet viel über den Facebook-Auftritt von FHM diskutiert. Ihr bisheriges Online-Magazin wurde zeitgleich abgeschaltet und man kam nur noch auf Ihre Facebook-Seite. Wie war die Reaktion Ihrer Leser darauf? Haben Sie durch die News eine größere Facebook-Fangemeinde erhalten?

C. Kallenberg: Die Zahl der Fans von FHM Germany auf Facebook ist innerhalb weniger Tage um viele Tausend auf mittlerweile über 32.000 angestiegen, eine Entwicklung, mit der wir sehr zufrieden sind und ein toller Erfolg!

Wörterladen: Ist Ihr Facebook-Auftritt eine mittel- bis langfristige Strategie oder nur eine Übergangslösung?

C. Kallenberg: Grundsätzlich ver- suchen wir mit der Marke FHM unsere Konsumenten dort abzuholen, wo sie sich eh schon aufhalten. Das ist zurzeit nun mal in der Freizeit überwiegend auch bei Facebook.

Unsere Leser wünschen sich, mitreden zu können: über Fußball, über Frauen, über aktuelle Themen. Talkback, Kritik, weitere Hintergründe zu Heftthemen. Und das im beliebtesten Umfeld des Netzes findet man nur bei Facebook, wo wir das mit Abstand beliebteste Männer-Lifestylemagazin sind.

Ein guter Grund, dass wir uns verstärkt auf Social Media konzentrieren und unsere Leser dort abholen, wo sie sich im Netz aufhalten. Zudem sehen wir hier ein größeres Potential bei PR- und Marketingaktivitäten für FHM.

Zu guter Letzt hat uns auch die wirtschaftliche Entwicklung von fhm-online.de bei dieser Entscheidung geholfen.

Wörterladen: Facebook ist nicht darauf ausgelegt, lange Texte angereichert mit Fotostrecken zu präsentieren. Sondern kurze Kommentare mit Verlinkungen zu anderen Internetseiten. Optisch kann man an der eigenen Facebook-Seite nicht viel verändern und die Reiter wirken alles andere als attraktiv. Wird da ein Medium wie FHM nicht ad absurdum geführt?

C. Kallenberg: Natürlich kann Facebook nicht alle Markeninhalte von FHM abbilden. Das wollen wir allerdings auch nicht. Wir nutzen Facebook genau dazu, wozu es erfunden wurde: Um den Kontakt mit unseren Freunden und Fans zu halten und um uns mit ihnen auszutauschen. Facebook kann kein Magazin-Substitut sein. Die tollen Texte und Fotos gibt es wie gewohnt am Kiosk.

Wörterladen: Warum haben Sie nicht die Lösung gewählt, Ihr Online-Magazin enger mit Facebook und Twitter zu verknüpfen – wie es beispielsweise Die Welt macht (zu vielen Artikeln kann man sich direkt mit den Twitter-Redakteuren in Verbindung setzen)? Ein Magazin lebt doch von Bildern und Reportagen, die in Szene gesetzt sind.

C. Kallenberg: Das haben wir getan. Fakt bleibt aber, dass die meiste Interaktion auf Facebook direkt stattfindet.

Wörterladen: Wie gestaltet sich nun der Arbeitstag Ihrer Redaktion? Müssen Ihre Redakteure nun Social Media Experten sein?

C. Kallenberg: In der Redaktion kommt es manchmal zu Wettbewerben, wer die meisten Kommentare auf seine Posts bekommt. Die Kollegen nehmen die Möglichkeit, direkt mit unseren Kunden zu kommunizieren begeistert an. Zu 100% nutzen sie Facebook auch privat. Ob wir dadurch schon als Experten gelten, überlasse ich anderen zu beurteilen, zumal ich die Definition eines Social Media Experten nicht kenne.

Wörterladen: Was ist Ihnen das Wichtigste bei Ihrem Facebook-Auftritt? Der direkte Kontakt zum Leser? Hat Ihnen das beim Online-Magazin gefehlt?

C. Kallenberg: Ja genau, die schnelle und direkte Interaktion mit den Lesern ist so nun optimal.

Wörterladen: Wie wollen Sie Ihren Auftritt noch weiter- entwickeln? Ist FHM für Kooperationspartner, Anzeigen- partner immer noch attraktiv?

C. Kallenberg: Der Bereich Applikationen ist auf Facebook ein weites Feld, auf dem wir gern wachsen möchten. Dabei freuen wir uns über qualifizierte Partner, die hier gemeinsam mit uns arbeiten möchten.

Wörterladen: Ich danke Ihnen herzlich für das informative Gespräch und wünsche FHM den ihm zustehenden Erfolg mit Facebook.

Schärfen Sie Ihr Profil!

Mittwoch, 25. August 2010

Online-Präsenz zeigen und verstehen, sich und seine Marke im Internet zu präsentieren, ist nicht jedermanns Sache. Wer jedoch heute erfolgreich sein will, braucht nicht nur den richtigen Riecher für ein gutes Geschäft, sondern auch den passenden Online-Auftritt. Soziale Netzwerke spielen bei der eigenen Vermarktung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Seien Sie dort, wo sich Ihre Kunden aufhalten: Xing, LinkedIn, Twitter und Facebook.

