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Artikel-Schlagworte: „Themenplanung“

Und wieder ist es da, das Sommerloch

Dienstag, 24. Juli 2018

Tipps, wie Sie die ruhige Zeit als PR-Schaffender für sich und ihre Arbeit nutzen können

In der Pressearbeit gibt es eigentlich kaum Verschnaufpausen. Aber ab und zu zeigen sich doch die berüchtigten Sommerlöcher, die man sinnvoll stopfen kann. Mit Ablage, Recherche, Fortbildung, Beziehungsmanagement und der Vorbereitung auf die heißen Phasen des Jahres. Ich habe Ihnen meine Top 10 zusammengestellt.

Aufgaben für das PR-Sommerloch, Öffentlichkeitsarbeit

In den letzten Jahren habe ich immer wieder auf meinem Blog gepredigt, was PR-Schaffende im sogenannten Sommerloch sinnvoll anpacken können. Gerade ist es wieder soweit. Kurz und knapp stelle ich Ihnen meine Top10 ToDo-Liste für heiße Sommertage vor:

  1. Stellen Sie einen Themenplan für die nächste Sommersaison zusammen. Und überlegen Sie, wie Sie Ihre Themen visuell aufbereiten.
  2. Betreiben Sie Wettbewerbs- und Marktanalyse: Welche Themen nutzen Ihre Mitbewerber, was sind angesagte Trends, die Sie für ihre PR nutzen können?
  3. Bereiten Sie jetzt bereits Ihr Jahresendgespräch mit der Geschäftsleitung vor. Überlegen Sie sich das Layout und die Storyline Ihrer Präsentation und stellen Sie für das erste Halbjahr bereits Ihre PR-Erfolge zusammen.
  4. Bilden Sie sich weiter: Online ist heute alles möglich – dazu müssen Sie nicht mehr ein Seminar besuchen. Gibt es neue Newsletter, die Sie zu Ihren Wissenslücken abonnieren könnten? Bei welchen PR-Themen haben Sie noch Nachholbedarf?
  5. Überprüfen Sie Ihre PR- und Marketingmedien. Ist Ihr Außenauftritt noch stringent? Bedarf er einer optischen und inhaltlichen Überarbeitung? Passen noch alle internen wie externen Kommunikationskanäle?
  6. Das erste halbe Jahr ist vorbei. Zeit, PR-Plan und -Budget zu überprüfen: Liegen Sie im Soll? Schlummert noch irgendwo Budget, das Sie sinnvoll einsetzen können? Welche Themen erzielten hohe Ressonanz? Können Sie auf diesen aufbauen?
  7. Vertiefen Sie Ihre Beziehungen zu Ihren Medienkontakten – beispielsweise mit einem Gruß zum Geburtstag. Die Glückwünsche lassen sich super vorbereiten und bringen Aufmerksamkeit.
  8. Aktualisieren Sie jetzt Ihren Presseverteiler und behalten Sie den Überblick über Ihre Top-Kontakte: Räumen Sie diesen in Ihrem Presseverteiler einen extra Platz ein.
  9. Kontaktieren Sie Ihre Top-Medienkontakte und bieten Ihnen ein exklusives Thema an. Nutzen Sie dazu die Themenpläne der Medien, um das Gespräch zu eröffnen.
  10. Überlegen Sie sich jetzt bereits, wie Sie Ihre besten Kunden und Medienkontakte an Weihnachten überraschen.

Die entsprechenden ausführlichen Tipps finden Sie bei den jeweiligen Blogbeiträgen der letzten Jahre.

Kaltakquise bei Redaktionen für Marken – ein No-Go für gute Pressearbeit

Mittwoch, 6. September 2017

Mein Tipp: Contentplanung, aber richtig – dann gelingt gute Pressearbeit

Die Geschäftsleitung wünscht, dass Sie Kaltakquise bei den Medien machen und gemeinsam mit den Redakteuren Themen für das Unternehmen, die Marke entwickeln. Ein absolutes No-Go, das Sie sofort abblocken sollten. Im Wörterladenblog finden Sie die richtigen Argumente für gute Pressearbeit. Und erfahren, wie Sie das Interesse der Medien gewinnen.

PR-Planung-2017-Content-Tools-gute Pressearbeit

Gute Pressearbeit fängt mit der Contentplanung an

Haben Sie das auch schon mal gehört? „Fragen Sie doch einmal an, was die Redaktion für Themen wünscht“ oder: „Erarbeiten Sie mit der Redaktion Themen zu unserer Branche.“ So oder ähnlich

klingt es von einer Geschäfsleitung, die Pressearbeit machen möchte, aber nicht weiß, wie gute Pressearbeit eigentlich funktioniert. Ihr Beratungsgeschick ist also gefragt. Denn eines ist klar: Redaktionen sind nicht Ihre Brainstorming-Partner für die Themenplanung.

