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Wohin geht die Reise bei Facebook, Google+ & Co.?

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Social Media war 2011 eindeutig das Kommunikationsmittel und Marketing-Tool für Unternehmen. Besonders kleine und mittelständische Firmen, Onlineshops und Dienstleister, die auf keine großen PR- und Werbebudgets zurückgreifen können, haben durch Facebook, Google +, Twitter und Xing die Chance, sich ihrer Zielgruppe zu präsentieren. Aber wie geht es weiter? Wird Google+ das neue Facebook? Lohnt es sich, weiter in Social Media zu investieren, nachdem die Nutzerzahlen stagnieren oder gar rückläufig sind?

2011 hat vor allem ein soziales Netzwerk von sich reden gemacht: Facebook. Nicht zuletzt durch die Konkurrenz von Google +, das sich im Spätsommer auf die Suche nach Nutzern gemacht hat, ist Facebook in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen denkt sich immer wieder neue Features aus, um nicht nur die Nutzer, sondern vor allem lukrative Werbekunden und Unternehmen an sich zu binden.

Was aber ist so besonders an Facebook? Wieso ist es für Unternehmen schon ein Muss, dort vertreten zu sein?

Im letzten Interview, das ich für den Wagner Verlag geführt habe, hat mein Interviewpartner einen sehr passenden Satz dazu gesagt: Über die Kultur von Facebook lässt sich natürlich streiten. Ich denke, wenn man dieses Medium im persönlichen Umgang mit Bedacht nutzt, hat Facebook ein sehr großes Potential: Das Netzwerk verbindet uns Erdenbewohner miteinander – nicht nur unter Freunden, sondern auch Interessensgruppen. Facebook vereint eine sehr große Zahl von Nutzern, welche friedlich miteinander kommunizieren und interagieren. Und das können sich die Unternehmen für ihre Marketingziele zu Nutze machen, denn noch nie war es so leicht, online und offline Welten miteinander zu verbinden. Und sich der eigenen Zielgruppe zu präsentieren.

Seit Mitte des Jahres kam nun ein weiteres Soziales Netzwerk auf den Markt, Google+. Bis vor Kurzem war Google+ nur einem kleinen Kreis an Beta-Usern zugänglich, die jedoch die Möglichkeit hatten, Bekannte und Freunde zum Netzwerk einzuladen, so dass in kürzester Zeit die Nutzerzahl von Google+ in die Höhe schoss. Viele Unternehmen stellen sich nun die berechtigte Frage, wie unterscheidet sich Google+ von Facebook und worin sollen wir zukünftig eher investieren, in Google+ oder weiterhin in Facebook? Muss man sich denn überhaupt für das eine oder andere entscheiden

Ich habe zwei Social Media Experten um Antworten gebeten, die kleine und mittelständische Kunden zu deren Social Media Strategien beraten. Thomas Hendele hat sich mit seiner Agentur some communication auf die Beratung der Hotellerie und Gastronomie sowie der Touristik-Branche spezialisiert. Für ihn ist Google+ durchaus ein zweites Kommunikations-Standbein für Unternehmen, allerdings mit einer weniger „privaten“ Ausrichtung. Auf Facebook tummeln sich aus der Historie heraus vor allem Privatnutzer, um sich mit ihren Freunden und Bekannten auszutauschen. Eine attraktive Plattform für Unternehmen, die sich vor allem an Konsumenten wenden. Google+ geht einen anderen Weg. Das soziale Netzwerk teilt die Menschen, die sich zu einer Unternehmensseite „bekennen“ in Kreise ein: Freunde, Bekannte, Business. So kann der Seitenbesitzer seine Veröffentlichungen dem entsprechendem Kreis zuordnen . das Gießkannenprinzip entfällt. Und: Google, der Mutterkonzern, ist eine Suchmaschine und aus diesem Blickwinkel heraus, sollte man auch Google+ sehen. Google wird für das Monitoring des eigenen Unternehmens und der zu besetzenden Kommunikationsthemen immer wichtiger, denn Google nimmt die Sozialen Netzwerke in seine Suchergebnisse auf. Google+ wird zukünftig die zentrale Sammelstelle für die eigenen Fundstücke sein. Aber bisher ist zwischen Google+ und dem privaten Profil in Google noch kein großer Unterschied erkennbar. Hendele rät seinen Kunden, erst einmal abzuwarten und Google+ sich entwickeln zu lassen. Denn die große Zahl der „Fans“ ist immer noch auf Facebook zu finden. Wichtig sei es vor allem, nicht einfach die „Facebook-Strategie“ auf Google+ zu adaptieren.