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Heute muss man als Unternehmen oder Einzelperson mehr leisten, als im Internet nur seine Visitenkarte zu hinterlegen. Konsumenten, Kunden und Partner wünschen sich eine optisch ansprechende und funktionelle Webseite, auf der sie schnell und mit wenigen Klicks ihre gewünschten Informationen erhalten.

Besonders Onlineshops, die von Kundenbestellungen leben, müssen dem Kunden ihre Warenwelt attraktiv präsentieren und den Bestellvorgang so einfach und serviceorientiert wie möglich gestalten.

Aber auch Einzelpersonen, die sich im Netz darstellen wollen, um mit ihren Dienstleistungen gefunden zu werden bzw. Geschäftskontakte zu knüpfen, brauchen mehr als nur einen eindimensionalen Onlineauftritt. Die Präsenz in Sozialen Netzwerken gehört dazu – mit den richtigen Suchbegriffen und Suchagenten werden Sie dadurch nicht nur von Kunden und Geschäftspartnern gefunden, sondern erhöhen aktiv Ihre Kundenzahl und bauen Ihr Netzwerk aus.

Sie wollen Ihren Onlineshop auf Herz und Niere prüfen lassen? Ich habe für Sie die Lösung.

Sie wollen besser im Internet gefunden werden und sich selbst erfolgreich in Sozialen Netzwerken präsentieren. Sie wollen aus sich eine Marke machen? Ich habe für Sie die Lösung.

Foto © Rainer Sturm/ pixelio

Ihr Auftritt in sozialen Netzwerken/ Online Reputation

Mittwoch, 25. August 2010

Was erscheint bei Google, wenn man Ihren Namen eingibt? Sind Sie bereits auf diversen Social Media Plattformen wie Xing, LinkedIn, Twitter unterwegs? Möchten Sie Ihr Profil schärfen oder sich eines erstellen lassen?

Warum sollten Sie? Fragen Sie sich jetzt. Ganz einfach, Xing, LinkedIn und Twitter werden auch von Google indiziert. Mit den richtigen Keywords in Ihrem Profil können Sie von potentiellen Kunden besser gefunden werden und ihre Dienstleistung gleich ins rechte Licht rücken.

Sie bieten keine Dienstleistungen? Sie suchen eher eine neue berufliche Herausforderung? Auch dann sollten Sie anderen die Möglichkeit geben, Sie zu finden. Ein Profil bei Xing und LinkedIn besteht aus mehr als nur Ihrem Namen, ihrer Adresse und Onlinepräsenz. Sie können mit den richtigen Suchbegriffen auf sich aufmerksam machen, in für Sie passenden Gruppen sich mit Ihrer Meinung präsentieren, sich auf einem Gebiet als Experte darstellen.

Twitter ist ein Medium, mit dem Sie schnell und unkompliziert sich und Ihre Dienstleistungen/ Angebote präsentieren können und damit mehr Kunden generieren. Das richtige Profil, die passenden Follower und Tweets, ein schneller Weg, um sich bekannter zu machen.

Xing:
€ 29,00 + Mwst.


Analyse Ihres Xing-Profils oder
Einrichten eines seo-konformen Xing-Profils
Keyword erstellen für „Ich suche“, „Ich biete“
Keyword-Erstellen für Suchagenten
Vorschläge für Gruppen + für Suchagenten
Tipps, um Xing richtig zu nutzen

LinkedIn:
€ 29,00 + Mwst.


SEO-konformer Aufbau Ihres Profils
Keyword-Erstellen für Suchagenten
Vorschläge für Gruppen + für Suchagenten
Tipps, um Xing richtig zu nutzen

Twitter:
€ 29,00 + Mwst.


Twitter-Profil einrichten: Design + Inhalt
Auflistung wichtigster Twitter-Applikationen
Follower Auf- und Ausbau
Tipps, um Twitter richtig zu nutzen

Paket: Xing, LinkedIn, Twitter
€ 79,00 + Mwst.


Runden Sie Ihren Onlineauftritt mit Ihrer Präsenz in den wichtigsten Sozialen Netzwerken ab.

Alles, was ich von Ihnen wissen muss, um Ihr Profil zu schärfen, erhalten Sie nach Bezahlung in einem Fragebogen per Mail von mir.

Machen Sie aus Ihrem Profil Profit!

Wenn Ihnen die Profilschärfung zusagt, unterbreiten Sie das Angebot Ihrem Netzwerk. Alle, die meine Profilschärfung twittern, in ihrem Blog oder auf anderen Social Media Plattformen erwähnen, erhalten ihr Wunschprofil für den halben Preis. Einfach den Link oder Tweet an mich senden.

Ihr Online-Shop aus Sicht Ihres Kunden

Mittwoch, 25. August 2010

Sie sind ein Profi in Sachen Vertrieb, ihr Online-Auftritt ist ein Spiegelbild Ihres Unternehmens. Aber kommt er auch bei Ihren Kunden an? Generieren Sie über Ihren Onlineshop immer noch neue Kunden? Werden Sie gefunden? Finden sich Kunden auf Ihrer Homepage zurecht? Füllen Sie nicht nur den Warenkorb, sondern bezahlen auch an der Kasse und kommen als zufriedene Kunden wieder?

