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Artikel-Schlagworte: „Textarbeit“

Kleine Helferlein – PR-Tools, die Ihnen die Arbeit erleichtern

Donnerstag, 6. November 2014

Egal ob als freier PR-Berater oder Social Media-Berater, Texter oder PR-Referent im Unternehmen, es gibt Tools, die Sie bei Ihrer täglichen Presse- und Textarbeit unterstützen. Sei es bei der Themenrecherche, beim Artikelaufbau, bei Presseaussendungen oder Ihrer Kreativarbeit. Ich habe Ihnen meine Favoriten zusammengestellt.

Bilderwelten suchen und erstellen

Wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Bild für Ihre Blogartikel, Webseiten etc. sind, gibt es jetzt eine tolle Seite, die kostenlose und lizenzfreie Stockfotografie in sich vereint. Sie sind dank Creative Commons Zero (CC0 1.0) auch kommerziell verwendbar. Dort können Sie sich auch nur mal „umschauen“, um Ideen für eigene Bildwelten zu erhalten.

Unerlässlich für die Bildbearbeitung ist für mich Gimp. Die Freeware ist Photoshop sehr ähnlich – mit ihr kann ich schnell mal ein Bild zuschneiden, verkleinern etc. Das Bildbearbeitungsprogramm gibt es für Windows-, Mac- und Linux-Systeme.

Um Bilder freizustellen ist es manchmal sinnvoll, einen Profi zu engagieren und es nicht selbst über Gimp zu versuchen. Dann nutze ich am liebsten Misterclipping mit seinem schnellen, akuraten und günstigen Service (innerhalb von 24 Stunden, handgefertigt).

Pressearbeit leicht gemacht

Wenn Sie für Ihre Kunden oder Ihr Unternehmen regelmäßig Presseaussendungen machen, sollten Sie einen Newsletter-Dienst nutzen, der nicht nur eine vorgefertigte E-Mail personalisiert an Ihren (großen) Presseverteiler versendet, sondern die Presseaussendung auch optisch aufwertet. Empfehlen kann ich hierbei vorallem Cleverreach, bei dem man sich auch je nach Zielgruppe verschiedene Gruppen-Newsletter einrichten kann. Die Leistungen überwiegen bei weitem die Kosten.

Zu einer Presseaussendung gehört auch Bildmaterial. Redaktionen mögen große Maildateien nicht. Daher nutze ich Dropbox, um die Bilder als Links oder ganze Ordner anzubieten. Zudem haben ich mit der Dropbox meine wichtigsten Dokumente und Bilder jederzeit auf all meinen Arbeitsgeräten verfügbar.

Für die Erarbeitung eines Presseverteiler nutze ich fachzeitungen.de oder journalismus-online. Die Seite ist unterteilt nach Fachbereichen wie Lifestyle, Elektronik, Marketing oder in alphabetischer Reihenfolge. Dort finde ich alle wichtigen deutschen Publikums- und Fachzeitschriften mit Kurzcharakteristika und Ansprechpartner. Das österreichische Pendant ist der Österreichische Zeitschriften- und Fachverband.

Recherche im Internet

Für das schnelle Online-Monitoring empfehle ich Google Alert. Ich habe mir für meine verschiedenen Kunden deren Keywords, deren Unternehmensnamen sowie die dazugehörige URL als Alert eingerichtet. Das ermöglicht mir nicht nur über Online-Veröffentlichung meiner Kunden auf dem Laufenden zu bleiben, sondern auch über deren Wettbewerber.

Tweetdeck ist hervorragend, wenn Sie mit Twitter arbeiten. Dort können Sie sowohl Ihre Tweets verwalten als auch nach Themen Ihrer Kunden bzw. nach deren Namen recherchieren.

