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Artikel-Schlagworte: „Trends im Marketing“

Setzen Sie auf den Mega-Trend Re-Lokalisierung für ihr Marketing

Montag, 17. Juni 2019

Tipps wie Unternehmen den Mega-Trend Re-Lokalisierung als Gegenbewegung zur Globalisierung und Digitalisierung nutzen können

Die Welt wird immer größer und virtueller. Durch Globalisierung und Digitalisierung können wir mit Menschen am Ende der Welt in Kontakt treten, doch die Sehnsucht nach Greifbarem wächst. Menschen wünschen sich wieder die Nähe zu ihren Nachbarn, dem reellen Miteinander und Produkten aus der Region. Das zeigt sich im Marketing-Trend Re-Lokalisierung.

Mega-Trend Re-Lokalisierung stärkt regionale Marken

Urban Gardening, lokale Bauernmärkte, regionale Plattformen – der Mega-Trend Re-Lokalisierung lässt die Inlandsproduktion wieder aufleben.

Die digitale Transformation bestimmt nicht nur unser berufliches Leben, auch im privaten spielt sie eine immer größere Rolle. Anonymität und Unübersichtlichkeit sind Folgen davon. Wir können uns über alles informieren, mit jedem Freund werden, uns Produkte von überall kaufen. Das macht aber auf Dauer nicht glücklich. Re-Lokalisierung heißt eine Gegenbewegung, die sich für Unternehmen zu einem Mega-Trend für ihr Marketing entwickelt. Wir entdecken erneut unsere Wurzeln, Heimat wird ein wichtiger Begriff und alle positiven Emotionen, die damit verbunden sind:

  • – Co-Working-Büros bieten selbständigen Einzelkämpfern einen Hafen und Sparring-Partner – dabei kann man sich zu kreativen Alles-aus-einer-Hand Anbietern zusammenschließen.
  • – Regionale Produkte bleiben gefragt – die Produktion wird ins eigene Land zurückgeholt. Wirtschaftskreisläufe werden stärker regionalisiert, Transportstrecken verkürzt.
  • – Produkte werden nicht als Massenfertigung mehr um die Welt geschickt, sondern als 3-D-Daten und lokal auf Anfrage mittels 3-D-Druck produziert – das löst in dieser Branche einen Boom aus.

– Produktdesign (international) wird von der Produktion (lokal) getrennt sein.

Diese Trends brauchen aber Spezialisierungen, durch die sich lokale Betriebe auszeichnen können, um als Produktionspartner für Marken zu fungieren.

Markenführung mit Re-Lokalisierung

Bauen Sie bei Ihrer Markenführung auf diese lokalen Werte:

Nähe: Dabei geht es nicht nur um die physische Nähe, also ein Ladengeschäft oder eine Produktion vor Ort zu haben. Wichtig ist, ihnen online wie offline Interaktion zu ermöglichen. Dabei fungiert sozusagen ihr lokaler Absatzpartner als Bindeglied zwischen ihnen und dem Kunden. Er ist ihr verlängerter Arm in der Region – gemeinsam mit ihm gestalten Sie eine konsistente, kanal- und themenübergreifende Kommunikation zur Zielgruppe. Dazu gehören auch Events vor Ort, an denen der Kunde ihre Produkte anfassen kann und Sie kennenlernt.

Sicherheit: Hierbei geht es vor allem um die digitale Sicherheit, das verwahren der Kundendaten. Setzen Sie auf Software- und CRM-Anbieter aus Deutschland oder der EU, die sich strikt an die DSGVO halten müssen. Soweit die Offenlegung ihrer digitalen Lösungen nicht ihre Unternehmensstrategie gefährdet, sollten sie Ihre Lieferanten und Partner auf ihrer Homepage nennen. Lassen Sie sich zudem zertifizieren – es gibt Gütesiegel für Datenschutz, Cloud, ISO etc.