Wenn Sie alle Fragen mit ja beantworten können, gehören Sie zu den wenigen Glücklichen, die es verstanden haben, ihr Unternehmen und ihren virtuellen Laden den Kundenbedürfnissen anzupassen. Das Kaufverhalten und die Wünsche des Kunden bleiben nämlich beim Aufbau eines Online-Shops oft auf der Strecke.

Lassen Sie Ihren Online-Shop auf Herz und Nieren prüfen. Und zwar von Ihren Kunden! Wir suchen für jeden Shop 10 bis 15 potentielle Kunden, die anhand eines von uns entworfenen Fragebogens Ihren Online-Shop analysieren. Wenn Sie wünschen, können Sie zudem noch ein oder zwei Testkäufe buchen, damit Sie direkt vom Kunden erfahren, wie gut Ihr Bestellsystem funktioniert und der Kundenservice arbeitet.

Holen Sie Ihre Kundschaft da ab, wo Sie sich aufhält. Nutzen Sie eine Facebook Fanpage um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Facebook hat Besucher und Mitglieder aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Schalten Sie mit meiner Hilfe zudem passgenau Werbung, die ankommt.

Machen Sie nicht nur aus Ihrem Unternehmen eine Marke, sondern auch aus Ihrem eigenen Namen. Ich gebe Ihnen handfeste Tipps, wie Sie sich auf Xing, LinkedIn und Twitter richtig präsentieren, um Ihre Online Reputation zu verbessern.

Analyse Ihres Onlineauftritts/ Onlineshop
€ 129,00 + Mwst.

10 – 15 potentielle Kunden testen Ihren Onlineshop anhand eines Fragebogens. Sie erhalten am Ende eine fundierte Analyse zu Ihrer Webseite.

Analyse Ihres Onlineshops mit 2 Testkäufen
€ 179,00 + Mwst. sowie individuelles Budget für 2 Testkäufe

10 – 15 potentielle Kunden testen Ihren Onlineshop anhand eines Fragebogens. Zusätzlich kaufen zwei Testkäufer bei Ihnen ein, um Ihren Bestellvorgang und direkten Kundenservice zu analysieren. Sie erhalten am Ende eine fundierte Analyse zu Ihrer Webseite

Aufbau einer Fanpage bei Facebook
€ 59,00 + Mwst.

Fanpage anlegen (Inhalte)
Tipps, Fans zu finden
Tipps, um Fanpage zu vermarkten

Bei Interesse schicke ich Ihnen nähere Details zum Testverfahren. Kontaktieren Sie mich!

Alles, was ich von Ihnen wissen muss, um Ihr Profil zu schärfen, erhalten Sie nach Bezahlung in einem Fragebogen per Mail von mir.

Wenn Ihnen die Profilschärfung Ihres Onlineshops zusagt, unterbreiten Sie das Angebot Ihrem Netzwerk. Alle, die meine Profilschärfung twittern, in ihrem Blog oder auf anderen Social Media Plattformen erwähnen, erhalten die Shopanalyse für den halben Preis. Einfach den Link oder Tweet an mich senden.

Social Media wird immer vernetzter

Donnerstag, 15. Juli 2010

Social Media Tools nutzen jetzt auch Microsoft für Outlook und das Business-Netzwerk Xing mit seinem „Teilen“-Button. Bookmarks und die Verknüpfungen einzelner Social Media Plattformen werden immer attraktiver für Plattformbetreiber. So können sie ihre Kunden an sich binden und neue damit gewinnen. Denn für ihre Kunden bedeuten die Social Media Services eine schnellere und verbesserte Verbreitung ihrer Social Media Aktivitäten.

Ralph Meinhold
Den Anfang machte Facebook: Ein kleiner Button in Blogs, der sogenannte „Like“- oder „Gefällt mir“-Button sorgt dafür, dass man mit nur einem Klick interessante Blogbeiträge und Internetseiten mit seinen Freunden auf Facebook teilen kann. Das Businessnetzwerk Xing zieht nun mit einem eigenen „Like“-Button nach. Mit dem so genannte „Teilen“-Button können Xing-Mitglieder für sie wichtige Blog- und Internetartikel mit ihren Kontakten teilen. In der Rubrik „Neues aus dem Netzwerk“ erscheint dann beispielsweise die Meldung: „Ralph Meinhold findet folgendes interessant: hier kommt dann die entsprechende Überschrift des Beitrages mit der entsprechenden Verlinkung“. Derzeit gibt es leider noch kein fertiges Plugin, aber Xing hat einige Codebeispiele vorgestellt und auch schon entsprechende Widgets angekündigt. Durch den „Teilen“-Button von Xing kann ich meine Internetpräsenz bekannter machen – bisher war mir das nur über meine Statusmeldung möglich. Wenn Sie den Button ausprobieren wollen, auf unserer Homepage ist der Button bereits integriert.