Auch Phil Zinser von der Internetagentur revier sieht in Facebook weiterhin das Soziale Netzwerk für die breite Masse. Dort möchten sich „Freunde“ und „Fans“ nicht nur untereinander austauschen, sondern auch etwas erleben. Facebook Shops und Fan-Clubs sowie viele Verlosungs- und Kooperations-Angebote machen Unternehmensseiten attraktiv. Ich muss Facebook nicht mehr verlassen, um online einzukaufen, zu spielen oder an Verlosungen teilzunehmen.

Auf Google+ sieht Zinser momentan eher die Early Adopter, die sich aufgrund der inhaltlichen Möglichkeiten des Sozialen Netzwerks anmelden und dort vertretene Firmen in ihre Kreise aufnehmen. Für die revier Kunden erstellen er und das revier-Team daher auch Konzepte, die auf einen Premium-Content abzielen; sie nutzen dort die Möglichkeiten von Google Hangout. Generell sieht der Social Media Berater für Google+ sehr gute Chancen, um sich neben Facebook zu etablieren. Es zeigt sich, dass die User hier viel Wert auf eine niveauvolle Kommunikation legen.

Was erwartet uns 2012/2013 im Bereich Social Media?

Der Trend, dass E-Commerce und Social Media verschmelzen, wird sich etablieren: Phil Zinser ist sich sicher, dass Unternehmen zukünftig dort verkaufen werden, wo sich die potentiellen Käufer regelmäßig aufhalten, beispielsweise auf Facebook. Das bedeutet aber auch eine überarbeitete Service-Strategie. Noch nie war es für Käufer so einfach, sich bei schlechtem Bestellservice „Luft zu machen“. Thomas Hendele sieht Facebook zukünftig vor allem als Kundenservicekanal, die täglichen Diskussionen und das Geplauder verschieben sich hin zu einer offenen Service-Kommunikation – E-Mail und Telefon als Supportmedien werden dadurch abgelöst.

Durch die immer höhere Verbreitung von Smartphones und anderen mobilen Geräten kommt es außerdem zu einer Verschmelzung von verschiedenen Realitäten: die reale Welt wird mit der digitalen Welt immer weiter verschmelzen. „Wir sind fasziniert von Produkten und Services, die uns den Alltag auf spielerische Weise erleichtern. Genauso spielerisch sollte uns das Marketing die Produkte näher bringen. Wir können heute schon in Printmedien über QR-Codes eine zusätzliche digitale Ebene einblenden, um z.B. eine Gewinnaktion anzupreisen. Kunden wollen nicht passiv konsumieren, sondern sich aktiv beteiligen“, ist Phil Zinser der Meinung. Auch Hendele sieht in der Verschmelzung von mobilen Diensten und Social Media vor allem für lokale Anbieter eine große Chance, die sich durch attraktive Angebote und Services von ihren Wettbewerbern vor Ort abheben können.

Bei allen Neuerungen zu Facebook, Google+ & Co. bleibt aber für die Unternehmen auch 2012 das A & O, ihre Social Media Strategie auf die Gesamtstrategie des Unternehmens auszurichten. Social Media ist und bleibt nur ein Kommunikationskanal, wenn auch ein immer wichtiger. Wer aber meint, nun sofort in Social Media zu investieren, der sollte vorher wissen, dass Social Media Ressourcen und Zeit benötigt und einen stringenten Fahrplan – erst dann hat Social Media Chancen auf Erfolg.

Top-Trends zur Suchmaschinenoptimierung

Dienstag, 24. Mai 2011

Vor ein paar Wochen schrieb ich auf meinem Blog über die Top 10 der Suchmaschinenoptimierung. Ein Beitrag, der bei meinen Lesern sehr gut ankam und auch zu regen Diskussionen in meinen Xing- und Linked-In Gruppen geführt hat. Nun möchte ich erneut einen SEO-Profi zu Wort kommen lassen, Omar Medani. Er berät mit seiner Wiener Agentur medani webdesign Kunden erfolgreich zu Suchmaschinenoptimierung – seine Ratschläge gibt er auch in seinen Webinaren weiter. Für die Wörterladen Leser hat er fünf Trends für eine weiterhin erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zusammengestellt.

