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Artikel-Schlagworte: „newsaktuell“

Recherche 2016 – wie Journalisten heute arbeiten

Mittwoch, 20. April 2016

newsaktuell untersuchte die Recherchegewohnheiten von 1223 befragten Journalisten

Bereits zum dritten Mal (nach 2012 und 2014) wollte newsaktuell wissen, wie Journalisten heutzutage recherchieren und welche Quellen sie nutzen. Die Auswertung betrifft vor allem PR-Schaffende in Unternehmen und Agenturen. Muss sich nun auch in deren Pressearbeit etwas gehörig ändern?

Wie Journalisten 2016 recherchieren

Quelle: Journalistenumfrage Recherche 2016″ aus Whitepaper, © newsaktuell
Die Pressemitteilung wird von allen als eine der wichtigsten Quellen geschätzt

Ergebnis 1: Pressemitteilungen sind für Journalisten die meistgenutzte digitale Quelle

Altersübergreifend halten Journalisten an Pressemeldungen als erste Themenquelle fest. Gefolgt vom Persönlichen Gespräch und Social Media, das vor allem die jüngere Journalisten-Generation als Informationsquelle nutzt.

Ergebnis 2: Informationen auf Sozialen Netzwerken vertrauen vor allem die jüngeren Journalisten

Weit vor allen anderen Sozialen Netzwerken recherchieren Journalisten auf Facebook, gefolgt von youtube und Twitter sowie Xing. Das heißt aber nicht, dass alle den Sozialen Netzwerken auch vertrauen; vor allem bei der Generation über 50 bindet nur Eindrittel der Befragten Informationen aus sozialen Netzwerken in Ihre Beiträge ein, bei den bis zu 35-Jährigen ist es genau andersherum.

Ergebnis 3: Pressemitteilungen ohne Zusatzmaterialien sind Zeitverschwendung

Nachdem 86% der befragten Journalisten angegeben haben, Pressemitteilungen zu Recherchezwecken zu nutzen, sollten Unternehmen dieses Angebot nutzen – aber unbedingt mit Zusatzmaterial: 62% der Journalisten wünschen sich Bilder, gefolgt von Hintergrundinfos als Link (60%), weniger als PDF (51%) und Infografiken (35%).

Ergebnis 4: Schnellere Antworten und Offenheit wünschen sich Journalisten von Pressestellen

Pressestellen möchten, dass ihre Meldungen Gehör finden, kommt aber einmal ein Journalisten mit Fragen auf sie zu, benötigt deren Beantwortung aus Sicht des Journalisten zu lange. Immer noch wünschen sich Zweidrittel der Befragten eine schnellere Antwort auf ihre Anfragen – vor allem bei Krisen. Wichtig ist den Journalisten auch das Storytelling – die Hälfte zieht eine gute Geschichte reiner Produkt-PR vor.

5 Empfehlungen für Ihre Pressearbeit 2016

  1. Machen Sie noch mehr aus Ihrer Pressemeldung: Achten Sie inhaltlich auf hohen Nutzwert, verfassen Sie Inhalte aus Sicht Ihrer Anwender, vergessen Sie die Geschichte hinter Ihrem Produkt nicht.
  2. Versenden Sie keine Pressemeldung ohne Mehrwert wie Bild, Hintergrundsinfos oder Infografik. Arbeiten Sie dabei unbedingt mit Links, keinen reinen Anhängen, das macht Ihre Presseaussendung nur hochvolumig.
  3. Lassen Sie sich bei Presseanfragen klar die Deadline geben. Und informieren Sie vice versa den Journalisten darüber, wann er mit Ihrer Antwort rechnen kann. Diese gilt es dann auch einzuhalten.
  4. Optimieren Sie Ihre Inhalte unbedingt mobile – 64% der Journalisten recherchieren via Smarphone oder Tablet.
  5. Nutzen Sie für Ihre Unternehmensinformationen einen breiten Mix ans Sozialen Medien – v.a. Facebook, Youtube, Twitter und Xing sind bei Journalisten beliebt.

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Wie kommunizieren wir 2020?

Dienstag, 8. Juni 2010

Gestern wollte ich in ein neues Informationszeitalter aufbrechen. Newsaktuell lud ins Haus der Bayerischen Wortschaft in München zu einer ihrer berühmten mediacoffees ein. Das Thema Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter? Vorausschauend hat newsaktuell ein Fragezeichen hinter das Thema gesetzt. Denn angekommen bin ich und die anderen Zuhörer leider nur bei der Kommunikation 2010.

Dabei ist das Thema „Kommunikation 2020“ gerade für uns PR-Betreibende sehr wichtig: Welche Möglichkeiten der Kommunikation wird es in Zukunft geben? Wo geht die Reise von Web 2.0, Social Media, dem Internet hin? Stehen wir am Anfang oder bereits am Ende?Fragen, die eine hochkarätige Referentenrunde auf dem Podium beantworten wollte bzw. sollte. Die Moderation übernahm Klaus Eck, allen Social Media-Nutzern bekannt durch seinen PR-Blog. Das machte doch Hoffnung, dass die Diskussion in die richtige Richtung lief. Leider lief sie dem bekannten Blogger total aus dem Ruder. Anstatt an die Zielgruppe/  das Publikum zu denken – nämlich Pressesprecher, PR-Berater, Journa- listen – hielten die Fachexperten endlose Monologe, die das Thema Kommunikation meist nur ankratzten – wie Second Life oder iPad, Medienkonzerne und ihr Auftritt, Geldverdienen mit Content etc. – Visionen zur Kommunikation 2020 gab es dabei keine.

Aber selbst die Kommunikation 2010 funktionierte nicht: Zu Beginn der Veranstaltung wurden alle Zuhörer eingeladen, zum #mediacoffee zu twittern und so live über die Diskussion zu berichten. Großformatig konnten die Teilnehmer hinter den Referenten alle Tweets lesen. Anfangs noch zurückhaltend berichtete die Twitter-Gemeinde bald bitterbös über die Unterhaltung auf dem Podium: „Thema verfehlt…“, „..wo bleiben die Visionen 2020?“, „Endlich sind wir im Jahr 2010 angekommen…“. Und anstatt wie versprochen auf die Tweets einzugehen, ignorierte Klaus Eck und seine illustre Runde die Twittergemeinde komplett. Soviel zur Kommunikation 2010!

Was erwartet uns dann bei der Kommunikation 2020? Eine spannende Antwort blieben die Referenten schuldig.