Auch bei Microsoft Outlook gibt es Neuigkeiten: Outlook wird Social Media fähig. Bereits Anfang des Jahres hat Microsoft ein Programm mit dem Namen „Social Connector“ vorgestellt. Anfangs konnte man mit diesem Programm nur LinkedIN verknüpfen. Jetzt hat auch Facebook eine entsprechende Verknüpfung mit Outlook erarbeitet. Der Vorteil: Anders als bei der LinkedIN-Funktion ist es jetzt auch möglich, die Profilfotos seiner Kontakte anzuzeigen. Auch sind E-Mail und das dazugehörige Facebook-Profil eng verknüpft. Echtzeitupdates und  Aktualisierungen von Freunden werden dank einer Pushfunktion sofort in Outlook angezeigt. Hinzufügen kann man zusätzlich MySpace und den Windows Live Messenger – damit erhält man bereits eine sehr detaillierte Historie über die eigene Interaktion mit dem jeweiligen Kontakt.  Einen ausführlichen Bericht über die neue Outlook-Funktion finden Sie bei mashable.com. Installieren können Sie den kostenlosen Social Media Connector direkt bei Microsoft.

Die Nutzung von Social Media wird also immer attraktiver und einfacher.

Ein Gastbeitrag von Ralph Meinhold, Partner der MMK Personalberatung.

Die Münchner Personalberatung hat sich spezialisiert auf die auf die Vermittlung von Vertriebspersonal – Verkäufer, Spezialisten, Führungs- kräfte – für die Versicherungs- und Finanzdienstleister-Branche. Die MMK Personalberatung kümmert sich hierbei um die Akquise und den Erstkontakt zu potentiellen Bewerbern. Social Media spielt bei der Bewerberakquise bei der MMK Personalberatung eine bedeutende Rolle. Zusätzlich nutzt die Agentur Social Media Netzwerke, um sich und ihre Dienstleistungen bekannt zu machen.

Social Media im Journalismus

Donnerstag, 3. Dezember 2009

In der Pressearbeit findet derzeit eine starke Verknüpfung zwischen klassischer Kommunikation und Web 2.0 statt. Dass auch Redakteure der klassischen Printmedien immer stärker auf Social Media setzen, haben wir bereits von Björn Sievers, Focus Online, erfahren. Jochen Mai, Ressortleiter Management & Erfolg bei der WirtschaftsWoche ist seit Jahren im Internet zuhause und nutzt das Web als Experimentierplattform für Themen, die beim Leser ankommen. Zudem betreibt er einen erfolgreichen Blog rund um die Jobwelt, Karrierebibel.de. Wörterladen verrät er, seinen spielerischen, aber immer zielgerichteten Umgang mit Social Media.

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Wörterladen: Herr Mai, Social Media ist Ihr zweites Zuhause? Man findet Sie auf Twitter, Facebook, Xing und myON-ID. Wie kamen Sie zu Social Media?

J. Mai: Durch persönliche und professionelle Neugier. Seit Netscape den ersten Browser auf den Markt gebracht hat, war ich fasziniert vom Internet und seinen Möglichkeiten. Das hält bis heute an. Als dann die ersten Blogplattformen auftauchten, habe ich sehr schnell damit begonnen, selbst ein paar Blogs zu schreiben – erst anonym und experimentell, später auch beruflich wie für die WirtschaftsWoche mit „Jo’s Jobwelt“. Karrierebibel.de  dürfte ungefähr mein zehntes Blog sein. Genau kann ich das aber nicht sagen, weil ich meine bisherigen Webseiten, Foren und Blogs nicht wirklich mitgezählt habe. Die Sozialen Netzwerke kamen dann automatisch dazu. Ich wollte wissen, was dort passiert, was die Menschen dort machen, wie es die Arbeitswelt und das Privatleben verändert. Ich selbst habe zum Beispiel via Social Media einige neue Freunde gefunden, mein Beruf und der vieler anderer haben sich dadurch stark verändert und verändern sich noch. Und selbst dieses Interview führen wir vermutlich nur, weil Sie mich über Social Media gefunden haben.

Wörterladen: Ja, das stimmt. Beim Eintritt in die Twitterwelt ist mir karrierebibel.de und der Mensch dahinter, Jochen Mai, oft über den Weg gelaufen. Sie führen seit ein paar Jahren ein journalistisches Doppelleben. Auf der einen Seite sind Sie Ressortleiter „Management + Erfolg“ bei der WirtschaftsWoche und zudem Chefredakteur des Blogs Karrierebibel.de. Wie lässt sich beides unter einen Hut bringen? Tagsüber WiWo, nachts Karrierebibel?
J. Mai: Wieso Doppelleben? Das klingt so, als hätte beides nichts miteinander zu tun. Das Gegenteil ist richtig: Ich bin hier wie da Journalist, die Themen sind verwandt und entsprechen meiner Profession, und in beiden Medien suche ich den Dialog mit meinen Lesern – nur eben auf unterschiedlichen Kanälen. Das passt nicht nur gut zusammen, es ergänzt sich sogar. Meine Reputation als Ressortleiter, hilft etwa meiner Glaubwürdigkeit als Autor und Blogger; der Erfolg des Blogs und meines Buchs zahlt umgekehrt auf die Marke WiWo ein. Ich bin überzeugt, die Tage des Helikopter-Journalismus’ sind ohnehin gezählt. Mal eben eine Story recherchieren, schreiben, abwerfen und ab zur nächsten Story – das funktioniert nicht mehr. Im Netz schon gar nicht. Journalisten werden hier zwangsläufig zur Marke; für sie wird es immer wichtiger, Informationen nicht nur zu sammeln und aufzubereiten, sondern auch die dabei entstehende Diskussion zu moderieren. Aus der Leser-Blatt-Bindung wird allmählich eine Leser-Autoren-Blatt-Bindung. Die meisten meiner Blogbeiträge entstehen übrigens tatsächlich abends oder am Wochenende. Wordpress erlaubt einem ja, den Erscheinungstermin von Artikeln vorzudatieren. Mein Arbeitgeber lässt mir aber zudem Freiräume, um auf Kommentare zu reagieren, zu twittern oder Meldungen zu bloggen und beweist damit einen sehr fortschrittlichen Umgang mit dem Medium und dem Berufsbild der Zukunft.