Netvibes ist für mich immer noch der Online Feed-Reader, der es mir ermöglicht, sowohl über PC, Smartphone oder Tablet auf eine personalisierte Startseite zuzugreifen. Gleichzeitig ist er ein tolles Recherche-Tool, denn ich kann meine Internetfundstellen nach Themen clustern – egal, ob es sich um Podcasts, E-Mail-Nachrichten, RSS-Feeds, News Alerts, Bookmarks oder Social Media Kanäle handelt. Die einzelnen Module lassen sich per Drag & Drop auf meiner Startseite positionieren. Mit Netvibes kann ich alle Suchergebnisse auf einen Blick überwachen und für Präsentationen, Workshops etc. auf meine Themensammlung zurückgreifen und sie auch mit anderen teilen.

Evernote ist mein virtuelles Gedächtnis. Immer und überall kann ich unkompliziert darauf Links, Schnappschüsse zu meinen Ideen in Form von Notizzetteln festhalten. Automatisch synchronisiert Evernote die Infos mit meinen Geräten. Fundstücke finde ich anhand einer Suchfunktion schnell wieder.

Mit bubble.us erstelle ich nicht nur visuell PR-Konzepte, sondern baue auch Artikel auf, indem ich ausgehend von meiner Grundidee, einzelne Zweige als Erzählstränge entwickel oder in der PR Instrumente nach Zielgruppen cluster. Jeden Zweig kann ich durch eine eigene Farbe kennzeichnen.

Texten – abwechslungsreich und suchmaschinenoptimiert

Beim Texten helfen nicht unbedingt technische Tools, sondern vor allem Kreativitätstechniken

Bei Schreibblockaden visualisiere ich z.B. meine Informationen: Wie zeichne ich Mobilität, Düfte, Wärme? Oder Schreiben Sie sich alle Fragen auf, die Ihnen zu Ihrem Thema durch den Kopf gehen. Danach beantworten Sie diese mit wenigen Worten. Halten Sie die Antworten auf einem anderen Papier fest. Wenn nötig bringen Sie den Text noch in eine andere Reihenfolge.

Für meine Textbausteine nutze ich umschreibende Adjektive. Da ich bei einigen Kunden immer wieder aus dem ähnlichen Fundus an Textbausteinen und Themen schöpfen, habe ich mir eine Liste mit Schlagworten, Adjektiven, die deren Markenspektrum umschreiben, gemacht. So nutze ich nicht immer die gleichen Formulierungen. Zudem gehe ich in Zeitschriften, im Internet auf Wörterfang für meine Hauptthemen wie Kinder, Interior Design, Hightech, z.B. zauberhaft, fröhlich, spielerisch für Kindermarken, anschmiegsam, mondän, kosmopolitisch für Interior Marken.

Wenn ich z.B. eine Pressemeldung oder einen Fachartikel verfasse, helfen mir auch Kreativitätstechniken wie die 2-minütige Finger-Technik. Mit dieser Methode filtere ich meine Kernaussagen. Diese orientieren sich an der Zahl meiner Finger. Ich schreibe die 5 Kernaussagen auf jeweils ein rundes Papier und klebe sie gegenüber an die Wand. So haben ich beim Texten meine 5 wichtigsten Punkte immer vor Augen.

Mit Clustering kann ich sehr gut Begriffe aufschlüsseln, was mir bei Pressemeldungen, Kurzartikeln oder Artikel zu einem eindimensionalen Thema hilft. Dazu schreibe ich in die Mitte meines Blattes mein Hauptthema, z.B. Musikalische Früherziehung. Nun schreibe ich rund um diesen Kreis alle Begriffe auf, die mir dazu in den Sinn kommen, egal ob es sich um Substantive, Verben oder Adjektive handelt. Und verbinden diese wieder mit Musikalische Früherziehung. Gedanken, die ich mit den Begriffen assoziiere, verbinde ich mit diesen direkt, nicht mit Musikalische Früherziehung. (Beispiel: Musikalische Früherziehung – Kinderkonzert – Familienerlebnis). Das Clustering funktioniert hervorragend mit bubbl.us

Soll mein Artikel auch noch suchmaschinenoptimiert sein, überprüfe, ich mit dem Keyword-Dichte-Tool von PR Gateway, ob er die richtige Keyword-Dichte enthält.