Redaktionen haben ihre eigenen Themenspecials, die Sie meist aus den Mediadaten erfahren. Gibt es hierbei Überschneidungen zu Ihren Unternehmensthemen, steht einem Kontakt Ihrerseits mit der Redaktion nichts im Wege. Sie sollten jedoch bereits mit einem konkreten „Angebot“ an die Redaktion herantreten. Erst dann macht es Sinn, sich persönlich – ob telefonisch oder per Mail – bei Ihrem Redaktionskontakt zu melden. Was sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschalieren. Bevorzugte Kontaktmethode bei Journalisten ist – so eine Umfrage von Cision unter deutschen Journalisten – die E-Mail (78% Zustimmung) gefolgt vom Telefon (38%). Abgeschlagen sind die sozialen Medien (12%), Brief (10%) und ein persönliches Trefen (9%).

Gute Pressearbeit: Ihre Argumente für die Zusammenarbeit mit der Presse

Machen Sie Ihrer Geschäftsleitung klar, dass Pressearbeit Beziehungsmanagement ist. Redakteure bekommen täglich große Mengen an E-Mails und Anrufen zu News aus den unterschiedlichsten Unternehmen. Hierbei aufzufallen wird schwierig. Das heißt, Sie müssen mit einem Thema punkten, das den Redaktionen unter den Nägeln brennt, weil es aktuell ist, Sie hierzu eine Expertenmeinung liefern können, einen neuen Blickwinkel eröffnen. Liefern Sie Fakten, Zahlen, eine Statistik, einfach einen inhaltlichen Aspekt, den der Redakteur für seine Berichterstattung benötigt.

Und liefern Sie Ihren Beitrag schnell und umfassend. Wenn Sie ein Thema anbieten, müssen Sie der Redaktion das Ergebnis innerhalb von 7-14 Tagen schicken. Der Redakteur muss sich auf Sie verlassen können, denn er hält Ihnen einen Ein- bis Mehrseiter im Heft frei oder reserviert Ihnen einen Slot im Onlinemagazin zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wenn der Redakteur merkt, dass er sich auf Ihr Wort verlassen kann, haben Sie sich für ein weiteres Thema bereits Gehör verschafft.

Ihr erfolgreicher Weg in die Medien mit guter Pressearbeit

Schritt 1: Überlegen Sie sich, welche Inhalte/ Themen Sie Redaktionen anbieten können. Machen Sie dazu ein Brainstorming, sprechen Sie mit anderen Unternehmensbereichen. Gehen Sie von allumfassenden Themen ins Detail. Manchmal ist ein kleiner Themenaspekt interessanter als das große Ganze.

Wichtig ist hierbei, dass Sie ein Thema anbieten, das Sie innerhalb von zwei Wochen auch liefern können, ab Kontaktaufnahme – bedeutet: verfassen, freigeben und an die Redaktion mit entsprechendem Bildmaterial schicken.

Schritt 2: Machen Sie sich bei Ihrer Themenliste klar, welche Textgattung Sie für Ihre einzelnen Inhalte wählen: Passt das Thema für einen Fachartikel, wäre ein Kommentar interessanter (z.B. zu einem aktuellen Thema, zu dem Sie eine ganz eigene Meinung vertreten oder eben einen neuen Blickwinkel bieten können), haben Sie gar eine Erfolgsstory zu einem Thema? Redakteure wünschen sich auch Geschichten. Case Studies sind hierfür sehr gut geeignet. Sie bieten einen konkreten Fall bei dem die Fachexpertise des Unternehmens maßgeblich zum Ausdruck kommt. Bringen Sie dabei vor allem eine tagesaktuelle Entwicklung ein oder begleiten Sie einen längeren prozesse, zu dem Ihr Kunde Stellung bezieht.

Schritt 3: Machen Sie sich nun eine Liste mit Kontakten, die Sie ansprechen möchten,

– weil es sich um eines Ihrer A-Medien handelt, in dem Sie unbedingt vertreten sein möchten.

– weil eines Ihrer Themen zu einem Themespecial des Mediums passt.

– weil Sie bereits in der Vergangenheit mit dem Medium einen intensiveren Kontakt aufgebaut haben und schnell eine Veröffentlichung erreichen.

Schritt 4: Nehmen Sie nun Kontakt zum Redakteur Ihrer Wahl auf. Dabei ist es wichtig, dass Sie direkt den Redakteur ansprechen, der für das Special zuständig ist. Er weiß, welche Inhalte im Special bereits abgedeckt sind und ob Ihr Themenangebot in das Special passt. Den Kontakt erfragen Sie vorab bei der Redaktionsassistenz.

Gute Pressearbeit – ein Fazit

Sie sollten Redakteure nur dann kontaktieren – ob per Mail oder telefonisch – wenn Sie ihnen ein konkretes Thema anbieten können. Sei es zu einem ihrer Themenspecials, zu einem aktuell diskutierten Thema oder weil Ihr Thema in das Heftformat des Mediums passt. Bieten Sie dem Redakteur ein Gesamtpaket aus Artikel, Hintergrundsinformationen und Bildmaterial an und zwar exklusiv für 4-6 Wochen. Das Themenangebot an Redaktionen und ein konkreter Vorschlag zur inhaltlichen Aufbereitung sollten immer von Ihnen kommen. So funktioniert gute Pressearbeit.

Tipps, wie Sie am besten per Mail und telefonisch Ihre Themen den Redaktionen anbieten, erfahren Sie in der aktuellen PRPraxis 18/2017.

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