Wörterladen: Seit wann bloggen Sie über Job & Karriere auf karrierebibel.de? War das Buch „Die Karriere-Bibel“ zuerst da und dann das Blog oder ist das Buch aufgrund Ihrer Beiträge entstanden?
J. Mai: Karrierebibel.de habe ich gestartet, nachdem das Manuskript zum gleichnamigen Buch fertig war, rund fünf Monate vor dem Erscheinungstermin. Es gehörte von Anfang an zum Konzept, das Buch mit einem Blog zu verknüpfen, da die Karriere-Bibel ja auch in Tagebuchform aufgebaut ist. Das Ziel war, die Thesen und Themen des Buchs online mit den Lesern fortzuführen, zu diskutieren und mit dem Einwegmedium Buch multimedial zu experimentieren. Die Karrierebibel hat sich inzwischen aber viel weiter entwickelt. Mein zweites Buch – „Die Büro-Alltags-Bibel“ – ist daraus entstanden sowie einige weitere Ideen, über die ich hier aber noch nichts sagen kann. Zudem ist die Seite mit ihren knapp 2000 Artikeln insgesamt und rund 10.000 Lesern am Tag für mich längst so etwas wie ein Wissensspeicher,  Kontakthof und Thementester geworden.

Wörterladen: Sie nutzen also Themen, die Sie in der Wirtschaftswoche nicht aufgreifen können/ wollen für Ihre Karrierebibel? Oder wie kommen Sie zu Ihren Themen?
J. Mai: Das ist ganz unterschiedlich. Einige Themen entstehen beim Lesen von Büchern, Blogs oder Artikeln, andere bekomme ich angeboten, und wieder andere Artikel entstehen aus Diskussionen, die ich mit Lesern oder Experten per Mail oder Telefon führe. Und dann gibt es noch Themen, die ich im Blog regelrecht teste. Dabei interessiert mich dann etwa, welche Fragen die Leser dazu haben, welche Punkte ihnen wichtig sind, welche Erfahrungen sie dazu haben oder ob meine Ausgangsthese überhaupt stimmt. Das ist dann so eine Art dialogische Vorabrecherche.

Wörterladen: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei der WiWo aus? Wie eng sind Ihre Themen bei Karrierebibel mit denen der WirtschaftsWoche verknüpft?
J. Mai: Beides lässt sich kaum trennen, da ich mich beruflich mit ähnlichen Themen beschäftige wie im Blog. Mein Alltag dürfte sich kaum von dem anderer Ressortleiter unterscheiden: Ich bin täglich in einigen Konferenzen, mache Themenpläne, konzeptioniere, organisiere, delegiere, maile viel, telefoniere viel, diskutiere, recherchiere, redigiere, schreibe, lese, reise, … Ich bin vielleicht nur etwas leidenschaftlicher beim Thema Internet als andere und pflege eine öffentliche Affäre mit meinem Beruf.

Wörterladen: Als PR-Berater interessiert mich natürlich, wie viel Prozent der Artikel in Ihrem Ressort aufgrund von Pressemeldungen oder -anfragen entstanden sind?
J. Mai: Nur sehr wenige. 98 Prozent der Pressemitteilungen, die ich bekomme, sind absolut unbrauchbar. Übrigens aus den immer gleichen Gründen: Die Absender kennen weder unser Magazin noch den richtigen Ansprechpartner. Ich bekomme zum Beispiel seit Jahren Mitteilungen zu irgendwelchen Seminaren. Dabei gibt es bei der Wiwo weder eine Veranstaltungsberichterstattung, noch ein passendes Gefäß für solche Hinweise. Wer mir so etwas schickt, outet sich also als Nicht-Leser und Spammer. Zweitens haben viele Agenturen keinerlei Kenntnis darüber, wie Magazinjournalismus funktioniert. Eine Pressemeldung, die zum Beispiel am Montag an alle Medien geht, ist für uns völlig uninteressant, da sie – bis wir eine Woche danach erscheinen – längst überall gestanden hat. Und drittens haben die Verfasser so gut wie nie den Leser im Blick, sondern lediglich das PR-Interesse des Auftraggebers. Das ist zwar verständlich, aber dumm. Eine Pressemeldung ohne originelle These, ohne wirkliche Nachricht und Nutzen für die Leser landet binnen zwei Sekunden im Papierkorb.