Transparenz: Digitalisierung schafft Transparenz. Alles ist in unserer Welt nachvollziehbar. Ihre Kunden möchten wissen, woher die Rohstoffe stammen, die ihr Unternehmen für die Produktion nutzt. Zeigen Sie auf Ihrer Homepage die Wertschöpfungskette Ihrer Waren – vom Einkauf der Rohstoffe, über Lieferanten, Produktionsschritte bis zum lokalen Händler. Ideen hierzu finden Sie im Artikel Nachhaltigkeit.

Vertrauen wird zum wichtigsten Erfolgsfaktor – Sicherheit im Umgang mit den Daten Ihrer Kunden, Transparenz über Ihre Produktion sowie die Erfüllung der Kundenerwartungen bringt Vertrauen in Ihre Marke. Das setzt voraus, dass Sie die Bedürfnisse ihrer Kunden kennen und entsprechend handeln. Für nationale Unternehmen bedeutet das, dass sie ihr Produktangebot regional bewerben, um die lokale Zielgruppe zu befriedigen. Das funktioniert nur mit einer fundierten Datenanalyse.

Setzen Sie konsequent auf Local PR

Unternehmen, die deutschlandweit tätig sind, müssen enger mit ihren lokal angesiedelten Händlern, Partnern zusammenarbeiten. Lokale Angebote und entsprechende Kampagnen werden über die Unternehmenskommunikation und das Marketing gesteuert, also zentral formuliert, aber lokal vermarktet: Stellen Sie Ihren Partnern CI-konforme Werbematerialien zur Verfügung, die diese lokal anpassen können. Nutzen Sie lokales Online-Marketing: Gibt beispielsweise ein Kunde Ihren Markennamen auf seinem Smartphone ein, erhält er den nächsten Shop angezeigt, der Ihr Angebot führt.

Investieren Sie in Ihren Standort: Engagieren Sie sich in lokalen Netzwerken und Gremien, fördern Sie lokale Vereine oder Organisationen, pflegen Sie ein lokales Arbeitgeberimage: regionale Messen, Tag der offenen Tür, Kooperationen mit Fachhochschulen.

Nutzen Sie lokale Suchmaschinenoptimierung: Tragen Sie sich auf Google My Business ein und pflegen Sie Ihr Profil durch Fotos und laufend neue Beiträge. Verbinden Sie Ihre Keywords mit ihrem Ort und tragen Sie sich in lokale Branchenbücher ein.

Arbeiten Sie mit dem Tourismusamt und dem Stadtmarketing vor Ort zusammen und erkundigen Sie sich über deren Präsentationsmöglichkeiten für lokale Unternehmen. Nutzen Sie Sie beispielsweise Aufsteller in öffentlichen Einrichtungen wie Stadtbüchereien, Kultureinrichtungen etc., in denen Sie Ihr Angebot anhand eines Flyers vorstellen können.

Kommen Sie mit den lokalen Medien ins Gespräch. Regelmäßige Veröffentlichungen in lokalen Tageszeitungen, Stadtmagazinen oder auf Stadtblogs sorgen für ein positives Image und Bekanntheit:

  • – Nutzen Sie saisonale Themen, Fach- und Verbraucherthemen oder Sonderhefte der lokalen Medien, um sich als Experte zu positionieren.
  • – Informieren Sie die Medien über aktuelle Aktionen oder Veranstaltungen.
  • – Erkundigen Sie sich, ob es bei Blogs oder lokalen Medien die Möglichkeit gibt, sich mit einer regelmäßigen Kolumne oder Gastbeiträgen einzubringen.

Fazit Marketing-Trend Re-Lokalisierung

Der Marketing-Trend Relokalisierung bietet sich nicht nur für ein regional tätiges Unternehmen an, sondern auch für eine Marke, die entweder ein lokales Filialnetz besitzt oder mit Händlern / Partnern vor Ort arbeitet. Zukünftig geht es darum, die lokale Präsenz und das Know-how vor Ort für die Marke zu nutzen, die Brandimpulse, Botschaften und Kampagnen aber zentral zu steuern.

Vertiefende Tipps und eine Liste regionaler Marktplätze finden Sie in der aktuellen PR & Werbe Praxis 13/2019.

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