Dank toller Apps und einer regen Internetkultur gibt es immer wieder neue Online-Werkzeuge, die uns Kreativen bei unserer Arbeit helfen. Was sind Ihre Favoriten?

PR-Tipps: Titel, Vorspann und Teaser fesselnd formulieren

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Sie haben spannende Themen aus Ihrem Unternehmen und können damit Blogs, Newsseiten und Social Media Kanäle füllen. Aber Ihre Schreibmühe ist umsonst, wenn keiner Ihrer Fans oder Blogleser nach dem Titel oder Teaser auf „weiter“ klickt. In der aktuellen PRPraxis 20/2014 zeige ich Ihnen, wie Sie den richtigen Ton treffen und damit Leser fangen. Ein paar Tipps zu Kleintexten verrate ich Ihnen aber jetzt schon im Blogbeitrag.

Spannende Kleintexte wie Titel animieren zum Lesen

Kein Artikel kommt ohne Titel und Vorspann aus. Aber wie gestalten Sie Kleintexte, die zum Weiterlesen animieren? Machen Sie sich vor dem Schreiben immer klar: Kleintexten sind Lockmittel für das große Ganze – Ihren Artikel.

Damit das Lockmittel wirkt, müssen Sie im Grunde nur eine wichtige Regel beachten: Sie müssen die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und Informationen enthalten, die dem Leser nutzen. Das gilt für alle Kleintexte – ob Überschrift mit Unterzeile oder Überschrift mit Vorspann.

Der Titel sollte also eine klare Aussage enthalten, die gerne originell verpackt sein darf. Das bedeutet:

  1. Die Aussage in der Überschrift muss konkret sein und sich mit dem Text decken.
  2. Überschrift und Unterzeile müssen aufeinander abgestimmt sein, aber auch jede für sich verständlich bleiben.
  3. Die Unterzeile ergänzt den Titel – in ihr erfährt der Leser mehr zum Inhalt des Artikels.
  4. Wertungen und Kommentare gehören nicht in den Titel.
  5. Achten Sie darauf, dass zwischen Überschrift und Text kein Widerspruch herrscht.

Der Vorspann verführt zum Lesen des Artikels. Egal, ob Sie einen Fachartikel formulieren, einen Blogbeitrag oder einen Artikel für das Mitarbeiter- oder Kundenmagazin. Ein Vorspann gibt Ihnen die Möglichkeit, das Thema kurz zu umreißen und den Leser heiß auf Ihre Geschichte zu machen. Er ist ihr Leserfänger, der animiert, „einzutreten“ und den Artikel vollständig zu lesen.

Gerade im Internet ist es wichtig, dass Sie mit ein paar Zeilen – dem Teaser – den Leser abholen, damit er auf „weiter“ klickt.

Ihr Vorspann sollte daher enthalten

  1. eine Botschaft, die dem Leser zeigt, warum er den Artikel lesen sollte.
  2. eine Wortwahl, die bereits Stimmung erzeugt und sich in den Bildern widerspiegelt: Empörung, Lebensfreude, Nachdenklichkeit, Erotik
  3. eher kurze, einfache Wörter, keine Fremdwörter und Fachspache, aber
  4. gerne knallige Wörter, Rhythmus, Tempo, dramatische Andeutungen und Verheißungen
  5. möglichst keine Zahlen, Daten, Prozentangaben
  6. kurze Hauptsätze, die jeder sofort begreift
  7. klare Wortwahl, keine Irreführungen und missverständliche Formulierungen.

Ideen zu Stilmitteln für Titel und Vorspann gespickt mit vielen Praxis-Beispielen finden Sie in der aktuellen PRPraxis 20/2014. In der nächsten Ausgabe zeige ich Ihnen, wie Sie Bildunterschriften, Sprüche und Zwischenüberschriften wirkungsvoll (ein)setzen.