Wörterladen: Wie oft erhalten Sie Pressemeldungen auf Karrierebibel? Und was machen Sie mit diesen? Sehen Sie diese Art von Fremdeinmischung als positiv oder eher lästig an?
J. Mai: Leider erhalte ich auch hier mehr Spam als Nützliches. So schicken mir manche Newsletter, die ich nie bestellt habe; das Gros der Agentur-Schreiben ist völlig unpersönlich verfasst; zudem bekomme ich Anfragen zum Linktausch, obwohl ich schon mehrfach geschrieben habe, dass ich das als unredlich empfinde und penetrante Absender als Spammer oute. Und in fast allen Fällen handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch, lediglich Werbung zu platzieren, Motto: Als regelmäßige Leser ihrer tollen Webseite würden wir uns freuen, wenn Sie über unsere noch tollere Webseite etwas schreiben würden… Was der Leser davon hat? Kein Wort dazu.  Das ist in der Tat sehr lästig. Es gibt aber auch die wenigen Ausnahmen: Profis, die tatsächlich ein Thema anbieten, das ich noch nicht behandelt habe (womit derjenige gleichfalls beweist, tatsächlich regelmäßiger Leser zu sein) und die dazu entsprechende Informationen für die Leser vorbereitet haben und allenfalls indirekt, über ihre Expertise von sich reden machen. Solche Anfragen bekomme ich gerne.

Wörterladen: Herzlichen Dank, Herr Mai, für das informative Gespräch.

Die PR-Brille aus Sicht eines ehemaligen Redakteurs

Montag, 23. November 2009

Vor ein paar Wochen stolperte ich über die Fünf Gründe, warum man Twitter beruflich nutzen sollte. Fünf Gründe, die mir absolut einleuchteten und die ich gerne an meine eigenen Kunden weitergab. Verfasser der Fünf Gründe war Bernhard Lermann von Lermann PR. Er selbst ist erst seit 2007 auf PR-Seite zu finden, davor war er Ressortleiter von gq.com und leitender Redakteur von vanityfair.de. Seit 1998 publiziert er bereits Texte im Internet, schreibt immer noch für vanityfair.de, familyvalues.de und im hauseigenen Blog. Welche Meinung er zu PR- versus Redaktionsarbeit hat, hat Wörterladen ihn in einem Interview gefragt.

Bernhard-Lermann
Wörterladen: Sie kennen sowohl die Redaktionsseite als auch die PR-Seite. Welche Seite gefällt Ihnen besser? Wieso haben Sie sich für die PR-Seite entschieden?
B. Lermann: Der Wechsel auf die PR-Seite ging bei mir einher mit dem Wechsel vom Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit. Schon das war für mich ein Schritt, den ich bis heute nicht bereue. Inhaltlich liegen Redaktion und PR-Arbeit manchmal gar nicht so weit auseinander. Gerade beim so genannten „Produktjournalismus“. Sicher wird man als Journalist von den Agenturen hofiert und umlagert, das ist nicht unschön, bekommt aber auf Dauer auch nicht jedem. Am Ende schreibt man die Produktinformationen etwas um und hängt noch ein Gewinnspiel daran. Das hat mir irgendwann nicht mehr gefallen. Jetzt betreue ich sehr spezialisierte B2B-Kunden aus der Halbleiter-, Medizin- und Tourismusbranche. Oft geht es dabei um sehr technische Produkte und Anwendungen, die nur einen überschaubaren Markt betreffen. Das macht mir mehr Spaß, denn meistens geht es um Produkte, die vielen Menschen das Leben und Organisieren erleichtern und technisch innovativ und teilweise sogar revolutionär sind.

Wörterladen: Welche PR-Strategie braucht es heutzutage, um als kleines Unternehmen wahrgenommen zu werden?
B. Lermann: Die erste Erkenntnis sollte sein: Kein Schwein interessiert sich für mich – und mein Produkt ist auch nicht besser als die anderen. Das kann man natürlich keinem Kunden so sagen, aber mit einer völlig übertriebenen Selbsteinschätzung des Unternehmens kommt man nicht vom Fleck. Interessanterweise schätzen die Inhaber dieser Unternehmen ihre eigenen Fähigkeiten nicht so hoch ein wie das Produkt, das sie herstellen. Sie sehen oft gar nicht mehr, wie gut sie ausgebildet sind und was für ein spezialisiertes Wissen sie besitzen. Wenn wir das Internet als Vertriebsplattform für Inhalte oder Nachrichten sehen, die von Menschen produziert werden, dann ist genau das eine große Chance für Spezialisten und für das, was sie zu sagen haben. Denn im Netz nimmt der ehemalige Massenmarkt nur noch einen kleinen Raum ein. Es gibt viel mehr Platz für die vielen Nischen. Nur wer sich dort mit den richtigen Werkzeugen gut platziert und mit seinem Markt ins Gespräch kommt, wird wahrgenommen. Man nennt das heute Social Media, weil man bei den Tools auf Blogs, Foren, Twitter, Facebook etc. zurückgreifen kann. Oft vermittelt der Begriff „Social Media“ für meinen Geschmack etwas zu viel von „Zerstreuung“. Man muss natürlich mehr Dinge im Blick behalten, kann aber viel gezielter Nachrichten an genau die Menschen bringen, für die sie relevant sind. Insofern ist die „Streuung“ eher niedriger, dafür aber gezielter als bei alten Marketing- und PR-Strategien.

Wörterladen: Welche Fähigkeiten müssen PR-Leute mitbringen, um ihre Kunden erfolgreich zu unterstützen?