Penaltys – Google bestraft sinnlosen Inhalt

Unter einem Penalty versteht man eine Bestrafung durch Google für manipulatives Verhalten bei der Optimierung. Bis letztes Jahr gab es beispielsweise einen „+30 Penalty“ für Linkaufbau durch Gästebücher-Spamings, Redirects per JavaScript, den Einsatz von so genannten Doorwaypages (Seiten, die nur den Sinn haben, bei einem bestimmten Begriff gefunden zu werden, ohne sinnvollen Inhalt zu bieten) und JavaScript-Redirects auf relevante Seiten. „+30“ steht dafür, dass die Webseite bis zum Ende des Penaltys nicht mehr auf einem Platz in den Top 30 platziert sein kann, sondern nur mehr auf einem „30 und höheren“ Platz.

Seit 2011 spricht Google auch Penaltys für einzelne Keywords und spezifische Unterseiten von Webseiten aus. Google wertete damit auch das eigene (und kostenfreie) Tool Webmaster Tools auf, da das Feedback über Penaltys im Webmaster Tools-Account der betreffenden Webseite zu finden ist.

Keyword Domains – für Google weniger wertvoll

Unter Keyword Domains versteht man zum Beispiel eine Domain mit dem Namen „www.keyword.de“, wie „www.finanzdienstleistung.de“. Eine Keyword-Domain besteht meist nur aus dem wichtigsten Keyword der Webseite.

Bisher waren Keyword Domains relativ leicht zu optimieren, da der Name der Domain ein Teil der Backlinkbezeichnung war. Ab 2011 werden Keyword-Domains langsam aber sicher weniger leicht zu optimieren sein, da sehr viele dieser Domains von Suchmaschinenoptimierern aufgekauft und mit wenig sinnvollen Inhalten befüllt wurden. Um die Qualität der Suchergebnisse zu steigern, wird Google den Algorithmus ändern und weniger Wert auf Keyword-Domains legen.

Gekaufte Backlinks – Google liebt natürlichen Backlinkaufbau

Im Internet gibt es eine Vielzahl an so genannten „Link Brokern“, die den Kauf von Backlinks anbieten. Dem will Google mit entschiedener Schärfe gegenübertreten. Im Februar 2011 wurde beispielsweise die große US-amerikanische Bekleidungskette JCPenny von Google mit einem Penalty abgestraft, da JCPenny sehr viele Backlinks zugekauft hat. Den besten und sichersten Erfolg bietet der natürliche Backlinkaufbau ohne zugekaufte Links.

Domainalter – Google setzt Domain auf 0

Bisher war die Übernahme einer bereits lange registrierten Domain eine gute Möglichkeit, um bei der Suchmaschinenoptimierung einen Vorteil zu haben, da Google Webseiten, die ein hohes Domainalter aufweisen, einen besseren Rang in den Suchergebnissen haben. Es gibt Anzeichen, dass das Domainalter bei einer Domain, die man von jemand anderem übernimmt, nun wieder auf 0 zurückgesetzt wird.

Soziale Netzwerke – jetzt investieren und Suchergebnisse verbessern

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter werden immer wichtiger. Bing, Microsofts-Suchmaschine, greift seit letztem Herbst durch ein mit Facebook geschlossenes Abkommen, zur Errechung der Suchergebnisse direkt auf die Facebook-Daten zu. Aktivitäten in Facebook oder die Anzahl der Fans gewinnen dadurch immer mehr an Bedeutung. Google versucht derzeit mit seinem eigenen Dienst „Google +1“ dem entgegenzuwirken und eine eigene Wertung zu finden. Mit „Google +1“ kann man ein Suchergebnis als gut markieren und zeigt damit, dass man es mag. Andere Benutzer erhalten den Hinweis, dass jemand diesen Suchtreffer mag. Eine Erweiterung des Dienstes auf Webseiten ist geplant. Der Dienst ist seit Mai 2011 nur in den USA verfügbar. Wie auch immer der Versuch von Google ausgehen wird, es steht fest, dass soziale Netze einen größeren Einfluss auf das Suchmaschinenranking haben werden.

Omar Medani ist Gründer und Geschäftsführer der Wiener Webagentur medani webdesign. Seit der Gründung 1998 bietet medani webdesign Dienstleistungen rund um das Web wie hochwertiges Webdesign, die Erstellung von Webseiten und Online-Shops von einfach bis komplex. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Suchmaschinenoptimierung, die seit etwa sieben Jahren ein wichtiger Baustein in der Agenturberatung ist und im schnell wachsenden Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt. Medani stellt seine SEO-Tipps auch regelmäßig in Webinaren vor.

0506
2009
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Mit der Welle schwimmen

Freitag, 5. Juni 2009

Die letzte Woche gab es auf Twitter ein großes Thema: Google Wave und seinen Rivalen Bing von Microsoft. Ob Google Wave die nächste große Revolution im Internet und der internetbasierten Kommunikation darstellt? (mehr …)