Wenn Sie wissen wollen, wie Profis texten, dann lesen Sie meine 14 Wegweiser zu einem packenden Artikel.

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PRPraxis – hautnah an PR-Themen, die Sie interessieren

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Texten wie die Profis – 14 Wegweiser zu einem packenden Artikel

Donnerstag, 22. Mai 2014

Texte sind das A und O in der Pressearbeit und im Online Marketing. Egal, ob Sie Content für Webseiten, Blogs, Social Media Kanäle generieren oder Pressemeldungen verfassen. Gut geschriebene Artikel werden gerne gelesen. Aber was genau ist ein guter Text? Einer, der thematisch den Nerv des Lesers trifft? Ja, sicher! Aber auch einer, der den Lesegewohnheiten der Generation Internet entgegenkommt: Ein Text, der leicht verständlich ist, in kurzen, prägnanten Sätzen schwierige Sachverhalte erklärt und der den Leser mitreißt. Wenn Sie sich an ein paar Ratschläge zum guten Texten halten, verfasst sich Ihr nächster Artikel wie von selbst.

Es braucht nicht viel, um gute Texte zu formulieren. Ein paar Tipps helfen Ihnen dabei, sich an jedes Thema zu wagen und Ihre Leser zu begeistern. Da in der Kürze oft die Würze liegt – besonders im Internet, sind meine Ratschläge auch schnell zu lesen und leicht umzusetzen.

1. Grundlegendes: Schreiben Sie immer für den Leser. Überlegen Sie sich genau, was Ihre Zielgruppe will: keine unverständlichen Wörter und Argumente, nutzwertige Artikel, die auf den Punkt kommen.
2. Um nun zu bestimmen, wie Sie Ihr Thema aufbauen und wie viel Raum sie ihm geben, sollten Sie sich Gedanken machen, welche Zutaten (Inhalte) unbedingt in den Text müssen.
3. Um die Inhalte zu bestimmen, nutzen Sie am besten die Methode Mindmapping. Aus den aufgeschriebenen und vernetzten Stichpunkten formulieren Sie einen roten Faden, der Sie durch die „Geschichte“ führt. So verzetteln Sie sich nicht und vergessen aber auch keine wichtigen Inhalte.
4. Wenn Sie Informationstexte verfassen, stellen Sie die wichtigsten „Argumente“ nach vorne.
5. Und gönnen Sie jedem Gedanke möglichst einen eigenen Absatz.

Jetzt geht es ans Schreiben und dabei gilt
6. Formulieren Sie kurze Sätze – Schachtelsätze sind schwer zu lesen und noch schwerer wiederzugeben.
7. Ersetzen Sie Floskeln: Sagen Sie konkret, was Sie meinen und nicht abstrakt durch leere Worthülsen.
8. Formulieren Sie trotzdem anschaulich – reden Sie nicht von Hunden, sondern Doggen, von Blumen, sondern Rosen.
9. Formulieren Sie positiv statt negativ – die Webseite ist nicht mehr zeitgemäß, sondern die Webseite zeigt sich im Wandel der technologischen Entwicklung.
10. Formulieren Sie aktiv statt passiv – Bildung wird von Jugendlichen nicht ernst genommen, sondern Jugendliche nehmen Bildung nicht ernst.
11. Ersetzen Sie Substantive durch Verben – Planung, Gestaltung, Einhaltung zu planen, gestalten, einhalten.
12. Nutzen Sie bildhafte Verben, die der Leser nachvollziehen kann – lachen, sagen, vereinbaren.
13. Schreiben Sie auch kurze Wörter: Restrukturierungsmaßnahme ist unnötig, es reicht, mit Restrukturierungen zu argumentieren. Das Wort ist kompliziert genug.
14. Nutzen Sie möglichst wenig Anglizismen – Vorliebe statt Präferenz, Erklärung anstatt Deklaration.

Viel Erfolg beim Schreiben Ihres nächsten Textes!