B. Lermann: Wie immer ist Zuhören die beste Fähigkeit bei jedwedem Miteinander, das gilt auch und wohl auch schon immer für die PR. Es ist wichtig, seinem Kunden Strategien und Konzepte nachvollziehbar und belegbar zu erklären. Und da kommen Geduld und Einfühlungsvermögen ins Spiel, den eigenen Wissenstand nicht bei anderen vorauszusetzen und verständlich immer wieder Dinge zu erklären, die einem selbst schon lange klar sind. Mut sollte man besitzen, Ideen zu verkaufen, von denen Sie wissen: das braucht der Kunde. Auch wenn die PR-Branche vielleicht sagt: „Das ist zu früh“ oder „Das klappt nicht“. Die Fähigkeit Fehler zu machen hat zum Glück jeder. Aber mit Fehlern kreativ umzugehen und dies nicht zur Ego-Show zu machen, das ist für viele verständlicherweise nicht leicht. Ich möchte gar nicht von Persönlichkeit, Offenheit und Flexibilität sprechen. Ich denke, das sollte eher die Ausgangssituation sein. Die Möglichkeiten, ein Unternehmen bei der Kommunikation mit seinen Kunden (also nicht nur mit der Presse) zu unterstützen, sind heute sehr vielfältig. Man kann sehr kreativ sein. Momentan investiere ich aber viel Zeit darin, die Kunden von neuen Wegen zu überzeugen.

Wörterladen: Was ist für Sie eine gute Geschichte, um sie den Medien zu „verkaufen“?
B. Lermann: Eine gute Geschichte ist erst mal eine neue Geschichte. Ich könnte alle Bücher von Philip Roth lesen, aber die neuen interessieren mich mehr als die aus den 70er Jahren. Danach kommt direkt der Nutzen: Für die B2B-Presse sind Mitteilungen über den Aktienkurs einer Firma vielleicht uninteressant, bei der Wirtschaftspresse sind sie dagegen besser aufgehoben. Nichts nervt einen Redakteur mehr als eine Pressemitteilung, die für ihn nicht relevant ist. Der beste Weg, ein Thema zu „verkaufen“ geht meiner Meinung nach über jemanden, der etwas Interessantes zu erzählen hat. Ein Produkt mag wichtig sein, aber wenn ich einem Redakteur eine Geschichte anbiete, tue ich gut daran, ihm auch den Geschichtenerzähler zu liefern. Es schadet nie, sich beim Kunden einen Mitarbeiter zu suchen, der sich klar und unterhaltsam ausdrücken kann und den man für solche Zwecke einsetzen kann. Dieser muss nicht zwingend aus der Geschäftsführung sein.

Wörterladen: Was ist für Sie eine gute Pressemeldung? Wie wichtig ist heutzutage noch eine Pressemeldung in der PR-Strategie – im Hinblick auf die Überflutung der Redaktionen mit Pressemeldungen?
B. Lermann: Ich bin der Meinung, dass die Pressemitteilung weiterhin wichtig ist. Aber sie nur ins Email-Postfach der Redakteure zu schicken, ist reine Verschwendung. Damit würde man sich auf einen Nachrichtenvertriebskanal verlassen, der heutzutage nicht mehr nur Filter, sondern ein winziges Nadelöhr ist. Abgesehen davon, dass die Redakteure wahnsinnig überlastet sind und nicht so viele Themen bearbeiten können, lesen die meisten ihre Emails gar nicht mehr, sondern räumen nur regelmäßig ihr Postfach auf. Nachrichten sollten auch direkt von den Unternehmen als RSS Feed angeboten werden und einfach von jedem per Twitter, Facebook etc. im Netz verteilt werden können. Das Einrichten eines „Social Media Newsroom“ wird mittlerweile von einigen Agenturen angeboten. Den zu pflegen, kann auch eine Aufgabe für die PR Agentur sein.

Wörterladen: Wie kann sich ein kleines Unternehmen in der Flut an Informationen, die über eine Redaktion hereinbrechen, bemerkbar machen?
B. Lermann: Es macht ja keinen Sinn, sich in Kanälen bemerkbar machen zu wollen, die eh verstopft sind. Jede Branche kann sich heute in einem eigenen Bereich so organisieren, dass man um die besten Plätze gar nicht mehr zu kämpfen braucht. Es gibt natürlich originelle Geschichten oder Testimonials, die man als Vehikel für eine Nachricht einspannen kann. So etwas funktioniert immer ganz gut, aber das ist eher die Ausnahme.

Wörterladen: Wie können PR-Leute effektiver mit den Medien zusammenarbeiten?
B. Lermann: Ich habe den Eindruck, dass die meisten Medienleute und PR-Leute mit dem wichtigsten Medium von heute – dem Internet – noch nicht richtig klar kommen. Eine Zusammenarbeit lässt sich dort sehr gut organisieren, diese Möglichkeit gab es vorher nicht. Man könnte den Journalisten die Recherche und die Auswahl der Themen enorm erleichtern. Im Prinzip bräuchte kein Redakteur jemals wieder eine Pressemitteilung zu lesen, die nicht für ihn wichtig ist. Die PR-Agentur  könnte eine Instanz sein, die dem Redakteur die Recherche vereinfacht. So etwas muss man wie gesagt nur organisieren, die Technik dafür steht schon seit einiger Zeit zur Verfügung.

Wörterladen: Herzlichen Dank, Herr Lermann, für das informative Gespräch.

Mein Umgang mit Social Media

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Auf dem Blog der MMK Personalberatung gibt es derzeit eine Blogparade zum Umgang mit Social Media. Das lässt auch mich innehalten und überlegen, was für mich Social Media bedeutet und warum ich soziale Netzwerke nutze.

Der Umgang mit dem Internet ist für mich schon lange Alltag. Allein beruflich bin ich den ganzen Tag online: Ich recherchiere auf Portalen, mache mich über aktuelle Ereignisse schlau und schaue mir an, was in der PR-Welt derzeit Thema ist. Social Media ist für mich ein weiteres Informationstool, das jedoch nicht einseitig funktioniert, sondern von dem ich auch Feedback erhalte. Ich denke, wer ein guter Netzwerker ist, der kann seine Netzwerk-Strategie durchaus auch auf die virtuelle Vernetzung projizieren.
Die Welt ist durch Social Media kleiner geworden. Ich treffe plötzlich virtuell auf Menschen, Experten, denen ich im wahren Leben nicht begegnen würde. Die aber für meine Arbeit relevante Dinge zu berichten haben, so dass ich Ihnen gerne zuhöre und folge. Ich abonniere beispielsweise via RSS ihren Blog, kann ihnen Nachrichten schicken, wenn ich mit Ihnen ein Thema näher erörtern will, kann Sie um Rat bitten, im Gegenzug auch ihnen weiterhelfen. Social Media weiterhin zu ignorieren, wäre fatal – das zeigen die aktuellesten Zahlen.
Welche Social Media Portale sind nun relevant für mich? Als selbständige PR-Beraterin konzentriere ich mich vor allem auf zwei Portale: xing und Twitter. Das hilft mir, mich nicht zu verzetteln. Ich habe zwar einen weiteren Account bei Facebook, den ich aber nur wenig und dann vorwiegend privat nutze.
Mit Twitter verbringe ich den ganzen Tag – durch das Tool TweetDeck erfahre ich sofort, wann ein neuer Tweet meiner Friends eingegangen ist, den ich mir kurz anschaue. Entdecke ich etwas Interessantes, schaue ich mir den beigefügten Link an und retweete ihn an meine Follower. Natürlich kostet das Zeit, aber es ist Zeit, die ich zur Informationsaufnahme nutze, um für meine Kunden auf neue Ideen zu kommen und deren Angebote mit denen anderer zu verknüpfen. So entstehen wiederum neue Kontakte. Auf xing bin ich Mitglied in Gruppen, die mich einerseits persönlich ansprechen andererseits für mein Arbeit nützlich sind. Ich schaue mir regelmäßig die neuesten Einträge an, sehe, welche interessanten Statusmeldungen meine Kontakte wieder veröffentlicht haben und nutze zudem noch Twitter Buzz. Meine Kontakte gehe ich nach einer gewissen Zeit immer wieder durch, um mögliche Kooperationen für mich und meine Kunden anzuregen. Ich erhalte interessante Newsletter und Einladungen, die ich natürlich nicht alle nutzen kann. Aber oft bleiben Fragmente daraus in meinem Gedächtnis hängen und formen sich zu neuen PR-Ideen. Social Media ist für mich ein Austausch an Ideen, Themen, Fakten, Informationen. Ich kann mir sowohl zeitlich als auch thematisch herauspicken, was für mich und meine Arbeit wichtig ist. Gerade für Twitter gibt es so gute Tools wie Twitter for busy people , die das Arbeiten damit überschaubar gestalten. Vor Kurzem habe ich noch myON-ID für mich entdeckt. Dort kann ich meine öffentlichen Auftritte zusammenfügen, so dass eine 360Grad-Visitenkarte meiner Person entsteht. Aber bei aller Liebe zu Social Media sollten die persönlichen Kontakte nicht zu kurz kommen. Auch xing und Twitter haben mit ihren Social Events gelernt, dass Menschen sich nicht nur virtuell kennen lernen wollen.
Machen auch Sie mit bei der Blogparade und beantworten Sie folgende Fragen: Welche Social Media Portale nutzen Sie? Zu welchem Zweck nutzen Sie diese Portale? Welchen Nutzen haben Sie schon daraus gezogen? Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche mit Social Media Portalen? Was bedeutet überhaupt Social Media für Sie?

Die Blogparade läuft bis 31. Oktober. Zu gewinnen gibt es unter allen Teilnehmern ein Business Poken Pulse.

Social Medias Top 10

Mittwoch, 2. September 2009

Auf Twitter finde ich immer wieder gute Themen, die meinen Blog bereichern. Derzeit geht ein Blogbeitrag von David Armano Social Medias Top10 der kleinen dreckigen Geheimnisse durch die Twitter-Welt, der bereits mehrere RT-Seiten auf Twitter.com beansprucht. (weiterlesen…)

Vom Sommerloch keine Spur!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Von wegen Sommerloch! Derzeit erleben wir so manchen PR-Supergau, der sich vor allem in der Social-Media-Community breit macht. Zuerst erlaubte sich Vodafone auf ihrer Pressekonferenz zur neuen Markenstrategie einen Skandal mit gekauften Blogger-Größen, nun folgt Otto mit seiner MacBook-Verkaufsaktion. (weiterlesen…)